Beiträge von Jonas

    Höchster Punkt: Hochgrat (1834 m)


    Art der Tour: Kurzski-Tour / Firngleiten


    Datum der Tour: 13.05.2012


    Gebirge: Allgäuer Alpen


    Ausgangspunkt: Oberstaufen Hochgratbahn (Bushaltestelle), Endpunkt Immenstadt Bhf.


    Exposition der Tour: alle


    Tourenverhältnisse: s.u.


    Gefahreneinschätzung: bis auf die Nord-Abfahrt vom Buralpkopf relativ leicht und ungefährlich


    Prognose: bis zum Feiertag wird es wohl noch halten


    Sonstiges: Am Sonntag ging es doch nochmals in die Voralpen, diesmal die Allgäuer Voralpen - Überschreitung der Nagelfluhkette von Oberstaufen nach Immenstadt. Die Route mit Skiern ist im Panico-Skiführer Allgäu gut beschrieben und im Wesentlichen bin ich auch dieser Route gefolgt. Zunächst mit der Hochgratbahn (zur Talstation Bus ab Oberstaufen Bhf.) hoch (Auffahrt 15 min, 9 €). Dann leider im Nebel zu Fuß über den Grat, mit der vielgerühmten Aussicht war gar nichts. Deshalb bald weiter, mit Skiern geht es den "Schlauch" (so heißen hier die ostseitigen Kare von den Gipfeln, die die Struktur des Nagelfluh herausgebildet hat) hinunter. Am besten nimmt man wohl die linkere der beiden Rinnen und hier die von oben betrachtet rechtere Einfahrtsmöglichkeit. Sehr passabler Sommerschnee bis hinunter zur Alpe Gütle. Zu Fuß hinauf zur Brunnenauscharte und dem Gipfel des Rindalpkopf (mit ca. 30 m "Zwischenabfahrt" vom Vorgipfel). Ab dem Gipfel empfiehlt sich die Abfahrt auf dem Sommerweg, also dem Schlauch zurück ab der Scharte (Bild 1). Der Schlauch direkt beim Gipfel hat oben unangenehm aussehende Risse. Abfahrt bis zur Alpe unter der Güntlesscharte und wieder überwiegend zu Fuß hoch zum Gündleskopf. Auch hier einige Meter zu Fuß zurück und den Schlauch hinunter bis unterhalb der Güntles-Alpe. Oben am Beginn der Rinne hat es einen kurzen Schneeabriß (Bild 2). Wiederum zu Fuß zum Buralpkopf, endlich gab es mal Aussicht.
    Die im Panico-Skiführer beschriebene Route geht jetzt auf der Südseite zur Gatter-Alpe. Ca. 40 Hm unter dem Gipfel hätte es sogar auf der direkten Südseite noch ein dünnes Schneefeld gegeben, was diese Route annähernd ermöglicht hätte. Ich habe aber die schneesicherere Nordseite bevorzug und bin über die erste Rinne auf der Nordseite hinab - diese wird nach unten etwas unangenehm, da steile Querung über Felsen im feuchten Schnee. Leichter ist es, weiter unten (gesehen ab Gipfel) einzufahren. Die genannte Rinne kann mit Firngleitern / Bergschuhen besser nicht emfohlen werden, mit Kurzski und Skischuhen geht es schon (Bild 3). Diesmal wurde teilweise mit Skiern zum Stuiben aufgestiegen (ginge auch zu Fuß). Am Stuiben muss man schon einige Meter absteigen, bevor sich der letzte schöne Skihang in die Wanne unter dem Gipfel öffnete. Alternativ gibt es wohl auch vom Grat Stuiben - Steineberg eine steile Einfahrtsmöglichkeit (evtl. besser, weil weniger Skimeter hergeschenkt werden). Bis zur Hinteren Krumbach-Alpe ging es noch mit Schieben in der Wanne, im Wald darunter hat es wirklich nur noch Schneereste (wahrscheinlich am besten den Sommerwanderweg benutzen). Zuletzt auf dem Forstweg nach Immenstadt zum Bahnhof.


    Es waren auch einige Bergwanderer unterwegs, die die sommerliche Route gewählt haben, d.h. Überschreitung über die Grate. Sah auch gut machbar aus, sind dann natürlich entsprechend weniger Höhenmeter. Manche hatten auch Firngleiter dabei, wobei die Sommeroute nur am Rindalphorn abzufahren ist, ansonsten sind es alle "Umwege". Stöcke und Gamaschen sinnvoll, bei hartem Schnee auch Grödel. Mit einigen, auch steileren, Schneefeldern dürfte man auf jeden Fall Kontakt haben.


    Bilder zur Tour:


    Blick zur Abfahrt durch den Schlauch des Rindalphorn (auch Route des Fußabstiegs):



    Die Abfahrt vom Gündleskopf, oben ist der kurze Schneeabriß sichtbar:



    Abfahrt durch die Wanne nördlich vom Buralpkopf, die Einfahrt erfolgt durch das steile Band am oberen Bildrand:


    Höchster Punkt: Hohe Kiste (1922 m)


    Art der Tour: Kurzski-Tour


    Datum der Tour: 05.05.2012


    Gebirge: Estergebirge


    Ausgangspunkt: Eschenlohe Bhf.


    Exposition der Tour: West und Nord


    Tourenverhältnisse: Sommerschnee


    Gefahreneinschätzung: mittel


    Prognose: je nach persönlichen Abfahrtsansprüchen geht es mit den kurzen Brettln noch ein bißchen


    Sonstiges: Heute wollte ich die Kurzski-Saison starten, nachdem der Schnee in den Bayerischen Alpen auch beständig zurückgegangen ist. Der Zustieg zum Kistenkar schneefrei, Schneebeginn (für die Abfahrt auf letzten Resten) ca. 1.250 m. Im eigentlichen Kar bin ich dann bis knapp unter den Ausstieg mit Skiern gegangen, oben wird es steil & eng (eine Lawine hat im oberen Teil das Schneeband deutlich verengt). Ausstieg aus dem Kar heute kein Problem, Steigeisen etc. nicht nötig. Leider gab es ab ca. 10.00 Uhr eine deutliche Wetter- und Sichtverschlechterung, am Gipfel kurz nach 11 Uhr Regen + null Sicht.
    Für die Abfahrt habe ich heute nicht wie die anderen Tourengeher / Figler (zwei Wanderer gab es auch) das Kistenkar gewählt (dort Sommerschnee), sondern das Pustertalkar. Die Einfahrt kann durch die bereits vom Gipfel sichtbare sehr steile Rinne erfolgen oder über eine steile Rampe (Sommerweg). Ich wählte erstere, zum Beginn der Rinne kommt man, in dem man den Sommerweg durch die Latschen Richtung Platteneck kurz nimmt und dann bei einer 2-3 m felsigen Rinne sofort wieder ein paar Höhenmeter nach oben geht und am Karrand ca. 15 Hm absteigt (der direkte Weg wäre mit vielen, vielen Latschen garniert). Die ersten ca. 5 Hm in der Rinne sind schon ziemlich steil und eng, zudem der Schnee feucht (abrutschen, die ersten Kurzski-Schwünge der Saison will man es nicht übertreiben ...). Dann aber durchgehend gut fahrbarer Sommerschnee, natürlich recht dreckig und steinig, aber mit den Kurzski macht das nichts. Nervig war nur der Regen und die geringe Sicht, erst unterhalb ca. 1500 m wieder besser. Mit Skiern ging es gerade noch bis zum Pustertal-Jagdhaus, wobei man sich im unteren Teil besser rechts (im Abfahrtssinne) halten hätte sollen.
    Als Abstiegsweg habe ich diesmal nicht den Normalweg gewählt, sondern bin zum Elferköpfl und über einen schönen Jagdsteig kurz dahinter zum Hahnbichlsteig abgestiegen (in der Karte des Bay. Landesvermessungsamtes eingezeichnet, in der AV-Karte nicht). Am Hahnbichlsteig muss man auf ca. 1.100 m aufpassen, dass man nicht der Forststraße geradeaus folgt und dann plötzlich zu wildem Abstieg durch den Steilwald gezwungen ist.
    Der genannte Jagdsteig hätte durchaus häufigere Begehung verdient. Von unten aber wohl schwierig zu finden in dem Wegedickicht im Gebiet. Wer es probieren will: Bei einer Wegeverzweigung des Hahnbichlsteigs auf nicht ganz 1.200 m (Schild geradeaus "Krottenkopf") nach rechts dem Forstweg folgen und in der nächsten Kurve nach links (dem Forstweg folgend). Nach kurzer Zeit endet dieser auf ca. 1230 m - geradeaus Trittspuren, in sehr spitzem Winkel zweigen Trittspuren nach oben ab (fast wieder "zurück") - das ist der richtig Weg, der nach oben hin deutlicher wird, aber sich trotzdem bestimmt von oben insgesamt leichter finden lässt.


    Als Einstieg in die Kurzski-Saison etwas mühsam, das Wetter (und damit auch die Sicht) war anscheinend auch andernorts deutlich besser. Abweichend vom Wetterbericht wurde es am frühen Nachmittag eher besser.
    Meines Erachtens sind sowohl Kistenkar als auch Pustertalkar nur als Frühjahrsskitour / Figl-Unternehmung sinnvoll. Manchmal wird scheinbar auch im Hochwinter bis runter ins Tal gefahren, aber beide Wege sind nicht wirklich so toll skitauglich und stark lawinengefährdet.


    Für Wanderer: Auf dem Hochplateau des Michelfeld liegt noch viel Schnee, es dürfte auch noch länger dauern, bis der weg ist und dort Unternehmungen ohne Skier / Schneeschuhe sinnvoll möglich sind.

    In der vergangenen Woche war ich im Arlberggebiet mit den Tourenski unterwegs. Die Gegend ist ja eher zum (Pisten-)Skifahren und für Variantenfahrten bekannt, aber es gibt auch einige schöne Skitouren dort. Leider gingen sich wegen des schlechten, insbesondere unsichtigen, Wetters nicht immer höhere Touren aus. Von der Schneelage her gehen dort aber Skitouren noch länger. Heute Saisonschluss der Bergbahnen (und der meisten Unterkünfte, Restaurants), danach wird es sicherlich sehr ruhig.


    - Mehlsack: Im Zuger Tal noch sehr viel Schnee bis in den Talgrund hinab, dürfte noch länger gehen. Die Gipfelflanke weist viel Schnee auf, daher verschiedene Abfahrtsmöglichkeiten.


    - Valluga: gute Bedingungen ab Zürs durch das Pazieltal, der Gipfel konnte direkt über den S-W-Hang erreicht werden, Abfahrt nach Norden top - allerdings sehr viele Variantenfahrer an diesem begehrten Gipfel (Auffahrt mit der Seilbahn mit Skiern nur mit Skiführer möglich). Auch die Direktabfahrt nach Norden vom Gipfel des Trittkopf wurde gemacht.


    - Kleine Wildgrubenspitze: der Westgipfelhang hatte nur wenig Schnee (Neuschnee), allgemein höhere Westhänge abgeblasen und nicht sehr lohnend


    - Wösterkopf, Rüfikopf: noch ausreichend Schnee bis ins Tal



    Allgemein ist die Schneelage am Arlberg noch immer sehr gut. Auch die Pisten dürften überwiegend noch eine Weile gehen. Nur rein südseitig schaut es schlechter aus. In St. Anton wesentlich weniger Schnee.


    Während der Saison gibt es ein hervorragendes Ortsbussystem, das Auto kann hier für Anreise und Fahrten am Ort gut selbst "Urlaub" machen.


    Für eine Einkehr empfiehlt sich in Zug das Älpele, in Lech ist die Ambrosius-Stube gut, das "Hus Nr. 8", falls es etwas luxeriöser sein soll.

    Höchster Punkt: Seekarlspitze (2261 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 09.04.2012


    Gebirge: Rofan


    Ausgangspunkt: Maurach, Talstation Rofanseilbahn


    Exposition der Tour: v.a. Süd


    Tourenverhältnisse: s.u.


    Gefahreneinschätzung: gering, Achtung auf Wächten im Normalanstieg und am Gipfel


    Prognose: apert unten schnell aus, oben geht es noch ein bißchen


    Sonstiges: Heute im Rofan unterwegs. Erste Überraschung war, wie wenig Schnee es im Gebiet hat. Vom Parkplatz musste man bis kurz vor die Buchau-Jausenstation tragen, es hat zwar ab dem Bach Schnee, aber der ist immer wieder unterbrochen und das Anschallen lohnt fast nicht (in der Abfahrt genauso). Also wohl deutlich weniger Schnee als in den Bayerischen Voralpen - aber selbst Richtung Pertisau sieht es noch nach wesentlich mehr Schnee aus (bis in die Tallagen). Beim Aufstieg über die schwarze Piste kommt auch schon das Gras an einigen Stellen raus. Ab Bergstation aber noch gut Schnee, hätte sich heute wohl gelohnt (15 € einfache Fahrt!) und wurde wohl auch von praktisch allen anderen, wenigen Tourengehern genutzt. Schneeverhältnisse wechseln schnell zwischen Wind-/Sonnenharschdeckel / trockener und feuchter Pulver, alles in allem aber sehr passabel und so gab es noch einige Hänge als Zugabe. Das Gebiet lässt viele Möglichkeiten zu. Rofanspitze wurde auch gemacht.
    Insgesamt wenig Tourengeher, dafür viele Schneeschuhgeher. Ab morgen wird es ruhig, da die Bahn Pause macht. Wen das doch recht lange Skitragen nicht stört, findet gute Verhältnisse vor. Mit der beschneiten Piste wird es noch bis zur Talstation des Mauritz-DSL noch ein bißchen gehen, wenngleich auch hier die Schneelage nicht gigantisch ist.


    Scheinbar wird es so langsam Zeit für die hohen Ziele oder die Kurzski.

    Höchster Punkt: Wankspitze (2209 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 08.04.2012


    Gebirge: Mieminger Kette


    Ausgangspunkt: Obsteig, Ghf. Arzkasten (gebührenpflichtiger Parkplatz, 4 € / Tag, 2 € werden auf den Hütten angerechnet)


    Exposition der Tour: v.a. Süd


    Tourenverhältnisse: s.u.


    Gefahreneinschätzung: Anstiegsroute gering, Abfahrt mittel


    Prognose: apert unten schnell aus, ab Lehnberghaus vsl. noch länger möglich


    Sonstiges: Heute als "Stauausweichtour" von Süden auf die Wankspitze. Normalerweise herrscht da ja Hochbetrieb, aber das durchwachsene Wetter + Aussicht auf Ski tragen hat heute offenbar alle anderen abgehalten. Im Aufstieg konnten die Skier gleich hinter dem Lehnbach angelegt werden, d.h. ca. 5 min Ski tragen (auch wegen des hier eher gering ausgefallenen Neuschnees). Der Fahrweg oben zum Lehnberghaus ist leider geräumt und im Wesentlichen aper, man kann sich aber am Rande durchmogeln. Rodeln nicht mehr möglich. Ab dem Lehnberghaus deutlich mehr Schnee, teilweise war das Spuren richtig anstrengend (bis ca. 20 cm auf Harschdeckel). Im Gipfelbereich Schneesturm, sehr geringe Sicht und dementsprechend kalt.
    Der direkte Gipfelhang war leider oben verharscht, ich bin dann eine Rinne weiter links (orografisch gesehen) abgefahren, an sich gute Verhältnisse: 5 - 20 cm Pulver auf Harschdeckel. Einzig störend ist, dass die Verhältnisse teilweise im Meterbereich wechseln von abgeblasen bis tiefer Pulver und man dadurch noch ab und zu den teilweise mit alten Spuren versehenen Harschdeckel zu spüren bekommt. Unterhalb des Lehnberghauses geht es mit ein Mal ganz kurz abschnallen in der Abfahrt noch bis ca. 1.300 m; das Ski tragen hält sich also noch in Grenzen.
    Gasthof Arzkasten hat am Ostermontag noch auf, dann wieder ab 9.Mai.

    Höchster Punkt: Krottenkopf (2086 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 01.04.2012


    Gebirge: Estergebirge


    Ausgangspunkt: Farchant Bhf., Endpunkt Einsiedl (Bushaltestelle)


    Exposition der Tour: alle


    Sonstiges: Am Sonntag gab es die von mir schon lange geplante Durchquerung des Estergebirges aus dem Loisachtal zum Walchensee. Zunächst zu Fuß zur Esterbergalm, die man schon fast schneefrei erreicht (in der Abfahrt ginge es bis auf ca. 1160 m hinter der Passhöhe auf der Esterbergabfahrt hinunter, aber das ist wohl zu wenig, um eine lohnende Skitour z.B. zum Wank zu ergeben). Ab der Alm mit Skiern, zu meiner Überraschung / Leidwesen ab der Farchanter Alm zahlreiche apere Passagen; im Aufstieg ging es noch (Skier tragen), in der Abfahrt wäre es wohl schon nervend / nicht mehr lohnend gewesen. Leider gab es den gesamten Vormittag dichten Nebel, im Kar unterhalb der Weilheim Hütte deshalb etwas problematische Spurfindung - am besten wohl eher links halten. Der Aufstieg zum heute völlig aussichtslosen Krottenkopf von der Hütte war eine Mischung aus vereistem Schnee, Steinen und kurzen gut skibaren Passagen - entsprechend mühsam im Aufstieg (teils mit Skiern, teils zu Fuß) und in der "Abfahrt". Nachdem kurz vor 14 Uhr sich doch noch der Nebel etwas lichtete, ging es noch hoch zum Oberen Rißkopf und ich wagte die Abfahrt über das Michelfeld - hinreichende Sicht ist wegen des äußerst gleichförmigen Karst- / Latschengeländes hier unabdingbar. Oben super Verhältnisse, ab ca. 1700 m hielt der Harschdeckel leider nicht durchgehend, war aber auch so machbar. Viel Schieben und immer wieder kleine Gegenanstiege, zumindest bei nicht ganz so schnellem Schnee. Bis zum Wildsee zieht es sich daher und dann gibt es einen ca. 80 Hm Gegenanstieg zum Neuglägersattel - habe ich ohne anfellen gemacht, geht zur Zeit gut. Der Rest ist dann eine einfache Abfahrt zur Simetsberg-Forststraße, auf der man bis 1200 m lückenlos, dann mit alten Skiern und etwas Akrobatik noch bis ca. 1075 m abfahren konnte.
    Die Skidurchquerung über das Michelfeld ist insgesamt v.a. landschaftlich schön, abfahrerisch zieht es sich bzw. es heißt Gegenanstiege / Schieben.


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: Pitzenegg (2174 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 31.03.2012


    Gebirge: Ammergauer Alpen


    Ausgangspunkt: Lähn Bhf.


    Exposition der Tour: Süd-Ost


    Prognose: apert unten schnell aus


    Sonstiges: Heute wegen des angekündigten Wetters nur eine kleinere Tour von Lähn zum Pitzenegg. Startpunkt ist direkt am Bahnhof Lähn. Auch wenn es nicht so ausschaut (direkte Anstiegshänge zum Pfuitjöchle praktisch völlig aper), geht es noch fast durchgehend mit Skiern hoch und runter (2x kurz abschnallen, alte Skier empfehlenswert). Das dürfte sich unten aber sehr bald ändern, an Ostern wahrscheinlich nicht mehr lohnend. Der Anstieg (und auch die Abfahrt) durch das Wiestal sind etwas hakelig, bin ohne Harscheisen gegangen, wären am Vormittag in der schattigen Rinne aber nicht schlecht gewesen. Ab dem Ausstieg aus der Rinne des Wiestals einfach.
    In der Abfahrt (12:45) gab es heute oben gut bis sehr gut fahrbaren feuchten Schnee (wahrscheinlich eine dünne Schicht Neuschnee?), keinen Firn. Im Wiestal Lawinenboller, aber auch aufgefirnte Passagen. Insgesamt sollte man nicht zu wenig Zeit einplanen, sowohl Aufstieg als auch Abfahrt ziehen sich etwas länger, als es die knapp 1.100 Hm vermuten lassen.
    Sicht und Wetter entschädigten heute aber alle Mühen, von schlechtem Wetter hier gar nichts zu sehen, nur ein kalter Wind am Gipfel.


    Pfuitjöchle ginge ebenfalls nur noch über das Wiestal - ansonsten wohl besser auf die nordseitigen Touren ausweichen, da liegt noch gut Schnee.


    Sonstiges: Soweit erkennbar, ist der Radweg Grießen-Ehrwald noch nicht überall aper. Die Wildwasserzeit hat da an der Loisach auch schon angebrochen.


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: Am Brand (2120 m) bzw. Vorsprung unter den Gipfelfelsen ca. 2320 m


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 25.03.2012


    Gebirge: Wetterstein


    Ausgangspunkt: Ehrwalder Alm


    Exposition der Tour: Süd


    Tourenverhältnisse: v.a. Fin


    Gefahreneinschätzung: gering mit Ausnahme der Steilhänge unter den Felsen


    Prognose: geht noch ein bißchen


    Sonstiges: Nachdem es gestern mit dem Firn nichts geworden ist, wollte ich heute neuerlich mein Glück suchen und präferierte etwas höhere Ziele. Start an der Bergstation der Ehrwalder Almbahn, Auffahrt kostet 10 Euro. Natürlich kann man auch auf der Piste bzw. in der Seilbahnschneise aufsteigen (machen viele). Mit der Seilbahn ist es aber eine optimale Frühjahrs-Tour für Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da man auch im Frühjahr mit Skibus und Seilbahn rechtzeitig für die meisten Ziele oben ist (gilt genauso für die vielen Ziele in Brendel-, Drachen- und Igelskar).
    Der Aufstieg ist relativ gemütlich an der Piste zur Hochfeldern-Alm und dann je nach Geschmack die Hänge unten (lawinensicherer, durchgehend Schnee, aber eine Bachquerung) oder weiter oben (= Sommerweg, ganz kurze Unterbrechungsstellen, aber der Bach kann hier problemlos gequert werden) zum Gupf "Am Brand", 2120 m. Der Gupf selbst konnte heute wegen einem Wächtenüberhang nicht (bzw. nur mit größeren Mühen) bestiegen werden, aber etwas oberhalb gibt es schöne Rastplätze.
    Da der Schnee um 11 Uhr noch recht hart war, überlegte ich den Weiterweg zu einem der Gatterlköpfe. Vom Am Brand sieht man einen teilweise sehr steilen Osthang direkt über Felsabbrüchen, der scheinbar bis zum Gipfel des Östlichen Gatterlkopfes geht; das war mir aber zu heftig. Meine Idee, etwas weiter westlich zu gehen, war aber auch nicht viel besser, nur schattiger - Skier mussten schon bald getragen werden, was eine sehr mühsame Stapferei war. Schließlich habe ich unter den Felsen Halt gemacht - es gibt in den Hängen unterhalb der Gatterlköpfe so viele Varianten bei hinreichendem Schnee, das ohne gute Ortskenntnisse schwer zu sagen ist, was die beste Gipfelvariante ist.
    Die Abfahrt in der Steilrinne (12:40) oben bot leider keinen Firn, sondern etwas feuchten Pulver auf Harsch - auch passabel zu fahren, nur die Steilheit und die Felsen trüben den Genuss, stürzen sollte man eher nicht. Auf den freien Hängen dann super Firn, nur die letzten 100 Hm zur Feldern-Alm waren schon etwas sumpfig. Nach Sonnentanken ging es über das Issentalköpfl zurück, Pisten waren schon sehr stark aufgefirnt.


    Bilder zur Tour:


    Blick von der Hochfeldern-Alm zum Ziel



    Ausblick vom Ziel "Am Brand"





    Steile und etwas diffizile Aufstiegsmöglichkeit zum Östlichen Gatterlkopf





    Das Hangsystem unter den Gatterlköpfen


    Höchster Punkt: Gupf im Winkelkar, ca. 1538 m


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 24.03.2012


    Gebirge: Kaisergebirge


    Ausgangspunkt: Durchholzen


    Exposition der Tour: Nord


    Tourenverhältnisse: s.u.


    Gefahreneinschätzung: gering


    Prognose: ganz unten wird es nicht mehr ewig gehen, Kar selbst hat noch ordentlich Schnee


    Sonstiges: Heute nur eine kleine Tour im Kaisergebirge in das Winkelkar - auf diese Idee kamen auch zahlreiche andere Tourengeher. Gestartet werden kann mit Skiern ganz unten (Parkplatz Am Brand bzw. von der Bushaltestelle im Ort ein paar Minuten dahin). Der Fahrweg ist geräumt und daher aper, aber die Wiese neben dran hat noch ausreichend Schnee.
    Bei der Abfahrt gegen Mittag gab es leider keinen Firn, eher eine Art Feuchtschnee, der mit gewissem Krafteinsatz aber noch passabel zu fahren war. Es war wohl nachts zu warm bzw. nicht klar, auch die Tourengeher, die am Morgen abfuhren, klangen nicht so, als ob es da Idealfirn gegeben hätte. An sich war es die ganze Zeit bedeckt und dunstig, nur am Vormittag kam mal ein wenig die Sonne heraus. Zwischen Großpointner-Alm und ca. 800 m haben die Hänge nicht mehr so viel Schnee wie die Hänge oberhalb, hier könnten sich in einer Woche Tragestrecken ergeben, wenn es weiterhin so warm bleibt. Bei einer Abschnallstelle auf ca. 780 m wollte ich entlang der Straße weiterfahren, einer vorhandenen Spur folgend. Leider habe ich den Stacheldrahtzaun nicht gesehen, prompt die Hose aufgerissen. Nur zur Warnung, man sieht den Zaun je nach Lichtverhältnissen etwas schlecht.
    Beim Abstecher zum Berggasthof Zahmer Kaiser (Skigebiet) hat es prompt die letzten 15 Minuten von oben her genässt. Aber das reicht, um gut nass zu werden ...


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: Geigelstein (1808 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 11.03.2012


    Gebirge: Chiemgauer Alpen


    Ausgangspunkt: Ettenhausen


    Exposition der Tour: alle außer direkt Nord


    Tourenverhältnisse: s.u.


    Gefahreneinschätzung: mittel


    Prognose: geht noch ein bißchen


    Sonstiges: Heute trotz Sauwetters eine Tour über die Ostroute zum Geigelstein unternommen. Aber statt des angekündigten Schneefalls ab 800 - 1100 m gab es von Beginn an Sprühregen und weiter oben das ganze kombiniert mit Wind + ab der Wirtsalm fast keine Sicht mehr (und leichter Pulverschnee fiel auch nicht wirklich). Der Aufstieg kurz unter dem Gipfelrücken war etwas mühsam, wenige cm Neuschnee auf einem Harschdeckel, wo man ohne Harscheisen immer abrutschte. Und der Gipfelrücken selbst hat wenig Schnee, dafür umso mehr Harsch / Eis & Steine. Ging gerade noch so mit alten Skiern.
    Die Abfahrt nach Westen zur Priener Hütte wäre wahrscheinlich gar nicht so schlecht gewesen, wenn man irgendetwas gesehen hätte ... Nach dem Wiederaufstieg zum Sattel zwischen Geigelstein und Breitenstein (der zweite freie Hang nach der Priener Hütte, nicht der erste steile Hang) auch auf dieser Seite keine Sicht, erst ab der Wuhrsteinalm besser. Dann wieder schön brav durch den Regen abgefahren, um so richtig durchnässt zu werden.
    Die Piste hinunter zur Geigelsteinbahn dürfte noch ein bißchen halten, es sei denn, es wird sehr warm. Heute konnte man sogar noch bis in den Ort abfahren.


    Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln sollte man beachten, dass die Standardsuche auf der Website der Bahn unsinnige Ergebnisse liefert. Über Übersee findet man bessere Verbindungen.

    Höchster Punkt: Schneibstein (2276 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 10.03.2012


    Gebirge: Berchtesgadener Alpen (Hagengebirge)


    Ausgangspunkt: Jennerbahn


    Exposition der Tour: v.a. Süd und West


    Tourenverhältnisse: s.u.


    Gefahreneinschätzung: heute gering, abgesehen von der Gefahr etwaiger Wechtenbrüche


    Prognose: der Schnee wird nicht besser, reicht aber noch ein wenig


    Sonstiges: Heute bei Kaiserwetter die Kleine Reib'n im Berchtesgadener Land gemacht (vgl. Beschreibung im Archiv). Da die Anreise doch etwas langwierig ist (erst recht mit Zug + Bahn, geht aber gut), habe ich mir den Luxus einer Auffahrt mit der Bergbahn gegönnt, sage und schreibe 15,90 € einfaches Ticket! Wer von Hinterbrand aus geht, sollte beachten, dass die Beschreibung von Tourentipp.de nicht mehr aktuell ist, was den Aufstieg über die Piste angeht - diese ist beim Mitterkaser-Ziehweg an Wochenenden, Feiertagen und in den Schulferien bußgeldbewehrt für Tourengeher im Aufstieg gesperrt, man müsste also einen Umweg um den Jenner gehen (siehe Karte).
    Kurz nach dem Jennersattel quert man unter eine Wächte, angesichts der Erwärmung etwas unangenehm. Stahlhaus hat offen. Aufstieg Schneibstein kein Problem, durchgehend mit Skiern, es wurde auch eifrig der Nord-West-Hang des Schneibstein eingefahren bei guten Pulverbedingungen. Die Gipfelschau am Schneibstein ist schon wirklich toll. Abfahrt zur Windscharte fand ich mäßig, der Wind hatte in der Vergangenheit wohl volle Arbeit geleistet, und so schauen trotz des Neuschnees Steine heraus bzw. sind nur leicht verdeckt. Ich war jedenfalls um die Uralt-Ski dankbar. Außerdem die direkten Hänge schon ziemlich eingefahren. Aufstieg Winschartenkopf war kein Problem, der Südwest-Hang (in der Abfahrt) hatte allerdings einen aber noch recht gut fahrbaren Harschdeckel. Ähnlich am Fagstein. Beim Gegenanstieg zu den Roßfeldern läuft man nochmals kurz unter eine Wächte. Auch die Roßfelder waren fast völlig verspurt, aber genügend Schnee, ein paar unberührte Fleckerl (Pulver) ließen sich auch noch finden. Die Abfahrt ins Tal habe ich aus Zeitgründen auf der Hochbahn gemacht, wahrscheinlich ist der leichte Gegenanstieg zur Jennerbahn-Mittelstation + Abfahrt auf der Piste lohnender. Bis auf ca. 900 m hinab aber noch durchgehend Schnee, dann zwei ganz kurze Unterbrechungsstellen und einige Stellen mit wenig Schnee - auch hier waren die Uraltski wertvoll im Sinne einer Schadensminimierung.


    Insgesamt eine landschaftlich sehr schöne Tour - lohnt meines Erachtens aber nur bei wirklich gutem Wetter / Sicht. Die Abfahrtspassagen jedenfalls auf der Normalroute zwischen Schneibstein - Roßfelder finde ich persönlich eher mäßig; die Landschaft entschädigt aber, und die Tour ist wohl eher etwas für Genießer als für Abfahrer.

    Höchster Punkt: Herzogstand (1731 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 04.03.2012


    Gebirge: Bayerische Voralpen


    Ausgangspunkt: Urfeld, Kesselberg


    Exposition der Tour: Nord und Ost


    Tourenverhältnisse: s.u.


    Gefahreneinschätzung: im Skigebiet gering, Gipfelhänge mittel


    Prognose: wenn der Neuschnee nicht ergiebig ausfällt, apert es unten weiter aus


    Sonstiges: Angesichts des angekündigten Schlechtwetters ging es heute nur eine ganz kleine Tour zum Herzogstand. Die Skier können im Aufstieg noch direkt an der Passhöhe (Bushaltestelle / Parkplatz) angeschnallt werden dank eines schmalen und sehr dünnen Eisstreifens mit Steinen - in der Abfahrt entsprechend "genussreich". Ab dem P. 943 (Zusammentreffen mit der Skiabfahrt) ausreichend Schnee, ab ca. 1.000 m lückenlos, hier geht es noch ein bißchen. Erstaunlicherweise war es ab dem oberen Kessel durchwegs sonnig, fast kein Wind, angenehme Temperaturen. Nur die Sicht vom Gipfel des Herzogstands war wieder einmal durch Dunst eingeschränkt. Der Gipfelhang vom Herzogstand bietet trotz der an sich hohen Schneelage noch immer einige Latschen und Sträucher, lässt sich aber dennoch passabel fahren (Nassschnee; die Direktabfahrt vom Gipfelkreuz sollte wegen des dort befindlichen Wald-Wild-Schongebietes gemieden werden). Ähnliche Verhältnisse am Martinskopf, den man aus dem Einschnitt unterm Herzogstand mit wenigen Metern Gegenanstieg (mit Fellen) mitnehmen kann. Herzogstandhaus hatte auch offen und bot Sonne pur auf der Terrasse. Die Abfahrt über die Piste selbst ist gut, nur unten die Steilhänge (nach rechts abbiegen nach dem Flachstück) waren sumpfig. Immerhin ging es hier bis ganz runter zur Bushaltestelle (Urfeld Jugendherberge - der Bus nach Kochel fährt nicht ab der Kesselberg-Passhöhe); ganz unten wird es auch hier aber dünn bzw. gibt ganz kurze Unterbrechungstellen, die noch mit Skiern gehen.

    Höchster Punkt: Salzburger Hochthron (1852 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 03.03.2012


    Gebirge: Berchtesgadener Alpen


    Ausgangspunkt: Fürstenbrunn (Bushaltestelle "Fürstenbrunn Buskehre" oder der Parkplatz dort)


    Exposition der Tour: v.a. Nord und West


    Tourenverhältnisse: s.u.


    Gefahreneinschätzung: gering


    Prognose: Tragestrecken werden länger - wir haben eben doch vollauf Frühling!


    Sonstiges: Heute ging es wegen Unsicherheit, ob Firnschnee zu erwarten war oder doch Bruchharsch / Nassschnee lieber einen gewalzten Klassiker. Start in Fürstenbrunn (dorthin gute ÖPNV-Verbindungen über Freilassing / Salzburg Mülln-Altstadt / Bus 21 zum Endpunkt). Während es vor ca. 10 Tagen wohl noch gut bis ganz runter ging, hat die äußerst warme Witterung voll zugeschlagen und es hieß Ski tragen bis auf ca. 750 m, d.h. ca. 300 Hm. Autofahrer können sich etwas sparen, wenn sie bis zum oberen Parkplatz fahren (wegen Brückenbauarbeiten Straße von Fürstenbrunn aber derzeit gesperrt). Ansonsten der Aufstieg kein Problem, ich habe es durchgehend ohne Harscheisen gemacht, Mitnahme schadet aber nicht. Am Gipfel die tolle Aussicht durch Dunst etwas eingeschränkt und wegen Wind nicht ganz verlockend, ansonsten aber sehr warm. Natürlich sind auf diesem Salzburger Klassiker Heerscharen unterwegs ...
    Die Abfahrt um kurz nach 13:30 bot oben schon ziemlich weichen Schnee, unterhalb der Schwaigmühl-Alm war es teilweise erstaunlich hart geblieben + Eisplatten (scharfe Kanten wären gut gewesen). Also war meine Abfahrtszeit ein halbwegs sinnvoller Kompromiss (alternativ könnte man natürlich Rast an der Hütte der Schwaigmühl-Alm machen ...). Die Abfahrt über die Pistenschneise ging unterhalb der Forststraßen-Kreuzung nur noch mäßig bis auf ca. 750 m.

    Höchster Punkt: Soinwand (1756 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 26.02.2012


    Gebirge: Bayerische Voralpen


    Ausgangspunkt: Unteres Sudelfeld - Endpunkt Brannenburg St. Margarethen bzw. Wendelsteinzahnradbahn-Talstation


    Exposition der Tour: alle


    Tourenverhältnisse: s.u.


    Gefahreneinschätzung: mittel


    Prognose: so lange es noch kalt ist, gut (Pulver auf Harsch)


    Sonstiges: Heute gab es trotz des wahrlich grauseligen Wetters (Schnee- / Graupelschauer ganztags in unterschiedlicher Stärke, fast immer Sicht oben max. 50 m, häufiger auch ein sehr unangenehmer Schneesturm) eine Überschreitung im Wendelsteingebiet. Los ging es am Unteren Sudelfeld (Skibushaltestelle / Parkplatz) und über die normale Route zur Lacherspitz (siehe Beschreibung im Archiv). Ich bin diesmal zunächst durch das Kar gegangen (nicht den normalen Aufstiegsrücken), bin dann aber meinem "Vorgeher" gefolgt und auf ca. 1600 m vor dem letzten, steilen Hang hoch umgedreht wegen schwer einzuschätzender Lawinenlage (Neuschnee gebunden auf Harsch in recht steilen Hängen). Daher die ohnehin geplante Zwischenabfahrt vorgezogen und bis hinunter - oben schöner Pulver auf tragendem Harsch, ab der Lacher-Alm viele alte Spuren und der Harschdeckel nicht mehr so tragend.
    Der Wiederaufstieg erfolgte diesmal über den Rücken und die Querung an der Seewand vorbei. Oben war allerdings so Schneesturm, dass ich trotz Ortskenntnis den Gipfel suchten musste und prompt bei der zweiten Abfahrt zur Wendelsteinalm von der Piste abkam. Da das Wetter ohnehin greislich war und kaum Aussicht auf Besserung bestand, bin ich gleich wieder hoch zur Zeller Scharte und von da den recht steilen, aber windharschig verblasenen Westhang hoch (teilweise wären Harscheisen schon brauchbar gewesen). Ein wenig Kampf durch die Latschen, v.a. der letzte Hang hoch zum Gipfel, trotz der hohen Schneelage. Die Abfahrt ging gleich über den ersten Hang nach Osten, anfangs recht steil - Pulver auf Harsch, aber wegen der schlechten Sicht sehr vorsichtig abgefahren. Der etwas weiter südlich gelegene Hang dürfte ein wenig flacher sein.
    Danach über die Piste bis zur Mitteralm (teilweise Pulver, teilweise eisig, teilweise alte Spuren - insgesamt aber doch akzeptabel). Hinunter zum Haltepunkt Aipl Buckelpiste mit Neuschneeauflage, anschließend heißt es bis nach St. Margarethen ohnehin nur noch Geradeausfahren. Schneeauflage wird nach unten hin trotz des Nachschubs heute ziemlich dünn, alte Skier dringend zu empfehlen. Im Inntal liegt auf den Grashängen wirklich kaum mehr Schnee. Zuletzt teilweise mit Skiern, teilweise tragend zur Talstation der Wendelsteinzahnradbahn und über die Reste einer Loipe bzw. zu Fuß nach Flintsbach (Bhf.). Die Wendelsteinringlinie (Bus) fährt zu meiner Kenntnis diesen Winter nicht.


    Bei so schlechter Sicht wie heute ist eine gewisse Ortskenntnis anzuraten - Spuren sah man bei dem Wind schon nach ganz kurzer Zeit nicht mehr.

    Höchster Punkt: Hirschberg (1668 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 25.02.2012


    Gebirge: Bayerische Voralpen


    Ausgangspunkt: Scharling (Hst. Gasthof Leitner bzw. Parkplatz bei den Hirschbergliften, 3 Euro Parkgebühr)


    Exposition der Tour: v.a. Ost und Süd


    Gefahreneinschätzung: mittel


    Prognose: kann mit Abkühlung und Neuschnee nur besser werden


    Sonstiges: Heute gab es wegen der schlechten Verhältnisse nur eine kleine Tour auf den Hirschberg. Leider war es die meiste Zeit neblig und fing dann auch bald an zu regnen, ab ca. 1500 m übergehend in feuchten Schnee. Anstieg erfolgte über die Südroute. Für den Hirschberg sehr wenig los.


    Die Abfahrt war nicht ganz so schlimm wie befürchtet, aber der Schnee ist natürlich ziemlich nass und nur mit erheblichem Kraftaufwand zu fahren. Die Piste (im Regen) war da noch der beste Teil.


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: Wolfskopf (1527 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 19.02.2012


    Gebirge: Ammergauer Alpen


    Ausgangspunkt: Trauchgau


    Exposition der Tour: v.a. west


    Tourenverhältnisse: Nasschnee, Bruchharsch und ein ganz bißchen Pulver war auch dabei


    Gefahreneinschätzung: relativ gering


    Prognose: je nach Ausmaß des Neuschnees wird es besser; wenn es wärmer wird, könnte es unten aber knapp werden


    Sonstiges: Heute bin ich wiederum sicherheitsorientiert zum Wolfskopf gegangen (Beschreibung siehe Archiv) - allerdings von Trauchgau aus (Bushaltestelle Ghf. Post und dann durch den Ort). Von da steigt man auch direkter an als von der Trauchgauer Almstube. Unten hat es am Vormittag noch leicht geregnet und auf den Wiesen liegt teilweise ziemlich wenig Schnee, nach oben hin wurde es Schnee, leider aber auch mehr Wind. Im Tagesverlauf zunehmender Schneefall. Am Gipfel leider praktisch keine Sicht, der Schnee für die Abfahrt war auch eher "wechselhaft". Auf ca. 1.030 m bin ich auf die Forststraße zum Schlepplift Halblech abgebogen, da heute aber noch keine Spur drin war und der Schnee sehr schwer, war es eher schieben / gehen als abfahren. Die Piste Halblech hingegen gut, die Wiesenhänge hinunter nach Trauchgau wären beim heutigen "Betonschnee" ohnehin nicht lohnenswert gewesen. Von Halblech bin ich noch zum Buchenberg gegangen, die Strecke Halblech - Buching ist aber etwas weiter als gedacht und langweilig (Radweg mit Eisplatte --> lässt sich immerhin schnell "weg"schieben). Skigebiet Buchenberg war in Betrieb (die Informationen auf der Homepage sind falsch), aber auch mit Tourenskiern dauert es nicht lange herauf. Auch die Rodelbahn wurde viel gemacht. Die Buchenberg-Alm lockte zur Einkehr.


    Ab München gibt es an Sonntagen eine gute Bahn-/Busverbindung hin (7:32 ab Hbf) und zurück ab Buching Ortsmitte (16:26). Trotz knapper Umsteigezeiten hat es gut geklappt. Die anderen Verbindungen erscheinen relativ mühsam.

    Höchster Punkt: Götschenkopf (1304 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 18.02.2012


    Gebirge: Berchtesgadener Alpen


    Ausgangspunkt: Bischofswiesen Bhf.


    Tourenverhältnisse: in der Abfahrt alles Piste, schon recht nass-bremsender Schnee


    Gefahreneinschätzung: gering


    Prognose: mit Neuschnee und kälteren Temperaturen besser, aber auch derzeit schon gut


    Sonstiges: Heute bei angespannter Lawinenlage und unklarer Schneebeschaffenheit eine kleine Sicherheitstour zum Götschenkopf gemacht. Start ist direkt am Bahnhof Bischofswiesen. Daher eine ideale Tour mit öffentlichen Verkehrsmitteln und trotz der weiten Anreise (von München aus gesehen) wegen der Kürze gut als "Ausschlafer-Tour" geeignet. Über die Tourenabfahrt geht es durchwegs hoch, kurz nach dem Aufeinandertreffen mit der Familienabfahrt kann man nach links in das freie Gelände ausweichen. Die Abfahrt sind eher kurz (bis ca. 400 Hm) und so lohnt es, mehrfach hochzugehen, wenn man Höhenmeter schrubben will. Reinen Pulverschnee gab es auf dieser Höhenlage gar nicht mehr. Sehr warm, der Aufstieg erfolgte im T-Shirt, der Dunst / Nebel war aber größer als scheinbar weiter östlich.

    Höchster Punkt: Wallberg (1722 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 12.02.2012


    Gebirge: Bayerische Voralpen


    Ausgangspunkt: Kisten-Winterstube hinter Enterrottach bzw. Enterrottach Mautstelle


    Exposition der Tour: alle


    Tourenverhältnisse: s.u.


    Prognose: bleibt gut, nach Neuschnee Lawinensituation neu zu beurteilen


    Sonstiges: Heute ging es in der Sutten eine Route rund um den Blankenstein. Zunächst über die Siebli-Alm zum Riederecksattel, dann kurze Abfahrt zum Riederecksee (Pulver), Wiederaufstieg zum Blankensteinsattel, mit Fellen kurz abfahren und dann hinüber zum Röthenstein. Im Südhang kurz unter dem Gipfel ist ein beachtliches Gleitschneemaul. Die Abfahrt über den N-W-Hang war oben noch schön pulvrig, unten einige Boller und etwas zerfahrener. Anschließend habe ich einen direkten Aufstieg von der Röthenstein-Alm durch den Wald zum Gipfel gesucht, aber das hatte zur Folge, dass ich praktisch alles spuren durfte (jetzt gibt es eine erste Spur - teilweise vielleicht etwas schlecht angelegt, kannte mich nicht aus). Am Gipfel war es eigentlich recht angenehm, überhaupt den ganzen Tag nicht so kalt wie zu befürchten. Die Fernsicht war durch Dunst eingeschränkt. Für die zweite Abfahrt habe ich den N-O-Hang zur Blankenstein-Alm ausgesucht, die Einfahrt geht unter die Wäche und ein Gleitschneemaul und ist deswegen mit Vorsicht zu genießen. Danach schöne Hänge, aber auch viel Querfahrten. Vom Schiffbach bin ich dann nochmals hoch zum Wallberg, wo heute auf der Rodelbahn Hochbetrieb herrschte. Der Gipfelhang war leider durch Fußgänger ziemlich zerpflügt, und so waren Aufstieg und Abfahrt nicht ganz ideal. Die letzte Abfahrt ging dann durch den Mittertaler Graben, oben Pulver, unten Boller, Harsch, viele Spuren, aber dennoch o.k. Viele Schussfahrten. Im unteren Teil bin ich hinüber ungefähr zum Sommerweg, keine Ahnung, ob man den Graben bis unten fahren kann. Zuletzt noch zügig hinab zur Mautstelle.


    Im Gebiet wurden heute so ziemlich alle denkbaren Steilrinne und Hänge befahren. Die größte Gefahr dürften überall etwaige Gleitschneerutsche sein.


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: Kamm oberhalb des Pürschlinghauses (ca. 1600 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 11.02.2012


    Gebirge: Ammergauer Alpen


    Ausgangspunkt: Unterammergau Bhf.


    Exposition der Tour: vorwiegend Nord


    Tourenverhältnisse: s.u.


    Prognose: wenn es weiteren Neuschnee gibt, wird es (noch) besser


    Sonstiges: Heute gab es nur eine kleine Tour von Unterammergau zum Pürschling. Der Aufstieg über die Forststraße und den Abkürzer sind in sehr gutem Zustand (auch für Rodelabfahrt) und mit dem Neuschnee sehr schön winterliches Gelände. Hinter der Langenthal-Alm bin ich der Anstiegsspur hoch zum Plattenberggrat gefolgt, natürlich kann man auch auf der Rodelbahn bleiben oder auf der Normalabfahrt aufsteigen. Insgesamt war es nicht so kalt wie erwartet, sehr viele Leute unterwegs und die Sicht durch Dunst eingeschränkt.
    Die Abfahrt habe ich diesmal vom Kamm oberhalb des Pürschlinghauses direkt in das Kurztal gewählt - schöner Pulver, aber auf den alten, eingefrorenen Spuren --> teilweise etwas ruppig und man muss aufpassen, dass man nicht "einfädelt". Ansonsten gibt es am Pürschling & Teufelstättkopf zahlreiche Varianten - es scheint alles eingefahren worden zu sein, auch die Steilrinnen am Sonnberggrat etc.

    Höchster Punkt: Heimgarten (1791 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 29.01.2012


    Gebirge: Bayerische Voralpen


    Ausgangspunkt: Ohlstadt Bhf., Endpunkt Schlehdorf


    Exposition der Tour: Nord, Ost


    Tourenverhältnisse: s.u.


    Gefahreneinschätzung: die steileren Abfahrtsvarianten brauchen sichere Verhältnisse


    Prognose: bleibt so


    Sonstiges: Heute gab es eine Überschreitung von Ohlstadt über den Heimgarten nach Schlehdorf. Zunächst muss man dann natürlich die Skier vom Bhf. zum eigentlichen Ausgangspunkt bei der Kaltwasserlaine tragen. Ab dort durchgehend mit Skiern, allerdings sehr geringe Schneelage - wiederum zeigte sich, dass die "Rekord-Schneemengen" sich in tiefen Lagen keineswegs finden. Zumindest ganz unten dürfte auch bei Benutzung der Forststraße wegen Steinen & Eis Abschnallen oder alte Skier sinnvoll sein. Erst oberhalb von ca. 1.000 m nimmt die Schneemenge dann deutlich zu. Der weitere Aufstieg ging diesmal über die Kaser-Alm, über die Bärenfleckhütte gab es aber auch eine gute Spur, wenngleich im Tagesverlauf von Fußgängern zertrampelt. Leider ganztägig sehr dichter Nebel, obwohl ich die Gegend kenne, bin ich prompt im Kar die steilere Rinne hoch.
    Als Zwischenabfahrt nahm ich dann den Kamm und den Hang oberhalb der Bärenfleckhütte mit, ganz oben am Kamm pistenmäßig eingefahren, aber noch einige Steine und Latschen frei. Der eigentliche Abfahrtshang war recht gut, ab Mittag schon recht häufig befahren, und trotz hoher Schneelage ein Latschenslalom. Auf ca. 1480 m muss man aufpassen, dass man die Linksquerung im Nebel macht, die direkte Abfahrt führte mich in eine sehr unangenehme Steilrinne mit kleineren Schrofen unten. Nach dem Wiederaufstieg gab es am Nachmittag sogar noch ein bißchen Sicht / Sonne am Gipfel. Die Abfahrt nach Schlehdorf bis auf ca. 1.300 m hinab pulvrig, dadrunter auch noch ganz gut, die Forststraßen zügig. Unten (auf ca. 1050 m) aufpassen, dass man nicht den Aufstiegsweg erwischt. Manko der Tour ist, dass man vom Endpunkt der Skiabfahrt noch lange und flach in den Ort Schlehdorf schieben muss (bzw. laufen, da die Straße geräumt und gestreut war).


    Insgesamt erstaunlich viele Tourengeher unterwegs, und ziemlich viel Nebel.