Beiträge von Jonas

    Erfahrene Bergsteiger wissen natürlich, wovon die Rede ist, wenn es etwas schlüpfrig heißt "endlich habe ich die Gans auch bestiegen" - nämlich eine Tour auf die Hohe Gans im Karwendel. Wobei ich bisher nicht herausgefunden habe, wie der Gipfel zu diesem Namen kam. Die Form kann es m.E. nicht sein - vielleicht, dass der Gipfel einer Besteigung gewisse Hindernisse entgegenstellt?


    Los geht es in Pertisau beim großen Parkplatz an der Mautstelle am Ortsende. Wo auch heute wieder Parkchaos war und man selbst für - für die Tour knapp bemessene - 4 h 6 Euro Parkgebühr abdrücken muss. Wie ich heute feststellen durfte (insoweit Korrektur zum Tourenbericht vom Mittwoch zum Seierjoch), ist im Winter eine Weiterfahrt nach der Mautstelle generell nicht mehr erlaubt. Für Langläufer und Winterwanderer ist das kein Problem (die Touren beginnen ja alle an der Mautstelle), als Skitourengeher insofern etwas unschön, als es dadurch heißt, fast vollständig flach ca. 45 min ins Tal hinter zu laufen und auch zurückzu muss man Zeit und Kraft einplanen. Nach meiner Erinnerung war das jedenfalls früher anders - ich meine, mich noch an eine Frühjahrstour aus dem Bereich Gramai-Alm schon vor Mai ("offizielle Öffnung" der Straße) zu erinnern. Im Internet habe ich zu den tatsächlichen Öffnungszeiten der Mautstraße auch keine wirklich verlässlichen Informationen gefunden.


    Hat man erst einmal den Zustieg zur eigentlichen Tour geschafft und den Massenandrang überwunden (bei mir inklusive blöden Sprüchen eines Langläufers, dass Tourengeher im Gebiet nichts zu suchen hätten), geht es auf dem leider sehr früh ausapernden Fahrweg (Südlage) hoch zum Schleimssattel. Auch heute wieder hatte dieser bereits apere Stellen - im Aufstieg ging es, in der Abfahrt habe ich mal abgeschnallt. Mit der Wärme und dem angekündigten Regen könnte es hier angesichts der teilweise nur noch sehr dünnen Schneedecke schon in den nächsten Tagen länger aper werden. Ab Erreichen des Schleimssattels und v.a. in den Gipfelhängen ist schon viel an Lawinen abgegangen - insgesamt ist das Gelände insoweit natürlich heikel, v.a. der sehr steile Gipfelbereich. Im Winter besteigt man die Hohe Gans sinnvollerweise eher etwas nach Norden unter dem Gipfel querend und dann quasi von der Rückseite aufsteigend, denn dort sind die Hänge noch am wenigsten steil und der Schnee auch nicht ganz so schnell abgerutscht wie direkt unter dem Gipfel. Die Südroute über den Grat (üblicher Sommeranstieg) eignet sich im Winter nicht. Am letzten Skianstieg am Kamm ist noch Vorsicht vor Wächten nach Osten geboten.


    Die Sicht war heute sehr gut, das Wetter einfach zu warm und die Abfahrt damit leider kaum firnartiger Schnee, sondern meistens tiefer Sulz. Aufgrund des tiefen Schnees und der geringen Schneelage auch ab und zu mal Untergrundkontakt. Insgesamt war der Gipfel doch recht hart erkämpft - es musste auch alles gespurt werden. Aber was macht man nicht alles, um die mittlerweile bekreuzte Gans endlich zu besteigen ...


    Fotos:


    Der erste Blick zur Hohen Gans - Besteigung aber von der "Rückseite" (Bild stammt von der Abfahrt, daher schon mit Spur):



    Bei der Überschüssalm:



    Gipfelkreuz Hohe Gans:



    Blick von der Hohen Gans nach Norden - der Gratübergang zur Schreckenspitze soll mit Latschenkampf aufwarten ...



    Blick von der Hohen Gans auf das Schleimsjoch - unappetitlicher Name, aber bei Firnverhältnissen ein schöner Gipfel:



    Die Überschüssalm liegt wirklich aussichtsreich:



    Man sieht es den Spuren an - Idealfirn war es nicht; aber in den steileren Passagen auch nicht so schlimm wie zunächst befürchtet:


    Eigentlich war ja alles ganz anders geplant ...


    Zuerst sollte es ins Guffertkar gehen in der Hoffnung auf schönen Firn (Routenbeschreibung siehe Tourentipp-Archiv) - doch am Ausgangspunkt Steinberg am Rofan angekommen, musste ich feststellen, dass die Beschreibung der Route mit "geht nicht jeden Winter" leider heuer voll zutreffend ist: Es liegt offensichtlich viel zu wenig Schnee in der Latschenstufe. Hier gäbe es wohl kein sinnvolles Durchkommen mit Skiern, einzig die Rinne in der Karmitte ist schneebedeckt. Also selbst für Masochisten mit viel Härte gegen sich selber, die Skier und die Latschen geht da m.E. nichts. Da müsste es schon äußerst kräftig schneien, damit das in diesem Winter noch geht, und danach schaut es ja leider nicht aus. Hingegen schaut die schattseitige Loipe gut aus.


    Alternative wäre dann eine Tour in Pertisau in den Karwendeltälern gewesen: Doch hier war am Vormittag totales Verkehrs- und Parkchaos, der Weg in die Täler deswegen selber offenbar auch gesperrt (Nachtrag: Wie ich im Nachgang festgestellt habe, ist mittlerweile offenbar im Winter immer eine Weiterfahrt in die Karwendeltäler untersagt). Also auch hier Abbruch X/ Die Loipen im Gebiet sahen aber gut aus, wenn nicht der Andrang wäre.


    Als Notvariante - jetzt auch schon ziemlich spät geworden - diente dann der Aufstieg von Maurach, Ortsteil Lärchenwiese, hoch ins Weißbachkar und dann zum Seierjoch (Ochsenkopf). Diese Aufstiegsvariante kannte ich noch nicht, auch wenn sie an einigen Stellen beschrieben ist. Aber ich bleibe dabei: Die "Normalroute" auf das Seierjoch von Pertisau (über die Hubertusabfahrt, siehe dazu im Tourentipp-Archiv) ist deutlich attraktiver: Es lag zwar vom Ausgangspunkt im Ortsteil Lärchenwiese weg ausreichend Schnee, aber der Aufstieg geht eine geschlagene Stunde durch ein schattiges Tal auf einem teilweise verharschten Forstweg. Immerhin sollten die meisten Lawinen unten sein bzw. in den Felsen in Südlage liegt nichts mehr. Landschaftlich attraktiv ist hingegen der obere Teil ab den Wiesen der Weißbachalm, aber einen guten Teil davon hat man auf der Route von Pertisau aus ja auch ...

    Wetter ziemlich warm, Sicht gut - nur der Schnee ist halt nicht so berauschend: Südseitig am Nachmittag eher tief, nordseitig ziemlich zerfahren und etwas rumpelig wegen eingefrorener Spuren. Immerhin, einige pulvrige Passagen gab es auch und der Forstweg ins Tal läuft sehr zügig (fast zu zügig, weil groß schwingen kann man da nicht).


    Ergänzung:

    Der Bärenkopf hat südseitig sehr wenig Schnee. Die Abfahrt vom Gipfel nach Norden schaut auch nach viel Latschen aus. Wie es in den beiden Abfahrtsrinnen (Lawinenrinnen) aussieht, sah man von dieser Seite nicht.


    Bilder:


    Endlich im freien Gelände (bei der Weißbach-Alm) nach fast 1 h Anstieg über den Fahrweg:



    Blick vom Gipfel in die Tuxer:



    Blick vom Gipfel nach Norden - hinten der schneearme Guffert, wobei in dessen tieferen Lagen (verdeckt) noch weniger Schnee ist:



    Blick zurück auf die Abfahrt im Weißbachkar - also ein Pulvertraum ist es nicht, aber es geht auch wesentlich schlechter:


    Ein zusammenfassender Bericht zu einer Tourenwoche im Lesachtal / Gailtal (Osttirol / Kärnten am Karnischen Kamm):


    Die Ausgangslage am Wochenende 21./22.1. war umgekehrt wie in den bayrischen Alpen: Außer auf extremen Südhängen gab es zumeist eine Altschneeunterlage (der Grund, warum ich hin gefahren bin - kannte die Gegend vorher nicht wirklich), dafür kam jedoch vor dem 23.1. nur wenig Neuschnee. Am Montag, den 23.1. dann ganztägig Schneefall, Tagessumme im Tal 43 cm. Montag und Dienstag hat es aber teilweise stark geblasen, so dass insbesondere oberhalb der Waldgrenze der Schnee umfangreich verfrachtet und windbehandelt (Windgangeln, Windharsch) wurde. Die Triebschnee- und eingeschränkt eine Altschneeproblematik führt auch dazu, dass das Lesachtal zur Zeit die einzige Region im Tiroler Lawinenlagebericht mit einem "Dreier" ist. Sollte man auch unbedingt beachten, im Gelände gab es entsprechende Zeichen und diese Woche leider auch einen tödlichen Lawinenunfall. Folglich gingen sich in der Tourenwoche nur die verhältnismäßig leichten, den beiden Hauptkämmen (Karnischer Kamm und Lienzer Dolomiten/Gailtaler Alpen) vorgelagerten Gipfel aus. Aber auch davon gibt es hier genügend. Insgesamt, d.h. alle Ziele zusammengerechnet, soll es im Tal ca. 70 Skitouren geben. Viel zu tun!


    Alle rein nordseitigen Abfahrten sind derzeit pulvrig und meistens - dem deutlich geringeren Andrang als in Nordtirol sei Dank - auch nicht voll zerfahren. Steiler südseitig gibt es meistens Bruchharsch, aber noch in fahrbarem Ausmaß. Ost und West sowie flacher Süd wechselt sehr, häufig gibt es aber auch hier noch recht guten Schnee. Die Schneemengen sind für die meisten Touren auch gut ausreichend, insbesondere dank der vorhandenen Unterlage. Der Neuschnee hat sich zwischenzeitlich gut gesetzt.


    Besonders viele Touren gibt es von Obertilliach aus - das ist aber auch der einzige Ort im Tal, der eher touristisch ist, allerdings mit sehr schönem Ortsbild. In Obertilliach gibt es auch das einzige größere Skigebiet (Golzentipp - nett) und außerdem sehr viele Möglichkeiten für Langlauf. Allerdings waren die Hotels, welche ich dort anfragte, ausgebucht - daher Wechsel auf den Gasthof zur Post in St. Lorenzen: Sehr empfehlenswert, preislich fair und der Chef ist selbst begeisterter Skitourengeher. Der Nachteil einer Übernachtung in St. Lorenzen ist, dass es vom Ort aus nur zwei Skitouren gibt (Samalm und Lackenkreuz bzw. weiter zum Riebenkofel), so dass man zu den anderen Touren mit dem Auto oder dem Bus (Richtung Obertilliach meistens stündlich) fahren muss - und die Distanzen sind nicht ganz kurz.

    Als wirklich sehr angenehm empfand ich, dass das Lesachtal - mit den Worten von Kristian Rath in seinem Blog - "touristisch nicht versaut ist". Das kann ich nur bestätigen: Die Touristen scheinen hier noch willkommen, nicht nur ihr Geld. Es gibt eine gewisse Besucherlenkung auf den Haupttouren, aber keinen Schilderwald mit Verboten etc. Und fast immer sind die Parkplätze auch gratis. Eine Einschränkung gibt es dahingehend, dass es im Winter nicht sehr viele Einkehrmöglichkeiten gibt. Am Berg sind außer in den beiden Skigebieten ohnehin alle Hütten geschlossen. Das alles - positiv wie negativ - ist wohl die Folge davon, dass der Tourengeherandrang hier gefühlt maximal bei 1/100 des in Bayern bzw. den touristischen Gebieten Nordtirols Üblichen liegt. Häufig ist man allein, folglich war auch mehrfach zu spuren.


    Noch eine Anmerkung zu dem Winterprospekt der Bergsteigerdörfer (liegt an verschiedenen Stellen aus): Die Touren dort werden häufig von hoch gelegenen Ausgangspunkten aus beschrieben. Schon die Anfahrt dahin wird aber regelmäßig mindestens ein Allradfahrzeug erfordern oder Schneeketten. An vielen Punkten gibt es aber auch nur eingeschränkte Parkmöglichkeiten. Meines Erachtens ist es daher bei vielen Touren sinnvoller, vom Tal aus zu starten. Das gilt jedenfalls bei der derzeitigen Schneelage, wo die Abfahrt mit den Skiern bis ins Tal möglich ist.


    Bilder:


    Schneelage im Lesachtal nicht schlecht - hier auf der Route zum Hohen Bösring:



    Blick hinab in das schön gelegene Obertilliach:



    Zum Golzentipp führt aus dem Skigebiet von Obertilliach ein präparierter Weg - dennoch eine lohnende Tour:



    Blick zurück auf die Abfahrt vom Dorfberg - Pulver und ansprechende Landschaft auf der Hochloipe:



    Schöne nordseitige Hänge an der Öfenspitze:



    Die Lawinengefahr aber nicht zu unterschätzen - hier kehrten alle um (der Normalweg geht durch die Wanne am Bildrand rechts):



    Oberhalb der Waldgrenze häufig abgeblasen / windverpresst - hier am Steinrastl:



    Diese Hütte unterhalb des Golzentipp kann laut Schild gemietet werden - vielleicht etwas für die Romantik-Freunde der Tourentippler-Gemeinde?



    Sehr schöne Abfahrtshänge auch am Anstieg zum Riebenkofel vom Tuffbad aus:



    Im ganzen Lesachtal gibt es immer wieder schön gelegene Almhütten:


    Heute bei nahender Schlechtwetterfront (zu) später Start ins Kreuzeckgebiet: Hausbergbahn-Talstation - über die geschlossene, aber noch durchgehend schneebedeckte Kochelbergpiste hoch zum Adamswiesenlift - Abzweigung zum Bayernhaus (hier teilweise sehr wenig Schnee, ginge gerade so im Aufstieg, Abfahrt dort nicht anzuraten) - Kreuzwankl - Kreuzeck und weiter über die ebenfalls für den Skibetrieb geschlossene, aber gut machbare Piste zur Hochalm. Ab 13 Uhr kam das Schlechtwetter dann doch ziemlich zügig und bei der Hochalm war es wettermäßig so garstig geworden (starker Wind und schräger Schneefall), dass ich mich entgegen meiner Gewohnheit mal nicht zum Durchhalten bis zum Gipfel entschied. Zwei Stunden früher und das wäre sich noch ausgegangen ...

    Abfahrt oben etwas Neuschnee, Kreuzeck bis hinab auf ca. 1.100 m ziemlich bremsender Schnee, dann unten wieder gut.


    Die weitere Entwicklung hängt wohl v.a. von der Neuschneemenge und der Schneefallgrenze ab, da wage ich keine Prognose. Oben wird es sicherlich mit dem Neuschnee besser.


    Bilder:


    Schnee vom Start weg, es gibt aber schon erste apere und Dreckstellen auf der Piste:



    Die Variante über das Bayernhaus (geöffnet) heute recht ruhig - Schneelage hier aber nur geeignet für den Aufstieg (auch wenn einige dort abgefahren sind) - Bild täuscht etwas:



    Blick über die Kreuz-Alm zur Alpspitze - wenig später kam dann das garstige Wetter:


    Heute mal ein Versuch in Seefeld Richtung Rosshütte: Es schaut dort wieder winterlich aus, den ersten Hang (beim Schlepper und die Querung danach) muss man aber die Piste nehmen. Danach kann man den Skitourenaufstieg nehmen (links weg, Schild) und oben beim Kaltwasserlift abseits der geöffneten Pisten in Ruhe aufsteigen. Andrang von Tourengehern natürlich sehr groß, auch viele Pisten-Skifahrer. Nach der Bergstation des Rosshütte-Express (6er-SB) ist offiziell gesperrt, wobei die Kabinenbahn zum Seefelder Joch fuhr und auch Skifahrer abgefahren sind. Vorsicht im Bereich des Kreuzes am Seefelder Joch: Hier liegt eine Eisschicht, ziemlich rutschig - noch recht gut sichtbar, aber wenn sie dünn verschneit sein sollte ... Dennoch haben heute mehrere Tourengeher hier eine unfreiwillige Rutschpartie eingelegt. Der Weiterweg zur Seefelder Spitze wurde gemacht, lockte mich heute bei einem recht kalten Wind und mit der Aussicht auf glatte und steinige Passagen aber nicht.

    Die Abfahrt dann erstaunlich gut, ganz oben nach dem Joch muss man ein bisschen auf sehr eisige Passagen achten, im Bereich der geöffneten Pisten ziemlich gut. Bin dann nochmals hoch zur Bergstation der unteren Sesselbahn Richtung Härmelekopf, Piste hier offiziell geschlossen. Warum erschloss sich mir aber nicht, gute Verhältnisse. Zu den Verhältnissen weiter oben kann ich daher nichts sagen. Bei solchen Pistenverhältnissen waren zuletzt in Bayern Pisten immer geöffnet, sonst hätten sie ja schon lange dichtmachen müssen ...


    Bilder:


    Erster Hang nach der Talstation - gut ausreichend Schnee und feine Bedingungen:



    Weiterweg zur Seefelder Spitze schaut vermutlich auf dem Foto besser aus als in der Realität:



    Mit dem Neuschnee sieht es wieder winterlich aus im Karwendel, aber ob da wirklich was vernünftig geht?



    Panorama passt auch nach Norden:



    Gute Abfahrt vom Seefelder Joch, stets mit schönem Blick ins Tal:


    Heute ging es kurzentschlossen am Nachmittag noch auf das Brauneck, um das gute Wetter auszunutzen. Der Pistenskibetrieb ist eingestellt. Es geht auf dünner Schneeauflage aber noch hoch und runter. An zwei kurzen Stellen ist es aber schon fast aper, in der Abfahrt besser abschnallen / vorsichtig heruntersteigen mit Ski. Für den Aufstieg waren zumindest heute Nachmittag Harscheisen kein Luxus, es ist fast durchgehend pickelhart.

    Sehr wenig Tourengeher unterwegs, wobei ehrlich gesagt die Verhältnisse auch so schlecht sind (für die Abfahrt), dass ich es wohl auch nicht gemacht hätte, wenn ich es vorher gewusst hätte: Durchgehend sehr hart, stark vereist, häufiger Steine und apere Flecken. Da bin ich echt froh gewesen, wieder gesund unten zu sein. Einziger Lichtblick heute war die tolle Aussicht am Gipfel in der Spätnachmittags-Sonne.


    Bilder:


    Streidlhang von unten:



    Der Garland-Hang:



    Ausblick mit Sonne:



    Eine der schneearmen Stellen, hier ging es aber gerade noch:



    Fast wieder heil unten - Erleichterung:


    Heute ging es zum Abschluss nochmals auf Tour vom Gerlospass. Zunächst kurz die Piste hoch nach Königsleiten, dann über die Wiesen ins Salzachtal - Schnee hier sehr feucht. Der Fahrweg im Salzachtal hatte heute noch bis auf ganz wenige Stellen ausreichend Schnee, üppig ist es aber nicht. Eine Einschätzung, ob das die Erwärmung / Regen übersteht, traue ich mir da nicht zu. Hinter der Mottland-Grundalm geht es kurz eine Steilstufe etwas hakelig hoch, danach wird es flacher. Die Skiaufstiegsspur leider völlig zertrampelt von Fußgängern und Schneeschuhgehern. Angesichts der wenig erbaulichen Schneeverhältnisse auf der Anstiegsroute (sehr schwerer Schnee; an sich aber schönes Skigelände) ging es wie geplant noch weiter zur Königsleitenspitze und dann über die Pisten ins Tal. Auffällig hierbei war, wie wenig Schnee dort teilweise die beschneiten Pisten haben. Immer wieder Steinchen, ganz freiliegende Steine oder auch (auf dem Skiweg) apere Passagen. Da war es am Vortag in Tux deutlich besser.


    Jetzt hoffe ich aufs Christkindl, auf dass die Tourensaison nicht "ins Wasser fällt".


    Fotos:


    Auf Höhe der Mottland-Grundalm, hinten die Steilstufe:



    Schönes Skigelände oberhalb der kurzen Steilstufe:



    Oben ist das Gelände weitläufig - heute leider kaum Konturensicht:



    Salzachgeier hinter der Gipfelstange des Müllachgeiers:



    Blick zu Wildkarspitze, Gabler & Reichenspitze - teilweise eingeschränkte Aussicht:



    Gipfelkreuz Königsleitenspitze:


    Ja geht denn gar keiner mehr auf Skitour? Heute musste ich den Klassiker aufs Hobarjoch einspuren (mühsam bei der Wärme und dem feuchten Schnee). Laut Gipfelbuch waren das letzte Mal vor zwei Monaten welche oben. Auch von der Nordseite (d.h. von der Weidener Hütte) sah man gar keine Spuren.


    Aufstieg aus dem Tal, unten kurz über die Skipiste. Dann muss man sich einen guten Weg Richtung Geisel-Almen suchen - egal wie man es anstellt, gibt es aber einen Gegenanstieg (auch bei der Abfahrt). Vielleicht auch deshalb wird auch vom Parkplatz unterhalb des Geiselhofs (Geislerhof) gestartet. Puristen machen es dennoch aus dem Tal.

    Bei den Almen wäre es wohl sinnvoller gewesen, die untere Almstraße (Richtung Hobalm) zu nehmen - meine Querung weiter oben war nur anstrengender (alles zu spuren) und länger. Auch wenn es von unten nicht so aussieht, kam man dann die Alpenrosenstufe gut mit Skiern hoch. Angesichts der Wärme, der südseitigen Exposition sowie der geringen Schneelage ist - wie auch im Übrigen auf der Tour - natürlich die Frage, wie lange das noch geht. Da wage ich lieber keine Prognose.


    Die Abfahrt dann durchgehend mit „angezogener Handbremse“, v.a. im obersten Bereich, wo es Felsgelände ist, hatte ich dennoch wiederholt Felskontakt. Insgesamt dennoch deutlich besser als befürchtet. Unten dann über die meistens sehr zügige Almstraße (1x kleiner Gegenanstieg).


    Andrang sehr gering, nur 3 Tourengeher auf anderer Route am Start und eine jellende Schneeschuhgehertruppe im Almgelände (da sucht wahrscheinlich noch das letzte Wildtier das Weite - soviel zu den „naturliebenden Schneeschuhgehern“ im Gegensatz zu den „Adrenalin-Skitourengehern“ …).


    Fotos:


    Geringe Schneelage in den steilen Südhängen:



    Bei den Geisel-Almen - Ambiente passt:



    Es zieht sich zum Hobarjoch, wenn man bei der Schneebeschaffenheit alles spuren muss:



    Am Gipfel kam dann sogar die Sonne heraus:



    Blick zu den Zillertaler Riesen - vielleicht später in der Saison?



    Rastkogelblick von der Gipfelstange (das neue Gipfelkreuz des Hobarjochs steht etwas vorgelagert auf dem Felsgupf):



    Einfach nur schön, der Blick vom Gipfelkreuz zur Gipfelstange:



    Sieht wunderbar aus und wäre auch tolles Skigelände, aber Vorsicht bei der Abfahrt angesichts nur dünn eingeschneiter Felsen:



    Blick zurück - die Aufstiegsspur ästhetischer als die von Vorsicht geprägte Abfahrtsspur:



    Abfahrt insgesamt für die derzeitigen Verhältnisse gar nicht mal so schlecht:


    Route => Skitour Ronachgeier


    Normalerweise gilt bei Skitouren: „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ - zu meinem Leidwesen als Frühaufsteher-Muffel. Doch dann gibt es die seltenen Tage, an denen Spätstarter ausnahmsweise mal besser dran sind. So ein Tag war heute.


    Später Start am Hotel Ronach und dann nicht wie im Tourentipp-Archiv beschrieben schon bald nach links weg zum Direktaufstieg (erschien mir bei insgesamt wenig Schnee, südlicher Ausrichtung und starker Erwärmung nicht sinnvoll; Spuren gab es aber), sondern dem „Normalweg“ auf der langen Forststraße Richtung Putzen-Alm (siehe Alternativeroute in der Beschreibung). Die Straße hat unten nicht viel Schnee, aber noch gut ausreichend (ein paar apere / schneearme Flecken konnten gut umgangen werden) - ob das aber bei weiterer Erwärmung so bleibt, erscheint nicht gesichert. Bei der ersten Straßenkurve wurde dann direkt aufgestiegen - hier musste ich teilweise gar spuren im „Betonschnee“. Wirklich besser als das Ausgehen der Straße ist es aber derzeit nicht. Auf Höhe der Priel-Alm sieht es nach sehr wenig Schnee auf den Hängen aus, so schlimm ist es dann aber nicht. Nach oben hin ein immer unangenehmer Wind, auch wenn es nicht kalt war: Klassische Föhnschneise halt.


    Vom Ronachgeier ging es dann noch weiter über den Grat / Kamm, teilweise etwas schneearm, zum Baumgartgeier. Unterwegs beachtliche Schneeverwehungen. Als ich dann am Nachmittag am Baumgartgeier war, hatte sich die zuvor konturenfreie Sicht deutlich gebessert und die Sonne kam heraus. Damit wurde auch die Abfahrt im sehr feuchten Schnee besser. Ich entschied mich optimistisch für die steile Direktabfahrt nach Westen ins Salzachtal und wurde dafür oben - für die derzeitigen Verhältnisse - auch belohnt. Die Steilstufe zwischen ca. 2.050 m und 1.850 m ging dann auch irgendwie, jedenfalls mit alten Skiern weder Ski- noch Naturmassaker. Ideal war meine Linie aber nicht.

    Unten geht es dann über den Almweg zur Salzachhütte (derzeit geschlossen, evtl Betrieb über Weihnachten) und dann den teilweise leider recht flachen Forstweg (kurz sogar mal etwas bergauf) zur alten Gerlosstraße - anschupfen notwendig. Zuletzt entlang der Straße (mit den alten Skiern, da sind ein paar weitere Kratzer nicht schlimm) bis zum Hotel Ronach ohne Abschnallen.


    Eigentlich wollte ich ja am Ausgangspunkt einkehren, aber trotz eines etwas verwirrenden Schildes haben sie erst ab Mittwoch auf.

    Die Einkehr konnte dann im Gasthaus Kühle Rast (hinter Gerlos; Ausgangspunkt für die Skitour zum Torhelm) nachgeholt werden. Laut der Wirtin wurden Torhelm und Seespitz auch schon begangen, im unteren Teil soll aber wenig Schnee liegen (O-Ton: „Da kann man nicht querfeldein fahren“).


    Bilder:


    Bis zum Nachmittag wenig Konturensicht:



    Gipfelkreuz Ronachgeier - beschriftet, damit man weiß, wo man ist:



    Blick vom Ronachgeier auf den Übergang zum Baumgartgeier:



    Vom Ronachgeier wirkt der Speicher Durlaßboden ein bisschen wie ein Fjord:



    Gipfelkreuz Baumgartgeier - ebenfalls beschriftet:



    Blick zum Tristkopf:



    Blick zu den Salzachgeiern:



    Hohe Tauern hinter dem Gipfelkreuz:



    Abfahrt oben - besser als gedacht, aber schwer blieb der Schnee:



    Blick zurück zur Steilstufe - irgendwie ging es durch, bei weitem nicht so schlimm wie man nach dem Foto meinen würde:


    Aufstieg weitgehend abseits des Trubels unten über die noch nicht geöffnete rechte Piste, dann in der Spur des Nordhangliftes. An dessen Ende kann man dann entweder direkt über die (geschlossene) Skiroute zum Gipfel aufsteigen oder - wesentlich länger, aber auch mehr Skitourenambiente - über die Forststraße zur Moosen-Alm und dann in vielen Spitzkehren zum Gipfel (sichere Lawinenlage vorausgesetzt). Ich entschied mich heute für diese Variante. Tolle Winterstimmung.


    Abfahrt über die Pisten (1x Wiederaufstieg) in Ordnung, diese sind am Nachmittag aber meistens hart und ausgefahren gewesen.


    Bilder:


    Aufstieg ganz unten:



    Bei der Moosen-Alm:



    Gipfelblick über das Skigebiet zu den Unnützen:



    Gipfelblick zum Rofan:


    Gestern ging es einen Frühwinter-Klassiker: Den Alpkopf oberhalb von Berwang. Ich bin hoch und runter über die rote Piste, dort schwiegen die Schneekanonen noch und der Andrang war auch geringer. Abfahrt hier aber sinnvollerweise mit Steinski, wenngleich ich nur 1x Schotterkontakt hatte (dafür aber so richtig). Die meisten sind die blaue Piste herunter, vermutlich ab Morgen bei Erwärmung dann auch ohne Schneekanonen-Berieselung machbar. Skibetrieb ist auf dieser Seite noch nicht. Ab dem Skigebiet bis zum Gipfel gibt es einige schneearme Passagen, der Gipfelhang ist schon sauber ausgefahren. Die Piste nach Berwang als Zugabe war relativ hart. Immerhin geht für Ortskundige dann ein Aufstieg abseits der Pisten.


    Fotos:


    Beim Aufstieg schön winterlich:



    Blick vom Gipfel hinab ins Berwanger Tal:



    Bei der Abfahrt im Gipfelhang:


    Heute gab es eine ungeplante Durchquerung im Spitzingseegebiet:

    Zunächst Aufstieg von der Taubensteinbahn durch den Lochgraben und dann hoch zum

    Rauhkopf, dann Abfahrt zur Krottenthal-Alm und schließlich Abfahrt ins Tal nach Geitau (letzteres hatte ich eigentlich nicht geplant).


    Verhältnisse: Enormer Tourengeherandrang auch auf der Taubensteinseite, daher war der Untere Lochgraben schon beim Aufstieg weitgehend pistenmäßig eingefahren. Einige Fußangeln und Steine gibt es aber - also ich würde sehr zu den Steinski raten. Aber nicht die „uralten, kantenfreien Steinski“, weil es in den eingefahrenen Passagen halt teilweise auch hart ist.

    Rauhkopf, Tanzeck etc war hingegen noch pulvrig, in flacheren Passagen fast zuviel Pulver, um gut schwingen zu können.

    Ich bin die Rinne zwischen Tanzeck und Rauhkopf zur Krottenthal-Alm herunter, empfiehlt sich aber eher nicht: Der Schnee rutscht auf dem Boden weg, Steinkontakt und heute schlechte Konturensicht.

    Die Abfahrt ging dann weiter - mit alten Skiern - bis herunter nach Geitau und dann über die Wiesen und die Straße zum Bahnhof - das hatte ich nicht erwartet (allerdings auch nur 10-15 cm auf dem nackerten Boden), daher die Umplanung.


    Bilder:


    Unterer Lochgraben:



    Flachstück nach dem Unteren Lochgraben - ja geht denn heit koaner auf den Christkindlmarkt?



    Blick Richtung Tanzeck:


    Heute ging es vom Spitzingsee zunächst über die Grünseeabfahrt auf den Roßkopf, dann Abfahrt zum Kurvenlift, Wiederaufstieg zum Stümpfling, Abfahrt Dreitannenlift, Wiederaufstieg Stümpfling und Abfahrt zur Stümpflingbahn und über den Skiweg zurück in den Ort.


    Verhältnisse: Grünseeabfahrt im Aufstieg gut, für die Abfahrt m.E. noch nicht geeignet. Abfahrt Roßkopf zum Kurvenlift Tourengeherpiste, komplett eingefahren. Teilweise auch etwas eisige Stellen v.a. dort, wo Kunstschnee produziert worden ist. Steinski insgesamt empfehlenswert, aber wohl nicht zwingend. Die „uralten, kantenfreien Steinski“ sollten es aber wegen der harten Passagen lieber nicht sein.

    Dreitannenabfahrt ist noch pulvrig und nicht zusammengefahren, aber man spürt den Boden halt noch - abfahrtsorientierte Tourengeher sollten es wohl meiden.


    Andrang heute natürlich wie nicht anders zu erwarten gewaltig. Spitzingsee halt. Wetter auch ideal für Spitzing: Fast durchgehend Schneefall (meistens leicht), Nebel, kalt. Hält die Schönwettergeher zuverlässig ab.


    Bilder:


    Beim Aufstieg über die Grünsee-Route:



    Der Osthang vom Roßkopf - schaut auf dem Bild nach mehr Schnee aus, als tatsächlich liegt:



    Abfahrt über den Stümpfling-Osthang ordentlich eingeschneit:



    Die Piste zur Stümpfling-Talstation ist schon eine rechte Buckelpiste:


    Heute ging es im Kühtai auf Tour - es lief nur ein Teil der Lifte auf den Schattenhängen, die Sonnenhänge gehörten heute noch den Tourengehern. Zunächst ging es auf die Grieskogelscharte zwischen Vorderem und Hinterem Grieskogel (siehe auch im Tourentipp-Archiv), dann nach der Abfahrt bis ins Dorf noch einmal hoch zur Bergstation der Hochalter-Sesselbahn.


    Verhältnisse: Piste top, ist überwiegend auch schon präpariert, also kein "Knollenfahren" wie zuletzt. Im freien Gelände hat es hingegen immer noch nur sehr wenig Schnee. Zur Grieskogelscharte geht, wobei ich trotz sehr vorsichtiger Abfahrt zwei Mal Steinkontakt hatte. Wer es machen will: Unbedingt in der eingefahrenen Trasse bleiben, die vermeintlich verlockenden unberührten Meter bieten Steine und Windgangeln etc. Der Vordere Grieskogel wurde auch angespurt, die Abfahrt sah aber steinig aus. Pirchkogel das gleiche. Selbst mit alten Steinski würde ich von beiden Gipfel abraten, es droht ja auch immer eine Verletzung bei einem Sturz.

    Die Hochalter-Piste war heute wirklich perfekt - habe aber gerade auf der Homepage gesehen, dass sie ab morgen dort den Liftbetrieb starten wollen. Dann ist es dort natürlich vorbei mit der Ruhe ...


    Fotos:


    Blick aus der Grieskogelscharte:



    Piste vom Kaiserlift sehr schön zu fahren:



    Bei der Hochalter-Bergstation - heute am Berg sonnig, aber recht kalt:



    Hochalter-Piste perfekt:


    Heute auf Schneesuche auf der anderen Seite des Zillertals: Von der Mittelstation der noch geschlossenen Spieljochbahn (eingeschränkte Parkmöglichkeiten beim Kohleralmhof) über die Pisten hoch zum Onkeljoch. Die ersten Meter liegt noch sehr wenig Schnee, das wird aber rasch besser. Allerdings gibt es durch die Beschneiung "besten" Bruchharsch, teilweise auch extrem harten Kunstschnee. Bei meiner Abfahrt rutschte ein Tourengeher auf einem solchen Stück weg und gab dann entnervt auf. Weiter oben wird es besser, aber auch hier ist praktisch noch nichts präpariert, vielmehr wurde der Schnee häufig mit der Pistenraupe ohne Präparierschild bearbeitet - dementsprechend knollig. In der Abfahrt konnte ich mich am Pistenrand durchmogeln, teilweise gar nicht schlecht. Unten muss man halt vorsichtig durchrutschen. Immerhin während meiner Tour nur zwei Tourengeher getroffen - das dürfte hinten in Hochfügen ganz anders gewesen sein.


    Fotos:


    Schneelage ganz unten:



    Blick vom Onkeljoch hinab ins Skigebiet:



    Abfahrt zur Mittelstation - Schnee reicht meistens, aber Vorsicht wegen der Bruchharsch-Konsistenz:


    Gestern habe ich mich auf der Suche nach Skitouren-geeignetem Schnee ins Zillertal Richtung Skigebiet Zillertalarena begeben. Das Skigebiet ist noch nicht geöffnet - laut Homepage ist der Start auf den 8.12. verschoben worden. Wie nicht anders zu erwarten, gab es einen ordentlichen Tourengeher-Andrang, wobei es sich im Gelände dann doch sehr verteilt hat.


    Schneelage: Unten teilweise noch dürftig, dann rasch mehr, auch wegen der Beschneiung. Gewalzt ist allerdings noch praktisch nichts, vielmehr sind die Pisten im oberen Teil ohne Präparierschild umgeackert worden, was dann unangenehm knollige Verhältnisse gab. Deswegen und wegen späten Starts sowie eines recht kalten Windes habe ich mich mit dem Karspitz begnügt und bin nicht weiter Richtung Übergangsjoch / Kreuzjoch. Für die Abfahrt habe ich mich zunächst entlang der Piste zur Kreuzwiesenalm gehalten - aber nur wenige Meter gut, die Hauptabfahrt wäre besser gewesen. Anschließend ging es von dort direkt auf der mir noch unbekannten Skiroute zum Ausgangspunkt. Das ist im Prinzip nichts anderes als eine teilweise eingefahrene Forststraße. Schnee reichte gestern noch (wobei heute etwas weggetaut sein könnte), mangels Schneekanonen kein Schneekanonenbruchharsch, aber rückblickend betrachtet wäre die Piste wahrscheinlich besser gewesen. Insgesamt sind die Verhältnisse halt doch eher bescheiden.


    Fotos:


    Gipfelkreuz Karspitz:



    Blick vom Karspitz zum Kreuzjoch:



    Blick hinüber in die Zillertaler - schön weiß, aber vermutlich nicht skitourengeeignet:



    Im Zillertal ist es bis weit hinauf grün:


    Gestern gab es noch einmal eine Klettersteig-Skitour-Kombination (wenn der Winter nicht so richtig kommt ...). Zunächst der Ostrachtaler Klettersteig am Ortsende von Oberjoch - relativ kurz, zusammen mit dem Zustieg und dem etwas langwierigen Abstieg (eigentlich zunächst ein Aufstieg auf einem Wanderweg) brauchen geübte Klettersteigler keine Stunde.

    Dann bin ich auf die Schattenseite gewechselt und bin drei Mal beim Grenzwieslift aufgestiegen und die verschiedenen Routen abgefahren - die Wahl dieses eher kurzen Hangs hatte den Hintergrund, dass dort im Wesentlichen noch nicht beschneit worden war, ansonsten aber schon. Und dann gibt es regelmäßig den unschönen "Schneekanonen-Bruchharsch". Es hat im Gebiet aber eher wenig Schnee (siehe auch Fotos) - da hatte es in Ehrwald mehr und nach den Berichten im Spitzingseegebiet deutlich mehr.


    Fotos:


    Durch diesen ehemaligen Steinbruch führt der Klettersteig:



    Eine der steileren Stellen des eher leichten (aber etwas splittrigen und rutschigen) Klettersteigs:



    Aufstiegsschneise beim Grenzwieslift:



    Blick von der Alphütte zur Sonnseite:



    Eine der möglichen Abfahrtsschneisen:


    Heute ging es von Ehrwald aus auf das Issentalköpfl (höchster Punkt im Skigebiet Ehrwalder Almbahn). Unten liegt nur wenig Schnee (bis 5 cm), ab der Talstation der Ganghofer-SB dann mehr, ab der Bergstation Almbahn auf den Pisten ausreichend. Oberhalb ca. 1.650 m wurde auch beschneit (darunter noch gar nicht), dort gibt es teilweise üblen Schneekanonen-Bruchharsch. Insgesamt nur hartgesottenen Tourengehern mit Steinski anzuraten, auch wenn ich bei sehr vorsichtiger Abfahrt kaum Stein-/Bodenkontakt hatte und auch einige gute Schwünge dabei waren. Es ging auch bis ganz unten ohne Abschnallen.


    Verhältnisse können sich sehr schnell ändern, unten liegt so wenig Schnee, dass es bei Erwärmung / Regen schnell wieder aper sein könnte. Insgesamt liegt unterdurchschnittlich Schnee. In anderen Jahren war auch häufig um diese Zeit schon bis unten beschneit.


    Ärgerlich finde ich die 5 Euro Parkgebühr für einen nicht geräumten und teilweise eisigen Parkplatz, Toiletten auch geschlossen. Wo soll da die Leistung sein? Mittlerweile muss man wohl ganzjährig bezahlen - zur Pistenzeit / wenn beschneit wurde, könnte ich ja noch nachvollziehen, dass sie Geld auch von den Tourengehern haben wollen.


    Bilder:


    Piste unterhalb der Hochfeldern-Alm:



    Hochfeldern-Alm:



    Hochbrand-Piste:



    Blick in den Ehrwalder Talkessel - heuer eher schneearm:


    Heute ging es - da ich ohnehin in der Gegend war - auf "Winterschnuppern" in den Vorbergen. Von Unternogg gibt es ein langes Forststraßengewirr, welches mir bisher nur vom Winter (Skitour auf die Bleick) bekannt war. Heute von unten weg verschneit, unten nur 1-2 cm, dann schnell meistens 5 cm. Ab ca. 1.300 m richtig winterlich (10-20 cm lockerer Pulverschnee), zum Skitourengehen reicht es aber auch mit den "uralten kantenfreien Steinski" wirklich noch nicht. Seit gut zwei Jahren steht mittlerweile auch auf dem Hochwildfeuerberg ein Gipfelkreuz, bei dessen Besuch ich überrascht feststellte, dass dieser eigentlich recht unbekannte Berg offenbar sehr häufig begangen wird. Nach meiner AV-Karte ist allerdings ab dem 1.12. das ganze Gebiet aus Wildschutzgründen gesperrt.

    Insgesamt eine sehr einfache Wanderung fast durchgehend auf Forststraßen, die ohne den Schnee (mir) wohl zu fad wäre.


    Fotos:


    Verschneite Diensthütte beim Aufstieg:



    Das neue Gipfelkreuz - auf der Gipfelwiese liegt richtig ordentlich Schnee (30 cm):


    Gestern gab es noch einmal eine Kombination Klettersteig und Skitour: Zunächst am Beginn des Pitztals den Steinwand-Klettersteig. Vor Ort die Überraschung: Dieser hat offiziell Wintersperre, was im Internet nicht stand. Da der Winter aber noch auf sich warten ließ und ich ohnehin schon vor Ort war, habe ich es doch probiert - bis auf zwei lockere Haken gab es auch keine witterungsbedingten Beeinträchtigungen. Eine Empfehlung, den Klettersteig trotz Sperrung zu machen, ist das aber nicht. Ich habe dann nur den unteren Klettersteig gemacht (bis C) und oben die leichtere Variante (dito) - letztere ist tatsächlich relativ leicht; vielleicht wäre die schwerere Variante doch gegangen? Sah aber von unten streng aus, die Berichte im Internet sind ebenso und zur Zeit ist schattseitig ja auch alles etwas feucht.

    Für die Skitour ging es hoch nach Jerzens zur Talstation der Hochzeiger-Bahnen. Gestern konnten die Skier im Aufstieg aber sinnvollerweise erst an der Mittelstation angeschnallt werden - sah heute laut Webcam schon besser aus. Insgesamt lag auch im Pitztal extrem wenig Schnee für die Jahreszeit. Ab der Mittelstation kann über die nicht beschneiten Pisten entspannt aufgestiegen werden, die Abfahrt geht aber nur sinnvoll über die beschneiten Pisten (teilweise herausfordernd). Auf allerletztem Schnee ging es gerade noch bis auf knapp 1.800 m hinunter. Möglicherweise könnte man sich das Skitragen unten auch sparen, wenn man zum Hochzeigerhaus oder gar zur Tanzeralm auffährt. Könnte aber Allrad oder Schneeketten erfordern, im Wald gab es eisige Stellen.


    Fotos:


    Einstieg in den unteren Teil des Klettersteigs:



    Die Verschneidung bei der leichten Variante des Klettersteigs von oben:



    Die lange Leiter der leichten Klettersteigvariante - leicht überhängend:



    Tiefblick auf den Klettersteig von der Aussichtsplattform:



    Die freihängende Aussichtsplattform "Adlerhorst":



    Blick über die Plattform auf die hoch hinaus schneefreien Südhänge der Lechtaler:



    Entspannter Aufstieg über die nicht beschneiten Pisten zum Hochzeiger:



    Blick vom Hochzeiger-Gipfel hinab in das Skigebiet: