Beiträge von Andreas84

    Da ich heute wie öfters am Freitag meine Freundin in der Früh nach Kramsach gefahren habe, bot sich eine Tour im Alpbachtal an. Die Wahl fiel wegen der westseitigen Ausrichtung auf den Kleinen Beil - traumhafte Verhältnisse!

    Der Aufstieg erfolgte über die übliche Route. Beim ersten Mal bin ich nur bis zum Beginn des Flachstücks (bis hier war auch von gestern eine Spur vorhanden) oberhalb der Stadelkehralm, weil ich nicht riskieren wollte, dass mir der herrliche Pulver unter dem Ski auf einmal pappig wird, nur weil ich Zeit mit dem Gipfel verplempere. Abfahrt um halb 11 in bestem Schnee bis zur Fortstraße runter. Beim zweiten Mal bin ich aber schon bis zum Gipfel, wohin mittlerweile eine 5er-Gruppe hochgestiegen war, die ich oben traf. Danke an Gerhard für die ideale Aufstiegsspur! Bei der Abfahrt um kurz nach 12 war der Schnee schon an der Grenze, aber immer noch super, sofern man darauf achtete, die schattigeren Hangteile zu befahren. Ich bin dann nochmal bis zum Flachstück hoch - um kurz nach 1 ging's zwar noch, aber der Pulver war nun schon deutlich schwerer.

    Lawinengefahr: Auf der Route gering, aber die steileren Sachen im Luegergraben (Galtenberg Ost, Großer Beil, Lämpersberg Südwest) wurden heute sämtlich nicht gemacht, was ich sehr sinnvoll finde, denn nach meinem Empfinden hat der Tiroler LLB mit dem heutigen 1-2 schon ein bisserl großzügig bewertet. Zumal es in der Nacht 5cm Neuschnee ohne Wind gab, was älteren Triebschnee verdecken könnte.

    Prognose: Alles, was nicht stramm Nord ist, dürfte in den Kitzbühelern jetzt pulvermäßig durch sein. Morgen soll es zudem evtl bis 1800 ein bisserl regnen. Ich würde vermuten, dass sich ab Sonntag gute Firnverhältnisse einstellen dürften. Die Schneelage auf den Zustiegen ist dafür für ein paar Tage ausreichend.


    Bilder:


    1: Aufstiegsspur mit Lämpersberg und

    2: Galtenberg.

    3: Noch keine Spur zum Gipfel.

    4/5: Ein Rausch.

    6: Ah - jetzt gibt's eine feine Spur zum Gipfel.

    7-9: Weiterhin errlicher Pulver.

    10: Bei der letzten Abfahrt dann schon deutlich schwerer.



    Gmiatlich, aber schee.

    Eigentlich hatte ich heute eine Runde im Gebiet zwischen Wendelstein und Wildalpjoch geplant, aber bei der Anfahrt zum Sudelfeld hoch zeigte sich, dass es über Nacht deutlich mehr geschneit hatte als erwartet, nämlich nochmal 20-30cm. Somit hielt ich die Lawinenprognose für das Wendelsteingebiet für obsolet und ging statt einem 2er oberhalb 1500m von einem 3er aus, womit die Tour für mich uninteressant wurde, denn ich wollte den südseitigen Zustieg eigentlich für die steilen Abfahrten auf der Nordseite nutzen. Spannenderweise hatte Markus Stadler heute die gleiche Idee und sie haben wegen Setzunggeräuschen auf die nordseitige Abfahrt verzichtet (siehe Bericht auf Markus Hompage).

    Also bin ich zur Grafenherberge und von dort durchs Sudelfeldgebiet gestromert. Den Skitourenaufstieg zum Sudelfeldkopf durfte ich selbst spuren und hatte dafür die erste Abfahrt zur Rosengasse - mega! Auch am Vogelsang super Pulver. Ab 11 wurde der Schnee unterhalb von 1300 Metern auch schattseitig schon schwer, wohl allein aufgrund ganz sachter Plusgrade und der hohen Luftfeuchtigkeit durch den Nebel/die Wolken.

    Daher wird es morgen vielleicht gar nicht mehr so einfach sein, in den Bayrischen Voralpen oder dem Chiemgau noch perfekten Pulver zu finden. Stramm Nord bis Nordost heißt wohl die Devise.


    Bilder:


    1: Tourengeheraufstieg zum Sudelfeldkopf.

    2/3: Abfahrt Rosengasse.

    4: Ein kurzer Moment Sonne zeigt gleich Wirkung:

    5: Oben noch perfekt, hat der Schnee unten schon einen Stich.

    6-8: Tolle Bedingungen am Vogelsang.


    Der übliche Pulverwahnsinn am Predigtstuhl.

    Die Vorhersage für heute war: Starker Schneefall, schlechte Sicht also eigentlich Sauwetter - da freu ich mich aber schon die ganzen letzten Tage drauf, weil das meistens heißt, dass meine Lieblingstour Prachtverhältnisse haben wird.

    Gestartet bin ich dieses Mal nicht an der Lederstube in Frasdorf, weil es dort fast keinen Schnee hat. Gut 100 Meter höher, in Soilach (800m), lagen aber genau die 10cm, die man braucht, um hoch und runter komplett mit Skiern zu kommen. Der Anstieg von Soilach ist insgesamt etwa 15 Minuten kürzer als jener von der Lederstube, hat aber den Nachteil einer sehr flachen Forststraße am Anfang und eines Mini-Gegenanstiegs in der Abfahrt. Egal.

    Route: Soilach - Eiskeller - Abereck - Heuraffelkopf - Abfahrt zu den Abergalmen - Predigtstuhl. Retour wieder zum Abereck hoch und am Anstiegsweg ins Tal.

    Wie schon oft geschrieben, wäre das allein aber schon a bisserl fad, denn am Predigtstuhl gibt es so viele schöne Varianten sowohl in den Aberg-Kessel nach Norden als auch die Nikolaiabfahrten (Waldschneisen) nach Westen. Ich war dann heute tatsächlich 10 Mal auf dem Predigtstuhl und bin fünf Mal Nikolai und fünf Mal in den Kessel abgefahren. Bei dem Schnee heute einfach ein Rausch, da man bei den 30-40cm Neuschnee einfach alles Vollgas fahren konnte. Dank der vielen Bäume auch in dichtem Nebel ausreichend Sicht.

    Nicht verschweigen möchte ich, dass ich heute von der Spurarbeit eines Kollegen profitiert habe, der deutlich früher als ich gestartet ist. Danke nochmal dafür! Der kam in den gleichen Rausch wie ich und war - glaub ich - sogar elf Mal oben.

    Lawinengefahr: Auf der Route keine, da bester Champagner-Pulver.

    Anforderungen: Ich wiederhole mich, aber trotz der formal geringen technischen Anforderungen keine Jedermann-Tour: Der Zustieg ins lohnende Gebiet dauert mindestens zwei Stunden und die Talabfahrt führt durch sehr engen Wald, wo souveräne Skibeherrschung essentiell ist. Ich sag ja immer: Etwa 2000 Hm sollte man schon in den Beinen haben, damit einem der Predigtstuhl wirklich zum Fest wird.

    Prognose: Bleibt morgen gut, Donnerstag evtl noch, außer es scheint morgen schon länger die Sonne. Danach ist der Pulver voraussichtlich platt.


    Bilder:


    1-3: Wenn's Katzn und Hund schneibt - dann muasst am Predigtstuhl sein.

    4-10: Ein Pulverfest...


    "Das hat aber einen Anhauch!"

    Das sind die Gedanken von Hans Castorp in Thomas Manns "Zauberberg", als er sich in Davos in einem Schneesturm verläuft. Verlaufen habe ich mich heute am Spitzing freilich nicht, aber als es plötzlich gegen halb 10 in Anstieg zum Tanzeck aus dem Nichts heftig zu stürmen anfing, kam mir spontan dieser Satz in den Kopf. Der vor allem in Kamm- und Gipfelnähe schwere Sturm hat mich dann auch zu ein paar Planänderungen veranlasst. So habe ich darauf verzichtet, den schönen Südwesthang des Tanzecks abzufahren, sondern mich gleich auf die windgeschützte Ostseite Richtung Krottentaler Alm geflüchtet. Grundsätzlich pulvrig, aber im oberen Teil boanig wegen der gefrorenen Spuren von Samstag. Nach dem Aufstieg zum Taubenstein bin ich wegen des Sturms - die Sicht war aber gut, denn zu schneien hat es erst später angefangen - nicht gleich am Kamm zum Lempersberg, sondern bis ein Stück unter die Obere Maxlrainer Alm abgefahren. Hier windgepresster Pulver. Über die Wallenburger Alm ging's dann bis weit oben windgeschützt zum "Gipfel". Bei der Abfahrt im Bereich des Aufstiegs habe ich mich im Wald gehalten, wo es im Gegensatz zur Standardabfahrt noch besten Pulver gab. Ich bin letztlich bis zur Unteren Maxlrainer Alm abgefahren und dann das kurze Stück über den "Polizeipalast" zum Lochgraben hoch. Wenn man auf dieser Route unterwegs ist, kann man die Felle gleich dran lassen und muss den Graben nicht schieben. Um halb 1 begann es stark zu schneien und so hatte ich auf der Buckelpiste frischen Pulver.

    Fein war's! Trotz Sturm - da setz ich mir halt den Helm zur Not schon im Aufstieg auf.

    Lawinengefahr: Heute keine auf meiner Route.

    Die alten Spuren oder harschiger Untergrund sollten morgen kein Thema mehr sein. Dafür wird die Lawinengefahr steigen.


    Bilder:


    1: Gute Schneelage Rauhkopf und Tanzeck.

    2/3: Einfahrt Tanzeck-Ost.

    4: Je weiter unten, desto besser der Schnee.

    5: Im Krottental.

    6: Taubenstein-Aufstieg durch schönen Wald.

    7: Lempersberg-Panorama.

    8/9: Pulver im Wald.

    10: Das Bier muss zum Wetter passen!


    Heute war ich mit Stefan am Tegernsee hinten. Wir sind in der Früh zunächst Richtung Setzberg, haben es am Wallberghaus aber wegen Sturm und schlechter Sicht gut sein lassen. Die Abfahrt war eher auf der schlechten Seite, weil der Harsch von gestern oft nicht getragen hat - da helfen auch 10cm Neuschnee oben drauf nicht.

    Anschließend sind wir über die Röthensteinalmen zum Plankenstein-Sattel hoch. Jenseits hinab fahren und die Reibn machen erschien uns wegen der Sicht und vor allem des zu erwartenden Bruchharschs unter dem Pulver nicht sinnvoll. Daher sind wir über meine Spezialvariante ohne Gegenstieg zu den Almen gewedelt. Da es hier sehr schattig ist, Pulver pur und viel davon. Da geht man am besten nochmal hoch...

    Es hat den ganzen Vormittag durchgeschneit und es sind bereits etwa 20cm Neuschnee zusammengekommen. Hoffentlich kommt die Sonne heute nicht raus, dann wird's morgen bombig.


    Bilder:


    Großartige Verhältnisse heute!

    Der Neuschnee und das schöne Wetter wollten ausgenutzt werden und so bin ich schon recht früh aufgebrochen und war nach einem Aufstieg durchs bereits geschlossene Skigebiet um kurz vor 8 am Vogelsang. Das Sudelfeld war von gestern her bereits großflächig verspurt, aber ich hatte (zurecht) darauf spekuliert, dass zur Rosengasse noch nicht so viele abgefahren sind und habe da noch eine jungfräuliche Variante gefunden. Der Zeitpunkt war auch perfekt, denn viel länger hätte der Pulver in dem steilen Osthang sich nicht gehalten.

    Vom Vogelsang aus hatte ich gesehen, dass der Stopselzieher ebenfalls schon gestern gemacht wurde und so bin ich vom Gasthaus Rosengasse bis zu dessen oberem Ende aufgestiegen - herrliche Spur, danke dafür! Ich bin aus mehreren Gründen nicht gleich zum Traithen weiter, der wichtigste war freilich der "Pulverneid", weil der schöne Nordhang später schon arg verspurt gewesen wäre. Abfahrt bis zum Gasthof 1a 😊. Hier hab ich mich in die Karawane - übertrieben, aber so 50 Leute waren heute im Laufe des Tages sicher am Traithen - eingereiht und durfte auf einer weiteren "Meister-Spur" den Anstieg via Steilner Joch (wird nicht erreicht) genießen. Für Traithen-Verhältnisse wirklich unschwierig heute. Als sich die Nordflanke des Traithen in der Mulde vor dem Joch erstmals zeigte, war auch ein zweiter Gedanke von mir bei der Tourenplanung aufgegangen, denn um 10 Uhr hatte sich der erste ein Herz gefasst und war in den tief verschneiten Steilhang eingefahren bzw ist da wahrlich runtergestochen - auch aus der Ferne ein Spektakel! Klingt jetzt wohl opportunistisch, aber ich hätte hier als Alleingeher sicher nicht den Testpiloten gespielt. Bis ich bei der Einfahrt (Direktabfahrt vom Unternberger Joch) war, sind noch einige andere abgefahren, aber ich hatte schon auch noch meinen Pulver. Der Hang hat durchgehend 40 Grad und mündet unten in eine enge "Rinne", die noch steiler ist. Ein wirklicher Genuss!

    Anschließend bin ich nicht Richtung Stopselzieher, sondern wieder in die Mulde vor dem Steilner Joch hoch gestiegen. Ich hatte nämlich noch mit dem Gedanken gespielt, die Tour Richtung Brünnsteinschanze fortzusetzen und bin von der Mulde/Sattel auch erstmal abgefahren (Ost, guter Pulver). Im Flachen unten war der Schnee dann aber schon pappig und da verließ mich die Lust, mich hier die doch ansehnliche Strecke zur Schanze rüber- und hoch zu quälen. Also wieder hoch in die Mulde/den Sattel und Abfahrt zur Rosengasse über die Route, über die der Standardaufstieg verläuft. Dank westseitiger Ausrichtung auch um 1 Uhr noch perfekter Pulver. Alles, was Sonne abbekommen hatte, war zu diesem Zeitpunkt schon hinüber. Der letzte Anstieg führte mich schließlich zum Sudelfeldkopf, von wo ich, Nordwest-Expositionen suchend, genussvoll hinab geschwungen bin. Ein fantastischer Tag!

    Diese Rundtour steht in meinen Augen der Rotwand-Reibn in nichts nach und bietet ebenso großartigen Landschafts- wie Skigenuss. Freilich ist das bei laufendem Skibetrieb sicher ein bisserl anders...

    Anforderungen: Ohne meine "Extras" etwa 1500 Hm, wenn man die drei Gipfel so kombiniert wie ich. Der Große Traithen ist sowohl im Anstieg (Spitzkehren-Festival) als auch in der Abfahrt auf jeder Route anspruchsvoll. In der Corona-Zeit waren da oft Leute unterwegs, die eigentlich da (noch) nicht hingehören, aber das war heute nicht der Fall - alles solide Könner.

    Lawinengefahr: Beim Traithen wegen der Steilheit eigentlich hoch. Aufgrund der windgeschützten Lage der Hänge scheint sie mir aber geringer zu sein als man angesichts der reinen Steilheit annehmen würde.

    Sonstiges: Trotz geschlossenem Skigebiet haben einige Lokale geöffnet, auf jeden Fall die Schirmbar am Kitzlahner-Lift. Die hatten heute sicher ein gutes Geschäft mit den Massen an Pistentourengehern.


    Bilder:


    1: Morgenstimmung am Sudelfeld.

    2: Abfahrt vom Vogelsang zur Rosengasse.

    3: Kurz vor dem engen Steilstück des Stopselziehers.

    4: Abfahrt des Nordhangs.

    5: Fotogen vereister Wald im Aufstieg zum Traithen.

    6: Dessen Nordflanke.

    7: Aufstieg am Kamm zum Unternberger Joch.

    8: Der 40-Grad-Hang.

    9: Ostabfahrt "in Richtung Brünnsteinschanze".

    10: Westhang zur Rosengasse.



    Schau halt selber nach und berichte uns dann davon. Entschuldige bitte, aber nichts beitragen aber dann Infos haben wollen, finde ich nicht gut. Alle, die hier in der Gipfelkonferenz schreiben, tun das "ehrenamtlich", niemand bekommt Geld dafür.

    Aufgrund meiner Beobachtungen im Karwendel kann ich dir aber sagen, dass die Tour von der Schneelage her sicher gehen müsste. Allerdings kann man wohl maximal mit dem Auto bis zur Mautstelle fahren und nicht bis hinter in die Eng.

    Zudem würde ich die Lawinengefahr Richtung Hochglück als hoch einstufen.

    Aufgrund eines kurzfristig "nicht mit Bordmitteln" zu behebenden Defekts an der Bindung konnte ich heute nicht mit den Skiern los. Gar nichts machen bei dem Prachtwetter wollte ich aber auch nicht und so bin ich von Fiecht zur Ochsenkar-Alm.

    Route: PP Georgenberg - Kloster - Ochsenkar-Alm und auf dem gleichen Weg wieder runter.

    Verhältnisse: Bis zur kleinen Wiese im Wald, wo es auch ein verfallenes altes Hütterl (bei etwa 1400m) gibt, aper, danach durchgehend (wenig) Schnee. Dank vorhandener Spur und dem stabilen Altschnee waren Grödel und Gamaschen nicht nötig.

    Anforderungen: T3, 1200 Hm, 4-5 Stunden.

    Lawinengefahr: Heute keine, aber grundsätzlich ab dem Verlassen des Waldes bei etwa 1550 Metern erheblich. Man geht da erst durch ein recht steiles V-Tal und später quert man zur Alm steile Hänge. Heute lag zu wenig Schnee für gefährliche Lawinen, aber wenn es demnächst nochmal schneit, würde ich die Tour nicht empfehlen.

    Von der Alm könnte man Gipfel wie den Ochsenkopf und das Stanser Joch erreichen, aber da hätte es heute definitiv Schneeschuhe gebraucht, weil ab der Alm noch viel Schnee liegt. Und auch die Lawinengefahr wäre mir bei der Steilheit + komplett (den ganzen Winter über) jungfräulichem Gelände zu groß gewesen.

    Wir haben ja gerade das Phänomen, dass Auslösungen im Altschnee zwar nicht sehr wahrscheinlich, aber potentiell sehr gefährlich (große Konsequenzen) sind. Mit Schneeschuhen oder gar zu Fuß ist die Gefahr, die Schwachschichten zu erreichen noch deutlich größer als mit Skiern.

    Für Skitouren eignet sich die Route aber wegen des steilen südexponierten Geländes nach dem Kloster von Haus aus nicht. Den skifahrerisch sehr lohnenden Kessel oberhalb der Ochsenkar-Alm könnte man aber bei sehr sicheren Verhältnissen von Pertisau aus erreichen, wenn man von dort zum Stanser Joch aufsteigt und zum Ochsenkopf rüberquert.


    Bilder:


    1-3: Immer wieder beeindruckend: Kloster Georgenberg.

    4-6: Im steilen V-Tal oberhalb des geschlossenen Waldes.

    7/8: Deutlich mehr Schnee ab der Karschwelle bei 1800 Metern.

    9/10: Ochsenkar-Alm.


    Klassiker - aber immer fein!

    Heute hab ich mir gedacht, dass der Zwieselbacher nach dem Neuschnee doch gut gehen müsste. Da ich Daniela vorher noch in die Arbeit gefahren habe, bin erst recht spät (9.15) in Haggen gewesen, was aber heute aufgrund des kühlen Wetters in der Höhe kein Problem war. Ich bin auf der üblichen Route hoch, wobei ich beim Aufstieg nicht durch die Untere Zwing bin, sondern außen rum, weil ich keine Lust auf Harscheisen an/aus hatte. Für den restlichen Anstieg braucht es die Eisen zurzeit eh nicht. In der Abfahrt bin ich aber dann schon durch die Zwing - geht echt gut und der Bach ist fast komplett zu. Das hatte ich auch schon ganz anders.

    Beim ersten Anstieg bin ich nicht ganz zum Gipfel, weil da mittags sehr viel los war, sondern nur bis ein Stück über den Gletscher. Abfahrt bis unter die Obere Zwing und dann nochmal hoch. Um halb 3 hatte ich den Gipfel mit seiner phänomenalen Aussicht schließlich für mich allein.

    Verhältnisse: Unten 5-10 cm Neuschnee, ab der Oberen Zwing eher 15-20. Meist pulvrig, weiter oben leicht windgepresst. Insgesamt wirklich gut. Durch die vielen Befahrungen ist das Gelände nun aber schon sehr verspurt. Allgemein geringe Schneelage für die Jahreszeit.

    Sonstiges: Die Abfahrtsvariante über den Krapesssee, die ich sonst gerne nutze, hat zu wenig Schnee (und ist trotzdem vermutlich lawinenträchtig). Die anderen Ziele in der Umgebung waren deutlich weniger frequentiert.

    Lawinengefahr: Null.

    Anforderungen: 1300 Hm und solide Skitechnik für die Abfahrt, vor allem Gipfelhang (dort gab es heute ein paar Stürze zu beobachten) und Untere Zwing.


    Bilder:


    Ich glaub, da braucht's keine nähere Bildbeschreibung. Traumtag halt.



    Wenn ich in Schwaz bin, habe ich den großen Vorteil bei so schwer kalkulierbarem Wetter wie heute spontan in der Früh zu entscheiden, wo es hingehen soll. Zwar ist die Schneelage im Sellrain und den Tuxern dank der hohen Ausgangspunkte deutlich besser als in den Kitzbühelern, aber am Morgen hatte der Föhn die Wolken schon deutlich über den Glungezer hinausgetrieben, weshalb ich ins Alpbachtal gefahren bin, wo Wetter und Sicht deutlich besser waren.

    Die Forststraße ist bis zur Greitalm eine einzige Eisbahn mit kleineren Lücken. Mit ein bisserl "Robustheit", wie Jonas das immer so schön formuliert, muss man aber nur einmal abschnallen.

    Von der Alm bin ich zunächst zum Standkopf hoch, obwohl das sehr schneearm ausschaut. Man kommt mit Gespür aber gut durch. Keinesfalls sollte man aber im nordseitigen Graben aufsteigen: Dort liegt schon viel Lawinenschnee, aber die nordseitigen Steilhänge oberhalb sind bei weitem noch nicht entladen (Gefahr von Nassschneelawinen). Im bin nicht bis zum Gipfel hoch, sondern nur bis zum Kamm, weil der Föhnsturm ab dem Kamm zum Orkan wurde und das brauch ich dann nicht. Die Abfahrt um 10 Uhr war wirklich gut: Oben interessanter Schnee - ich würde es "gefrorenen Noppenpulver" nennen - , der sich gut fahren ließ und später dann Firn bis zur Alm. Da es früh am Tag war, bin ich noch Richtung Galtenberg hoch so weit es vom Schnee her Sinn macht (bis etwa 2200m). Oberhalb wie fast immer zu wenig Schnee. Für den Aufstieg und die Abfahrt muss man wegen Schneemangels auf dem Normalweg zunächst die Route zum Kleinen Galtenberg nutzen bis man auf eine Forststraße zur Farmkehralm trifft. Weil es mittlerweile etwas bewölkter war, hat der Hang über der Alm nicht aufgefirnt, es war um kurz nach 12 aber sehr griffig und schön zu fahren. Weiter unten dann idealer Firn.

    Wirklich eine feine Tour heute und deutlich besser als gedacht.

    Lawinengefahr: Null.

    Keine Harscheisen notwendig.


    Sonstiges:

    1) Der Gamskopf hat von allen Touren im Gebiet mit Abstand die beste Schneelage, aber da war ich schon so oft.

    2) Keinesfalls sollte man momentan den Kleinen Galtenberg (für mich der beste Kitzbüheler Skiberg) auf's Programm setzen. Ich habe dort mindestens 10 größere Lawinen gesehen bzw. natürlich deren Hinterlassenschaften. Der Zustieg in die eigentliche Tour ist verlegt und alle Abfahrtsvarianten sind ebenfalls fast komplett ausgeräumt.


    Bilder:


    1: Die eisige Forststraße.

    2: Schneearmut mit großem A.

    3: Hier geht's aber doch gut durch.

    4: Sehr schönes Wetter am Vormittag.

    5: Besagter gefrorener Noppenpulver.

    6: Hier geht's hoch Richtung Farmkehralm. Da freut man sich schon auf die Abfahrt.

    7: Lawinen im Zustieg zum Kleinen Galtenberg.

    8: Gut zu sehen ist hier die Schneelage am Gamskopf (rechts).

    9: Clean Skitouring: Der Schnee wird so zurückgelassen wie man ihn vorgefunden hat. (Weil es nicht auffirnt.)

    10: Firn und eine Nassschneelawine im Bereich der Greitalm. Die Lawine geht jedes Jahr und manchmal auch mehrmals in der Saison ab.


    Diesen Klassiker hat mir letztens ein Tourenspezl empfohlen. Ich hatte die Tour bis jetzt gemieden, weil wenn ich in den Beschreibungen schon lese "sehr beliebte und hoch frequentierte Tour", dann blättere ich normalerweise gleich weiter. Da am heutigen Freitag nicht mit Überandrang zu rechnen war - es waren aber doch so 50-70 Leute - hab ich es mal probiert und muss sagen: Ja, wirklich eine schöne Tour, aber für mich persönlich definitiv nicht zu den "Sellrain Top 10" zu zählen wie es oft in Tourenführern heißt. Dafür ist es einfach "zu leicht" und wenig abwechslungsreich.

    Ich bin zunächst auf der Standardroute auf den Mitterzaiger (die letzten Meter zu Fuß) und um 10 Uhr in passablem Firn (Südost) bis etwa 2100m abgefahren. Anschließend ebenfalls die normale Route zum Rietzer Grieskogel hoch, wobei ich beim ersten Anstieg nur bis zum Sattel bin, weil auf dem Fußweg von dort zum Gipfel schon so viel los war. Die Abfahrt um 11.30 war Klasse: Oben griffig mit 1cm Neuschnee und unten Firn. Folglich bin ich gleich nochmal hoch und um 13 Uhr gab es Firn von oben bis ganz unten. Ich habe bei den Abfahrten nicht die Standardrouten genommen, da diese teils etwas zerhackt (v.a. Mitterzaiger) und "boanig" sind und daher dort kein gescheiter Firn zu erwarten ist. Ich habe stattdessen geschaut, wo die "einheimischen Silberfüchse" abfahren und das waren in erster Linie vom Rietzer tolle, steile Routen mit super Verhältnissen.

    Die nicht ganz optimalen Verhältnisse auf den Standardrouten hängen natürlich mit der Beliebtheit und Einfachheit der Touren zusammen, da viele, ich sage mal eher unerfahrene Tourengeher, zu spät dran sind und bei der Abfahrt dann hin und wieder einsumpfen - wodurch über Nacht eine ruppige Piste entsteht. Ein "früher Start" ist halt nicht 10 Uhr...

    Sonstiges: Die ersten 5-10 Minuten müssen die Ski getragen werden.

    Prognose: Bleibt von der Schneelage aufgrund der anstehenden Abkühlung erst mal so.

    Lawinengefahr: Null


    Bilder:


    1: Unten wenig, aber ausreichend Schnee.

    2: Aufstieg zum Mitterzaiger. Natürlich wird aus dem Schnee kein perfekter Firn.

    3: Die letzten Meter am Grat hinauf zum Gipfel.

    4-6: Im Aufstieg zum Rietzer.

    7-10: Großartige Abfahrten in sehr gutem Schnee.


    Danke an Jonas für seinen Bericht von gestern. Ich wollte heute eh zum Kotalmjoch und dank des Berichts wusste ich, dass ein Start beim Achenseehof noch halbwegs sinnvoll ist: 15 bis 20 Minuten Skitragen und dann (mit einer längeren Tragepassage beim Kotalm-Niederleger) auf Skiern hoch (etliche kurze apere Stellen bis 1480m, genau wie von Jonas beschrieben). Ich denke, dass es ab morgen aber sinnvoller sein dürfte, mit Bergschuhen von Schwarzenau aus zu starten und die Skiausrüstung vielleicht ab 1400 Metern zu benutzen.

    Ich hatte heute darauf spekuliert, dass der Wetterbericht nicht so ganz stimmt und es deutlich sonniger sein würde als angesagt. Irgendwie hatte ich das im Gefühl.

    Ich bin zunächst zum Kotalmjoch (Harscheisen ab der Steilstufe vor dem Kotalm-Hochleger sehr gewinnbringend, aber nicht zwingend) und dort um 10:45 bei sich andeutendem Firn abgefahren. Warten bis es richtig auffirnt, wollte ich nicht, denn ich hatte ja noch ein bisserl was vor... Am (verfallenen und im Winter unsichtbaren) Hochleger hab ich wieder angefellt und bin Richtung Steinernes Törl. Dort bin ich (beim Wegweiser) um 11:30 die großartige Mulde zur Dalfazer Alm wirklich runtergeschossen: Wechsel von griffig und Firn - großartige Abfahrt! Nun bin ich Richtung Klobenjoch aufgestiegen, also bis zum Sattel, weil der Gipfel skifahrerisch wegen der dichten Latschen keinen Sinn macht. Um 12:15 Abfahrt im Idealfirn - das Ganze gleich nochmal.

    Hier eine Anmerkung: Wenn die Klobenjoch-Reibn eine wirkliche Runde sein soll, kann man vom Sattel die sehr steilen Rinnen erreichen, die vom Klobenjoch zum Kotalm-Mittelleger führen (siehe Bild hierzu) Das verbot sich heute aber aus zwei Gründen: Erstens sicher grausliger Bruchharsch und zweitens in meinen Augen immer noch lawinengefährdet. Ich hab die Runde vor drei oder vier Jahren mal gemacht und auch hier beschrieben.

    Daher ging es auf dem gleichen Weg zurück, also von der Dalfaz Alm zum Steinernen Törl. In die Mulde sind (schon vor zwei Wochen - siehe meinen Bericht vom 27. Februar) Lawinen abgegangen, aber der größte Hang ist noch nicht entladen. In der Abfahrt schießt man an der gefährdeten Stelle (Geländefalle unten) in fünf Sekunden durch, aber im Aufstieg wollte ich da nicht unbedingt gehen. Deswegen bin ich am Gegenhang direkt ins Steinerne Törl - das ist sicherer. Den anschließenden Bruchharsch-Hang auf der Nordseite des Törls bin ich einfach quer rübergefahren bis ich wieder Firn erreicht habe. Nun könnte man gleich zum Kotalm-Mittelleger abfahren, schöner ist es aber, von der Mulde unterm Törl durch eine deutliche sichtbare Latschengasse linkerhand nochmal zum Kotalmjoch aufzusteigen. Hier um 14 Uhr wiederum Idealfirn, also bin ich gleich... - nein, nicht nochmal hoch. Es war dann doch genug. Dank der etwas kühleren Temperaturen und leichten Windes hat sich der Firn heute länger als sonst in den Südhängen halten können.

    Anforderungen: Technisch unschwierig, aber gut 2000 Hm und eine beachtliche Strecke. Kotalmjoch alleine etwa 1200 Hm.

    Prognose: Oberhalb des Kotalm-Mittellegers wird es noch ein paar Tage gut bzw. machbar bleiben. Vielleicht kann man nächstes Wochenende auch schon weit mit dem Radl hochfahren.


    Bilder:


    Ich beschränke mich hier auf die Bilder zwischen Steinernem Törl und Klobenjoch, da der Rest der Tour gut in meinem Beitrag von vor 10 Tagen bebildert ist.


    1: Durch eine dieser Steilrinnen kann man bei sicheren Verhältnissen vom Klobenjoch-Sattel zum Kotalm-Mittelleger abfahren.

    2: Herrliche Landschaftseindrücke im Aufstieg zum Törl.

    3/4: Die großartige Mulde zur Dalfaz Alm.

    5: Schönes Abfahrtsgelände am Klobenjoch.

    6/7: Besser geht's nicht!

    8/9: Dieser potentiell gefährlichen Flanke bin ich am Gegenhang ausgewichen.

    10: Panorama vom Kotalmjoch.





    Zitronensorbet!

    Ich finde ja immer, dass der Schnee, wenn er die richtige Firnstufe erreicht hat, aussieht wie Zitroneneis.

    Ehrlicherweise muss ich aber hinzufügen, dass es heute kein reines Firnvergnügen war - nein: es war auch Pulver dabei.;)

    Weil's gestern so fein war, bin ich gleich wieder die Naviser Südseite hoch; dieses Mal waren das Pfoner Kreuzjöchl und die Seeblesspitze das Ziel, da sich auch bei dieser Kombination mehrere schöne Abfahrten aneinander reihen lassen.

    Zunächst bin ich auf der Normalroute zum Kreuzjöchl. Das schöne Waldstück ging heute auf der Route des Sommerwegs noch gut mit Skiern im Aufstieg, bald wird es aber besser sein, länger auf der Forststraße zu bleiben. Für die Talabfahrt sollte man aber auf jeden Fall die Seebless-Route nehmen, weil's im Wald ja nicht gescheit auffirnt.

    Um 10 war ich am Gipfel und bin in herrlichem Firn die steile Südostflanke abgefahren. Bei 2100 m wieder anfellen - nochmal hoch und um 11.30 auf der gleichen Abfahrt ebenso feiner Firn. Wieder hoch und dieses Mal nur eine kurze Zwischenabfahrt durch eine pulvrige Mulde im Richtung der Aufstiegsspur zur Seeblesspitze. Ich bin bis kurz vor den Gipfel, aber nicht ganz hoch, weil auf den letzten 30 Hm oben kein Schnee mehr liegt. Die Abfahrt war dann durchgehend superschön.

    Anforderungen: Technisch einfach, jeder Gipfel einzeln 1100 Hm.

    Lawinengefahr: Null.

    Im Vergleich mit der gestrigen Tour gefällt mir diese landschaftlich noch besser - man hat bei den breiten Hängen fast das Gefühl, auf einem Gletscher zu sein. Skifahrerisch lohnender ist aber Grafmart/Grünberg, da die Hänge steiler sind.


    Bilder:


    1: Der schöne Waldaufstieg.

    2: Wie am Gletscher.

    3: Links Kreuzjöchl, rechts Seeblesspitze.

    4: Großartiges Panorama am Kreuzjöchl.

    5: Der steile Südosthang ist ein Genuss!

    6: Aus dieser Perspektive erinnert mich das Kreuzjöchl an den Similaun.

    7: Was für ein Olpererblick!

    8-10: Zischzisch


    2000 Höhenmeter Firn

    waren heute abzusahnen, wenn man beim Spiel mit der Feinexposition die richtigen Karten hatte.

    Nachdem das gestern mit dem Firn so gut funktioniert hatte, gab es natürlich keinen Grund, an der Prämisse "Vollgas Südseite" etwas zu ändern und so bin ich nach Navis gefahren. Ich kannte die Tour vorher nicht, ging aber davon aus, dass das ein richtiger Leckerbissen wird.

    Das erste Ziel war die Grafmartspitze über die Südostroute; ich bin um 7.30 Uhr los.

    Bis zur Peeralm müssen die Ski getragen werden (gut 20 Minuten) und auch nach dieser bleibt die Schneelage bis etwa 2000 Meter mau, sodass man durchgehend die Forststraße für den Aufstieg nutzt. Die große Mulde zur Grafmartspitze schaut von unten steil und schneearm aus, was vier Kollegen wohl dazu veranlasste, auf die Naviser Sonnenspitze umzudisponieren, sodass ich die Grafmart für mich alleine hatte ☺️. Tatsächlich verlässt man die Mulde aber vor dem Steilstück nach rechts und da liegt auch viel mehr Schnee. Das wussten die Kollegen anscheinend nicht. Danke an dieser Stelle wieder einmal an Markus Stadler, in dessen Tourenbeschreibung das GENAU so drinsteht.

    Um kurz nach 10 war ich am Gipfel und der Südosthang hatte den perfekten Firn. Ich bin bis etwa 2100m abgefahren und dann wieder zum Gipfel hoch. Kurze Zwischenabfahrt mit Fellen in den Sattel zwischen Grafmart- und Grünbergspitze und den steilen Hang zu deren Gipfel hoch. Die Abfahrt (um 12) von der Grünberg ist noch besser als die von der Grafmart, da deutlich steiler. Da es nun doch noch recht früh war und die flacheren Südwesthänge weiter unten noch etwas hart waren, hab ich bei etwa 2300 Metern halt noch mal aufgefellt und bin zum dritten Mal auf die Grafmart. Die Talabfahrt, Start 13.15 Uhr, war dann - bei Beachtung der Feinexposition - einfach der Hammer mit durchgehend Firn.

    Anforderungen: Technisch unschwierig, jeder Gipfel einzeln 1200 Hm.

    Die Grafmart auf meiner Anstiegsroute ist von der Schneelage her übrigens der "unlohnendste" Gipfel auf der Naviser Südseite. Für meinen Plan hat das heute wegen dem Südosthang perfekt gepasst, aber wer nur einen Gipfel machen möchte, ist mit jedem anderen besser bedient.

    Lawinengefahr: Null, solange man wirklich südexponiert bleibt.


    Bilder:


    1: Im Aufstieg lange Zeit nur Schnee auf der Forststraße.

    2: Die angesprochene Mulde an der Grafmart. Realiter viel steiler als auf dem Bild.

    3: Firn um kurz nach 10.

    4: An die Nordabfahrten ins Voldertal von Grafmart/Grünberg hat sich noch niemand herangetraut - würde ich zur Zeit auch nicht machen. Haneburger und Malgrübler gegenüber: Viel Wind, wenig Schnee. Geht sicher, aber ob's Spaß macht?

    5: Rechts Grafmart, links Grünberg.

    6: Der steile Gipfelanstieg zu zweiterer.

    7/8: Firnträume.

    9: Der beste Ski bei Firn (und der grausligste bei Bruchharsch)

    10: Firn bis fast ganz unten.




    Firnzeit.

    Momentan ist es einfach die beste Wahl, voll auf südseitige Touren mit hohem Ausgangspunkt zu setzen. Da ich meine Freundin gestern früh eh zum Arbeiten ins Zillertal fahren musste, bot sich die Tour von den Geiselhöfen aus natürlich an. Etwaige Zweifel an einer ausreichenden Schneelage von unten (1600m) weg wurden durch den schönen Bericht von "Fellzerschneider" vom Donnerstag beseitigt.

    Ich kombiniere ja gerne Touren miteinander und im Falle Halsljoch/Rastkogel bietet sich das natürlich an, weil dem Firnfreund da die unterschiedlichen Expositionen in die Karten spielen: Erst Halsljoch (Südost) und dann Rastkogel (Südwest). So Pi mal Daumen darf man ja damit rechnen, dass zwischen dem Auffirnen in den jeweiligen Hängen etwa zwei Stunden liegen.

    Da ich erst um 9.30 am Parkplatz los bin, "hon i mi zum Halsl gschleunt", um dort um 11.15 perfekten Firn zu erwischen. Nach einer Abfahrt bis etwa 2200 Meter bin ich auf einer selbst kreirten Aufstiegsvariante (siehe Bilder) zum Rastkogel, wo ich um 13.15 abgefahren bin. Der oberste Hang hatte noch Pulver und danach war's wiederum Edelfirn. Ich bin komplett auf der Aufstiegsroute abgefahren, was gut ging, da die unteren Hänge eher westexponiert sind und daher erst spät auffirnen - auch um 14 Uhr noch kein Durchbrechen.

    Die ersten und logischerweise auch letzten 10 Minuten müssen die Ski getragen werden, ansonsten ging es gestern noch trotz kurzer aperer Stellen ohne Anschnallen. Wenn's weiter so sonnig bleibt, ist es demnächst vielleicht geschickter, den Zustieg auf der Skipiste (siehe Bericht des Kollegen) zu absolvieren.

    Anforderungen: Unschwierige Tour. Beide Gipfel zusammen etwa 1700 Hm.

    Lawinengefahr: Null. Auf jeden Fall solange bei der Exposition das "Süd"dominiert.


    Bilder:


    1-4: Aufstieg und Abfahrt Halsljoch.

    5: Durch diese Rinne/kleine Mulde bin ich Richtung Rastkogel hochm

    6/7: Oben zeigt sich herrliches Skigelände.

    8: Pulver im Gipfelhang.

    9/10: Herrlicher Firn.



    Firnfreuden im "Privatskigebiet".

    Da es in der Nacht bedeckt war und daher mit wenig nächtlicher Abstrahlung zu rechnen war, hab ich heute keine ambitionierte Firntour auf's Programm gesetzt, sondern einen sicheren Klassiker: Beim Gröbner Hals ging ich davon aus, dass die Standardroute so gut eingefahren ist, dass man nicht durchbricht. War auch so.

    Anstieg und Abfahrt gingen heute noch trotz einiger kurzer aperer Stellen mit nur einem Abschnaller. In den nächsten Tagen ist im Mittelteil der Forststraße - dort, wo diese am Südhang verläuft - aber mit einer durchgehenden Tragepassage von 10-15 Minuten zu rechnen.

    Als ich beim Aufstieg zu den freien Hängen gekommen bin, war es dort noch recht hart und so habe ich spontan entschieden, zunächst mal die Südhänge Richtung Rether Kopf hochzusteigen, weil es dort zuerst auffirnen würde (siehe Bild). Zum Gipfel bin ich nicht (zu lawinös bzw. schlechter Schnee in den Nordosthängen). Im Südhang gab es heute ein ganz minimales Firnfenster von 11.00-11.10 Uhr, das ich glücklicherweise erwischt habe. Im unteren Teil war die Schneedecke dann schon am Versulzen. Das hat mich natürlich hinsichtlich der Richtigkeit der Tourenwahl bestätigt.

    Anschließend bin ich zum Gröbner Hals, wo die Schneedecke deutlich kompakter ist und der Firn länger hält. Zwischen 12 und 14 Uhr habe ich am Gipfelhang mehrere schöne Abfahrten auf diversen Feinvarianten gehabt. Genießen durfte ich das Ganze heute allein, weil erst bei meiner letzten Abfahrt zwei Kollegen im Aufstieg waren. Ab 14 Uhr kommen die Hänge übrigens wieder in den Schatten und dann ist Schluss mit Firn.

    Lawinengefahr: Die Standardroute zum Gröbner Hals ist fast bombensicher.

    Prognose: Wenn einen die zu erwartenden Tragestellen nicht stören, kann man da in den nächsten Tagen noch eine schöne Tour haben.


    Bilder:


    1: Dank Loipe und vereister Forststraße geht es vom unten weg mit Skiern

    2: Die Tragestelle.

    3: Südhang Richtung Rether Kopf.

    4: Bis etwa hier bin ich aufgestiegen.

    5/6: Der Gröbner Hals ist landschaftlich einfach beeindruckend.

    7-9: Idealer Firn


    Ein feines Wochenende mit Freunden.

    Unsere Freunde Katrin und Michael hatten uns über's Wochenende auf ihre Almhütte in den Tuxer Alpen eingeladen.

    Am Freitag habe ich Daniela nach der Tour auf's Kotalmjoch von der Arbeit abgeholt und dann sind wir Richtung Innerst und am Abend noch die zwei Stunden zur Hütte hoch.

    Am nächsten Tag ging es auf der üblichen Route auf den Hohen Kopf. Gute Verhältnisse: In den schattigen Bereichen der großen Mulde noch feiner Pulver (natürlich bin ich da mehrmals hoch und runter). Erstaunlich wenig los.

    Heute haben wir es bei dem halbschaarigen Wetter mit einer kleinen Tour zur Weidener Hütte bewenden lassen und sind dann ins Tal zurück. Die Rodelbahn der Hütte ist insgesamt passabel beinander, heute drei kurze Tragestellen.

    Lawinengefahr: Auf der Nordwest-Route ist der Hohe Kopf grundsätzlich weitgehend sicher. Viele Klassiker wie der Hobar oder die steilen Abfahrten ins Nurpenstal wurden in letzter Zeit (vernünftigerweise) dem Augenschein nach nicht gemacht. Viele Spontanlawinen zeigen die Altschneeproblematik hier gut.


    Bilder:


    1: In der gemütlichen, urigen Hütte.

    2-10: Einfach ein wunderbarer Tag gestern.



    Ein Firnfest!

    Wenn sich Firnverhältnisse abzeichnen, ist für mich das Kotalmjoch mit seinem großen Südhang meist die erste Wahl in der näheren Umgebung.

    Route: Auf der Forststraße zum Kotalm-Niederleger und dann durch die Wald-Abkürzer zum Mittelleger und auf den Gipfel. Hoch komplett mit Skiern, in der Abfahrt zwei kurze Abschnaller (wird bald mehr werden).

    Der Firn im Gipfelhang war absolut ideal und da der Hang verschiedene Feinexpositionen (von Südost bis Südwest) aufweist, kann man mehrfach aufsteigen und einen Firnrausch an den anderen hängen. Ab etwa 11 Uhr beginnt es, aufzufirnen.

    Vielen Dank für die auch in puncto Lawinensicherheit großartige Spur vom Donnerstag.

    Der Gipfelhang war vor den letzten Schneefällen aper, weshalb das Altschneeproblem hier nicht schlagend ist. In den steilen Schattenhängen im Gebiet (Dalfazer Wände Nordwest zum Beispiel) sind aber Lawinen mit großflächiger Bruchfortpflanzung zu sehen gewesen.

    Generell würde ich sagen, dass Südhänge zwischen 1800 und 2500 Metern momentan die besten Bedingungen haben, auch weil die Regengrenze am Montag etwa bei 1800 lag.


    Bilder:


    1-9: Einfach ein Traumtag.

    10: Hier die Lawinen Dalfazer Wände: Ein spontanes kleines Schneebrett hat die Altschnee-Grundlawinen ausgelöst.



    Wie sich gestern schon angedeutet hat sind die Verhältnisse nach dem Regen deutlich besser als vielleicht zu befürchten war. Durch die klaren Nächte ist die Schneedecke zu einem kompakten, tragfähigen Block geworden und es gibt bei entsprechendem Timing nun die Chance auf gute Firnverhältnisse.

    Ich bin heute nach der Arbeit zum Tegernsee hintergefahren und um kurz nach 3 am PP los. Am Anfang schaut's wild aus: Die ersten 100 Meter der Forststraße wurden von einer Art "Waldboden-Flutwelle" überspült, aber schon nach der ersten Kurve ist das vorbei. Heute gab es auf der Forststraße zwei kurze Tragestellen - das wird ein bisserl mehr werden, aber lohnend sollte es bleiben. Ich bin auf der üblichen Route zum Setzberg und auch nach Verlassen der Straße war die alte Spur vom Wochenende tragend. Die Abfahrt vom Setzberg war ganz oben firnig und im Schatten (ist ja ein Nordhang) griffig und gut fahrbar. Kein Bruchharsch (auch sonst nirgends auf der Tour). Anschließend bin ich noch kurz zum Wallberg-Kirchlein hoch, um mir auch den Westhang dort bei feinem Sulz (ohne Durchbrechen) noch zu gönnen. Die Abfahrt auf der Straße war teils ruppig wegen Fußgängerspuren, aber gut machbar.

    Ich würde grundsätzlich davon ausgehen, dass fast alle Touren am Tegernsee und Spitzing momentan von der Schneelage her gehen (außer vielleicht Süd- und Südwesthänge). Vielleicht gibt es mal ne Tragestelle oder zwei, aber vom Gipfel des Setzberg sah alles im Umkreis gut aus.

    Lawinengefahr: Auf der Route keine, aber Setzberg-Ost wäre jetzt nicht meine erste (und auch nicht zweite oder dritte) Wahl, da dort schon kleine Lawinen abgegangen sind, das meiste aber noch in den Steilhängen oben drinhängt (Gleitschneerisse).


    Bilder:


    1: Am Beginn der Straße.

    2: Da schaut's dann doch gleich viel besser aus.

    3: Tragende alte Spur vom Wochenende.

    4: Setzberg-Ost.

    5: Richtung Seekarkreuz und Co schaut's gut aus. Sogar aus der Ferne waren aber einige Lawinen an der Hochplatte zu sehen.

    6: Firn.

    7: Blick zum Tegernsee.

    8: Wallberg-Kirchlein.

    9: Schöner Sulz.




    Nach dem Starkregen gestern bin ich heute vor der Arbeit ausnahmsweise mal eine Pistenskitour gegangen, weil ich mir nicht sicher war, ob die klare zweite Nachthälfte ausgereicht hat, um die Schneedecke für einen Aufstieg im Gelände ohne Durchbrechen ausreichend zu festigen. Am Sudelfeld war das neben den Pisten schon der Fall, aber da ist das Variantengelände eben auch schon gut befahren gewesen. Auf jeden Fall haben die Osthänge um 9 aufgefirn - um 9.10 Uhr war's dann aber schon gleich Sulz. Auf den Pisten ging es aber am Morgen wirklich fein: weich und schnell.

    Die Aufstiege sind durchgehend neben den Pisten möglich und der Schöngrat-Sessellift oberhalb des beschilderten Skitouren-Aufstiegs ist eh nicht in Betrieb.

    Sonstiges: Der Regen hat weniger "Schaden angerichtet" als ich befürchtet hatte. Richtung Spitzing schaut's gut aus, Traithen geht von der Schneelage her sicher (aber: sieht lawinenträchtig aus). Und auch Richtung Wildalpjoch sollte es morgen früh noch gehen, auch wenn es unten schon ausapert.

    Fazit: Das war heute echt ein herrlicher Start in den Tag!


    Bilder:

    1/2: Innerhalb von 10 Minuten Übergang von Firn zu Sulz.

    3/4: Die erste Linie für den frühen Vogel.

    5: Wildalpjoch

    6: Traithen.

    7: Richtung Spitzing: in der Mitte Rotwand.

    8-10: Ein wundervoller Morgen!