Beiträge von Jonas

    Da ich zur Zeit nur kleine Wanderungen machen darf, kam der Gedanke auf, mal den neuen Klettersteig an der Seefelder Spitze im Karwendel auszuprobieren. Dass ich hier anders als im Hochgebirge oder auf den entlegeneren Zielen im Karwendel nicht alleine sein würde, war mir natürlich klar.


    Zustieg vom Bahnhof (die Tour eignet sich hervorragend für die Anreise mit den Öffis; Regioticket Werdenfels + Innsbruck nehmen) über den Wanderweg über die Hochegg-Alm (geöffnet) und durchs Skigebiet zur Rosshütte (auch geöffnet). Unten können kartenkundige Berggeher dem breiten Kiesweg auf einer Steigspur ausweichen (Abzweigung gleich hinter dem Gatter bei der Talstation). Oben geht es voll durch das Skigebiet ... In der Rückschau würde ich wohl doch den zum Teil nicht markierten Steig über das Hermannstal und das Härmelekar präferieren - auf meiner Route waren mir doch etwas zu viel Leute unterwegs ... Natürlich könnte man auch mit der Bergbahn bis zur Rosshütte oder gar dem Seefelder Joch auf-/abfahren, dann wird es zur Spritztour.


    Der sog. Panorama-Klettersteig ist auf http://www.bergsteigen.com mit Topo bestens beschrieben. Schwierigkeit C, was passt. Allerdings würde ich sagen, dass es diese Bewertung woanders auch für etwas leichtere Steige gibt (z.B. Schusters Gangl). Problem ist auch der Karwendelfels - gerade im unteren der beiden Teile hilft an einigen Stellen nur der beherzte Griff ins Drahtseil, weil es zwar Griffe und Tritt gäbe, jedenfalls ich diesen aber nicht immer vertrauen würde. Und einen Sturz ins Klettersteigset, weil ein Griff wegbricht, sollte man ja auf jeden Fall vermeiden. Nach oben hin wird es insoweit etwas besser. Der Steig ist an einigen Stellen auch erdig, so dass auch die Trittflächen teilweise eine Erdschicht abbekommen. Bei Nässe ist von dem Steig abzuraten. Insgesamt aber schon ein gut erbauter Steig, der natürlich aus Marketinginteresse der Bergbahnen und des Ortes erbaut wurde. Wird aber vermutlich schnell beliebt werden, gestern war der Andrang sehr moderat. Abzuwarten bleibt, wie gut der Steig gewartet wird, denn der Fels und die Witterung im Gebiet sorgen sicherlich schnell für Schäden.


    Vom aussichtsreichen Gipfel der Seefelder Spitze (Klettersteig hört wenige Meter unter dem Kreuz auf) ging es noch durch das Härmelekar hinüber zum noch aussichtsreicheren Gipfel der Reither Spitze - da war ich auch schon mehr als 15 Jahre nicht mehr. Und dann zur Einkehr in der nett geführten Nördlinger Hütte.


    Für den Abstieg wählte ich den schnellen Abstieg direkt nach Seefeld - ist aber zur Zeit nur bedingt zu empfehlen, da durch die Kanalarbeiten der Bereich etwas unansehnlich geworden ist. Unten bei der Reither Joch-Alm wäre es viel schöner gewesen, dem Steig nach Auland zu folgen, als der recht faden und langwierigen Forststraße zu folgen, so aber die offizielle Ausschilderung. Insgesamt schöner und als Öffis-Nutzer auch gut machbar ist aber der Abstieg von der Nördlinger Hütte nach Reith oder nach Leithen - nur auf die dort eingeschränkteren Verbindungen sollte man im Vorfeld achten.



    Bilder:


    Der sichtbaren Kante folgt der Klettersteig im Wesentlichen:



    Blick zum zweiten Teil des Steigs:



    Blick von der Seefelder Spitze zur Reither Spitze - da geht es jetzt noch hinüber:



    Blick von der Reither Spitze hinüber zu den Kalkkögeln:



    Blick Richtung Innsbruck und Zillertaler Alpen:



    Die Nördlinger Hütte mit der Reither Spitze oberhalb:


    Auch wenn die "Haupttour" schon eine Woche alt ist, hier noch ein paar Informationen zur Tour und den Verhältnissen zur Zeit am Zillertaler Hauptkamm:


    - Am 27. Juni konnte man noch kurz hinter der Kasseler Hütte mit den Kurzski starten, wobei ich es vorgezogen habe, zunächst zu Fuß aufzusteigen. Das Stillup-Kees wies nur wenige Meter blanke Passagen auf, kurz vor dem Joch eine Randspalte sichtbar. Der Gipfelanstieg ab der Scharte auf ca. 3.120 m geht entweder zu Fuß über einen Grat (unten kurz UIAA II) oder eine Schnee- / Eisrinne, die unangenehm vereist war. Tolle Gipfelaussicht. Abfahrt ab der besagten Scharte durchgehend bis zur sog. Lacke auf ca. 2.500 m, dann über verschiedene Schneefelder bis unter 2.300 m. Einkehr Kasseler Hütte sehr empfehlenswert. Ein etwas kürzeres und leichteres Ziel (zu Fuß oder mit Skiern) ist die Grüne-Wand-Spitze. Bis zum heutigen Bericht dürfte der Schnee unten aber deutlich zurückgegangen sein, evtl. noch mit Firngleitern.


    - Allgemein hat es im Zillertal nur noch wenig Schnee - nennenswert eigentlich nur noch im Bereich des Hauptkammes. Dort aber durchaus in für Bergsteiger / Bergwanderer relevanten Bereichen: So sind die Übergänge auf dem Berliner Höhenweg (Lapenscharte, Mörchnerscharte) noch restschneebedeckt. Je nach Witterung können die ohne Steigeisen und Pickel durchaus unangenehm sein. Die vergangene Woche war es allerdings meistens so warm, dass der Schnee eher weich gewesen ist. Dennoch nichts für wenig erfahrene Berggänger. Die meisten Gletscherbereiche waren bis gestern (soweit eingesehen) noch schneebedeckt - dürfte sich aber rasch ändern, da es warm ist und die Schneeauflage häufig nicht mehr sehr dick ist.


    - Im Bereich der Grinbergspitzen hätte man diese Woche das Kar, welches zwischen den beiden Gipfel von Vorderer und Mittlerer Grinbergspitze hochzieht, noch mit kurzen Unterbrechungen abfahren können. Vor allem unten ist es aber sehr steil, zu Fuß habe ich mich das nicht getraut, obwohl man so sehr schnell zur Hütte zurückkehren könnte als Alternative zu dem doch recht langwierigen Grat / Kamm. An der Gamshütte wird noch gewerkelt, sie haben nur sehr eingeschränkt Tagesbetrieb. Demnächst dann aber in frischem Glanz und wieder als erste Anlaufstelle für den Berliner Höhenweg etc.


    - Im Gletscherbereich bei der Greizer Hütte lag gestern noch ordentlich Schnee. Großer Löffler, Übergang Trippachsattel und Schwarzenstein gespurt. Ich bin auf den Gigalitz gegangen: Alles schneefrei, sehr steiler Anstieg - Ungeübten nicht zu empfehlen. Helm sehr sinnvoll. Das Tal des Floitengrunds zieht sich sehr, zu Fuß an einem Tag rauf wie runter ab Ginzling (man kann auch noch etwas weiter herauf fahren) schon sehr weit. Sicher besser mit dem Radl.



    Bilder:


    Kasseler Hütte - hinten rechts das Frankbachjoch:



    Bei der Querung (zu Fuß) zum Stillup-Kees:



    Blick hinüber zum Anstieg auf die Grüne-Wand-Spitze:



    Rückblick auf die Abfahrt kurz oberhalb der Lacke - die in der Mitte sichtbare Schneespalte ist zur Zeit wohl das größte Risiko der Tour (von oben schlecht zu sehen, Gefahr des Ertrinkens):



    Die verletzungsbedingt für mich (fast) letzten Skimeter der merkwürdigen Saison 2020/2021:



    Blick von der Grinbergspitze in den laaangen Floitengrund (Grund = Bezeichnung im Zillertal für die Seitentäler):



    Blick von der Rotbachlspitze hinüber zu Olperer etc.:



    Das wird dieses Jahr wohl wieder kein gutes Jahr für die Gletscher, hier Bereich Hochferner Nord:



    Blick vom Gigalitz hinüber zum Schwarzenstein - die Spaltenzonen treten so langsam wieder hervor:



    Blick vom Gigalitz zum Großen Löffler:


    Heute ging es mit dem Radl von Gries zur Amberger Hütte und dann noch weiter durch die sog. Sulze bis zur Abzweigung des Weges in das Roßkar. Hinter der Amberger Hütte ist der Weg teilweise sehr ruppig, davor ist es teilweise steil und etwas bockig, insgesamt aber gut machbar (nur halt keine Forststraßenautobahn, wie man sie sonst häufig in Österreich findet - was der Beliebtheit der Radtour keinen Abbruch tut). Die Hitze der vergangenen Tage hat den Schnee wirklich "gefressen" - die durchgehende Schneedecke begann erst auf 2.400 m. Für die Abfahrt zum Radldepot in der Sulze habe ich mich in und neben einer Bachrinne mit mehrfachem Abschnallen mit den Skiern bis in den Talboden hinuntermogeln können.

    Da die Nacht bedeckt und warm gewesen war, war der Sommerschnee heute (anders als gestern) nicht gefroren. Also konnte alles ohne Harscheisen gegangen werden und auch für die letzten ca. 30 Hm zum Gipfel waren der mitgeschleppte Pickel und die Steigeisen nicht erforderlich. Leider auch heute recht diesig, aber für eine schöne Schau zu den umliegenden Gipfeln hat es gereicht.

    Vorsicht am Blockgrat: Es sind hier einige Blöcke unerwartet nicht fest, an die man normalerweise Hand anlegen oder den Fuß setzen würde. Ich habe mit einem Felsblock deshalb ziemlich schmerzhaften Kontakt mit dem Oberschenkel gehabt ...


    Auf der Amberger Hütte gab es dann noch eine Einkehr. Die Hütte selber war (jedenfalls im Tagesbetrieb) gut besucht.


    Bilder:


    Endlich können die Skier angelegt werden:



    Ab dem von unten nicht sichtbaren Kar wird es steiler, hier nach der ersten Stufe:



    Blick zurück:



    Der letzte Hang zur Skischarte:



    Gipfelkreuz Kuhscheibe:



    Blick von der Kuhscheibe zur Wilden Leck:



    Blick von der Kuhscheibe zum Hinteren Daunkopf, auch einem schönen Skiziel:



    Gute Abfahrtsverhältnisse - Eissee trotz der Temperaturen nicht badetauglich:



    Blick von der Amberger Hütte auf die flache Sulze - hinten sieht man Teil meiner zerstückelten Abfahrtsrinne ganz unten:


    In der Hoffnung, der großen Hitze oberhalb von Schneeoberflächen entkommen zu können ging es zu früher Stunde ins Gschnitztal (Stubaier Alpen). Schon um 6.30 Uhr war es aber auch dort sehr warm - es kühlt selbst auf der Höhe nicht mehr wirklich ab, zudem war die Nacht bedeckt.

    Zunächst ging es mit dem Radl Richtung Gschnitzer Tribulaunhütte: Anfangs ist es "nur" steil, später sehr schotterig und am Schluss sehr steil und schotterig. Gut 10 min vor der Hütte beginnen die Schneefelder, ich habe dort Radldepot gemacht, manche haben sich auch mit dem Radl bis zur (geöffneten) Hütte durchgeschlagen. Man kann also praktisch direkt vom Radl auf die Skier wechseln, wobei ich es am Morgen vorgezogen habe, noch etwas zu Fuß aufzusteigen. Von der Schneebeschaffenheit gibt es durchgehend Sommerschnee, der am Morgen recht hart sein kann (Harscheisen habe ich verwendet, den mitgeschleppten Pickel und die Steigeisen nicht). Ab der Schneetalscharte steigt man ca. 100 Hm durch die Felsen teilweise an alten Versicherungen herauf, bevor es wieder mit den Skiern weitergeht (zur Zeit lohnt es sich noch, die Skier hochzutragen für den Gipfelhang, der durchgehend skibar ist).

    Leider war es heute recht dunstig, damit war die an sich tolle Aussicht vom Tribulaun eingeschränkt. Abfahrt oben um 10 Uhr passabel, der oberste Hang hat noch nicht Sommerschnee. Ab der Schneetalscharte um 10.30 Uhr, hätte durchaus auch später sein können und dürfen (der Nordhang kommt erst spät in die Sonne). Es geht mit Skiern bis zur Hütte. Wer zu Fuß aufsteigt statt das Radl zu nutzen, kann sogar im Bereich des Sommerwegs noch Skimeter "schinden".


    Extreme Skifahrer können sich die Felsstufe im Abstieg sparen - es gibt kurz vor deren Beginn eine extrem steile und enge Nordrinne direkt hinab in das Kar. Schneit sogar noch durchgehend schneebedeckt zu sein, Offenbar wurde die Rinne auch diese Woche befahren - stürzen darf man da nicht.


    Bilder:


    Bei der Radlanfahrt - hier zweigt links der Fußsteig ab:



    Die Schneefelder vor der Hütte:



    Im mittleren Teil des Kares:



    Am Beginn der Felsstufe:



    Blick zurück aus der Schneetalscharte:



    Gipfelkreuz Gschnitzer Tribulaun:



    Zumindest zum Wilden Freiger und dem Pflerscher Tribulaun gab es eine gute Aussicht:



    Der Gipfelhang ist noch durchgehend mit Skiern zu befahren:



    Gute Abfahrtsverhältnisse, wobei man gar nicht so früh dran sein muss:



    Die letzten Meter zur Einkehr auf der Gschnitzer Tribulaunhütte:


    Schnee gibt es ab wenige Meter hinter der Berglhütte (heute geöffnet). Im Aufstieg erschien es uns sinnvoller, das Kar auf dem Sommerweg zu queren. Ohnehin ist der unterste Karteil rauf wie runter mühsam (harter Schnee, Lawinenreste, steinig). Trafoier Eisrinnen mit Steigeisen gut zu machen. Wir sind dann weiter bis zum Ortlerplateau mit den Steigeisen, andere haben oben wieder auf Skier umgestellt.

    Gute Fernsicht vom Gipfel. Mit 11 Leuten für Ortlerverhältnisse geringer Andrang.


    Abfahrt alles durchgehend fahrbar. Oben super Firn, Eisrinne Mischung aus bockig und tiefem Schnee (der Kollege stieg mit Steigeisen ab). Darunter ist es halt eher ein Durchrutschen.

    Wo sind sie denn alle hin, die Tourengeher? Heute hatte ich das gesamte Hochglückkar für mich alleine, und das bei durchaus guten Verhältnissen:


    Der Schnee beginnt auf ca. 1.520 m etwas unterhalb des Brotzeitfelsens. Ich habe es aber vorgezogen, noch bis in das eigentliche Kar mit den Kurzski auf dem Rucksack aufzusteigen - geht einfach schneller und herauf ist die Steilstufe ohnehin nicht so toll. Im eigentlichen Kar liegt noch viel Schnee. Heute nahm ich mir mal die Östliche Hochglückscharte vor, die hat mit noch gefehlt. Jetzt weiß ich aber, warum fast alle auf die Westliche Hochglückscharte gehen: Es wird bei der östlichen Scharte nach oben hin einfach sehr steil und eng und das Ganze gab es heute noch mit Einbrechen bis zur Hüfte ... Bei härteren Schneeverhältnissen sicherlich leichter, dann wird es aber wohl Pickel (brav mitgeschleppt) und Steigeisen brauchen. In der Scharte selber hängt eine Wächte, die sich demnächst Richtung Inntal verabschieden dürfte (Vorsicht!) und es gibt auch kaum Platz. Also Brotzeit etwas weiter oben, das Gelände ist da aber unangenehm brüchig. Runterwärts kann man die Rinne erst nach einigen Metern abfahren, davor ist es zu eng.


    Abfahrt oben tiefer Schnee, Mitte passabel, unterhalb ca. 2.000 m Sommerschnee (endlich!, hat dieses Jahr wirklich fast bis zum Saisonende gedauert ...). Die Steilstufe ist sehr gut zu befahren, entweder 1x für eine Querung von 5 m abschnallen oder die linke, obere Rinne nehmen (dort geht es durchgehend).


    Wetter am Morgen sonnig, am Vormittag zog es langsam zu. Ziemlich warm. Aufstieg 6 Uhr, Abfahrt kurz vor 9.30 Uhr. Bei der Rückkehr ins Tal am Vormittag dann der übliche Eng-Touri-Andrang.



    Fotos:


    Im mittleren Karboden:



    Blick aus der Östlichen Hochglückscharte hinüber in die Tuxer Alpen und zum Olperer:



    Die östliche Rinne ist ganz oben wirklich eng:



    Blick zurück - oben der Schnee noch recht weicht, aber auch fahrbar:



    Ab dem mittleren Teil dann Sommerschnee:



    Einfahrt in das Steilstück:



    Das Steilstück von unten gesehen:


    Sogar im Sellrain ist es mittlerweile recht ruhig geworden. Ich startete am Parkplatz des Ghf. Lüsens (zur Zeit geschlossen, 4 €) und hatte zunächst einen Zustieg ins Schöntal zu Fuß bis auf ca. 2.000 m - davor ist die Schneedecke nicht durchgehend. Da es in der Nacht wohl teilweise bewölkt und v.a. recht warm war, war die Schneedecke im Schöntal schon am Morgen nur eingeschränkt tragend. So war das Spuren etwas anstrengender als bei komplett verharschten Verhältnissen. Dafür ging es schweißtreibend (angesichts der sehr hohen Temperaturen) mit Skiern direkt bis zum Gipfelkreuz.

    Für die Abfahrt entschied ich mich u.a. in der Hoffnung auf eine noch nicht so aufgeweichte Schneedecke für die Route über die Zischgenscharte. Dazu fährt man vom Gipfel zunächst etwas ab, um dann eine kurze Felsstufe zu Fuß abzusteigen. Eigentlich problemlos, aber das Drahtseil dort war noch unter Schnee und es teilweise vereist --> gar nicht so ohne. Jetzt ist das Seil überwiegend frei und es gibt eine Stapfspur. In der Zischgenscharte gibt es eine ca. 2,5 m hohe Wächte - Einfahrt nur steil von der Seite her möglich. Der Wegweiser schaut gerade so aus dem Schnee hervor!

    Leider hatte es südseitig in der Rinne eine Mischung aus nicht mehr tragendem Schnee und Lawinenboller, nicht so toll. Weiter unten noch Firn, wenngleich etwas tief (ca. 10.30 Uhr). Die Südhänge weisen auch schon viele apere Stellen auf, da musste ich mich etwas durchmogeln und vier Mal abschnallen. Im Längental geht es noch hinunter bis auf ca. 1.870 m. Das Westfalenhaus ist zur Zeit geschlossen.


    Insgesamt gehen von Lüsens aus Skitouren noch recht gut - nur die Schöntalspitze ist halt nicht so geeignet als Frühsommertour. Das war mir aber auch klar, nur hat die mir halt noch gefehlt ... Längentaler Weißerkogel wurde auch gemacht und soll nicht so schlecht sein, alles am Lüsenser Ferner dito. Südseitige Touren sind wohl nicht mehr gut. Und es bräuchte halt endlich mal wieder eine klare Nacht, keinen Niederschlag am Vortag (heute ganz oben ca. 2 cm Neuschnee) und v.a. kühlere Temperaturen.



    Bilder:


    Anschnallpunkt im Schöntal (man könnte aber auch schon weiter unten anschnallen):



    Der steile Gipfelhang war heute durchgehend mit Skiern zu machen:



    Gipfelkreuz Schöntalspitze vor der Vorderen Grubenwand:



    Blick in das Längental (nomen est omen):



    Blick das Gleirscher Tal auswärts - da gebe es auch noch Skiziele:



    Die große Wächte in der Zischgenscharte - kommt hier gar nicht so heraus:



    Zwischendurch gab es auch ordentliche Abfahrtsverhältnisse:



    Wie es sich für eine Frühsommer-Skitour gehört, wurden alle Schneereste ausgenutzt:


    Eigentlich sollte es heute mit den Kurzski ins Karwendel gehen, aber "dank" einer Bahnstörung kam ich zunächst einmal nur bis Garmisch-Partenkirchen und dann zog ich die Planänderung dem Warten vor. Zunächst mit dem Radl über die sehr steile Auffahrt zur Partnach-Alm und in einigem Auf und Ab an der Laubhütte vorbei bis zum Abzweig des Weges hoch in den Stuibenwald. Mit dem Radl ohne Schneekontakt bis ca. 1.450 m. Dann zu Fuß hoch zum Verbindungssteig Kreuzeck-Bockhütte und hinunter zum Beginn des Skitourenaufstiegs durch das Tälchen unter der Stuibenwand. Hier traf ich die einzigen Menschen (große Wandergruppe), sonst ist es zur Zeit im Gebiet sehr ruhig. Der Schnee reicht gerade noch bis zum Weg auf 1.540 m hinab (Aufstieg wie Abfahrt), im Aufstieg zog ich es aber vor, etwas direkter zum Stuibensee aufzusteigen und dann nach der Felsstufe weiter mit Skiern auf die Alpspitz-Ostschulter. Von den Schöngängen kam eine Fußspur hoch (ging auch weiter bis zur Alpspitze). Da der Schnee auf Grund der warmen und bedeckten Nacht schon am Vormittag sehr tief war, verzichtete ich aber schweren Herzens auf die Mitnahme des Alpspitz-Gipfels und fuhr direkt von der Schulter ab. Achtung, hier bei der direkten Einfahrt steinig. Ansonsten geht es mit einmal abschnallen für wenige Meter bei der Felsstufe oberhalb des Stuibensees noch ununterbrochen bis zum Steig auf ca. 1.540 m. Dabei muss man aber die richtige Latschengasse finden (richtig: die hintere Richtung Hoher Gaif), sonst gibt es kurzen Latschenkampf.


    Wenn der Schnee nicht so tief ist, dürfte die Alpspitze ab Gipfel auch noch gut gehen. Die Steilstufe war heute wohl gerade noch fahrbar, sieht aber auf einigen Metern recht steinig aus.


    Bilder:


    Nach der Felsstufe geht es mit Skiern unter der Bernadeinwand auf die Alpspitze zu:



    Blick von der Schulter zum weiteren Alpspitz-Aufstieg und der Abfahrt durch das Oberkar:



    Blick von der Alpspitz-Schulter hinab in das Tal:



    Die Abfahrt oberhalb des Stuibensees - hier die einzige Unterbrechungsstelle für wenige Meter:



    Das war leider nicht die richtige Latschengasse (zu weit links in Abfahrtsrichtung):


    Nachdem das Wetter zuletzt nicht so geeignet für größere Ski-Unternehmungen erschien, gab es heute für mich noch eine "hinausgeschobene" Skihochtour auf den Piz Buin. Allerdings erwies sich auch heute das Wetter letztlich als ziemlich zach - am frühen Morgen noch sonnige Abschnitte, aber dann zog es doch stärker zu als vom AV-Bericht am Vortag vorhergesagt und oben war dann der Nebel eingefallen und es durch den Wind auch ziemlich kalt. Also wie man es macht, macht man es (manchmal) falsch. Dafür habe ich den ganzen Tag keinen Menschen getroffen und das am sonst doch so beliebten Piz Buin!


    Zunächst mit dem Radl durch das Val Tuoi - welches mitunter ordentlich hochzieht. Bis zur Verzweigung vor der Alp Suot ist es völlig schneefrei. Ich bin noch weiter gefahren und musste dann über mehrere jeweils kurze Schneefelder schieben. Dann direkter Wechsel auf die Skier bei der Almhütte auf ca. 2.130 m - besser wäre es aber wohl gewesen, schon vorher bei den Kieshaufen nach dem Abfall des Weges das Radldepot anzulegen, weil man danach hin und zurück mühsam schieben musste.

    Am Morgen war der Schnee noch gut durchgefroren. Zunächst ging es ohne Harscheisen, für die steile Querung zur Fuorcla Cunfin habe ich diese aber doch angelegt. Die wenigen Meter von der Grenztafel in der besagten Scharte hinab querend zum Ochsentaler Gletscher haben mich ganz schön Nerven gekostet - der Gletscherrückgang hat hier das Gelände ordentlich aufgesteilt und bockhart war es auch noch. Wahrscheinlich ist es doch besser, über die Scharte weiter rechts in Richtung P. 3.117 zu gehen, wo auch die Spuren waren - dann mit einigen Metern mehr Höhenverlust, aber ohne das "Hoch- und Hinunterzittern" zur / von der Fuorcla Cunfin. Oder doch die Steigeisen anlegen.

    Der Gipfelanstieg ab dem Skidepot auf gut 3.100 m war mit Pickel und Steigeisen heute recht gut machbar. Anspruchsvoll daran ist ohnehin eher die Kombination aus ausgesetztem Gelände, Schnee, Eis und Fels und letzterer auch nicht immer fest. Klettertechnisch ist es hingegen überhaupt kein Problem, jedenfalls mit dem Schnee. Mit weniger gesetztem Schnee ist vermutlich alles aber bröseliger und auch die Steinschlaggefahr ein Thema. Die in vielen Internetbeschreibungen als unterer und oberer Kamin bezeichneten Stellen nimmt man zur Zeit kaum als solche war.


    Die Abfahrt vom Skidepot zur Buinlücke war recht ruppig. Dann entschied ich mich doch direkt von der Buinlücke die Rinne abzufahren - ganz oben aber schon ziemlich steil und bei mir unangenehm hart. Weiter unten leider viele Lawinenboller, das sah von unten schöner aus. Wo es flacher wurde guter Firn, unten schon ziemlich tief (11.30 Uhr Abfahrt war zu spät). Der SAC empfiehlt, wegen Steinschlags das Gebiet der Rinne zu meiden - heute lagen aber nur wenige Steine herum. Der lange Rückweg über den Anstieg und dann noch bei Nebel erschien mir aber auch nicht angenehm.


    Bilder:


    Blick vom Radldepot zum heutigen Gipfelziel:



    Bei der Hochfläche Plan Rai:



    In der Fuorcla Cunfin mit Blick zum Ziel:



    Unangenehme Querung von der Fuorcla Cunfin im harten Schnee:



    Gipfelkreuz Piz Buin Grond:



    Tiefblick vom Gipfel in das Val Tuoi, über welches der Zustieg erfolgte:



    Der obere Kamin von oben - zur Zeit recht problemlos, unangenehmer ist die glatte Felsplatte unmittelbar darunter:



    Typisches Gelände beim Gipfelaufstieg (hier Blick zurück während des Abstiegs) - nicht besonders schwierig, aber häufig ausgesetzt (und steiler, als es hier ausschaut):



    Blick von der Buin-Lücke auf die weitere Abfahrt:



    Wieder bei der Chamanna Tuoi (zur Zeit geschlossen):


    Zunächst ging es vom Bhf. Mittenwald mit dem Radl durch den Riedboden nach Scharnitz und dann in das zur Zeit noch recht ruhige Karwendeltal. Dann über Wiesenhof und das Steilstück am Krapfen, dann vorbei an der Mösl-Alm (schien am Nachmittag geöffnet zu sein) und über einen etwas ruppigen Weg hoch bis zum Ende des Fahrwegs im Kleinkristental. Radldepot auf knapp unter 1.500 m, fast direkt dort geht es auf die Skier. Leider erwies sich der Wetterbericht als deutlich zu optimistisch - eigentlich sollte es am Vormittag ja noch weitgehend trocken sein, doch gerade, als ich die Skier anlegte, setzte leichter Regen ein (nur ganz oben in Schnee übergehend) und zusammen mit dem unangenehmen Wind war es doch etwas garstig.


    Schnee: Bis ca. 1.700 m Sommerschnee, darüber tiefer Schnee, Querung oberhalb des Sees fast durchgehend Lawinenboller, dann ganz oben harte Schneedecke. Insgesamt bei der Abfahrt gegen Mittag erstaunlich gut, die Abfahrt entschädigte heute doch für das Wetter.


    Beim Radln zurück war es dann wieder trocken. Allgemein hat es im Karwendel v.a. schaftseitig oberhalb ca. 1.500 m noch recht viel Schnee. Die höheren Karwendelgipfel sind zur Zeit definitiv noch nicht wandertauglich.


    Bilder:


    Noch ein paar Meter, dann bin ich am Radldepot - der unterste Hang ist aber vorher gut sichtbar:



    Blick aus der Scharte hinab nach Innsbruck (aber Vorsicht, vermutlich stand ich hier schon auf der großen Wächte ...):



    Blick auf die Abfahrt im oberen Teil:



    Nach den ersten Abfahrtsmetern Blick zurück zur namensgebenden Frau Hitt:



    Querung oberhalb des Sees über die Lawinenablagerungen:



    Nach der Querung oberhalb des Sees folgen wieder schöne Abfahrtshänge:



    Selbst im tiefen Schnee ließ sich heute gut abfahren:


    Angesichts der Wetterprognose für das Pfingstwochenende entschied ich mich zum Tausch von Arbeit und Tour - zwar war es auch heute meistens bedeckt, aber das Wetter war zumindest brauchbar für eine Bergunternehmung.


    Von Hinterriß ging es zunächst mit dem Radl das Johannesbachtal hinter bis zum Kleinen Ahornboden und noch einige Meter weiter hinter. Schon knapp vor dem Kleinen Ahornboden gab es die ersten, noch recht kurzen Schneefelder. Das dürfte bald durchgehend mit dem Radl machbar sein. Aber schon ab dem Radldepot auf ca. 1.450 m gab es eine weitgehend geschlossene Schneedecke - hier hätte man mit dem Radl auch keine Chance --> alle Radlenthusiasten, welche die Karwendelrunde radeln wollen, müssen sich noch deutlich gedulden, falls der Weg nicht geräumt wird.


    Man hätte gleich am Radldepot die Kurzski anschnallen können, ich stapfte zunächst noch (Schneedecke hat doch einige Unterbrechungen). Auf dem Boden 1.650 m muss man sich rechts hochhalten, um in das Ochsenkar zu kommen. Der Aufstieg im Ochsenkar ist nicht so steil, etwas überrascht hat mich aber, wie groß die beiden dort abgegangenen Lawinen geworden sind. Ab der Scharte (in der AV-Karte bei Punkt 2.223) ging es heute durchgehend mit den Kurzski hoch, zwei Mal aber etwas steiler bzw. Querung steil abfallender Hänge. Zuletzt dann wieder flach zu dem geräumigen Gipfel mit dem Fahrradrahmen als Gipfelmarkierung - aus Angst vor Wächten blieb ich in diesem Bereich, auf Sommerbildern sieht man aber, dass der Gipfelbereich doch weiter ist.


    Abfahren konnte man heute direkt vom Gipfel, wobei man oben auf Steine schon achten muss bzw. auch den einen oder anderen Kontakt hat. Im Kar selber durch den Neuschnee und Regen tiefer Schnee, da war Rücklage gefragt. Am besten ist es da, wo die Lawinen den Neuschnee abgeräumt haben. Am Ende des eigentlichen Kars kann man sich entweder rechts halten (steiler, aber Schneedecke schon unterbrochen) oder links (flache Querung, 2x einige Meter abschnallen). Nach unten hin dann der Schnee zwar nicht mehr so reichlich, aber schon sommerschneeartig und bei Abfahrt durch das "Oberfilztal" (laut AV-Karte) ging es durchgehend mit 1x ganz kurz abschnallen bis zum Radldepot.


    Die steilen südseitigen Bereiche werden sicher rasch weiter ausapern, im Flachen dürfte es aber noch dauern. Heute aber gut erwischt von der Schneelage, die Schneekonsistenz war natürlich, wie man es nach dem vielen Niederschlag erwarten muss.


    Bilder:


    Das ist nicht das Ochsenkar, sondern das steilere Kühkar - bietet sich aber als Fotomotiv an:



    Beim Aufstieg im Ochsenkar:



    Blick zurück, hier kann man in der Abfahrt nach links queren und kommt dann bis auf wenige Meter mit den Skiern durch:



    Über steile Hänge geht es ab dem oberen Ende des Kares zum Gipfel:



    Die Gipfelmarkierung:



    Blick zurück, hinten die Lackenkarspitze, nochmals dahinter die Östliche Karwendelspitze:



    Blick zu den "klassischen" Skibergen im Karwendeltal:



    Auch zur Falkenhütte kommt man mit dem Radl noch nicht:



    Blick zurück auf die Felsstufe am Karende - auch wenn es hier nicht so ausschaut, kommt man mit zwei Querungen fast noch durchgehend mit den Skiern hinunter:



    Das ganze Gelände von unten betrachtet - die Skiabfahrt ist aber teilweise verdeckt:


    Heute ging es von Eschenlohe auf batzigem Steig, der an einigen Runsen weggerutscht ist (wird gefühlt auch jedes Mal schlechter), zu Fuß hoch ins Kistenkar. Je nach Lust und Laune kann man dann früher oder später im Kar die Kurzski anschnallen (mit den langen Latten m.E. nicht mehr lohnend). Die letzten ca. 20 Hm geht es nur noch zu Fuß aus dem Kar hinaus in das Joch. Dann noch ca. 80 Hm zum Gipfel durch die vorbildlich ausgeschnittenen Latschen (vielen Dank an diejenigen, die das gemacht haben). Die Abfahrt im Kar ist schon etwas eingeschränkt durch ausgeaperte Rippen und Felsen, aber es geht letztlich recht gut hinunter - jeweils am besten dort, wo Lawinen den "Sumpf" ausgeräumt haben und man auf der Altschneedecke abfährt. Ich bin das Bachbett noch weiter hinab gefahren, ist aber schon recht eng und steinig. Dabei drei apere Stellen, ein Mal mit Kraxelei in brüchigem Fels. Es ging noch genau bis 1.200 m hinunter. Dann folgen einige Meter Latschenkampf, bevor man wieder auf den Steig trifft.


    Insgesamt geht es besser, als es aus dem Tal ausschaut - angesichts der nicht mehr üppigen Schneelage dürfte aber bald Schluss sein.


    Wer von Eschenlohe auf das Michelfeld radeln will: Oben liegt noch einiges an Schnee. Es geht jedenfalls nicht bis zur Rechlerhütte - wesentlich weiter kann man vom Gipfel die Route nicht einsehen.


    Bilder:


    Gleich können die Kurzski angeschnallt werden:



    Gipfelblick hinüber zum Krottenkopf:



    Blick vom Gipfel über das Michelfeld hinüber in das Karwendel:



    Ich hatte gar nicht mehr in Erinnerung, dass man von der Hohen Kisten auch den Walchensee sieht:



    Bei der Abfahrt im mittleren Teil - hier schneearm:



    Jetzt ist aber endgültig Schluss - Blick zurück mit einer der Unterbrechungsstellen:


    Trotz des Regens in der Nacht und weiterer angekündigter Schauer während des Tages wollte ich heute wieder auf die Kurzski. So ging es in das Dammkar, das ist doch meistens ein gutes Ziel. Und um nicht so sehr den Schneerutschen aus den grundsätzlich noch gut gefüllten Flanken oberhalb des Kares ausgesetzt zu sein, wählte ich das Vordere Dammkar - hier ist schon viel unten, weil es stärker der Sonne ausgesetzt ist.

    Schnee gibt es von und bis zum Bankerl. Der erste Hang hat aber doch an einigen Stellen nur noch eine recht dünne Schneedecke. Von der Konsistenz ist es zwar noch nicht direkt Sommerschnee, geht aber schon in die Richtung. Im Vorderen Dammkar war dann der tiefe, nasse Schnee mühsam hoch zu spuren. Hinunter ging es aber mit der nötigen Rücklage trotz Abfahrt nach Mittag dank der Steilheit doch passabel. Im Kanonenrohr sogar gut. Und geregnet hat es dann während der ganzen Tour auch nicht, zeitweise kam sogar die Sonne durch.


    Bilder:


    Bei der Abfahrt im Vorderen Dammkar:



    Blick zurück auf den oberen, steilen Teil des Kares:



    Bei der Abfahrt gibt es auch einen Blick hinüber zum Aufstieg in das Hintere Dammkar (wurde auch gemacht):



    Im Kanonenrohr gute Verhältnisse für die Kurzski:


    Diese Saison war ich noch nicht in der Soierngruppe unterwegs und wie hieß es doch neulich an anderer Stelle dazu: Was wäre eine Skisaison ohne eine Tour in der Soierngruppe?

    Von Vorderriß mit dem Radl über den "Soiernweg" bis zum Hundsstallboden, dort konnte direkt auf die Skier gewechselt werden. Der Radlteil ist teilweise steil, zwischendurch gibt es auch flache Stücken und eine Zwischenabfahrt sowie die Schiebestrecke. Die dortige Erosionsrinne fand ich mit dem ganzen schweren Material schon etwas unangenehm - gefühlt bricht der Hang unter jedem Tritt ein bißchen weg. Alle anderen Skitourengeher waren von der Krüner Seite her gekommen - und das waren doch einige. Auf jeden Fall hatte ich so meine Einsamkeit.


    Dank guter Spur konnte man mit Skiern gut hoch zum Soiernkessel steigen - heute wurden die Harscheisen (die ich dieses Mal natürlich dabei hatte), im Gegensatz zu gestern nicht gebraucht. Kurz entschlossen entschied ich mich dieses Mal statt der Soiernspitze für Gumpenkarspitze und Krapfenkarspitze. Gipfelhang zu Fuß. Die letzten Meter hoch und runter zum Gipfelkreuz der Krapfenkarspitze sind zur Zeit wegen des Schneegrats recht alpin.

    Die Abfahrt durch das nordseitige Krapfenkar erfolgte um kurz nach 11 Uhr (hatte bewusst zugewartet, um besseren Schnee zu haben), war aber nichts: Oben weich gewordener bruchharschiger Schnee, unten Sumpf. Da wäre es doch besser gewesen, das ganze früher abzufahren und dabei Harsch zu haben. Oder gleich südseitig auf Firn zu setzen. Der Steig zum Hundsstallboden ist im Wald weitgehend ausgeapert, so aber immerhin gut zu finden.


    Im Soiernkessel dürften alle Touren noch gehen, nur Richtung Schöttelkarspitze sieht es (von der Kesselseite her) schon recht mager aus.


    Mit Verzögerung jetzt auch noch die versprochenen Fotos:


    Kurz vor dem Hundsstallboden:



    Dieses Jahr war auch der Hang unter dem Soiernkessel gut mit Skiern zu begehen:



    Blick über das vorgelagerte Kreuz auf der Gumpenkarspitze:



    Ein Teil des Übergangs von Gumpenkar- zu Krapfenkarspitze (Felsteil aber verdeckt):



    Gipfelkreuz Krapfenkarspitze:



    Blick von der Krapfenkarspitze hinüber zur Soiernspitze - da hat es noch Schnee:



    Zur Zeit ist der An-/Abstieg von der Krapfenkarspitze etwas alpiner:



    Im oberen Teil des Krapfenkars:



    Schnee leider nicht so gut:



    Blick vom Karende zurück:


    Gestern gab es eine große Runde (Reibn) in den Berchtesgadener Alpen - aber nicht DIE Große Reibn. Zunächst aus der Ramsau zu Fuß bis zur Wimbachgrieshütte, dann Wechsel auf Skier (Aufstieg wie Abfahrt). Hinter in den Talschluss und steil hoch zum Trischübel mit dem bekannten Brückerl. Gestern Vormittag war das sehr unangenehm, die Harsch- und Steigeisen hatte ich nach reiflicvher Überlegung nicht mitgenommen (wegen des Neuschnees vom Vortag), tatsächlich war es aber betonhart. Wahrscheinlich hatte es noch drauf geregnet? So ging es recht unangenehm die kurze Querung ohne die nötige Ausrüstung. Für die restliche Tour war dann nichts mehr erforderlich. Für den (oder heißt es die?) selten begangenen Rotleitenschneid geht man ab dem Trischübel eher im Bereich des Sommerwegs (ein Mal ca. 30 Hm Höhenverlust), nicht wie bei der Hundstodreibn unter dem Graskopf durch. Auf dem Gipfel steht sogar ein kleines Gipfelkreuz. Nach Zwischenabfahrt wieder hoch zum ebenfalls selten bestiegenen Hundstodkendlkopf - wer über den Westkamm geht: Nicht zu hoch queren, sonst muss man zur letzten Scharte wieder etwas abrutschen. Die letzten Meter geht es zu Fuß. Wiederum Zwischenabfahrt und über das Hundstodgatterl zum (Großen) Schneiber - auch hier wieder zwischendurch kleinere Höhenverluste. Traumhafte Aussicht vom Kreuz. Die Abfahrt ging dann zur ersten Scharte und dann steil nach Norden hinunter - hier gab es sogar noch Pulver und allgemein die besten Verhältnisse. Um dann auch alles abzuhaken, was sich in der Gegend befindet, nahm ich noch den Gjaidkopf mit. Achtung am Gipfel, der liebliche Gipfelbereich fällt senkrecht nach Norden ab und an einigen Stellen noch mit Wächte dazu. Abfahrt vom Gipfel tiefer Firn. Dann die weitere Abfahrt zwischen Gjaidkopf und Graskopf (diese völlig unbedeutende Erhebung musste ich leider auslassen, sonst habe ich jetzt alle dort "im Sack") hinunter bis auf ca. 1.600 m, also in Richtung Königsee. Dann ein mittlerweile zäher Aufstieg im tiefen Schnee zum Trischübel und Abfahrt im nunmehr auch schon zu weichen Schnee hinunter in das Wimbachgries (aber nicht ganz so schlimm wie befürchtet). Im Gries selber hatte es untertags gefühlt ca. 20 cm Schnee weggetaut, die Schneedecke ist da jetzt schon ziemlich dünn (Steinkontakt). Und dann darf man das Wimbachgries noch heraushatschen bis in die Ramsau ...


    Landschaftlich toll, Wetter ziemlich warm außer im Gipfelbereich (wegen Wind). Ist aber halt doch ziemlich lang, ca. 2.350 Hm, v.a. aber viel Wegstrecke und häufiges Wechseln des Skianstiegs-/-abfahrtsmodus.


    Bilder (dieses Mal leider mit erheblicher Verzögerung wegen technischer Schwierigkeiten ...):


    Das kleine Gipfelkreuz auf der Rotleitenschneid mit dem Watzmann im Hintergrund:



    Blick von der Rotleitenschneid hinüber zum Schneiber:



    Abfahrt im tiefen Firn - war aber auch zu spät dran:



    Gipfelkreuz Schneiber:



    Herrlicher Blick vom Schneiber in das Steinerne Meer:



    Blick vom Gjaidkopf hinüber zum Schneiber:



    Bei der Abfahrt zwischen Graskopf und Gjaidkopf:



    Blick zurück - landschaftlich sind die Berchtesgadener Alpen ja immer eine Schau:



    Tief war der Schnee am Nachmittag schon, aber noch fahrbar:


    Der Regen der vergangenen Tage und v.a. Nacht, die fehlende Abstrahlung und die fortschreitende Durchfeuchtung der Schneedecke verhießen für heute nicht den ganz großen Skigenuss und so wählte ich heute ein eher einsames Ziel - das Laafeld oberhalb der Gotzen-Alm. Wobei es gar nicht nötig gewesen wäre, exotische Ziele anzustreben, um Einsamkeit zu haben - selbst im "Hotspot" Hinterbrand, wo es zuletzt so wuselte an Skitourengehern, ist nur noch geringer Skitourengeherandrang (einige Hoher Göll, einige Jenner). Nicht mal auf der Kleinen Reibn waren Spuren zu sehen - dürfte aber gar nicht schlecht gehen, allerdings wird es im Bereich Roßfelder schnell ausapern.

    So ging es mit dem Radl (im Frühling dringend zu empfehlen!) hinter Richtung Gotzen-Alm - mit fünf kurzen Schneefeldern geht es derzeit bis zum Ende des geräumten Weges auf ca. 1.430 m (Abzweigung Unterer Hirschenlauf). Das Schild "Seeau-Alm" dort verwirrte mich allerdings, die Hütte und damit die Abzweigung der Skitour vom normalen Anstieg zur Gotzen-Alm ist erst ca. 5 min später - prompt zweigte ich im dichten, wirklich greislichen Nebel am Vormittag falsch ab. Die Schneedecke war natürlich feucht, aber noch nicht grundlos. Ab ca. 1.750 m dann auch wieder mit Sicht, sonst wäre die Orientierung auch schwer geworden. Beim Anstieg aus der Bärengrube zum Gipfelhang ist es einige Meter recht steil, ansonsten ist alles einfach.

    In der Abfahrt vom Hohen Laafeld nahm ich noch das Mittlere Laafeld mit, das in der Karte eingezeichnete Gipfelkreuz habe ich allerdings nicht finden können. Schnee für die Abfahrt oberhalb ca. 1.800 m gar nicht so schlecht. Zuletzt noch in weiter Schlaufe auf den selten besuchten Gotzentauern. Gegen Mittag hatte sich der Nebel auch aufgelöst, so dass einige Radfahrer / Wanderer unterwegs waren.


    Endlich oberhalb des am Morgen wirklich greislich dichten Nebels:



    Blick zurück beim Anstieg, rechts der Gotzentauern:



    Anstieg zum Gipfel, oben wieder moderate Steigung:



    Das Marterl am Gipfel des Hohen Laafeld:



    Viele Ziele - allerdings einiges zur Zeit leider nicht zu erreichen:



    Kein Idealfirn bei der Abfahrt vom Mittleren Laafeld, aber: "Des hom a scho schlechter derwischt":



    Gipfelkreuz Gotzentauern vor dem Laafeld:


    Heute gab es eine kombinierte Radl-/Skitour im Benediktenwandgebiet - eigentlich sollte es mit dem Radl zur Tiefental-Alm gehen und dann direkt mit den Kurzski weiter. Doch liegt schon auf der Straße zur Melchersteffl-Alm Schnee (noch passabel mit dem Radl passierbar), hinter der Alm beginnt dann eine nicht mehr befahrbare Schneedecke mit einzelnen Lücken hoch zum Sattel auf ca. 1.100 m (bei der Sattel-Alm). Das Ganze war doch recht anstrengend und nervig, im Gewirr der teilweise neuen Forststraßen landete ich dann am Längenberg und so ging es ungeplant überwiegend mit den Skiern über den Kamm und dann die Rinne zwischen Probstenwand und Hennenköpfl hoch. Da dann auch die Tageszeit schon zu fortgeschritten war und der Schnee in der Sonne schon recht tief, beließ ich es bei der Probstenwand.


    Die Abfahrt erfolgte dann zur Hinteren Längental-Alm - derzeit alles fahrbar bis auf ganz wenige Meter. Oben noch recht gut, der Mittelteil der Rinne ist leider durch Lawinenboller in Mitleidenschaft gezogen und unten war der Schnee schon recht tief. Insgesamt hat es eine merkwürdige Schneeverteilung: Unten noch recht viel, aber etwa in der sonst doch recht schneesicheren N-Rinne an der Porbstenwand kommen schon Steine heraus.


    Schon wegen der Anfahrt mit dem Radl wäre für Skitouren im Benediktenwand von dieser Seite her zur Zeit die Anfahrt über das Längental zu empfehlen.


    Bilder folgen noch später, wenn das Hochladen geht.

    Heute ging es zunächst mit dem Radl bis zur Lahnwald-Diensthütte - spart den flachen Hatscher im Klausbachtal, ist aber nicht zwingend, so weit ist es ja nicht. Dann zu Fuß über den alten Almweg hoch bis auf ca. 1.100 m, dort konnten die Skier angeschnallt werden. Die richtige Route ist es, in der sechsten Kurve des Weges nach dem Anschnallen den Weg nach links in die Skischneise zu verlassen. Dem Weg bis zu seinem baldigen Ende zu folgen und dann hoch in das Kar "Totenlöcher" zu steigen, ist - wie ich aus früherer Erfahrung sagen kann - wegen einer Windbruchpassage beim Zustieg ins Kar keine gute Idee.

    Heute gab es leider oben dichten Nebel, z.T. nur 10-20m Sicht, 50 m waren schon gut. Die Spur hörte auch auf, ich stieg noch vorsichtig hoch bis zum Gipfelkreuz, wobei die Spur bei solchen Verhältnissen nicht gut gerät. Bei der Abfahrt auf den obersten 150 Hm muss man sehr vorsichtig sein wegen Felsen, ich erwischte doch welche. Dann toller Pulver, v.a. im lichten Hochwald. Die Rinne selber ist schon sehr zerfahren, aber nicht bruchharschig. Unten leider Steine. Der Ziehweg ging dann nur noch mit großer Vorsicht abzufahren.


    Insgesamt wäre es skifahrerisch eine gute Tour gewesen, wenn die Sicht nicht so schlecht gewesen wäre. Und landschaftlich sind die Berchtesgadener ja ohnehin immer eine tolle Sache. Heute sehr wenig Andrang.


    Der Ziehweg und die Skischneise werden unten vermutlich rasch ausapern. Wenn sich der Pulver umgewandelt hat, könnte es sich evtl. noch als Kurzskitour lohnen.


    Auf dem Ziehweg:



    Am Beginn der Skischneise - Schneemenge nimmt nach oben rasch zu:



    Am heute leider völlig aussichtslosen Gipfel:


    => Skitour Schinderkar

    Wenig los im Schinderkar! Am Morgen startete ich vom Suttensee und trug die Skier kurz hoch zum Wechsel (um nicht auffellen zu müssen, Schnee liegt natürlich) - von da dann Abfahrt (ohne Felle) bis kurz vor die Abzweigung zum Schinder. Die Straße war vormittags noch komplett schneebedeckt, selbst eine (ohnehin verbotene) Zufahrt mit dem Auto bis zur Ankerstube wäre nur mit Schneeketten / Allrad bei hohem Bodenabstand möglich gewesen - lieber nicht wagen. Auch mit dem Radl gibt es von dieser Seite her keine Chance auf ein Durchkommen. Danach musste ich zu meiner Überraschung den Weg über die Schlag-Alm teilweise sogar spuren, ab dem Aufeinandertreffen mit dem Aufstieg aus der Valepp gab es aber eine gute Spur. Dank des weichen Schnees waren heute im Kar Harscheisen nicht erforderlich und man konnte sehr angenehm bis zum Schindertor gehen. Durch die Höhle selber und einige Meter darüber ist es etwas härter, ging aber ohne Steigeisen - das habe ich schon deutlich unangenehmer erlebt. Wer zum Gipfel will, sollte die Skier mitnehmen.

    Abfahrt oben schöner Pulverschnee mit heute noch nur sehr wenigen Spuren, weiter unten ganz leicht gedeckelt aber auch noch gut zu fahren. Im Bereich Schlagalm / Blauwandhütte am Nachmittag eine kurze apere Stelle, ebenso auf der Straße zurück zur Sutten - das dürfte aber sehr rasch mehr werden mit den aperen Stellen. Insgesamt aber noch viel Schnee, zumeist auch auf der Straße. Für Wanderer ohne Schneeschuhe ist das Gebiet zur Zeit nicht zu empfehlen, auch wenn natürlich mal wieder welche in der Skispur gelaufen sind und diese teilweise tief perforiert haben - sahen aber wohl selber ein, dass das Unsinn ist, waren nämlich umgekehrt. Bitte nicht nachmachen und wenn schon zu Fuß, dann mit eigener Spur.


    Das eigentliche Kar wird sichtbar:



    Kurz vor dem Schindertor ein Blick zurück:



    Da geht es jetzt durch:



    Zufriedener Blick zurück auf die Abfahrt im eigentlichen Kar:


    Bei klassischem Aprilwetter ging es heute auf den Großen Traithen - nur Regen war nicht dabei. Aber man glaubt es gar nicht, was für eine Kraft die Sonne hat, selbst wenn sie nur wenige Minuten herauskommt: Warm wird es, und der Schnee wird auch schnell feucht.

    Man konnte heute mit den Skiern über die übliche Route problemlos ab der Rosengasse (4 € Parkgebühr) bis zum Traithen gehen. Insgesamt hat es hier aber weniger Neuschnee herabgelassen als gestern am Heimgarten. Auch hat es im Vergleich zu anderen Jahren nicht so viel Schnee, einiges an Latschen frei, auch am Kamm. Für die Abfahrt wählte ich den Weg retour zum Untersberger Joch und dann die Abfahrt durch die Nordflanke mit Querung unten (oberhalb der Felsabbrüche) nach links. Ca. 30 cm Pulverschnee, aber man spürt die alten Lawinenknollen durch. Am besten ist es generell da, wo es schattseitig und etwas flacher ist, weil man dort nur den Neuschnee spürt. Weil man aus der Mulde ohnehin hoch zur Einfahrt in den Stopselzieher muss, bin ich gleich noch weiter zum Kleinen Traithen. Lohnt aber skifahrerisch nicht - für mich war es aber nach vielen Jahren mal wieder ein Besuch auf dem Kleinen Traithen. Der Stopselzieher ist oben recht zerfahren (zerfahrener Pulver auf Harsch, aber nicht so hart wie sonst häufig). Weiter unten sehr gut, dann kommen die Wiesen, die teilweise schon ausgeapert waren - hier rumpelte es wiederholt, weil man mit dem Neuschnee die Felsen nicht gut sieht. Ganz unten könnte es rasch knapp werden, ansonsten hat es aber noch ordentlich Schnee.

    Die Abfahrt über die N-Flanke direkt vom Großen Traithen wurde auch gemacht. Viele Latschen hier, wobei man zur Zeit wohl ohne das im Forum schon mal beschriebene Latschenmassaker durchkommt. Im Sudelfeld-Pistengebiet wurde sowieso alle begangen.


    Kurz nach dem Tourstart bei der Rosengassen-Alm:



    Oberhalb des Sattels (P. 1556) mit Blick zum Ziel:



    Der weitere Aufstieg unterhalb des Steilner Jochs - geht gut, auch wenn es hier nicht so ausschauen mag:



    Blick vom Großen Traithen zurück zum Untersberger Joch:



    Die Abfahrt vom Untersberger Joch mit der besagten Querung:



    Stopselzieher von unten - ganz so dunkel war es aber nicht ( da spinnt das Handy):