Beiträge von Jonas

    Gipfel und Höhe: Christlumkopf (1.748 m)


    Gebirge: Karwendel


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 29.11.2015


    Ausgangspunkt: Achenkirch, Talstation Christlum / Unterautal


    Tourenverhältnisse: wenig Schnee im Aufstieg über die Moosen-Alm (Variante, s. dazu unten), beschneite Pisten gut


    Gefahreneinschätzung: Piste gering, die Variante über die Moosen-Alm ist bei mehr Schnee lawinentechnisch wohl nicht zu vertreten


    Exposition der Route: alle


    Prognose: über die Moosen-Alm mit der angekündigten Erwärmung schlecht


    Sonstiges: Da im freien Gelände noch nicht viel geht, ich aber auch nicht in Skigebietsrummel aufsteigen wollte, habe ich mir heute den Christlumkopf als Tourenziel quasi "hinten herum" vorgenommen. Das ist aber nur bedingt zur Nachahmung empfohlen: Zunächst mit Skiern durch das Unterautal, sehr wenig Schnee. Am Ende des Fahrwegs hält man sich links (geradeaus zur beliebten Tour zum Gröbner Hals, man sah keine Spuren), nach der Brücke muss man zur Zeit auf dem felsigen und wurzeligen Weg ca. 150 Hm die Skier tragen, alles andere ist nur ein Fiasko. Weiter oben kann man dann gerade so im lichten Wald mit Skiern aufsteigen. Nach der verfallenen Jagdhütte auf ca. 1.300 m wurde es sehr mühsam hoch zur Moosen-Alm: Viel windverblasener Schnee, der aber nicht trug, dazu viele Felsen, alles jeweils schlecht zu sehen. Bei der Moosen-Alm ist man zwar schon kurz unter dem Christlumkopf, aber es wird jetzt je nach Routenwahl anspruchsvoll / unangenehm: Ich bin den Sommerweg hoch (d.h. rechts um den Klee-Kopf herum), war aber schlecht, da man auf der Moosen-Reisen ständig Felskontakt hatte. Im Sattel ist dann die Route auch nicht klar - im Sommer geht es um den Buckel zur Berg-Alm und dann auf einem Steig die Südflanke des Kleekopfs steil querend, ich fuhr mit den Fellen ca. insgesamt 150 Hm ab in den Kessel (relativ steil, bei mehr Schnee lawinentechnisch wohl sehr heikel, ebenso schon die Moosen-Reisen) und stieg dann an einem Schuppen auf 1.600 m vorbei über einen Steig hoch zum Christlumkopf. Die Route erwies sich doch als sehr mühsam und auch langwierig, bei mehr Schnee wäre es zwar wesentlich besser zu gehen, m.E. dann aber zu gefährlich, da man sich spätestens ab der Moosen-Alm fast durchgehend im lawinenkritischen Gelände befindet.


    Heute waren im Skigebiet die Christlum-SB, der "Cabrio-Flitzer" (die 6er-SB bis kurz vor den Gipfel) und der Moosen-SL offen und die zugehörigen Pisten. Dort jeweils gut. Mal schauen, wie sich die angekündigte Erwärmung da auswirkt, heute regnete es am Nachmittag schon ab ca. 1.100 m.



    Die Variante über die Moosen-Alm kann ich aus den o.g. Gründen für den Winter nicht wirklich empfehlen. Besser im Skigebiet halten, die Nordabfahrt ist zur Zeit auch noch ruhig.


    Bilder / GPS-Track:


    Im Unterau-Tal, hinten spitzelt der Rether Kopf heraus:



    Im freien Gelände beim Aufstieg zur Moosen-Alm:



    Das steile Gelände auf der Südseite zwischen Klee-Kopf und Christlumkopf, der Sommerweg quert diesen Hang:



    Blick zurück vom Schuppen auf dem Abstiegsrücken, rechts der Graben für die Zwischenabfahrt:


    Gipfel und Höhe: Wetterkreuzspitze (2.256 m) / Hüttenkogel (2.386 m)


    Gebirge: Tuxer Alpen


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 28.11.2015


    Ausgangspunkt: Hochfügen


    Tourenverhältnisse: wenig Schnee außerhalb der Pisten


    Gefahreneinschätzung: gering


    Exposition der Route: West


    Prognose: Pisten auf dieser Seite des Hochfügener Skigebiets werden sicher bald eröffnet; im freien Gelände bei mehr Schnee besser, dann aber auf Lawinengefahr achten (es gingen heute schon häufiger kleine Schollen ab)


    Sonstiges: Am Samstag zog es mich wie viele auf Skitour nach Hochfügen, allerdings hielten sich fast alle auf der bereits geöffneten Seite hoch Richtung Pfaffenbichl. Ich spurte über die Piste hoch zur Holzer-Alm und weiter zur Bergstation (Pisten noch nicht präpariert, teilweise wurde dies aber im Tagesverlauf gemacht). Leider gab es nur die erste Viertelstunde noch gutes Wetter, danach zog es schnell zu und ab Mittag wurde es richtig greislich mit in Kammnähe starken Sturmbögen. Ab der Bergstation noch mit Ski vorsichtig zum Kamm und diesen nach Norden Richtung Wetterkreuzspitze. Schon bald muss man, da das Gelände felsig wird, zu Fuß stapfen. Ohne Spur und bei garstiger Witterung ganz schön anstrengend. Es zieht sich bis zum höchsten Punkt, und nochmals ca. 15 min von dort zum niedrigeren Gipfelkreuz (hier etwas exponiert und bei mehr Schnee auch nicht lawinensicher). Zurück muss man dann genauso, insgesamt hat mich dieser Abstecher ca. 2 h (!) gekostet; bei besseren Bedingungen sicherlich schneller. Ich bin dann auch noch weiter den Kamm in die andere Richtung zum Hüttenkogel, auch hier nicht viel Schnee, aber durchgehend mit Skiern. Bei mehr Schnee evtl. Lawinengefahr, dafür ist die Kammwanderung vom Hüttenkogel bis zur Bergstation der Skigebietsverbindung Hochzillertal - Hochfügen dann viel leichter. Abfahrt dann von dort über die Pisten, nur 1x Steinkontakt, zuletzt über die Almsiedlung der Holzer-Alm (sehr nett), hier allerdings wenig Schnee und prompt einen Schaden am Ski geholt (war nicht mit den Steinski unterwegs).


    Insgesamt verstehe ich jetzt, warum die Wetterkreuzspitze in den Beschreibungen von der Hochfügener-Straße aus beschrieben wird und nicht der Anstieg über den Kamm / Grat aus dem Skigebiet: Wenig skifreundlich. Im freien Gelände ginge da aber zur Zeit noch nichts.


    Bilder / GPS-Track:


    Blick über die (noch geschlossene) Bergwirtschaft Holzer-Alm:



    Blick vom höchsten Punkt der Wetterkreuzspitze zum Gipfelkreuz, über den Grat muss man hinüber kraxeln:



    Blick zurück über Kamm, hinten sieht man den Hüttenkogel, rechts das Skigebiet:



    Am Schluss kann man bei der Almsiedlung der Holzer-Alm vorbeifahren:


    Gipfel und Höhe: Issentalköpfl (1.917 m)


    Gebirge: Wetterstein


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 24.11.2015


    Ausgangspunkt: Ehrwald


    Tourenverhältnisse: wenig Schnee, außerhalb der beschneiten Pisten geht kaum was (s.u.)


    Gefahreneinschätzung: gering


    Exposition der Route: alle außer Nord


    Prognose: je nach Witterung und Ausmaß der angekündigten Schneefälle; auf der Piste besser, wenn der produzierte Kunstschnee verteilt und präpariert wird (geplante Öffnung Skigebiet 11.12.)


    Sonstiges: Heute wollte ich mal schauen, ob in den hiesigen Gefilden nicht doch im Liftgebiet eine Skitour geht. Das Issentalköpfl im Skigebiet der Ehrwalder Alm bietet sich da meist an. Vom Ehrwalder Bhf. über den Wanderweg zur Talstation, hier zwar winterlich, aber viel zu wenig Schnee für Skieinsatz. Ab der Talstation könnte man über die Piste aufsteigen, ich zog heute wegen der lärmenden Schneekanonen den ruhigen Fahrweg vor. Skier habe ich getragen, über die Wiesen in der Liftschneise ginge es wahrscheinlich im Aufstieg auch mit angelegten Brettern. Zunächst hoch zur Bergstation der Ganghofer-6er-SB, hier gab es in der sehr warmen Sonne eine längere Rast. Dann noch hoch über die schwarze Piste zum Issentalköpfl, Piste ist aber sehr steinig, geht aber schon im Aufstieg mit alten Skiern. Am Gipfel wars etwas kühler wegen des heute aber nur leichten Windes. Abfahrt dann über die Hochfeldern-Alm, hier gingen sich sogar einige Schwünge abseits der Piste aus. Ansonsten Kunstschnee-Bruchharsch, -eis oder wenig Schnee; insgesamt aber besser als gedacht, wenn man sich im Wesentlichen in der Ratrac-Spur hält. Steinski sind natürlich dennoch obligatorisch.


    Als erste Tour bei heute super Wetter ganz nett, wer "echte" Skitouren unternehmen will, muss in der Garmischer-/Ehrwalder-Gegend wohl noch etwas warten.


    Bilder / GPS-Track:


    Beim Aufstieg über den Fahrweg zur Ehrwalder Alm:



    Ausblicke beim Aufstieg über den Fahrweg:



    Die Piste ist erreicht, landschaftlich super; Schneelage auf dem Bild täuscht



    Nachmittaglicher Blick über die Hochfeldern-Alm in die Mieminger Kette:


    Gipfel und Höhe: Schwarzkogl (3.018 m)


    Gebirge: Ötztaler Alpen


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 31.05.2015


    Ausgangspunkt: Hochsölden


    Tourenverhältnisse: tiefer Pistenfirn / Sommerschnee


    Gefahreneinschätzung: sehr gering bei normalen Verhältnissen, Querung Rotkogeljoch im Hochwinter ggf. heikel


    Exposition der Route: v.a. Ost


    Prognose: oben hat es schon noch etwas Schnee, wahrscheinlich ist es aber in der Zukunft sinnvoller, einen höheren Ausgangspunkt zu wählen: Söldener Gletscherstraße öffnet Fronleichnam


    Sonstiges: Heute angesichts warmer Temperaturen, bedeckter Witterung und späten Starts nochmals eine Skitour in einem verwaisten Pistenskigebiet. Von Hochsölden ging es direkt mit den Skiern (20 Hm Ski tragen) los und abgesehen von dem bei Seite geschobenen Schnee bei der Bergstation Giggijoch ging es auch durchgehend mit den Brettln. Hinter der Bergstation Rotkogel 150 Hm Zwischenabfahrt - der Versuch, südseitig um die Kuppe herumzuqueren, empfiehlt sich nicht zur Nachahmung. Am besten aber wohl bei hinreichend lawinensicheren Verhältnissen direkt von der Bergstation Rotkogel hinauf ins Rotkogeljoch und einige Meter steile Querung nordseitig wieder zur Piste. Die letzten Meter zum aussichtsreichen Gipfelkreuz sind problemlos. Bei der Abfahrt hatte man natürlich wieder den Gegenanstieg zur Rotkogel-Bergstation. Darunter musste man dem geräumten Weg ausweichen, besser wohl rechts halten.
    Bei mir war es am Nachmittag in der Abfahrt in den Flachpassagen schon arg weich, Abfahrt spätestens am späten Vormittag wohl besser. Unten heraus nach Hochsölden super Pistenfirn.



    Noch sehr wenig los, v.a. Radler im Ötztal und auf der Mautstraße.


    Bilder / GPS-Track:



    In Hochsölden, am rechten Bildrand geht es los:



    Bei der Bergstation Giggijoch:



    Blick vom Gipfel in das Gletscherskigebiet, im Hintergrund die Wildspitze (Gipfel in Nebel):



    Gipfelkreuz vor dem Geigenkamm:



    Blick von der Bergstation Rotkogel zum Rotkogeljoch (direkter Aufstieg), Gipfel hinten sichtbar:



    Blick von der Bergstation Rotkogel über die weitere Abfahrt:


    Gipfel und Höhe: Falscher Kaserer (3.254 m)


    Gebirge: Zillertaler Alpen


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 25.05.2015


    Ausgangspunkt: Hintertux Gletscherbahn Talstation


    Tourenverhältnisse: unten und Mitte bis Tuxer Fernerhaus ziemlicher Betonschnee, darüber sehr gut (Pulver)


    Gefahreneinschätzung: relativ gering


    Exposition der Route: v.a. Nord


    Prognose: geht im oberen Teil noch ein bißchen, evtl. Auffahrt mit der Bahn


    Sonstiges: Am Pfingstmontag gab es noch einmal eine Skitour, dieses Mal aus abfahrtstechnischen Gründen im Hintertuxer Gletscherskigebiet. Start bei der Talstation und zu Fuß herauf bis kurz vor die Sommerbergalm über den Wasserfallsteig. Ich bin diesen Weg noch nie zuvor gegangen und rückblickend war es bei den gestrigen Verhältnissen auch eher eine mühsame Idee: Fast von unten Weg feuchter Neuschnee, der schnell an Höhe zunahm. Es gab zwar schon ein paar Stapfen, trotzdem aber sehr mühsam. Oben in der Steilstufe auch nicht ohne, es sind schon Lawinen abgegangen. Sinnvoller ist im Frühsommer wohl die Auf- und Talfahrt zur Sommerbergalm. Gleich im Tälchen unterhalb der Sommerbergalm konnten auch die Skier angeschnallt werden und auf der geschlossenen, aber noch durchgehend schneebedeckten Piste ging es zügig hoch bis zum Tuxer Ferner-Haus. Leider war es dann zunächst neblig und auch leichter Schneefall setzte ein, dennoch eher warm. Skitechnisch vollkommen problemlos ging es über die Pisten und zuletzt 50 Hm im freien Gelände zum Falschen Kaserer, einem kleinen Buckel oberhalb der Wildlahnerscharte nur wenige Meter abseits des Olperer-Schlepplifts. Hier kam dann auch zweitweise die Sonne heraus und der Nebel lichtete sich, wie bestellt.
    Abfahrt bis ca. 50 Hm unterhalb des Tuxer Fernerhauses sehr gut, dann halt kraftraubender Betonschnee. Keine Stein- / Untergrundkontakte. Zuletzt muss man noch ca. 100 Hm zu Fuß zur Seilbahn aufsteigen, der Wasserfallweg eignet sich derzeit nicht wirklich für einen Abstieg bzw. eine Abfahrt und die Talabfahrt wäre wohl bald schneemäßig zu Ende gewesen. Seilbahntalfahrt 4,60 €, das ist wirklich anständig.


    Beim Kaserer wird derzeit ein neuer Lift gebaut. Die Straße zum Tuxer Fernerhaus ist daher bis weit hinauf geräumt und überwiegend schneefrei. Also wer es mag, käme da bis weit hinauf zu Fuß hoch. Ansonsten ist man als Fußgänger im Gebiet noch eher fehl am Platz. Wohl auch wegen der Bauarbeiten wird zur Zeit mächtig Schnee durch die Gegend geschoben und evtl. gehen die Kaserer-Lifte, obwohl noch ordentlich Schnee, bald außer Betrieb.



    Insgesamt erschien mir bei den gestrigen Verhältnissen eine Tour im Skigebiet sinnvoll und lohnte sich auch, ist aber vielleicht nicht jedermanns Sache. Nur in der Zukunft würde ich mir doch eine Seilbahnfahrt gönnen, die über 1.800 m mit Skiausrüstung ziehen sich doch etwas.


    Bilder / GPS-Track:

    Gipfel und Höhe: Wurmkogel (3.082 m)


    Gebirge: Ötztaler Alpen


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 24.05.2015


    Ausgangspunkt: Hochgurgl im Ötztal


    Tourenverhältnisse: ordentliche Mengen an Neuschnee, die leider ziemlich Betonschneekonsistenz haben


    Gefahreneinschätzung: relativ gering, da fast bis zum Schluss im Pistengelände; den steilen Gipfelhang haben heute alle ausgelassen, man kann über den Südgrat mit Skiern herauf und auch wieder herunter


    Exposition der Route: v.a. West


    Prognose: in der Gegend hat es schon noch ordentliche Schneemengen, wobei eine genaue Einschätzung durch den vielen Neuschnee erschwert ist - etwas wird es aber schon noch gehen


    Sonstiges: Heute sollte noch einmal eine Skitour her - gar nicht so leicht mit dem vielen Neuschnee, der um diese Jahreszeit meistens keine guten Bedingungen verspricht. In Hochgurgl war aber noch eine Altschneeunterlage zu erwarten und die Wetteraussichten auch noch am besten. Wobei es Unterlage gar nicht gebraucht hätte, von unten weg so viel Neuschnee, dass man nicht auf den Untergrund kam. Besser nicht der Spur über den vormals geräumten Sommerfahrweg folgen, macht eine sehr lange Schleife. Weiter oben war ich dann um die Spuren froh, da man teilweise nur sehr geringe Sicht hatte und die früheren Pisten auch nicht zu erkennen waren. Erst kurz vorm Gipfel lichtete sich der Nebel wenigstens etwas.
    Die Abfahrt war dann oben gar nicht so schlecht wie befürchtet, weiter unten in den (in Hochgurgl leider zahlreichen) flachen Stücken ging nur Fahren in der Spur.


    Bilder / GPS-Track:

    Gipfel und Höhe: Östliche Wetterspitze (2.668 m)


    Gebirge: Wetterstein


    Art der Tour: Kurzski-Tour


    Datum der Tour: 17.05.2015


    Ausgangspunkt: Garmisch-Partenkirchen Bhf.


    Tourenverhältnisse: oben feuchter, tiefer Schnee (noch kein Sommerschnee); ab ca. 2.400 m Pistenfirn, unten im Brunntalgraben Sommerschnee


    Gefahreneinschätzung: im Frühsommer relativ gering


    Exposition der Route: v.a. Nord und Ost


    Prognose: am Zugspitzplatt geht es schon noch ein bißchen mit Kurzski


    Sonstiges: Eigentlich gibt es bei mir das Zugspitzplatt als traditionelle Saisonabschlusstour im Juni, aber dieses Jahr ließ mich die doch arg schnell schrumpfende Schneedecke fürchten, dass das nichts werden könnte - also heute angegangen, mal schauen, was noch kommt.


    Aus Bequemlichkeit und weil das Wetter nicht so gut angesagt war, wählte ich die Luxusvariante in Form der Auffahrt mit der BZB (29,50 € einfache Bergfahrt, nur 50 Cent weniger als zusammengerechnet mit dem Bahnticket im Winter der Tagesskipass mit Bahnanfahrt [Garmischer Ski-Ticket] - die Verhältnisse stimmen hier m.E. einfach nicht). Bei im Minutentakt wechselnder Sicht, aber noch viel Nebel, ging es dann mit der Eibsee-Seilbahn hoch zum Zugspitzgipfel. Dieser ist zur Zeit voll in der Hand der vorwiegend asiatischen Touristen - Skifahrer sind keine mehr da und Wanderer noch nicht. Ein Aufstieg zur Zugspitze über die alpineren Routen (Höllental, Wiener-Neustädter-Hütte oder Jubiläumsgrat) dürfte m.E. zur Zeit für alpine Normalverbraucher auch noch nicht zu machen sein. Soweit man es sah, liegt auch in den Serpentinen und oberhalb des Normalanstiegs (Platt - Schneefernerhaus - Zugspitze) noch einiges an Schnee. Das könnte aber evtl. gehen. Auf der Schneereiße beim Schneefernerhaus liegt zwar noch Schnee, aber nicht mehr so viel - für eine Skiabfahrt sollte man sich hier wohl nicht mehr zu viel Zeit lassen.


    Die eigentliche Tour startet dann am Sonn-Alpin erst einmal mit einer Abfahrt bis zur Sonnenkarbahn-Talstation und dann über die Piste und zuletzt im freien Gelände hoch bis zur Umlenkstation des ehemaligen Wetterwandeck-Doppelschleppliftes. Zum Gipfel geht es zunächst über verschneite / vereiste Felsen (ein Textilseil hilft etwas - alternativ mit Skiern noch ein bißchen weiter hoch, aber steil) und dann über eine Art Mini-Klettersteig zu den Lawinen-Sprengstationen. Das ist natürlich kein gesicherter Klettersteig, sondern dient nur Betriebszwecken der BZB, entsprechend etwas vorsichtig sein mit lockeren Stiften und Seil. Am kreuzlosen Gipfel der Östlichen Wetterspitze gab es im Sekundentakt Wechsel in der Aussicht, einige Male konnte man schon ins Tal schauen und hinüber in die Mieminger, dann wieder alles komplett zu. Hervorgehoben wird die Östliche Wetterspitze eigentlich nur durch die tiefe Einschartung zur Südlichen Wetterspitze, deswegen fällt sie auch vom Platt aus auf.
    Die Abfahrt am Nachmittag war dann zunächst kein großer Genuss (tiefer Schnee, im Flacheren Anschieben nötig), dann aber doch guter Pistenfirn und im Brunntalgraben ging es im Sommerschnee noch bis 1.870 m durchgehend herunter, danach nur noch Schneereste. Für Mitte Mai schon eher wenig Schnee unten. Zuletzt heißt es, das zwar schöne, aber doch langwierige Tal zur Bockhütte herauslaufen und dann noch ein bißchen länger hinaus nach Garmisch.



    Im ganzen Gebiet war sehr wenig los - weitere Tourengeher habe ich überhaupt nicht gesehen, das Zugspitzplatt schein fast ausgestorben abseits des Sonn-Alpin. Laut Schild sind auch noch alle Hütten zu (Knorrhütte, Reintalangerhütte, Bockhütte, auch Schachen). Es wurde aber teilweise fleißig gewerkelt und angefahren. Im Reintal auch fast niemand unterwegs. Von der Schneelage könnte man fast schneefrei bis zur Knorrhütte gelangen, danach ist es natürlich eine Schneestapferei. Richtung Gatterl sieht es noch nach mehr Schnee aus.


    Bilder / GPS-Track:

    Gipfel und Höhe: Hintere Drachenscharte (ca. 2.360 m)


    Gebirge: Mieminger


    Art der Tour: Kurzski-Tour


    Datum der Tour: 14.05.2015


    Ausgangspunkt: Ehrwald Bhf.


    Tourenverhältnisse: Sommerschnee


    Gefahreneinschätzung: gering


    Exposition der Route: Nord und West


    Prognose: zum Boden beim Seebensee hin wird es doch dünn und lückig; weiter oben geht es noch ein bißchen (ggf. mit Firngleitern)


    Sonstiges: Heute gab es in der Hoffnung auf ein bißchen Sonne und möglichst keinen Regen nochmals eine Kurzski-Tour in den "heimischen" Gefilden. Von Ehrwald schleppte ich die Kurzski über den Hohen Gang (praktisch schneefrei, Steig gut zu begehen - gab es da früher eigentlich auch schon so viele Drahtseile? mittlerweile in der Steilstufe teilweise fast durchgehend; braucht man aber bei trockenen Verhältnissen nicht) bis zum Seebensee. Am Boden hinter dem See konnten die Kurzski angelegt werden und durch die Rinne östlich des Normalwegs zur Coburger Hütte ging es hoch. Oben muss man noch etwas mühsam halb um den See. Nach Regen bei der Bahnanfahrt am Vormittag war es in den Mieminger praktisch durchgehend trocken und auch die Sonne kam immer mal wieder hervor.
    Die Abfahrt aus der Scharte (zum Hinteren Drachenkopf sieht es nach sehr anspruchsvoller Kletterei mindestens im IIIer-Gelände bei ziemlicher Brüchigkeit aus) war am Nachmittag oben recht weich und tief, aber gut machbar. Je tiefer man kam, um so besser wurde der Sommerschnee. Insbesondere zum Drachensee war es ideal. Der Rest (Ski / Fuß) wie Aufstieg.


    Das Gebiet um den Seebensee finde ich jedes Mal wieder landschaftlich enorm beeindruckend. Erstaunlich auch, wie wenig Schnee es hat. In besseren Jahren habe ich in der Gegend ähnliche Touren einen Monat später unternommen, da war auch nicht viel weniger Schnee ... Etwas erstaunt hat mich, dass zwar kein anderer Tourengeher unterwegs war, aber doch schon recht viele Wanderer. Ich finde ja, dass sich das Gebiet (jedenfalls oberhalb des Seebensees) da zur Zeit noch nicht so eignet, Fußgänger brechen teilweise tief durch die Schneedecke und mühsam ist es ja immer mit Schnee. Aber möglicherweise ist das nur meine persönliche Präferenz, es war jedenfalls auch eine Wanderergruppe im Tajatörl. Coburger Hütte noch geschlossen.



    Bilder / GPS-Track:

    Gipfel und Höhe: Wildspitze (3.768 m)


    Gebirge: Ötztaler Alpen


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 10.05.2015


    Ausgangspunkt: Mittelberg im Pitztal


    Tourenverhältnisse: sehr gut, oben ein bißchen windgepresst, Mitte Pulver, unten firnige Piste


    Gefahreneinschätzung: mittel; der Gletscher wurde heute bis auf eine Fußgänger-Seilschaft soweit ich sah von allen seilfrei begangen; Gipfelanstieg nicht unterschätzen (s.u.)


    Exposition der Route: v.a. Nord


    Prognose: geht noch lange, allerdings hatten die Pitztaler Gletscherbahnen gestern letzten Betriebstag der Wintersaison - ohne Liftbenützung wäre es schon recht lang durch das Taschachtal oder über den "Notweg" und den Mittelbergferner (vielleicht besser mit Kurzski von Vent? - heute scheinbar auch eine oder zwei Seilschaften von dort)


    Sonstiges: Gestern habe ich recht spontan die Wildspitze als schon lange auf meiner Tourenliste stehendem Berg begangen. Eigentlich wollte ich ja unten im Tal starten (und andere Gipfel besteigen), doch der Talschluss des Pitztales ist schon stark ausgeapert und man hätte die Skier voraussichtlich ziemlich lange tragen müssen. Also die Komfortvariante mit der Pitztaler Gletscherbahn. "Tourengeherticket" für 29 Euro, fast so teuer wie der Tagesskipass in der Nachsaison. Beinhaltet sind Auf- und Talfahrt mit der Stollenbahn, 1x Auffahrt Mittelbergbahn und 1x die Sesselbahn zurück zur Stollenbahn. Andere Tickets (z.B. einfache Bergfahrt) werden auch scheinbar nicht verkauft. Kassa geöffnet ab 8 Uhr, erste Auffahrt ca. 8:30 Uhr.
    Nach der Auffahrt mit den Liften ging es kurz über die Piste zum Mittelbergjoch und dann den Hang hinunter zum Ferner. Ausreichend eingeschneit, nach dem gestrigen Tag waren aber einige Steine freigefahren. Der Rest der Skitour bis zum Skidepot ist tourentechnisch sehr einfach, in einer langen Schlaufe wird die stärkste Spaltenzone Richtung Petersenspitze umgangen, dann vorbei am Mitterkarjoch hoch zum Skidepot (es gibt dort auch einen Schneegupf, den man zum Ziel erklärten könnte, wenn Schwierigkeiten vermieden werden sollen). Wie gesagt sind praktisch alle seilfrei aufgestiegen. Nachdem der Spurelan aber nicht sehr ausgeprägt war, habe ich teilweise die erste Spur gelegt und kam prompt einige Meter an einer Spalte vorbei, als ich versuchte, mich auf einem Rücken und nicht unterhalb des großen Eisbruches zu halten ... Am besten wohl sehr genaues Kartenstudium.
    Da ich mich wie gesagt kurzfristig zu Höherem berufen fühlte, hatte ich natürlich Steigeisen und Pickel nicht dabei. Die sollte man aber doch unbedingt (ebenso wie Harscheisen, für den letzten Hang zum oberen Skidepot, oder unteres Skidepot wählen) mitnehmen. Sehr vorsichtig taste ich mich also den Schneegrat hoch - nicht zu weit rechts, da dort zwar weicher Schnee, aber auf der Wächte. Die Klettermetter am Gipfelaufbau fand ich auch mit Skischuhen kein Problem (I), ein bißchen ausgesetzt. Der Gipfel bot beim gestrigen Kaiserwetter natürlich eine grandiose Aussicht, die ich aber nicht so sehr lange genießen konnte, da ein kalter Wind wehte. Also wieder (noch vorsichtiger) runter, bevor der große Ansturm kam. Einige haben auch die Skier mit hoch genommen und sind vom Sattel zwischen Süd- und Nordgipfel herunter (scheinbar harter Schnee), vielleicht für steigeisenlose die sichere Variante.
    Die Abfahrt war sehr schön (ca. 5-10 cm Pulver), dann gut 70 Hm mit Fellen wieder hoch ins Skigebiet, mittlerweile ziemlich warm. Bin dann noch über den obersten Teil des "Notwegs" bis zur Gletscherzunge runter, durchaus beeindruckend. Die früher scheinbar vorhandene Gletscherbrücke über das Tälchen am Gletscherende ist abgeschmolzen, alle Planen und Schneeverdichtungen der Bergbahn halfen (natürlich) nicht. Statt dessen ist ein weiterer "Notweg" etwas unterhalb in den Berg gefräst worden, der obere Weg ist gesperrt worden. Sieht auch allgemein sehr steinschlag- und lawinengefährdet aus. Abfahren hätte man nur noch über eine steile Rinne können, der Weg selber war überwiegend schon aper. Also mit Fellen zurück ins Skigebiet und Talfahrt.


    Insgesamt trotz des gewaltigen Andrangs bei dem gestrigen Traumwetter natürlich eine grandiose Tour. Nur die Aussicht hätte ich gerne länger genossen. Und mit Steigeisen und Pickel wäre es wirklich sehr viel nervenschonender gewesen.



    Ziemlich schwer verständlich für mich: Die große Zahl an Begeher, die bereits mit der kurzen Skiabfahrt vom Mittelbergjoch hinab zum Ferner leicht überfordert sind (offenbar keine Tiefschneeerfahrung). Geführt von einem Bergführer für teilweise 8 Leute. Am sehr steilen Gipfelgrat dann ohne Fixpunktsicherung mit mehreren Leuten am kurzen Seil - ob das wirklich sicherer ist als ohne Seil zu gehen? Es erschien mir teilweise, als ob ich ohne Steigeisen sicherer gehe als diese mit, an der Felspassage (kein Drahtseil o.ä.!) prompt Staus.


    Bilder / GPS-Track:

    Gipfel und Höhe: Festkogel (3.038 m)


    Gebirge: Ötztaler Alpen


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 09.05.2015


    Ausgangspunkt: Obergurgl, Talstation Festkogelbahn


    Tourenverhältnisse: oben etwas Neuschnee, der recht saugte, ansonsten gut


    Gefahreneinschätzung: außer Gipfelhang gering


    Exposition der Route: v.a. West


    Prognose: geht noch a bisserl


    Sonstiges: Angesichts einer bedeckten und warmen Nacht sowie angekündigten Regens unter Tag erschien mir heute eine Tour im verwaisten Pistengebiet am sinnvollsten. Im fast vollständig ausgestorbenen Obergurgl geht es noch ohne Skitragen, nur 20 Hm am Anfang, dann mit Skiern bis zum Gipfel. Ab der Bergstation des letzten Lifts ist es steiler, man könnte auch auf den Westkamm ausweichen. Bei Aufstieg über den Gipfelhang oben am besten in der rechten Rinne halten. Statt eines Gipfelkreuzs gibt es leider eine Mobilfunkantenne. Der Nebengipfel mit Steinmann erschien mir noch etwas höher, also noch hinüber dorthin. Heute leider kaum Fernsicht, auf knapp 2.800 m hingen durchgehend dichte Wolken. Bei der Abfahrt dann auch noch Nebel, man musste sich oben etwas hinuntertasten. Die ersten Meter hat es leider einige Steine, die man durch den Neuschnee nicht sieht. Ansonsten alles gut, im mittleren Bereich an der Flachstelle mit dem Neuschnee heute zu schieben. Unten heraus bester Pistenfirn. Habe dann noch zur "Schneewolke" bei der Bergstation Hohe-Mut-Bahn I geschaut, dort auch Pistenfirn.


    Bilder / GPS-Track:

    Gipfel und Höhe: Demeljoch (1.924 m)


    Gebirge: Vorkarwendel


    Art der Tour: Bergwanderung


    Datum der Tour: 05.05.2015


    Ausgangspunkt: Walchenklamm am Sylvensteinspeicher (alternativ: Fall)


    Tourenverhältnisse: im Anstieg zum Dürrenbergjoch nordseitig sowie am Kamm noch Schnee, ansonsten schneefrei und nicht einmal übermäßig batzig


    Gefahreneinschätzung: gering


    Exposition der Route: v.a. Nord und West


    Prognose: wer noch ca. zwei Wochen wartet, hat voraussichtlich schneefreie Verhältnisse


    Sonstiges: Heute wollte ich als Kompensation für die Arbeit am wettertechnisch grausigen Wochenende eigentlich noch eine letzte, kurze Firngleitertour in den Bayerischen Voralpen machen - nach Anruf eines Spezl wurde aber umdisponiert auf Wandern. Vielleicht bei den Temperaturen auch sinnvoller.


    Wie im Tourentipp-Archiv beschrieben von der Walchenklamm über Hühnerberg und Dürrenbergjoch zum Gipfel. Schnee im Nordanstieg zum Dürrenbergjoch und auch etwas am Kamm und in einigen Latschenrinne unterm Gipfel. Die Schneeschuhe (waren sicherheitshalber mitgenommen worden) schleppten wir allerdings den ganzen Tag. Ggf. sind Gamaschen sinnvoll, ich war aber zu faul, meine anzulegen. Trotz der warmen Temperaturen trug der Schnee meistens einigermaßen, an einigen Stellen aber doch Durchbrechen. Abstieg über die Umgehung des Dürrenbergjoch und den Dürrenberg zur Forststraße und dann wirklich ein gewaltiger Hatscher im Tal (wie in der Beschreibung auch angegeben).


    Wetter: Ziemlich warm, aber nicht ganz so schlimm wie befürchtet. Am Kamm auch ab und an etwas Wind, kaum stärkerer Föhnwind. Ab und an sonnig, häufiger aber auch bewölkt. Nichts los.


    Bilder / GPS-Track:

    Gipfel und Höhe: Nördliche Linderspitze (Skigipfel ca. 2.350 m)


    Gebirge: Karwendel


    Art der Tour: Kurzski-Tour


    Datum der Tour: 02.05.2015


    Ausgangspunkt: Mittenwald Bhf.


    Tourenverhältnisse: nasser Schnee, wie nicht anders zu erwarten; lässt sich aber schon fahren - oberhalb ca. 2.000 m ziemlich feuchter Neuschnee


    Gefahreneinschätzung: mittel, die Flanken insbesondere beim Tiefkargrat sind noch nicht vollständig entladen - möglichst Abstand halten


    Exposition der Route: Ost und Nord


    Prognose: geht schon noch ein bißchen, im unteren Teil des Kanonenrohrs wahrscheinlich zügige Ausaperung bei der angekündigten Erwärmung


    Sonstiges: Heute wollte ich das verlängerte Wochenende doch nicht völlig bergfrei von dannen ziehen lassen, auch wenn hochalpine Ziele natürlich nicht drinnen waren. Also mit der Bahn nach Mittenwald gegondelt durch Regen und zunächst zu Fuß zum Bankerle (1.335 m). Ab da weiter mit den Kurzski, die ich nach dem letztwöchentlichen Defekt dank Forumskollege Peter wieder in betriebsbereiten Zustand versetzen konnte (vielen Dank an dieser Stelle!). Viel war nicht los, zusammen keine 10 Tourengeher bzw. Skifahrer (Bahn fährt seit gestern wieder). Bei sehr wechselhafter Witterung - leichter Regen, starker Regen, Graupel, regenfrei und einige Male sogar Sonne - ging es hoch bis zur Nördlichen Linderspitze bzw. dem Bankerl am Beginn der Drahtseile. Mittenwalder Höhenweg noch keine Spuren, schaut auch nicht ohne aus zur Zeit.
    Die Abfahrt oben bot feuchten Neuschnee, dann noch annehmbar tiefen Altschnee (lange Brettl wären hier sicherlich von Vorteil) und im Kanonenrohr dann fast schon Sommerschnee. Nur unten wird es dünn mit der Schneelage und einige Male erwischt man schon Steine wegen der dünnen, nicht immer tragenden Schneedecke. Es ging noch bis hinters Bankerl mit Skiern hinunter (ca. 1.280 m). Das Vordere Dammkar wurde auch gemacht und sah auch gut aus, vielleicht heute sogar besser, da weitgehend unter der Neuschneegrenze.


    Wie jedes Jahr ist das Dammkar landschaftlich toll, auch bei nicht so tollem Wetter. Und besser als Regen daheim allemal. Wieder Erwarten war der Regen auch nie so, dass ich wirklich nass geworden wäre.


    Bilder / GPS-Track:


    Schneelage von der Forststraße aus:



    Vorderes Dammkar:



    Blick aus dem Hinteren Dammkar Richtung Tiefkarspitze:



    Der immer wieder tolle Tiefblick vom Gipfel nach Mittenwald:



    So schaut es Richtung Westliche Karwendelspitze aus, heute bevorzugte ich nicht ganz so steile Hänge:


    Gipfel und Höhe: Osterfelderkopf (2.033 m)


    Gebirge: Wetterstein


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 26.04.2015


    Ausgangspunkt: Garmisch-Partenkirchen Bhf., Endpunkt BZB-Haltestelle Kreuzeckbahn


    Tourenverhältnisse: weitgehend Sommerschneeverhältnisse, unten ganztägig erstaunlich hart


    Gefahreneinschätzung: gering


    Exposition der Route: Ost und Nord


    Prognose: wer es mit den langen Brettln machen will, sollte nicht mehr zu lange warten - unten schnelle Ausaperung


    Sonstiges: Nachdem es mir gestern die Kurzskibindung zerlegt hatte und die Nacht bedeckt, warm und regnerisch war, zog ich es vor, im unspektakulären (ex-)Pistenbereich zu bleiben. Beim Aufstieg Hornabfahrt / Skiroute Standard-Tonihütte erste Schneefleckerl ab ca. 1.050 m, aber noch nicht durchgehend. Ich zog es vor, länger die Skier zu tragen. Ab ca. 1.400 m dann noch recht gute, fast vollständig geschlossene Schneelage. Der Mittlere Skiweg wurde freigeschoben (wohl in Vorbereitung auf die Sommersaison), es liegt aber noch Schnee - ich stieg jedoch über den Unteren Skiweg auf und fuhr dort auch ab (etwas ruppig). Hochalmweg noch gut schneebedeckt.
    Nach dem strahlend blauen Himmel am Vormittag zog es gegen Mittag etwas zu und regnete auch ganz wenige Tropfen am Nachmittag, insgesamt aber wettertechnisch und von der Sicht her gute Verhältnisse. Unterhalb der großen Pistenverzweigung fuhr ich über die Kandahar 5b ab, hier schon ein bißchen Schneelückenslalom, aber bis zum Speicherteich noch gut machbar. Unterhalb dann Ski an / Ski ab, letztlich ging es aber noch bis ca. 970 m und ganz unten gab es nochmals ein Schneeefeld. In 5 min zur Bahnstation (fährt jeweils um 37 min nach der vollen Stunde).


    Sehr wenig los, nur eine Wanderin getroffen und 2 Bergsteiger von der Alpspitze her, keine anderen Tourengeher - so schlecht waren die Verhältnisse aber nicht.


    Bilder / GPS-Track:

    Gipfel und Höhe: Zennokopf (1.756 m)


    Gebirge: Chiemgauer Alpen


    Art der Tour: Kurzski-Tour


    Datum der Tour: 25.04.2015


    Ausgangspunkt: Inzell / Adlgaß


    Tourenverhältnisse: Sommerschnee, heute recht tief


    Gefahreneinschätzung: mittel


    Exposition der Route: Nord


    Prognose: diesen Frühling nur noch was für Liebhaber bzw. mit Firngleitern


    Sonstiges: Heute bin ich von der Nordseite das vom Voralpenland im Frühling häufig strahlend weiß aussehende Kar unter dem Kamm Staufen-Zwiesel endlich mal angegangen. Im Frühjahr ist das ja eine äußerst beliebte Skitour, mittlerweile ist es auf Grund der längeren Tragepassagen recht ruhig geworden. Und das Skitragen hatte es doch in sich - ich habe die Skier letztlich auf ca. 1.200 m am Beginn des Kares angeschnallt. Ab Ghf. Adlgaß schon ein ganzes Stück, für mich ab Inzell durchs Tal noch deutlich länger (zur Zeit fährt kein Bus von Inzell bis Adlgaß). Dank vorhandener Spur ging es zügig hoch, beim Übergang vom Kleinen ins Große Murkar müssen die Skier einige Meter abgeschnallt werden und je nach Route auch Latschen überkraxelt werden. Vom Endpunkt der Rinne geht es zur Zeit nur zu Fuß hoch zum Gipfel (1. Gipfel Zennokopf, oder man geht noch ein paar Minuten weiter zum etwas höheren Zwiesel, beide mit sehr guter Aussicht).
    Heute war es vom Morgen weg sehr warm, oben kühlte nur ein leichter Wind etwas. Der Schnee war folglich schon am Vormittag sehr weich. Während es am Morgen noch fast wolkenlosen blauen Himmel gab, trübte es im Tagesverlauf milchig ein, blieb aber recht gut.


    Die Abfahrt erwies sich mit den kurzen Skiern als erstaunlich passabel, gar nicht so tiefes Einsinken wie befürchtet. Mit langen Brettln wäre es natürlich noch besser gegangen. Es ging bis ca. 1.170 m auf Schneeresten durchgehend herunter (hier waren die Kurzski dann hilfreich), im Abstieg gab es noch ein paar kleinere Schneefelder, damit man die Skier nicht zu sehr schleppen muss. Leider brach mir bei einem der letzten Schneefelder die Befestigung des Hinterbackens der Bindung (Silvretta 404). Scheint Materialermüdung gewesen zu sein. Falls jemand eine Silvretta 404 / 400 oder ähnliches hat, die er nicht braucht (1 Bindungsteil würde genügen), würde ich mich um eine Nachricht freuen.


    Bilder / GPS-Track:

    Gipfel und Höhe: Österreichischer Schinder (1.808 m)


    Gebirge: Bayerische Voralpen (Mangfallgebirge)


    Art der Tour: Kurzski-Tour


    Datum der Tour: 19.04.2015


    Ausgangspunkt: Wildbad Kreuth, Endpunkt: Sutten


    Tourenverhältnisse: oben selbst am Nachmittag noch hart, unten Firn


    Gefahreneinschätzung: mittel, der Abstieg über das Schindertor erfordert jedes Mal Vorsicht


    Exposition der Route: in den abfahrtsrelevanten Passagen Nord


    Prognose: unten wird es m.E. schnell ausapern, oben hat es noch ordentlich Schnee


    Sonstiges: Heute entschied ich mich für eine Variation der klassischen Skitour auf den Schinder: Start in Wildbad Kreuth (Bushaltestelle), dann zu Fuß durch die Lange Au (nomen est omen) bis kurz vor die Bayr-Alm und über die Rieselsberg-Alm und den direkten Südanstieg zum Gipfel des Österreichischen Schinder. Ab der Bayr-Alm längere Schneepassagen, ab der Rieselsberg-Alm praktisch durchgehend Schnee. Nach der heutigen klaren und kalten Nach trug der Schnee aber zunächst gut; später kleinere Einbrücke. In der Rückschau würde ich spätestens bei der Rieselsberg-Alm aber doch die Skier anlegen. Am Gipfel gab es heute grandiose Fernsicht und schinderuntypisch war nichts los (es waren ohnehin nicht viele unterwegs und die waren schon wieder weg).
    Nach dem ich die Skier ja (anders als sonst bei der "klassischen" Skitour) dabei hatte, wurden sie auch gleich beim Gipfel angeschnallt und mit 2x kurz abschnallen ging es hinunter bis zum Vorgipfel. Dort bin ich eine steile Latschenrinne nach Süden gefahren, nicht wie sonst üblich die Schrofenrinne abgestiegen. Super aufgefirnt und mit Kurzski ideal, da an einigen Stellen ziemlich eng. Nach nicht ganz 100 Hm (beim Beginn der dichten Latschen) musste man aber noch mal auf die Füße umsteigen und einige Meter ziemlich mühsam durch die Latschen (am besten direkt unterhalb der Felsen) zum Steig von der Schrofenrinne queren und dann zur Skischarte. Da der Hang unterhalb bis zum Schindertor auch um 14 Uhr (!) noch ziemlich hart war und außerdem mit vielen Fußstapfen versehen, schwang ich auch nur einige Meter ab und stieg den Rest vorsichtig ab. Das Schindertor ist offen. Die Abfahrt danach war auf den ersten 100 Hm auch am Nachmittag noch ziemlich hart, dann wurde es schön aufgefirnt. Unten am Beginn det Latschen hat man die Möglichkeit, eine enge Rinne zu fahren - mit Kurzski heute ideal. In den flacheren Passagen aber dann mühsam, die langen Brettl wären da besser gewesen sowie die Abfahrt mindestens eine Stunde früher. Bis 1.100 m geht der Schnee durchgehend, auf letzten Schneeresten konnte noch bis fast 1.000 m abgefahren werden. Danach heißt es Zähne zusammenbeißen und mit dem ganzen Skigraffel zur Sutten laufen (oder alternativ zum Spitzingsee). Die Straße in die Valepp ist noch gesperrt und z.Z. ein Paradies für Rennradler, MTBler und Kinderwagenschieber ...


    Hinweis für Radlfahrer für die Runde "Rund um den Schinder": Bei der Bayr-Alm liegt auf der Straße noch etwas Schnee. Die Lange Au wurde aber beradelt, wohl weiter Richtung Erzherzog-Johann-Hütte, wobei ich nicht sagen kann, wie es da ausschaut - insgesamt noch sehr wenig los.


    Bilder / GPS-Track:

    Gipfel und Höhe: Brauneck (1.545 m)


    Gebirge: Bayerische Voralpen


    Art der Tour: Kurzski-Tour


    Datum der Tour: 18.04.2015


    Ausgangspunkt: Lenggries


    Tourenverhältnisse: Sommerschnee, heute oben nicht so richtig weich werdend


    Gefahreneinschätzung: gering


    Exposition der Route: v.a. Ost


    Prognose: wer mit Skiern sinnvoll aufs Brauneck will, sollte sich beeilen - im unteren Teil ist die Schneelage dünn, bald unterbrochen / ausgeapert


    Sonstiges: Da ich annahm, dass im freien Gelände die Verhältnisse nach dem Regen nicht berauschend sein würden, entschied ich mich heute für die Variante Piste + kurze Anfahrt (mit der BOB). Ab Lenggries ging es zu Fuß entlang der Isar und am Steinbruch Untermurbach vorbei in das Liftgebiet von Wegscheid. Vorbei am neuen Milchhäusl-Express entschied ich mich, zunächst weiter zu Fuß aufzusteigen, mit den Kurzski ist das ja nicht so tragisch. Ab der Verzweigung beim Milchhäusl liegt aber auf der Familienabfahrt ein schmaler Streifen Schnee, scheint aber noch unterbrochen zu sein und erst ab ca. 1.000 m durchgehend zu befahren sein.
    Als Variation nahm ich heute noch den Gipfel des Waxenstein (1.310 m) mit, über der Kot-Alm - kein Problem im Aufstieg und sehr schöne Sicht. Weiter ging es am Grat zum nächsten Gipfel beim Mobilfunkmast (ich meine, das ist der Brauneckschneid, aber vielleicht heißt er auch anders). Der direkte Übergang am Grat ist nicht ganz leicht, im Aufstieg zum Nebengipfel vom Waxenstein noch Kraxeln (ca. I), im Abstieg zwar nur ca. 20 Hm, aber doch nicht trivial (jedenfalls am Anfang der Saison und mit schwerem Skigepäck). Das Ausweichen in die Flanke ist wohl nicht so gut, besser direkt am scharfen Grat halten. Vom Gipfelkreuz des Brauneckschneid weiter entlang des Kamms (zu Fuß), einige Latschen dort. Ab dem Auftreffen auf die Skipiste ging es mit den Skiern weiter, die letzten Meter wieder zu Fuß vorbei am derzeit geschlossenen Brauneck-Haus. Am Gipfel leicht angezuckert und nicht einmal so warm. Wenig los für Brauneck-Verhältnisse, da die Bergbahn zu ist (wie auch alle anderen Hütten im Gebiet), die Tourengeher das Tragen unten scheuen und für Fußgänger es m.E. noch etwas mühsam ist.
    Abfahren konnte man direkt vom Gipfelkreuz in die Nordflanke. Aufgefirnte Verhältnisse dann ab ca. Höhe Garland-Sesselbahn-Talstation und mit einer kurzen Unterbrechungsstelle noch bis auf 800 m herunter - bis zu den Wiesen beim Streidllift, 5 min ins Tal, insgesamt 20 min zurück bis zum Bahnhof. Allerdings sicher bald mehr zu tragen + mehr Unterbrechungsstellen, heute wäre es auch mit den langen Brettln noch lohnend gewesen.


    Bilder / GPS-Track:

    Gipfel und Höhe: Schaflegerkogel (2.405 m)


    Gebirge: Stubaier Alpen (Sellrain)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 06.04.2015


    Ausgangspunkt: Sellrain, Eisbrücke (1.092 m)


    Tourenverhältnisse: dank des Neuschnees von / bis Eisbrücke möglich; oben sehr viel Pulver


    Gefahreneinschätzung: gering


    Exposition der Route: N-W


    Prognose: angesichts der angekündigten Temperaturen wird es unten sehr bald ausapern, da die Straße bis zum Bergheim Fotsch geräumt ist; weiter oben noch einiges an Schnee


    Sonstiges: Heute wie im hiesigen Archiv beschrieben auf den Schaflegerkogel. Dank des Neuschnees ging es gleich unten los, wobei die Straße derart geräumt ist, dass in der Mitte schon wieder der Fahrbahnbelag hervorkommt. In der Abfahrt also eher zügiges Abfahren auf einem schmalen Streifen denn unbeschwertes Schwingen. Nicht zu schnell fahren, ggf. Gegenverkehr. Wird sicher bald ausapern. Durch den Neuschnee sah der Aufstieg entlang des Fotscher Bachs sehr schön aus, eher Advent als April. Allerdings nicht mehr ganz so kalt wie gestern und auch nur noch wenig Wind.
    Ab dem Bergheim (geöffnet) in guter Spur durch den Wald, auch sehr schön, wenngleich es nur wenig Fernsicht gab, weil schon ab dem Vormittag alles zugezogen war und es immer wieder schneite.
    Am Gipfel leider keine Fernsicht, insbesondere der angeblich beeindruckende Blick zu den Kalkkögeln blieb mir verwehrt. Bei der Abfahrt war oben fast kein Vorankommen, teilweise über knietiefer leichter Pulver. Im Waldbereich dann super zu fahren, wenngleich auch hier nur ziemlich direkt möglich. Der Rest lief dann gut, in der Mitte kommt man genau auf der Terrasse des Bergheims heraus, was zu Einkehr einlud. Wenige Tourengeher unterwegs, fast nur Übernachtungsgäste. Und die Hänge sind breit ...


    Einziges echtes Manko an dieser Tour ist für mich, dass die Straße von der Eisbrücke zum Bergheim Fotsch nicht für Fahrzeuge gesperrt ist. So muss man im Aufstieg sich immer mal wieder verpesten lassen und in der Abfahrt aufpassen auf entgegenkommende Fahrzeuge. Was wäre gewonnen, wenn diese Straße komplett verkehrsfrei gehalten würde ... Und geräumt werden müsste dann auch nicht bis auf den Grund, was für Skifahrer dankenswert wäre.

    Gipfel und Höhe: Vennspitze (2.390 m), Padauner Berg (2.228 m)


    Gebirge: Zillertaler Alpen


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 05.04.2015


    Ausgangspunkt: Padauner Sattel, Valser Tal (bei St. Jodok am Brenner)


    Tourenverhältnisse: Gut - Pulver auf tragendem Deckel, nur die ersten 50 Hm ab den Gipfelkreuz ziemlich hart verblasen (mühsam im Aufstieg)


    Gefahreneinschätzung: bis auf Gipfelhang sehr gering, dieser heute auch kein Problem, wenn man die steilsten Passagen meidet


    Exposition der Route: N-W


    Prognose: geht noch ein bißchen


    Sonstiges: Heute mal in den Brennerbergen unterwegs. Wie dort wohl fast immer auch heute ein ziemlicher Wind, aber zum Glück legte sich dieser bereits kurz nach dem Ausgangspunkt deutlich zurück und wurde erst wieder oben im Gipfelhang unangenehm. Etwas Sicht zu Tribulaun, Kraxentrager und Wolfendorn etc. gab es auch, nur leider nicht den angeblich grandiosen Olpererblick. Immer mal wieder Sonne, schon ganz kurze Zeit später aber auch Schneetreiben, starker Wind - typisch April halt. Nur von der Temperatur und dem fluffigen Pulver eher wie im Dezember.


    Die Abfahrt war an sich sehr schön und so nahm ich noch den Padauner Berg mit, hier aber auf der Nordseite oben stark abgeblasen. Die einzige Einschränkung der Idealverhältnisse waren die v.a. im unteren Teil (der Schneise) stark fühlbaren alten Spuren bzw. der inhomogene Harschdeckel. Insgesamt aber wirklich eine Top-Tour. Heute zudem nur ca. 20 Tourengeher oben, wo doch sonst Massenandrang herrscht.


    Der Grat von der Vennspitze wurde auch weiter begangen und nach Norden abgefahren, aber Obacht: Es bildeten sich den ganzen Tag neue Triebschneepakete.


    Bilder / GPS-Track:

    Gipfel und Höhe: Pleisenspitze (2.569 m)


    Gebirge: Karwendel


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 28.03.2015


    Ausgangspunkt: Scharnitz


    Tourenverhältnisse: oben a bisserl Pulver auf Harsch, unten Firn / Feuchtschnee


    Gefahreneinschätzung: z.Z. gering


    Exposition der Route: v.a. Süd


    Prognose: Ohne Nachschub wird der Schnee knapp, unten schon jetzt Tragestrecke


    Sonstiges: Gestern zum Ausnutzen des guten Wetters von Scharnitz auf die Pleisenspitze - zieht sich doch einigermaßen. Bis ca. 1.150 m muss getragen werden, ich habe auch danach die Skier noch eine gute Weile geschleppt, da es einige Unterbrechungen gibt und man am ausgeaperten Rand bzw. der tragenden Schneedecke gut aufsteigen konnte. Ab der Pleisenhütte (am Wochenende offen, ordentlich besucht) geht es herauf wie herab erst einmal durch Latschen, die bedingt durch die geringe Schneelage dieses Jahr v.a. bei der Abfahrt etwas mühsam sind. Der Gipfel bot gestern eine super Aussicht bei tollem Wetter, nur der Wind störte auf der Höhe etwas. Die Abfahrt erst am Nachmittag war gestern im Mittelteil zu spät, gegen Mittag gab es scheinbar Firn. Der Ziehweg läuft auch bei bremsendem Schnee gut und zügig, wobei man ziemlich aufpassen muss auf die große Zahl an Schneeschuhgehern, Winterwanderern und Rodlern, die gerne im Aufstieg die volle Breite des ohnehin eher engen Weges einnehmen. Ab ca. 1.350 m einige Male kurz abschnallen, ab ca. 1.150 m ging es auf der Straßenböschung und letzten Schnee-/Eisresten noch bis ca. 1.100 m zur großen Wiese herunter. Dann wieder zurückhatschen zum Bahnhof oder den Parkplätzen.


    Insgesamt eine (ab Bhf. Scharnitz) doch recht lange Tour, die skifahrerisch v.a. im Gipfelbereich lohnend ist - unten kann man nur noch den Weg abfahren. Für dieses Jahr aber wohl bald vorbei, es sei denn man findet sich mit zahlreichen Unterbrechungsstellen ab. Die Aussicht vom Gipfel ist hervorragend! Und die Pleisenhütte auch nett.


    Richtung Larchetkarspitz gab es auch eine Spur, eine Querung fängt aper auch schon zum Ausapern an.


    Bilder / GPS-Track:

    Gipfel und Höhe: Bodenschneid (1.668 m)


    Gebirge: Bayerische Voralpen


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 24.03.2015


    Ausgangspunkt: Neuhaus (Bahnhof Fischhausen-Neuhaus oder Parkbucht am Beginn des Dürnbachtals)


    Tourenverhältnisse: leider Feuchtschnee von oben bis unten, Forststraße durch das Dürnbachtal zudem geräumt


    Gefahreneinschätzung: mittel


    Exposition der Route: Nord


    Prognose: im oberen Teil liegt nordseitig noch ausreichend Schnee, aber der Zustieg von Neuhaus ist nur noch was für Liebhaber; besser am Spitzing starten


    Sonstiges: Heute bin ich kurzentschlossen in die in der bisherigen Saison von mir noch nicht "bearbeiteten" Bayerischen Voralpen gefahren, um zu schauen, was schneemäßig noch so geht. Ab Bahnhof läuft man kurz bis zum Pfannilift, dort können die Skier angelegt werden. Leider kam dann aber kurz danach die böse Überraschung: Die Forststraße durch das Dürnbachtal (Anstieg Bodenschneidhaus) wurde geräumt und ist fast vollständig ausgeapert. Also Skier getragen, eine wirklich durchgehende Schneedecke gab es erst ab der Wegverzweigung auf 1.100 m. Der restliche Anstieg ist unproblematisch und im Tourenarchiv beschrieben - im Nordhang aber viele Feuchtschneerutsche, sehr mühsam im Aufstieg und brutales Anstollen der Felle.
    Überraschenderweise waren keine anderen Tourengeher, Wanderer oder Schneeschuhgeher am Gipfel und da der Schnee ohnehin schlecht werden würde, legte ich eine längere Pause ein. Sonne und Wolken wechselten sich ab, möglicherweise war das auch in der Nacht so und deshalb auch der Grund, warum im Gebiet die Hänge schon beim (zugegeben späten) Aufstieg nicht mal mehr im Ansatz gefroren waren.
    Nach der kraftraubenden Abfahrt zum Bodenschneidhaus (statt Pulver oder Firn, wie andernorts berichtet) bin ich nochmals zu Fuß über den steilen, praktisch schneefreien Südhang hoch zum Wasserspitz mit kleinem Gipfelkreuz und von dort abermals runter im Feuchtschnee. Bei der heutigen Schneelage und -beschaffenheit fuhr man den Rest am besten schwungfrei durch. Überraschenderweise war die im Aufstieg fast apere Forststraße auf der schmalen Schneeböschung noch bis zur Kapelle zu befahren und das gar nicht mal so schlecht, da der Feuchtschnee genau so bremste, dass man sich nur auf die Skier stellen und geradeaus fahren musste, ohne Anschieben, aber auch ohne Bremsen. Unten kann man dann noch den unterhalb der Forststraße befindlichen Ziehweg fahren und beim Pfannilift die Reste der Loipe, so dass es bis kurz vor den Bahnhof mit Skiern herunterging.


    Einkehr im Cafe Stickl nicht versäumen!


    Fazit: Vom Anstieg von Neuhaus würde ich abraten, oder gleich mit Rad. Und oben müsste sich halt die Schneequalität bessern, heute wäre wahrscheinlich eine Pistentour am sinnvollsten gewesen.