Beiträge von Jonas

    Gipfel und Höhe: Rauthhütte (1.600 m) / Anstieg Hohe Munde bis ca. 2.150 m


    Gebirge: Mieminger Kette


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 01.03.2015


    Ausgangspunkt: Leutasch-Moos (Parkplatz Rauthhütte 2 € pro Tag, 1 € wird bei Verzehr anrechnet)


    Tourenverhältnisse: unten pistenmäßig eingefahren, oben Pulver; der Regen und Sturm dürfte aber später gekommen sein


    Gefahreneinschätzung: bis zur Rauthhütte sehr gering, danach mittel; Gipfelanstieg Hohe Munde sehr hoch


    Exposition der Route: Ost


    Prognose: die Piste zur Rauththütte hat schon an einigen Stellen recht wenig Schnee, nicht den südlicheren Ziehweg des Aufstiegs abfahren (Steine)


    Sonstiges: Angesichts des angekündigten Regens bei schlechter Sicht und Wind wollte ich eine Tour auswählen, bei der man schauen kann, wie weit man geht und die Abfahrt im Nassschnee nicht zur Qual wird - da ist die Rautthütte genau richtig. Vom Parkplatz gehen die Tourengehermassen die im Mittelteil schon etwas eingewachsene (frühere) Piste hoch, teilweise präpariert, ansonsten alles eingefahren. Für die meisten Tourengeher war heute an der Hütte Schluss, aber bis dahin geht es so schnell, dass die Anfahrt nicht lohnen würde.
    Also weiter hoch, bis auf 1.800 m auf einem Rücken lawinensicher. Danach bis ca. 2.000 m steiler, aber teilweise kupiert und latschenbewachsen, zudem schon recht eingefahren. Anschließend gibt es noch eine Querung und man steht dann auf einem recht markanten Absatz der Ostflanke der Hohen Munde auf gut 2.100 m.


    Die eigentlichen Schwierigkeiten bei der Skitour zur Hohen Munde-Ostgipfel dürften hier beginnen - die Skispur zog heute ab hier in die Inntalflanke: Bei hartem Schnee (heute bis zu meiner Höhe nicht der Fall) akute Absturzgefahr ins Inntal (Felsabbruch unter der Spur), ansonsten wird es enorm steil und damit entsprechend lawinengefährdet. Mir war das heute viel zu gefährlich wegen Lawinen und so kehrte ich wie geplant um. Es sind aber auch welche hoch - angesichts des Absturzgeländes dürften aber schon kleinere Lawinen sehr gefährlich sein (Mitreißgefahr). Locken würden die restlichen 450 Hm zum Gipfel natürlich schon. Alternativ geht es evtl. auch nochmals steiler direkt die Ostflanke hoch (geschätzt 45 Grad).
    Das Wetter und die Sicht (anfangs noch recht gut) verschlechterten sich dann auch schnell, und so fuhr ich im Pulver (schon etwas schwer, unten zerfahren) zur Hütte und nach Einkehr dann im Regen die Piste hinab.


    Bilder / GPS-Track:

    Gipfel und Höhe: Große Schlicke (2.059 m)


    Gebirge: Allgäuer Alpen (Tannheimer Berge)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 28.02.2015


    Ausgangspunkt: Musau Ghf. Bärenfalle


    Tourenverhältnisse: zwischen 10-30 cm Neuschnee, oben (S-O-Seite) schon mit leichtem Deckel


    Gefahreneinschätzung: bis zum Gipfelaufbau gering, dieser ist steil


    Exposition der Route: Raintal Nord, Gipfelanstieg S-O


    Prognose: geht noch ein bißchen, der Gipfelanstieg selbst ist stark der Sonne ausgesetzt


    Sonstiges: Von der Bärenfalle geht es ziemlich lang auf Forststraße bis hinter die Musauer Alm (beim Ende der Ratracspur geradeaus weiter, nicht zur Wildfütterung), ab der Otto-Mayr-Hütte kommt man in "echtes" Skigelände, allerdings mit viel Querungen


    Landschaftlich grandiose Tour, am Samstag oben auch gut zum Abfahren, leider ohne Fernsicht. Erstaunlicherweise außer mir auf dieser beliebten Tour kein anderer Tourengeher, allgemein im Raintal wenig los. Alle Hütten geschlossen.


    Tipp: Unbedingt Felle und Skier wachseln. Bei mir war es im Aufstieg und der Abfahrt angesichts von Stollen doch sehr mühsam, an sich liefe das Raintal bis auf zwei Flachstücke schon.


    Bilder / GPS-Track:

    Gipfel und Höhe: Reuter Wanne (1.541 m)


    Gebirge: Allgäuer Alpen


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 22.02.2015


    Ausgangspunkt: verschiedene möglich - Abzw. Jungholz (Normalroute); Buronlifte; Hst. Wertach-Haslach


    Tourenverhältnisse: zwischen 2-10 cm Neuschnee, reicht auf vielbefahrenen Hängen aber leider nicht, um die alten Spuren zu überdecken


    Gefahreneinschätzung: gering


    Exposition der Route: West und Nord


    Prognose: geht noch ein bißchen, mehr Neuschnee wäre schön


    Sonstiges: Heute wollte ich eine Lücke meiner Kenntnisse der Allgäuer Skitouren schließen und dies mit der Suche nach Neuschnee verbinden - im Allgäu sollte es am meisten geben. Gleichzeitig sollte die Tour schlechtwettertauglich sein. Gestartet bin ich gleich mit Fellen an der Bahnhst. Wertach-Haslach, da kommt man zügig hin. Zunächst geht es vom Ort zur Staumauer des Grüntensees und dann zur Straße Nesselwang-Wertach, dauert ca. 25 min. Dieser Teil ist halt mehr eine Zustiegs-Skiwanderung; für Langläufer gibt es im Bereich des Grüntensees auch schöne Loipen. Anschließend ging es über die Haslacher Alpe querend ins Buron-Skigebiet, dieses berührt man aber nicht sehr lange. Von der Bergstation des oberen Schleppliftes geht es durch eine enge, flache Schneise, dann unangenehm eng und steil im Wald die letzten 100 Hm zum Gipfel. Eine Abfahrt vom Gipfel zurück ins Skigebiet über diesen Anstieg sollte man meiden.
    Für die Abfahrt hatte ich eigentlich geplant, die Normalroute über die Untere Reuterwanne-Alpe zu nehmen. Der an sich schöne Gipfelhang (westseitig ausgerichtet) hatte teilweise wenig Schnee und v.a. überdeckte der Neuschnee nicht die alten Spuren, passabel aber kein Pulvertraum. Nach dem Gipfelhang ist mir allerdings nach wie vor unklar, wie man da außer über die Ziehwege / Forststraßen (mit kurzen Abkürzern) herunterkommen soll - die Beschreibung im Panico-Skiführer von Rath half mir nicht oder ich habe sie nicht richtig verstanden (doch weiter links in der Abfahrt halten?). Die in meiner alten Karte eingezeichnete Freifläche S-W unterhalb des Gipfelhangs erwies sich als Jungwald, den ich aus ökologischen Gründen nicht befahren wollte. Vielleicht gibt es noch irgendwo eine Schneise, die ich bei der äußerst schlechten Sicht nicht sah? Also kurz zurück und noch 100 Hm den Spuren folgend über die Wege. Darauf, bis ins Tal auf Forstwegen zu fahren, hatte ich allerdings keine Lust, deswegen stieg ich kurz erneut zum Verbindungskamm mit dem Skigebiet auf und fuhr durch dieses auf. Nur der erste Hang ist unangenehm (total zerfahren), danach alles top. Wegen dieser Route musste ich allerdings in 30 min am Grüntensee zurückschieben nach Haslach, öffentliche Verkehrsmittel fahren auf dieser Bergseite hier in der Wintersaison offenbar nicht zu brauchbaren Zeiten.


    Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist: Bis nach Wertach-Haslach gibt es eine gute, zügige Verbindung. Nach Jungholz bzw. zur Abzw. Jungholz gibt es immer wieder nicht ewig dauernde Verbindungen, aber jedenfalls am Sonntag gehen sich diese irgendwie nicht zu einer sinnvollen, schnellen An- / Rückfahrskombination aus. Die Variante über Wertach ist aber zügig und auch ganz nett, wahrscheinlich am schnellsten (wobei es für die Rückfahrt eigentlich nicht so geplant war).


    Bilder / GPS-Track:

    Gipfel und Höhe: 5-Gipfel-Tour, höchster ist der Karkopf (1.737 m)


    Gebirge: Lattengebirge


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 21.02.2015


    Ausgangspunkt: Bad Reichenhall (Bahnhaltestelle Kirchberg, von dort 5 min zur Predigtstuhlbahn); Endpunkt: Bus-Hst. Sellboden, Bischofswiesen (Ortsteil Winkl)


    Tourenverhältnisse: nicht sehr viel aber doch ausreichend Schnee vom Start bis zum Ende, allerdings nicht immer so der große Genuss


    Gefahreneinschätzung: gering


    Exposition der Route: alle außer Nord


    Prognose: je nach Neuschneemenge wird der Abfahrtsgenuss steigen


    Sonstiges: Heute sollte es eigentlich eine ganz andere Tour geben, aber eine Bahnstörung warf mich eine Stunde zurück und so verlegte ich mich auf die schon lange geplante Skiabfahrt Hochschlegel-Winkl mit ein paar Variationen (Skidurchquerung Lattengebirge, einer der neun Gebirgsgruppen der Berchtesgadener Alpen). Wegen des späteren Starts gönnte ich mir die Auffahrt mit der seilbahnhistorisch sehr interessanten Predigtstuhlbahn (12 Euro). Dann kurz zu Fuß zum Predigtstuhlgipfel und über die nördlichste der früheren Skipisten hinunter zur Schlegl-Alm - die Piste ist aber schon ordentlich eingewachsen und bis auf wenige Meter Pulver war der Schnee auch nix, Harsch, Bruchharsch, eher nicht aufgefirnt. Der Wiederaufstieg zum Hochschlegel erfolgte dann über die Hochschlegelpiste, hier mehr Betrieb und deswegen nicht zugewachsen. Harscheisen waren angenehm. Ich habe dann am Hochschlegel abgefellt und den Rest der Tour ohne Felle bewältigt, das ist aber Geschmacksfrage - es geht halt immer wieder auf und ab, teilweise recht eng wegen der Latschen, die bei der derzeitigen Schneelage auch nicht vollständig eingeschneit sind. Zunächst kommt man an der Einfahrt in die Alpgartenrinne (wurde auch gemacht, Einfahrt etwas erschwert) vorbei, dann geht es zum Schreck (schöner Blick zurück), dann Karkopf und am Grat mäßige Abfahrt / Wiederanstieg zum Törlkopf. Von dort auf der W-Seite in stark eingefahrenen Hänge herunter, ab der Bergwachthütte (= Wechsel auf die Ostseite) wieder mehr Andrang durch Begeher ab Winkel, die Hänge ziemlich grausig (zerfahren, buckelig, tief). Ab der Mitterkaser-Alm läuft der Ziehweg / Forststraße dann aber wieder gut, am Nachmittag schön aufgefirnt. Ab dem Parkplatz kann man sich über die Wiese, dann die Straßenböschung bis vor zur Bundesstraße mit Skiern durchmogeln, man muss halt einiges anschieben, dauert ca. 20-25 min. Stündliche Busverbindung nach Bad Reichenhall. Ggf. nimmt einen auch einer der vielen Tourengeher, die zum Parkplatz fahren, mit - bei mir hat es allerdings nicht geklappt.


    Insgesamt ein absoluter Skiklassiker, der aber etwas an Beliebtheit verloren hat, da es halt nicht so ganz die abfahrerischen Höhepunkte sind und man sinnvollerweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, was scheinbar noch immer viele abschreckt (geht dorthin an sich recht flott, wobei die Störung heute morgen die Bilanz natürlich deutlich verschlechtert ...).


    Das Wetter war ganztägig ziemlich gut, nur am Nachmittag zog leichte Bewölkung auf.


    Bilder / GPS-Track:

    Gipfel und Höhe: 5. Kind (ca. 2230 m) und Watzmannscharte (gegangen bis ca. 2275 m)


    Gebirge: Berchtesgadener Alpen - Watzmannstock


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 15.02.2015


    Ausgangspunkt: Schönau am Königssee, Kramerlehen (Aufstieg über Hammerstiel); Endpunkt: Wimbachbrücke, Ramsau b. Berchtesgaden


    Tourenverhältnisse: überwiegend noch pulvrig, aber schon stark zerfahren (Waldbereich ist Buckelpiste)


    Gefahreneinschätzung: z.Z. gering, fast alle steileren Hänge sind schon stark zerfahren


    Exposition der Route: Nord


    Prognose: ohne Neuschnee wird es nicht besser, aber je nach Temperatur halten die eigentlich guten Bedingungen zur Zeit noch etwas; Waldbereich wird noch buckeliger und wohl auch steiniger


    Sonstiges: Heute wie im Tourentipp-Archiv beschrieben in das Watzmannkar auf das 5. Kind und nach einer Zwischenabfahrt noch auf die Watzmannscharte bzw. etwas oberhalb (ein Tourengeher war sogar direkt bis unter die Felsen gestiegen, erschien mir aber nicht ratsam). Sehr großer Andrang bei dem Kaiserwetter und mit Schnee nach wie vor von unten weg. Dementsprechend zerfahren sind die Hänge, entlang der Hauptspur schon pistenartig. Landschaftlich wirklich grandios. Die Waldschneise finde ich immer in Aufstieg, aber auch der Abfahrt mühsam - das ist eher was für ausgefuchste Buckelpistenfahrer. Die Forststraße über Schapbach aperte oben an einigen Stellen aus, die werden aber über die Wiese umfahren. Ansonsten geht es noch bis unten, wobei an einigen Stellen schon Steinchen hervorkommen. Straße lief aber recht gut. Sehr viel Schnee hat es in der Gegend nicht.


    Danke an die (Salzburger?) Tourengeher, die mir angesichts von Stollenproblemen mit Fellwachs aushalfen. Hat zwar nicht viel geholfen, da wirklich sehr angefroren und zu kalt zum trocknen, aber die Hilfsbereitschaft fand ich sehr nett.


    Die Tour ist auch sehr gut mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zu machen. Ich empfehle, dann den Aufstieg über Hammerstiel (mit Bus 843 nach Schönazu, Haltestelle Kramerlehen, und "oben" herum über Wiese, Wald und ganz am Ende neben der Straße zum Parkplatz Hammerstiel) zu nehmen, da es dann eine Verbindung ohne Wartezeiten hinzu gibt - über die Wimbachbrücke müsste man eine Wartezeit erdulden. Für die Abfahrt ist normalerweise die Wimbachbrücke besser, zurück zu mit guter Verbindung. Wartezeiten bei zu zügiger Abfahrt kann man am Endpunkt im Gasthof Hocheck überbrücken.

    Gipfel und Höhe: Hochalm (ca. 2030 m)


    Gebirge: Berchtesgadener Alpen - Hochkalterstock


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 14.02.2015


    Ausgangspunkt: Ramsau b. Berchtesgaden (Bushaltestelle / Parkplatz Pfeffenmacherbrücke oder bereits bei der Kirche)


    Tourenverhältnisse: Schnee von unten weg, zumeist auch noch pulvrig; die 300 Hm Waldpassage allerdings sehr ausgefahren und nicht so viel Schnee, man konnte am Nachmittag nur mit Skiakrobatik und kaum ohne Steinkontakt herunter kommen


    Gefahreneinschätzung: mittel


    Exposition der Route: v.a. Nord


    Prognose: bei anhaltender Wärme könnte es bruchharschig werden


    Sonstiges: Heute die im Tourentipp-Archiv beschriebenen Route auf die Hochalm gegangen, eine der klassischen Berchtesgadener Skitouren. Es herrschte natürlich bei dem Kaiserwetter ein enormer Andrang. Landschaftlich ist die Tour im oberen Teil aber wirklich toll, die Waldpassage fand ich im Aufstieg und erst recht in der Abfahrt nicht angenehm. Es hat hier auch viel weniger Schnee als auf den Bildern der Tourenbeschreibung. Insgesamt war es oben zwar zumeist noch pulvrig, aber eben auch schon recht zerfahren und teilweise ausgefahren. Da hatte ich mir etwas mehr erwartet.
    Da die Tour zur Hochalm nicht sehr lang ist, bin ich nochmals von Ramsau (Kirche) über die in der AV-Karte eingezeichneten Skiroute (oben etwas abweichend auf die Forststraße) auf das Hirscheck und noch weiter zum Toten Mann. Hier sehr warm, viele Tourengeher und v.a. Rodler. Es geht noch bis ganz runter in den Ort, aber die Südhänge werden bis ca. 900 m hinauf von der Schneelage sehr dünn - in ein oder zwei Tagen wird es wohl ausgeapert sein.


    Bilder / GPS-Track:

    Gipfel und Höhe: Ochsenälpeleskopf (1.908 m)


    Gebirge: Ammergauer Alpen


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 18.01.2015


    Ausgangspunkt: Hotel Ammerwald


    Tourenverhältnisse: unten wenig Schnee (Skier tragen), oben super Pulver


    Gefahreneinschätzung: auf der Normalroute gering, meine heutigen Varianten wären bei kritischeren Verhältnissen vorsichtig zu beurteilen


    Exposition der Route: Ost und Nord


    Prognose: unten braucht es Neuschnee, und zwar einigen; die Verhältnisse oben bleiben gut, so lange es kalt bleibt / Neuschnee gibt


    Sonstiges: Heute gab es eine Tour im wunderschön verschneiten Ammergau. Vom Hotel Ammerwald wie hier im Archiv beschrieben auf dem Schützensteig hoch (zu Fuß), ich bin allerdings die unten ziemlich steile Grenzschneise direkt hoch - das spart einiges an Wegstrecke, ist aber doch mühsam. Wäre wohl auch gerade so aufwärts mit Skiern gegangen, ich habe diese noch getragen. Runter geht da noch nichts mit Skiern. Da wo es flacher wird, ging es mit Skiern weiter, bis dort hätte man auch abfahren können (zwei Tourengeher sind von der Schneise in der Abfahrt anscheinend in den Wald daneben ausgewichen und so zum Schützensteig). Der Rest der Tour geht immer über den Rücken zum Gipfel, wo es eine herrliche Aussicht gab, aber auch einen kühleren Wind.
    Die Abfahrt bot dann die für mich besten Verhältnisse dieser Saison: Tiefer Pulver auf einem ohnehin kaum noch zu spürenden, tragenden Deckel. Und alle Hindernisse ausreichend verschneit. Unten muss man etwas zur Spur schieben, dann nochmals nette Abfahrt Richtung Jägerhütte und mit etwas Schieben über den Schützensteig zurück. Dort einige Hindernisse auch im oberen Teil: Bachläufe, umgestürzte Bäume, Felsen. Ab ca. 1.375 m ist vorerst ohnehin Schluss mit Skiern, nur noch wenig Schnee, gilt auch für den angrenzenden Wald. Also heruntertragen. Irgendeinen Haken braucht die Sache ja, damit es nicht überlaufen wird (heute nur noch zwei andere Tourengeher gesichtet, dafür einige Schneeschuhgeher und Winterwanderer; unverständlich ist mir, warum am ohnehin engen Gipfelhang bei vorhandener Ski- und Schneeschuhspur mindestens ein Schneeschuhgeher auch noch die Skispur ruinieren musste: Absicht? Oder Unwissenheit? In jedem Fall nicht gerade geeignet, die Meinung über Schneeschuhgeher aufzupolieren).


    Insgesamt ein Traumtag für Leute, die das Ski tragen nicht scheuen.


    Bilder / GPS-Track:

    Gipfel und Höhe: Schönalmjoch (1.986 m)


    Gebirge: Vor-Karwendel


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 17.01.2015


    Ausgangspunkt: Hinterriß


    Tourenverhältnisse: sehr wenig Schnee - es geht insbesondere in der Schneise nicht durchgehend mit Skiern


    Gefahreneinschätzung: Normalroute gering, Südabfahrt vom Gipfel mittel (z.Z. mangels entsprechender Schneemassen gering)


    Exposition der Route: Süd


    Prognose: es bräuchte dringend weiteren Neuschnee - in der Schneise fehlt ein Meter, damit es richtig gut zum Skifahren geht


    Sonstiges: Heute wollte ich mal schauen, was es an Neuschnee gegeben hatte - die Hoffnung war natürlich auf viel Schnee. Diese Hoffnung wurde allerdings schnell enttäuscht, im Gebiet um Hinterriß hat es im Tal bis zum späten Nachmittag vielleicht 5-10 cm, am Berg 10-15 cm heruntergelassen, fast ohne Wind.
    Im Aufstieg war die Forststraße noch sehr dünn schneedeckt, offenbar war sie vor dem Neuschnee bis ca. 1.100 m aper. Kein Vergleich mit den hier im Forum geschilderten Bedingungen vor 11 Tagen. In der Schneise - die Orientierung ist bei eingeschränkter Sicht gar nicht so einfach, es gibt praktisch keine Schilder und heute auch keine Spuren - ist die Schneelage extrem dürftig: Teilweise war es wohl auch hier aper, es fehlt 1 m zu richtigem Skifahren. Ab ca. 1.580 m - da wo die Hänge breiter werden - dann aber gut. Der Gipfelbereich ist teilweise abgeblasen, aber in Aufstieg und Abfahrt machbar. Ich bin direkt nach Süden Richtung Schön-Alm, geht gut. Da die Dämmerung nahte - man sollte wahrlich mehr Zeit einplanen und früher starten - bin ich nicht bis ganz herunter abgefahren, da es dann einen Gegenanstieg gäbe, sondern zur Anstiegsroute gequert. Das ist aber auch mühsam und wegen einer Engstelle am Grat mit wenig Schnee für die Abfahrt auch nicht ratsam. Abgesehen von dieser Stelle bis zur engen Schneise auf ca. 1.580 m gut, einzig der etwas inhomogene Harschdeckel unter dem Pulver macht es etwas ruppig. Die Schneise kann man nicht durchgehend fahren - am besten wahrscheinlich abschnallen bis zur Straße, statt herumzurutschen. Auf der Forststraße geht es an sich gut herunter, mit den schlecht laufenden Steinski und dem heute bremsen Schnee musste ich im oberen, flacheren Teil leider recht anschieben - unten heraus besser. Ab ca. 1050 m knirschte es aber doch erheblich - man fährt halt direkt auf dem wenigen Neuschnee ab und erwischt so manchen Kieselstein. Ging aber bis ganz herunter.


    Insgesamt eine Tour, die derzeit nur bedingt zu empfehlen ist und auch nur mit Steinski. Landschaftlich nett, bei Sicht sicher grandios. Und oben gibt es gute Hänge. Man muss halt bereit sein, die halbe Tour auf einer Forststraße zu verbringen. Insofern wird es wohl nie ein Massengipfel werden.


    Bilder / GPS-Track:

    Gipfel und Höhe: Juifen (1.988 m)


    Gebirge: Karwendel


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 13.01.2015


    Ausgangspunkt: Achental


    Tourenverhältnisse: auch hier sehr wenig Schnee; die Wärme und heute möglicherweise die nächsten Tage wird auch nicht für Verbesserung sorgen - es bräuchte halt Neuschnee; insgesamt für die derzeitige Lage aber passabel (s.u.)


    Gefahreneinschätzung: gering


    Exposition der Route: v.a. Ost


    Prognose: Neuschnee abwarten


    Sonstiges: Die Wiesen unten schauen vom Tal nicht schlecht aus, sind aber nur sehr dünn schneebedeckt, wenig Neuschnee auf einem zumeist noch vorhandenen Altschneedeckel. Auch die Forststraße zur Falkenmoosalm hat teilweise wenig Schnee (in der Abfahrt ab 1.130 m zwei Mal besser abschnallen - man sieht die schneearmen Stellen allerdings meist recht spät). Auf dem Waldabkürzer liegt überwiegend fast kein Schnee, man kann aber gut zu Fuß aufsteigen (einige gingen auch mühsam mit Skiern). Wirklich bitter schauen die Wiesen unterhalb der Falkenmoos-Alm aus: Teilweise stark abgeblasen und ausgeapert. Hinter der Falkenmoos-Alm (laut Schild heute geöffnet) etwas mehr Schnee, in der Abfahrt hier erstaunlich gut. Ab der Verzweigung Hochplatte / Juifen hat der Wind auch wieder volle Arbeit geleistet, es geht aber - sogar erstaunlich gut - durchgehend mit Skiern in Aufstieg und Abfahrt. Nach dem Marbichler Joch kann man zwischen Aufstieg am Rande mit Skiern oder zu Fuß über den ausgeaperten Hang wählen. Skidepot 100 Hm unter dem Gipfel, dieser Hang ist vollständig aper.
    Am Gipfel sehr schöne Fernsicht - insbesondere die Karwendelschau ist wirklich toll. Sehr angenehm mit einem leichten Lüfterl, ansonsten war es schon wieder fast zu warm und der wenige Schnee wird bei den Temperaturen auch nicht mehr. Die Abfahrt bot einen häufigen Wechsel zwischen Harsch, Pulver, Firn, bruchharschigen Stellen und keinem Schnee. Insgesamt aber besser als gedacht, allerdings unbedingt Steinski nehmen.


    Mir hat es heute sehr viel Spaß gemacht, der Gipfel ist es alle Mal wert. Für den Massenansturm der Tourengeher aber nicht geeignet ohne viel Neuschnee. Es sind schon mehr die Liebhaber unterwegs, bzw. am Juifen heute eine große Gruppe der österreichischen Alpinpolizei.


    Bilder / GPS-Track: Nicht von den Bildern zu sehr täuschen lassen - wirkt teilweise m.E. weißer als es ist ...

    Gipfel und Höhe: Grubhörndl (1.747 m)


    Gebirge: Chiemgauer Alpen


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 11.01.2015


    Ausgangspunkt: Lofer, Talstation Loferer Alm-Bahn


    Tourenverhältnisse: unterhalb ca. 1.000 m wenig Schnee, aber wegen der Piste machbar; oben starke Verwehungen


    Gefahreneinschätzung: gering


    Exposition der Route: v.a. Ost


    Prognose: wahrscheinlich weiterhin machbar dank Piste; es müsste halt (ohne Wind) ordentlich schneien


    Sonstiges: Nachdem ich mich gestern durch den Wetterbericht bzw. den Orkanwarnungen leider von einer Tour abhalten habe lassen, wollte ich heute mal schauen, ob nicht doch was geht - Start gegen Mittag in Lofer bei der Talstation der Loferer Alm-Bahn (es gibt für Tourengeher auch einen größeren Parkplatz etwas oberhalb der Talstation an der Straße zur Loferer Alm). Die Wärme und der Regen haben der Schneedecke hier schon sehr zugesetzt, es geht aber von unten weg. Ab ca. 900 m mehr Schnee, oberhalb der Mittelstation stieß man auch auf Neuschnee (ca. 5 cm, nach oben hin mehr). Wer über die Piste aufsteigt, sollte noch vor der Mittelstation den steileren Hang nach links hoch - bei der Mittelstation kommt man auf die Fahrstraße, über die man zwar aufsteigen kann (heute zumeist auch mit Skiern), auf der aber auch Autoverkehr besteht. Bis zum Almplateau war der Wind eigentlich keine große Sache, auch die Sicht war recht gut und der Schneefall hatte aufgehört - ab dem Plateau wurde es aber sehr stürmisch, der Skibetrieb wurde dort auch schon am späten Mittag eingestellt, so dass die Tourengeher unter sich waren. Über die schwarze Piste beim Grubhörndl-SL geht es zu dessen Bergstation - einige Stellen sind komplett ausgeblasen und ausgeapert. Ab der Bergstation geht es noch ca. 70 Hm zu Fuß hoch (bei mehr Schnee auch mit Skiern) - die Mitnahme des Gipfels lohnt der Aussicht wegen. Bei der Abfahrt musste man dann etwas aufpassen auf die ausgeblasenen / eisigen Stellen (auf der Piste gab es heute wohl auch Verletzte), im Prinzip ging es aber doch ganz gut, man hätte nicht die Steinski nehmen müssen.


    Insgesamt war es doch gut, mal rausgeschaut zu haben, insbesondere die Aussicht war viel besser als erwartet. Leider war aber auch deutlich weniger Neuschnee gefallen, als man vom Regen in Bayern her erwarten hätte können. Und dieser wurde stark verblasen, wenngleich der Wind im Voralpenland und Inntal mir stärker erschien als etwas geschützter am Berg.



    P.S.: Es gibt einige Aufstiegsmöglichkeiten abseits der Piste, etwa über die Soder-Vokenalm. Auch ansonsten sind Routen abseits der Piste ausgewiesen, ggf. auf der Karte die Aufstiegsmöglichkeiten ausspähen, wenn mehr Betrieb ist als heute.

    Gipfel und Höhe: Schnappen (1.546 m), Schnappenstein (1.491 m)


    Gebirge: Kaisergebirge


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 06.01.2015


    Ausgangspunkt: Gehöft Wiesen im Kohlental zwischen Schwendt und Griesenau (nicht direkt am Gehöft parken, s.u.)


    Tourenverhältnisse: wechselnde Schneeverhältnisse, insgesamt aber ziemlich passabel


    Gefahreneinschätzung: gering


    Exposition der Route: v.a. West und Süd


    Prognose: Wärme und Regen wären hier nicht gut - besser nach Neuschnee


    Sonstiges: Heute gab es eine Skitour in eher unbekannten Gefilden - der Schnappen südlich vom Kössener Untersberghorn im Grenzbereich Kaisergebirge / Chiemgauer Alpen. Los geht es beim Gehöft Wiesen - hierher der Straße von Kössen nach St. Johann über Schwendt folgen bis zur Abzweigung "Wiesenweg". Das Gehöft ist das zweite, auch wenn es bereits beim ersten ein AV-Schild gibt (andere Route). Man sollte unbedingt nicht direkt beim Gebäude parken, auch wenn dies in meiner Beschreibung zu lesen war. Bringt nur Ärger mit den Privateigentümern ein. Bei der derzeitigen Schnee-/Eislage allerdings nur sehr beschränkt an der Straße möglich, evtl. nach einer Brücke oder gleich an der Abzweigung des Wiesenwegs und ca. 600 m Langlauf.


    Von unten weg ging es mit Skiern, unten wenige cm Pulver (wohl Neuschnee) auf einem harten Deckel, nach oben mehr. Es musste alles eingespurt werden, wobei es verschiedene Möglichkeiten gibt. Die Hänge oberhalb der Stuben-Alm sind ziemlich schneearm (wohl verblasen - der Sturm hat im Gebiet allgemein ordentliche Arbeit geleistet), gingen aber doch in Aufstieg und Abfahrt. Danach alles kein Problem in Aufstieg und Abfahrt, auf den steilen Hängen ab der Stuben-Alm müsste bei größerer Lawinengefahr entsprechende Achtsamkeit gewaltet werden.


    Nach dem Almkreuz geht es zum Gipfel in eine kleine Senke, dann auf der anderen Seite hoch, aber nicht zum ersten Gipfel, sondern wiederum nach einiger Zeit einige Meter abwärts. Der Hauptgipfel ist klein und in die meisten Richtungen zugewachsen. Es lohnt sich, noch bis zur Kapelle am Schnappenstein ca. 50 Hm abzufahren (angefellt - abgefellt wird erst ganz am Ende der Tour am besten beim ersten Vorgipfel, da man von diesem aus direkt abfahren kann). Ist erst recht spät sichtbar, aber ein sehr schönes Platzerl.


    Die Abfahrt bot alles von schönem Pulver, einige Meter Harsch, firnartigem Schnee und einem beginnenden Deckel - könnte sich schnell zu Bruchharsch umwandeln, wenn es nicht ohnehin wegtaut. Nach der Stuben-Alm kann man mit einem kleinen Gegenanstieg (mit Skiern) auch zur Einwall-Alm abfahren, muss aber zwei Maschendrahtzäune übersteigen (Alternative zur Almstraße).



    Insgesamt bei dem Traumwetter (ziemlich warm) und der guten Sicht eine nette Abwechselung auf einen selten bestiegenen Gipfel, was sicherlich auch etwas am hakeligen Gelände liegt. Bei guter Schneelage und sicherer Lawinenlage gibt es auch eine ziemlich steile Variationsmöglichkeiten.


    Bilder / GPS-Track:

    Höchster Punkt: Gaiskogel (2.820 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 21.12.2014


    Gebirge: Stubaier Alpen (Sellrain)


    Ausgangspunkt: Kühtai Alpenrose


    Exposition der Tour: v.a. West


    Tourenverhältnisse: bis ca. 2.500 m Pulver mit leichter Eislamelle, Rinnen hart ausgeblasen / ausgefahren


    Gefahreneinschätzung: v.a. Sturzgefahr; die Rinnen sind an sich auch nicht ohne


    Prognose: für die Rinnen braucht es Neuschnee - durch die vielen Begehungen immer ausgefahrener


    Sonstiges: Zur Tour stand im Beitrag von Karin ja schon fast alles - ergänzen kann ich es noch damit, dass die Rinnen heute schon sehr hart waren. Harscheisen mitnehmen, viele haben es zu Fuß gemacht (wer nicht ohnehin nur bis zu den Rinnen gegangen ist), ich nach Fellproblemen und einem Rutscher in der steilen Rinne auch. Heute war es vielleicht noch etwas kälter als gestern und einen kalten Wind gab es auch noch, aber bei weitem nicht so schlimm wie gestern. Abgefahren bin ich über die obere Rinne (= Skier auch nach der Gaiskogelscharte raufschleppen). Die ersten 30-50 Hm muss man je nach Skimodell und -können abrutschen / tragen oder könnte teilweise auch fahren, mir war dies auf dem harten Schnee mit darunter liegenden Felsen zu gefährlich (Spitzkehrenabfahrt). Dann ist aber die Rinne nach unten sehr schön.


    Im Kühtai sind mittlerweile die meisten Lifte (auch die südseitigen) geöffnet, dementsprechender Andrang von Pistlern, Variantenfahren und auch Tourengehern.



    Ich hoffe auf Schnee für das neue Jahr - damit dann gescheite Touren (und auch in den heimischen Bergen) gehen. Vielleicht nach dem angesagten Weihnachtstauwetter?

    Höchster Punkt: Wilder Pfaff (3.455 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 20.12.2014


    Gebirge: Stubai


    Ausgangspunkt: Mutterbergalm (Talstation Stubaier Gletscherbahnen)


    Exposition der Tour: alle außer West


    Tourenverhältnisse: wechselnde Schneeverhältnisse: Harsch, Eis, Pulver, Windgangeln - insgesamt aber nicht schlecht


    Gefahreneinschätzung: durch die vielen Begehungen lawinentechnisch wahrscheinlich o.k., auch wenn heute viel Schnee verblasen wurde


    Prognose: unten braucht es Schnee, ansonsten wahrscheinlich gleichbleibend


    Sonstiges: Tourenbeschreibung siehe hier im Archiv bzw. noch auf der Startseite. Im Stubaital herrschte heute großer Andrang, allein zum Kaufen der Karte für die Bergfahrt gab es ordentlich Wartezeit. Da sonst wenig geht (Piste und Tour), drängt sich das Skivolk scheinbar im Stubai (und den entsprechenden Touren im Ötztal).


    Die Freude an der Tour war heute etwas getrübt durch einen teilweise extrem starken und eisigen Wind. Teilweise kaum auszuhalten ohne Gesichtsmaske. Pausen gab es deswegen praktisch keine. Einige haben auch am Pfaffenjoch oder am Vorgipfel des Zuckerhütl Halt gemacht. Zuckerhütl wurde mehr begangen als der Pfaff, auch die Nordwand befahren.


    Wer die Wilde Grubn abfahren will, sollte Steinski nehmen. Viele kleine Steine, apere Stellen, auch ein paar Felsplatten waren freigeblasen.

    Höchster Punkt: Alpkopf (1.802 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 14.12.2014


    Gebirge: Lechtaler Alpen


    Ausgangspunkt: Hst. Bichlbach-Almkopfbahn


    Exposition der Tour: alle


    Tourenverhältnisse: sehr wenig Schnee


    Gefahreneinschätzung: Lawinen keine, Sturzgefahr durch Steine und Schaden für das Material


    Prognose: erst wieder mit Neuschnee oder zusätzlicher Beschneiung sinnvoll, bei diesen Temperaturen konnte man dem Schnee schon im Tagesverlauf beim Schmelzen zusehen


    Sonstiges: Nach dem gestern zwar ausreichenden Schneemengen, aber äußert eisigen Verhältnissen an der Ehrwalder Alm wollte ich es heute nochmals im Außerfern probieren. Aber schon bei der Bahnanfahrt der erste Schock: Die rote Piste nach Bichlbach bis weit hinauf praktisch aper. Auf der blauen Piste ging es dann ab der Talstation (Bahnhaltepunkt gleich daneben, sehr praktisch) zwar, die ersten 50 Hm habe ich noch getragen, danach durchgehend mit Skiern bis zur Bergstation. Vom Skigebiet bis zum Gipfel sehr wenig Schnee, im Aufstieg musste man wiederholt abschnallen - man hätte wohl die Skier auch gleich unten lassen können. Am Gipfel abgesehen vom kalten Wind mild und gute Sicht auf die surreal niedrige Schneelage für einen 3. Advent - südseitig könnte man praktisch alle Touren ohne Schneekontakt machen.


    Für die Abfahrt habe ich einen Zwischenabstecher Richtung Berwang gemacht - das ist auch der Hang, den man auf der Webcam sieht. Leider zeigt diese nur den ersten, beschneiten Fleck, darunter ist es in erheblichem Maße aper. Echtes Skifahren ging nur auf den beschneiten Flecken. Wieder oben musste man sich bis auf ca. 1.450 m hinuntermogeln, hier liegt nur extrem wenig Schnee, dafür hat es um so mehr Steine - beschneit wurde anscheinend dort noch nicht. Habe mir "wunderbar" selbst die Steinski ruiniert. Ein Vorgänger ist alles abgefahren, muss ein noch größeres Massaker gewesen sein, ich bin die schlimmsten Meter gelaufen. Danach ging es dann auf der blauen Abfahrt, insbesondere die beschneiten Stellen waren sogar gut und nicht eisig wie an der Ehrwalder Alm.


    Insgesamt eine der (oder sogar die) schneeärmsten Skitouren, die ich je unternommen habe. Weil halt Mitte Dezember ist und mir am 3. Advent die Stimmung nicht nach Wandern auf schneefreie 2.000er steht. Erstaunlich war, wie wenig bisher beschneit worden ist, obwohl ursprünglich bereits an diesem Wochenende geöffnet werden sollte. Hatte mit mehr Kunstschnee-Eis (und dafür geringeren Skischäden) gerechnet.


    Bilder zur Tour:


    So schaut es unten aus:



    Im Berwanger Kessel schaut es schon weiß aus, aber Skitouren im freien Gelände gehen nicht:



    Abfahrt nach Berwang - die aperen Stellen sah man (zumindest gestern) nicht auf der Webcam, die nur die beschneiten Flächen zeigt:



    Höchster Punkt: Issentalköpfl (1.917 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 13.12.2014


    Gebirge: Wetterstein


    Ausgangspunkt: Ehrwald


    Exposition der Tour: West und Süd


    Tourenverhältnisse: wenig Schnee


    Gefahreneinschätzung: Lawinen keine, aber das bockharte Kunstschnee-Eis stellt eine echte Sturzgefahr dar


    Prognose: wird besser, wenn der Kunstschnee präpariert wird; bei Skibetrieb m.E. nicht lohnend


    Sonstiges: Auf der Suche nach Schnee in den hiesigen Gefilden habe ich mich heute nach Ehrwald begeben. Auf der Piste gibt es durchgehend ab der Talstation Schnee, aber meist nur wenig Naturschnee, dafür Kunstschnee-Häufchen (= Eis), teilweise auch auf die Piste verteilt und mit Spuren bockhart gefroren. Zudem viele Steine, Steinski nehmen aber dann sind die Kanten für das Eis nicht gut ...


    Ziemlich warm, abgekühlt durch den Wind. Sicht aucht gut - allerdings für Mitte Dezember erschreckend: Rund herum südseitig bis weit hinauf grün, nordseitig auch nur wenig Schnee. Musik gab es auch (unfreiwillig), Ski-Opening auf der Ehrwalder Alm, aber ohne Skibetrieb, die Bahn fuhr aber. Für manche reicht halt eine Musi und der Alkohol. Ziemlich viel los dafür.


    In der Abfahrt gab es die oben genannten Schneearten dann die volle Packung, nur recht wenige Meter waren richtig nett zum Abfahren, der Rest eher ein hartes Herumkratzen.


    Bilder zur Tour:


    Die Kunstschneehaufen wurden auch iglumäßig genutzt:



    Am Pistenanfang schaut es schön weiß aus, aber nicht täuschen lassen: Viel Eis, einige Steine, sehr hart:



    Die Bergstation der neuen Issental-6er-SB - bescheidene Gestaltung schaut anders aus:






    Höchster Punkt: Kramer (1.985 m)


    Art der Tour: Bergwanderung


    Datum der Tour: 06.12.2014


    Gebirge: Ammergauer Alpen


    Ausgangspunkt: Untergrainau Bhf. (oder Garmisch-Partenkirchen)


    Exposition der Tour: alle


    Tourenverhältnisse: praktisch kein Schnee, Querungen auf der Nordseite im Altschnee dank guter Fußstapfen kein Problem


    Gefahreneinschätzung: Normalweg gering, Abstieg Maximiliansteig Vorsicht nötig


    Prognose: bleibt so bis zu dem ersten kräftigen Schneefall


    Sonstiges: Nachdem auch der Nikolaus keinen Schnee gebracht hat, gab es heute nochmals eine Wanderung - auf den Kramer, den man im Sommer besser meidet angesichts der Massen an Wanderer, den ich heute aber von unten bis oben und wieder herunter ganz für mich allein hatte. Start am Bhf. Untergrainau (Direktzüge ab München), über den Kreuzweg zur Stepbergalm. Winterlich schaut es mit dem Reif ja schon aus, Schnee liegt aber praktisch keiner. Grödel nicht nötig. Leider war ich dann am Gipfel noch ca. 100 Hm zu tief für die Nebelgrenze.
    Der Abstieg (mit kurzem Abstecher zum Katzenkopf) bietet zur Zeit keine Schwierigkeiten, ebenso nicht der Steig zum Königsstand. Von dort bin ich auf dem alten, verfallenen Steig durch die Nordwände hinunter ("Maximiliansteig" - jedenfalls gibt es dort eine Tafel, die an einen Jagdstand des König Maximilian erinnert - Bezeichnung habe ich von der Seite http://www.familiesteiner.de übernommen, dort auch eine ausgiebige Beschreibung mit vielen Fotos; jetzt weiß ich also, wie es ausschaut, wenn nicht durchwegs Nebel gewesen wäre ;-). Der Steig selbst hat viele ausgesetzte Stellen, ist aber für erfahrene Bergsteiger zur Zeit kein Problem. Bei Schneelage sicher nicht geeignet, heute mit dem Reif musste man halt etwas mehr aufpassen. Die in der o.g. Beschreibung angegebene Seilstelle fand ich allerdings völlig unproblematisch- erstens braucht man das Seil ohnehin nicht und zweitens hängt es derzeit ohnehin viel zu tief (behindert dadurch eher). Für den anschließenden steilen Waldabstieg wären Stöcke sehr sinnvoll gewesen. Außerdem muss man wiederholt über Bäume klettern, die wohl teilweise Opfer des Schnees im Herbst geworden sind.
    Zurück geht es dann mit Gegenanstieg über den Prälatensteig (Markierung "P" am Einstieg) und dann nach Garmisch zum Bhf.


    Jetzt wird es aber Zeit für Schnee ...

    Höchster Punkt: Windegg (2.809 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 30.11.2014


    Gebirge: Stubaier Alpen - Sellrain


    Ausgangspunkt: Kühtai


    Exposition der Tour: Nord


    Tourenverhältnisse: Harsch, Pulverreste nur ganz oben


    Gefahreneinschätzung: auf Steine aufpassen, Steinski sinnvoll


    Prognose: wird nicht besser ohne ordentlich Neuschnee, dann evtl. am Grat heikel


    Sonstiges: Am 1. Advent der Winterzeit entsprechend eine Skitourenmöglichkeit gesucht und wieder mal im Kühtai fündig geworden. Aufstieg über / neben der Piste (schon ordentlich was los) bis kurz vor die Bergstation der Drei-Seen-Bahn, dann in Aufstiegsrichtung nach rechts teilweise steil hinauf - man sieht den Skigipfel und die Rinne von unten gut. Nach längerer Rast in der warmen Sonne am Skigipfel ging es noch mit den Skiern am Rucksack über den Grat bis zum Skidepot der Rinne und dann weiter zum Gipfel. Zur Zeit sind Steigeisen nicht nötig. An sich eher einfach, zwei Stellen erfordern aber doch etwas Vorsicht. Bei mehr Schnee / Vereisung evtl. Steigeisen sinnvoll. Die Abfahrt durch die Rinne hat oben viele Steine, man sieht auch nicht alle. Weiter unten besser, der Harsch ließ sich mit gewissem Kraftaufwand auch fahren. Piste eher hart.


    Noch deutlich mehr Tourengeher waren Richtung Gaiskogel unterwegs, optisch sah es aber von der Ferne mittlerweile nach Steinen aus.

    Höchster Punkt: Östlicher Maroikopf (2.529 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 29.11.2014


    Gebirge: Verwall


    Ausgangspunkt: Arlbergpass - Talstation Valfagehrbahn


    Exposition der Tour: Nord


    Tourenverhältnisse: auch am Arlberg extrem wenig Schnee -in Lech und Zürs ist es bis
    weit hinauf aper; am Arlberg musste man die ersten 250 Hm die Skier tragen, runter geht es etwas weiter auf letzten Schneeresten
    Gefahreneinschätzung: gering


    Prognose: ohne Neuschnee nur noch für Hartgesottene


    Sonstiges: Tour verläut überwiegend auf Skipiste, jedoch noch kein Skibetrieb und auch keine Schneekanonen; schöne Aussicht bei sehr milder Witterung, nur der Föhnwind kühlte etwas ab

    Höchster Punkt: Schöttelköpfe (1.902 m)


    Art der Tour: Bergwanderung (Bike & Hike)


    Datum der Tour: 23.11.2014


    Gebirge: Soierngebirge


    Ausgangspunkt: Krün - Anfahrt mit dem Radl über die Buckelwiesen entweder vom Bhf. Klais oder Mittenwald - beides sehr lohnend


    Exposition der Tour: alle außer West


    Tourenverhältnisse: Schnee nur an schattigen Stellen, zur Zeit kein Problem


    Gefahreneinschätzung: gering, "Abenteuervariante" zur Gemsscharte erfordert den geübten Bergsteiger


    Prognose: bis zum ersten großen Schneefall machbar


    Sonstiges: Heute ging es zum Sonnetanken mit dem Radl eine Runde über die Buckelwiesen (sehr lohnenswert bei Anreise mit dem Zug) nach Krün und dann steil hinauf zur Fischbachalm. Über einen alten Steig, der ca. 5 min hinter der Alm in einem flachen Winkel vom teilweise verfallenen Herzogsteig abbiegt, in den Sattel zwischen Ochsenstaffel und Schöttelköpfen. Nach langer Rast bei traumhafter Sicht und warmen Temperaturen wieder hinab und auf der anderen Seite hinauf. Bei den vielgipfeligen Schöttelköpfen ist es schwer zu sagen, was der höchste Punkt ist - ich ging deswegen bis zum südlichen Gipfel durch.
    Ab da entschied ich mich zu einer Spezialvariante, Abstieg über die Gemsscharte: Zunächst am grasigen Kamm problemlos bis kurz vor die Abbruchstelle. Hier muss man sehr genau nach Steinmandl Ausschau halten - es geht rechts in die Westflanke hinunter und über ein ausgesetztes Band, zuletzt mit einem Drahtseil und einer Leiter gesichert, in die Gemsscharte. Nicht ganz leicht zu finden, aber machbar. Danach weglos zum Lakaiensteig. Zur Zeit sehr einsam in der Gegend, alle Hütten zu.



    Vielen Dank an den Steinmandlbauer, Latschenfreischneider und Drahtseilerneuer auf der Abstiegsvariante. Ohne diese Hilfen wäre es doch deutlich schwieriger bzw. nicht zu finden. Immer wieder schön, dass sich hier jemand die Mühe macht, alte Pfade zu erhalten!

    Höchster Punkt: Zischgeles (3.004 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 22.11.2014


    Gebirge: Stubaier Alpen - Sellraingruppe


    Ausgangspunkt: Praxmar


    Exposition der Tour: Nord


    Tourenverhältnisse: unten sehr wenig Schnee, 2.000 - 2.400 m Schnee ausreichend, aber "anspruchsvoll" zu fahrender Schnee, oberhalb heute super Pulver, noch wenige Spuren


    Gefahreneinschätzung: zur Zeit Lawinen gering, auf Steine aufpassen


    Prognose: bei der Wärme (heute taute es auch untertags) ist es unten aus, vgl. die Webcam


    Sonstiges: Heute nochmals eine Skitour, wobei ich mich für den Zischgeles (vgl. Tourentipp-Archiv) entschied - die Annahme, dass unten wenig Schnee liegt, erwies sich als richtig, ebenso wie die von mir hieraus abgeleitete Prognose, dass es an diesem beliebten Tourenberg deshalb ruhig zugehen würde. Ab der Schef-Alm schaut es auch nach echter Skitour aus, oben sind die Hänge heute sogar sehr gut gewesen. Und das Wetter war natürlich ohnehin traumhaft, die milde Witterung veranlasste zu einer längeren Gipfelpause, kein Wunder bei der Gipfelschau.
    Alpengasthof Praxmar hat nach Schild zur Zeit Betriebsurlaub, Ghf. Lüsens soll offen sein.


    Bilder zur Tour:


    Landschaftlich ist es ab der Schef-Alm wirklich toll:



    Der Gipfel rückt in Sichtweite:



    Oben sogar guter Schnee, unten "anspruchsvoll":