Bei Nauders am Reschenpass liegt das relativ kleine Skigebiet Bergkastel. Mit Hilfe der Seilbahn ist die Skitour auf den Mataunkopf eine Spritztour. Wählt man die technisch etwas anspruchsvollere Überschreitung von West nach Ost, erwarten einen viele Abfahrtsmeter bei geringer Anstiegsleistung. Wegen eines 35-40° steilen Hanges erfordert die Route sichere Verhältnisse und gute Steigtechnik.
Der Griankopf ist ein hübscher, unschwieriger Skiberg zwischen Vinschgau und Engadin mit teilweise steilem Muldengelände. Der etwa einstündige Talanstieg wird einem durch romantisch anmutende Almhütten verschönt. Bei Lawinengefahr sind die steilen Passagen jedoch nicht zu unterschätzen.
Das Wilde Hinterbergl ist eine der lohnendsten Skitouren von der Franz Senn Hütte aus. Die zügigste und vielleicht auch die beste Route führt über den spaltigen Berglasferner, der noch Mitte der 1980iger Jahren richtig wild und zerklüftet war. Leider ist heute davon nicht mehr all zu viel übrig geblieben. Wer es etwas gemütlicher haben will, erklimmt den Gipfel über den Verborgen-Berg-Ferner. Und als besonderes Abfahrtsschmankerl gibt’s noch die Variante über den Turmferner.
Diese herrlichen Skitouren durch ideal geneigte, nordseitige Gletschermulden stehen etwas im Schatten der großen Berninagipfel, sind aber richtig schöne Genußtouren. Sie lassen sich auch gut miteinander verbinden.
Startpunkt zu dieser äußerst abwechslungsreichen und tollen Skitour ist die aus 28 Weilern bestehende Walsersiedlung Obersaxen. Sie thront erhaben auf einem Plateau über dem Vorderrhein. Im unteren Teil geht es zunächst über verträumtes Almgelände, das aber im weiteren Verlauf allmählich den Charakter ändert und im Gipfelbereich hochalpine Formen annimmt.
Aus dem Auracher Graben kann man eine ganze Fülle an schönen Skitouren angehen. Für Staff- und Saalkogel muß man zwar weit ins Tal hinein, doch dann wird man mit herrlichem Skigelände belohnt. Als Zugabe gibt es einen schönen Gipfelblick zum Wilden Kaiser, sowie auf die Loferer und Leoganger Steinberge.
Der Golfen ist ein Logenplatz vom Feinsten. Von diesem unschwierigen Gipfel aus blickt man bei klarer Sicht mitten in das zerfurchte Antlitz der Sextener und Pragser Dolomiten. Senkrechte Felswände, Felsspitzen und mächtige Zacken scheinen greifbar nahe zu sein. Eine eher gemütliche Abfahrt rundet das beschauliche Bergerlebnis ab.
Val Lumnezia bedeutet im Rätoromanischen Tal des Lichtes. Aus dieser Sonnenstube bricht man auf, um den langgezogenen, weißen Rücken mit dem eigentümlichen Namen Scharls im langen Kamm des Greiner Berges zu besteigen. Dieser Gipfelrücken ist äußerst dankbar, denn er schenkt Abfahrtsmöglichkeiten in alle Himmelsrichtungen.
Skitourengeher mit glücklichen Augen, die noch Staunen können über die Feinheiten einer Landschaft, fühlen sich auf dieser Route wohl. Besonders wenn kurz vor dem Gipfel urplötzlich die spitzen, verschneiten Felsgrate der Kalkkögel zum Greifen nahe scheinen und hinten im Süden der wuchtige Habicht hervorlugt.