Beiträge von kormoran

    Nach 16 Jahren endlich bei toller Aussicht auf dem Nevado Pisco!! :)


    Damals war ich zwar auf dem Gipfel, aber mitten in einer Wolkendecke ohne Aussicht.


    Seitdem sind allerdings beide Gletscher auf der Route (Huandoy + Pisco) stark zurückgegangen, wodurch sich die Tour nochmal verlängert hat. Man muss einige bröslige Moränen-Zwischenabstiege einkalkulieren, zu den 1100 Höhenmetern kommen auf der Tour sicher nochmal 200-300 dazu! Und auf dieser Höhe sind 1100 eigentlich schon genug. Bis zum Gletscher haben wir von der Hütte fast 3 Stunden gebraucht - in meiner Erinnerung war der Zustieg damals (2010) nur halb so lang.


    Beim Aufstieg fällt das nicht so auf, da die meisten Gruppen um 1 Uhr losziehen und 4 Stunden im Dunkeln laufen (wie auch mein Guide und ich). Praktischerweise hat meine Stirnlampe nach 45 Minuten ihren Geist aufgegeben, so dass ich mich mit dem Restlicht von der Stirnlampe von meinem Guide zufrieden geben musste! In diesem Fall wär's von Vorteil gewesen, wenn noch ein anderer Gast mit von der Partie gewesen wäre ;)


    Zum Glück bin ich oft genug im Dunkeln in so einem Gelände unterwegs, so dass wir das trotzdem in einer ordentlichen Zeit hinbekommen haben. Kurz vor Sonnenaufgang waren wir oben, und hatten den Gipfel für eine halbe Stunde für uns allein! Der Nevado Pisco ist für eine der schönsten Aussichten in der Cordillera Blanca bekannt. Ich kann das bestätigen, die Anstrengungen haben sich gelohnt!


    Wir sind dann gleich ins Tal abgestiegen und zurück nach Huaraz gefahren. Die Hütte ist zwar schön (fast wie eine AV-Hütte), aber gut schlafen kann man dort nicht im 30er-Lager. Und die Preise sind für peruanische Verhältnisse ziemlich hoch (fast wie bei uns).


    Ein emotionaler Moment für mich! Nach so langer Zeit auf dem Gipfel bei toller Aussicht! Die Sonne geht auf hinter dem Chacraraju:





    Blick zu den Huandoy-Gipfeln:





    Nahaufnahme Chopicalqui:





    Gipfelblick nach Norden zu Artesonraju und Alpamayo:





    Nahaufnahme Artesonraju (der war wolkenfrei im Gegensatz zum Alpamayo):





    Ostgrat vom Huandoy-Ostgipfel:





    Die nächste Gruppe kommt am Gipfel an, hinten links Chopicalqui und daneben die beiden Huascarán-Gipfel:





    Der Abstieg über den Gletscher war noch sehr schön (hinten wieder die Huandoy-Gipfel):





    Die Gletscher-Route ist seit meinem letzten Besuch etwas schwieriger geworden. Ich würde das nicht mehr als PD einstufen, sondern als PD+

    Insgesamt waren nur 4 Gruppen unterwegs, durch die Länge ist die Tour nicht mehr so frequentiert wie früher. Hier 2 Gruppen beim Abstieg:





    Blick zurück von der letzten Moräne zum Pisco (rechts oben). Vorne sieht man einen Teil von der Moränen-Kraxelei, dieses Gelände hat der Huandoy-Gletscher hinterlassen (Geschiebe von links). Danach steigt man auf der linken Moräne zum Pisco-Gletscher auf, von dort geht es weiter zum Sattel und dann meistens auf dem Rücken zum Gipfel:


    Die Cordillera Huayhuash ist ein großartiges Tourengebiet! Gewisse Besonderheiten sind aber mit inbegriffen - man sollte sich vorher darauf einstellen. Es lohnt sich aber definitiv!

    • Die Huayhuash-Runde ist in verschiedenen Varianten die beliebteste Trekking-Tour in ganz Peru. Auf den Zeltplätzen waren meistens um die 10 Gruppen unterwegs (mit jeweils 2-10 Personen)
    • Wenn man wie ich mit einer lokalen Agentur unterwegs ist, kann es passieren, dass die Tour kurzfristig verschoben wird. Bei uns wurde sie mangels Eseltreiber sogar um 2 Tage verschoben! Das ist natürlich nicht für alle machbar
    • Wenn das nicht explizit inklusive ist (oder man auf eigene Faust unterwegs ist), muss man mindestens 300 Soles in Bar mitnehmen, um die Durchgangs-Gebühren der Gemeinden zu bezahlen
    • Ein warmer Schlafsack ist auch hilfreich, da es in manchen Nächten bis -10 Grad herunterkühlt
    • Es gibt sehr selten Handy-Empfang und nur in Huayllapa Strom. Wenn man oft digitale Geräte nutzt, am besten eine Powerbank mitnehmen (auch wegen der Kälte)


    Meine Route (ich musste aus Zeitmangel die Route abkürzen - wegen der Verschiebung und einer schon gebuchten nächsten Tour):

    • Tag 0: dort mussten wir am Ausgangspunkt Quartelhuain zelten und einen Tag warten - wir haben dann eine Tagestour bis kurz vor dem Rondoy-Pass gemacht
    • Tag 1: endlich ging die eigentliche Tour los! Über den Cacanan-Pass ging's zum nächsten Zeltplatz bei Janca (4250m)
    • Tag 2: über den Carhuac-Pass ging's nach Incahuain (4200m) am Carhuacocha-See
    • Tag 3: an den schönen Seen vorbei zum Siula-Pass. Von dort ein kleiner Abstecher zum Aussichtspunkt (Cerro Azulcocha, 4950m) und weiter zum Zeltplatz beim Weiler Huayhuash (4350m)
    • Tag 4: Hier musste ich 2 Etappen zusammenlegen, um im Zeitplan zu bleiben. Zuerst bin ich mit der Gruppe zum Trapecio-Pass (5010m) aufgestiegen. Von dort sind wir noch weiter zu einem Aussichtspunkt, und dann hinunter zum nächsten Zeltplatz (Elefante, 4500m). Dort habe ich die Gruppe verlassen und bin mit einem Hilfskoch weiter nach Huayllapa abgestiegen
    • Tag 5: die Rückreise nach Huaraz war auch eine kleine Odyssee! Mit öffentlichen Verkehrsmitteln (collectivos) muss man erst ganz runter an die Küste fahren (über Cajatambo nach Pativilca), um dort einen nächsten Bus nach Huaraz zu bekommen. Ich hatte noch Glück mit den Anschlüssen und war nur 11 Stunden unterwegs (von 4 - 15 Uhr). Es können auch 12-15 Stunden werden!

    Insgesamt war's eine traumhafte Runde mit einer super 10er-Gruppe, die immernoch unterwegs ist! Dass dort viel los ist, wusste ich vorher schon und ich konnte mich darauf einstellen.


    Blick vom Cacanan-Pass zum Pucacocha-See:





    Blick vom Zeltplatz bei Janca zu Mituraju und Jirishanca (rechts vorne):





    Auf dem Weg zum Carhuac-Pass, Blick auf Jirishanca (rechts) und Yerupajá (ganz hinten in der Mitte):





    Blick auf die Seen, an denen wir am nächsten Tag vorbeigehen (vorne Gangrajanca):





    Morgendlicher Blick über den Carhuacocha-See zu den dahinterliegenden Bergen (Siula Grande links, Yerupajá mitte, Yerupajá chico rechts):





    Blick über den Gangrajanca-See zum Jirishanca:





    Blick vom Siula-Pass zum Yerupajá chico:





    Beim Aussichtspunkt kurz oberhalb vom Trapecio-Pass. Blick auf Sarapo (links) und Carnicero (rechts), dahinter Siula Grande:





    Kurzer Abstecher auf den flachen Bereich vom Trapecio-Gletscher. Blick zurück nach Südosten zur Cordillera Raura (hinten):





    Beim Abstieg vom Trapecio-Pass zu den Hunacpataycocha-Seen:


    Eine wunderschöne und meist einsame Tour! Die mussten wir uns aber wegen der Höhe und der Kälte in der Nacht erst erarbeiten. Man bleibt die meiste Zeit zwischen 4500 und 5100 Metern!


    Die meisten Trekking-Touristen konzentrieren sich in Cusco auf Treks nach Machu Picchu, und machen höchstens einen Tages-Ausflug zur Cordillera Vilcanota - um den oft überfüllten Rainbow mountain zu besuchen. Das wollten wir anders machen und den Rainbow mountain im Rahmen einer Mehrtagestour mitnehmen. So konnten wir dort am Nachmittag sein, als die Tagesbesucher schon wieder auf dem Rückweg nach Cusco waren.


    Unsere Route:

    • 1. Tag: Start etwas oberhalb von Tinki => Upis => Arapa Pass => Laguna Yanacocha
    • 2. Tag: über Pass nach Anantapata => über zweiten Pass zur Laguna Pucacocha (Nachtlager) => Abstecher zum Rainbow mountain
    • 3. Tag: zurück nach Anantapata => Palomani Pass => Zeltlager bei Pampakancha
    • 4. Tag: Campa Pass => Zelten unterhalb der 7 Lagunas
    • 5. Tag: kurzer Abstieg nach Pacchanta, Besuch der Therme

    Die Etappen waren an sich gut machbar (bis zu 18 km und 1000 Höhenmeter), aber durch unsere mittelmäßige Akklimatisierung war es trotzdem anstrengend. Wir waren sehr zufrieden mit der Entscheidung, das mit einer lokalen Agentur zu machen (und nicht auf eigene Faust)! So konnten wir mit vernünftigem Gepäck unterwegs sein (ca 10 kg) und haben einiges von unserem local guide erfahren. Zufällig waren in unserer kleinen 4er-Gruppe noch 2 andere Münchner dabei ^^


    Wir waren vorher 5 Tage in Cusco (immerhin auf 3400m) und haben 2 Eingehtouren in den Hügeln rund um die Stadt gemacht. Besser ist es, wenn man vorher eine Mehrtagestour wie den Salkantay-Trek macht, dann läuft das sicher geschmeidiger. Wir haben das aber zeitlich nicht mehr unterbekommen. Trotzdem war's ein tolles Erlebnis!


    Mit der Agentur waren wir sehr zufrieden (die Info teile ich gerne auf Anfrage). Nur die Leih-Schlafsäcke waren nicht ausreichend warm. Die sollten am besten einen Komfortbereich bis -10 haben (was nicht der Fall war). Später habe ich erfahren, dass fast alle Anbieter in Cusco nur Trekking-Zelte und -Schlafsäcke haben. Das heisst entweder nimmt man sich selbst einen besseren Schlafsack mit, oder genug Lagen zum anziehen in der Nacht (wie wir).


    Ausangate aus der Ferne, dieses Bergmassiv umrundet man bei dem Trek - man sieht es bei guter Sicht schon von Cusco aus!





    Wenig Leute, dafür viele Alpacas auf dem Trek! Wir haben nur 1-2 Gruppen pro Tag getroffen





    Seltenes Bild - allein beim Rainbow Mountain! Von früh morgens bis nachmittags ist das ansonsten ziemlich voll mit Leuten, die die anderen Leut dann für Instagram heraus-retuschieren. Wir mussten das nicht tun ;)





    An vielen Stellen gabs ein schönes Farbenspiel mit Gletschern und Gesteinsformationen:





    Dieser schöne Berg bei Jampa (Nevado Jatunhuma) sieht aus bestimmten Winkeln wie ein Kondor aus (mit kleinerem Kopf):





    Alpacas vor dem linken Flügel des Kondors:





    Beeindruckende Schneeformationen:





    Schöner Gebirgssee kurz vor dem Campa Pass:





    Zufällig hab ich hier 2 Bergsteiger herangezoomt bei dem Versuch, den Nevado Puka Punta zu besteigen! Ich habs erst später auf dem PC gesehen ;)





    Unser letzter Zeltplatz:


    Für uns beide war's das erste Mal ohne Ski auf der Pleisenspitze! Den unteren Teil bis zur Pleisenhütte finde ich bei ausreichender Schneelage schon angenehmer mit Ski, aber insgesamt war's auch eine schöne Frühsommer-Tour!


    Wegen der Temperaturen sind wir früh gestartet und haben den kleinen Umweg über die Birzlkapelle genommen. Dieser Umweg lohnt sich landschaftlich auf jeden Fall! Zeitlich sollte das auch nicht mehr als 10 Minuten Unterschied ausmachen.


    Die ersten kleineren Schneereste waren ab 2000m zu sehen, größere Schneefelder gab es ab ungefähr 2300m. Diese können zwar meistens umgangen werden, aber gestern war's für uns im Aufstieg meistens angenehmer im Schnee zu gehen (als im Schotter daneben). Wir hatten Gamaschen dabei und wollten die Schnee-Passagen sowieso für eine spätere kraftsparende Abstiegs-Variante antesten. Im Aufstieg konnte man an den meisten Stellen noch eine tragfähige Spur treten, beim Abstieg war die untere Hälfte schon zu weich.


    Das letzte Stück zum Gipfel war entweder schneefrei, oder es war eine gute Spur vorhanden. Bei der Pleisenhütten-Einkehr auf dem Rückweg waren wir dann schon etwas neidisch auf die Leut mit Radl ;)


    Aber immerhin war der Abstieg oft im Schatten, und der Wanderweg bietet mehrere Abkürzungen im Vergleich zur Forststraße.


    Am Samstag war ich außerdem in Oberammergau beim MSL-Klettern (Kofel + Kofelturm). Es war alles trocken und schneefrei, ansonsten gibt's dort nichts spezielles zu berichten.


    Blick auf die Pleisenspitze, kurz nach der Birzlkapelle:





    Blick auf den Karwendelbach vom Karwendelsteg aus:





    Auf einem der größeren Schneefelder, Blick zurück zur Erlspitze (in der Mitte):





    Das letzte Stück zum Gipfel war gut zu gehen (besser als es auf dem Foto aussieht):





    Kurz vor dem Gipfel, Blick auf die nächsten Karwendelketten:





    Blick vom Gipfel zum Wetterstein und zur Hohen Munde (hinten links):





    Nahaufnahme Alpspitze - jetzt sieht's gespurt aus (letztes Wochenende war noch keine Spur drin):





    Nahaufnahme Arnplattenspitze - die Überschreitung der Arnspitzen könnte aktuell fast schneefrei sein!





    Nahaufnahme Wilder Freiger:





    Gipfelblick Richtung Osten (Seekarspitze und Ödkarspitzen):


    Heute war's mal wieder Zeit für eine unkonventionelle Tour :)


    Ab und zu mach ich das ganz gerne, aber dann meistens in meinen Hausbergen und eher alleine. Zum Ersten kann ich dort die Verhältnisse am besten einschätzen und muss kaum Zeit für die Orientierung einplanen. Und zum Zweiten muss ich das dann nur mit mir selbst ausmachen, ob es sich lohnt ;)

    Ich wollte heute mit der Gondel zum Osterfelderkopf, dann ein Stück abfahren und die Verhältnisse bei den Schöngängen anschauen. Bei zuviel Neuschnee wollte ich die Bernadein-Piste abfahren und dann außenrum zum Bernadeinkopf aufsteigen.


    Da ich die Chancen für passable Verhältnisse bei den Schöngängen nur als 1:2 eingeschätzt hab, wollte ich meinen Plan B lieber alleine ausbaden, da ich dort von einer längeren Tragestrecke ausgegangen bin (rauf und runter). Der Ausweich-Plan kam dann auch zur Umsetzung, da mir die Verhältnisse in den Schöngängen nicht gefallen haben. Ich bin dann vom Bernadeinkopf noch bis zur Schulter vom Alpspitz-Ostgrat aufgestiegen, um noch ein paar schöne Schwünge zu haben.


    Es war insgesamt noch ganz ok! Abfahrts-technisch hat es sich nicht gelohnt, aber es war ein schöner Tourentag! Und ohne Ski hätte ich auch früher umdrehen müssen. Das Spuren ging meistens gut, da es am Vormittag noch kühl und bedeckt war. Und ich konnte immerhin insgesamt 800 Höhenmeter abfahren:

    • Pistenabfahrt Osterfelder + Bernadein: oben unverspurt und ganz brauchbar. Im unteren Teil bei vorsichtiger Fahrweise noch ohne Steinkontakt fahrbar (Ausnahme zwischen 1600-1650)
    • im Aufstieg ab Bernadein-Talstation meistens mit Ski begehbar (mit kurzen Unterbrechungen)
    • von der Ostgrat-Schulter bis zum Bernadeinkopf war's noch ziemlich gut! Der untere Teil von der Alpspitz-Ostflanke schaut aber nicht mehr gut aus, vor allem die Engstelle
    • danach bin ich noch bis ca. 1800 weiter abgefahren (mit kurzer Unterbrechung bei der Steilstufe bei 1950)
    • danach wurde mir das Stein-Risiko zu groß und die Ski blieben auf dem Rucksack bis zur Kreuzeck-Gondel
    • Für mich hat sich's gelohnt! Manche hätten das wahrscheinlich anders gesehen, aber heute musste ich mit niemandem darüber diskutieren ;)

    Der obere Teil war ganz ok zu fahren:





    Nahaufnahme von den Schöngängen - der mittlere Teil war mir zu heikel, ich bin dann gar nicht eingestiegen, sondern weiter runtergefahren:





    Auch der obere Teil von der Bernadein-Piste war nicht übel!





    Blick zur Stuibenwand (links mittig) und Stuibenkopf, beim Aufstieg auf ca. 1850:





    Blick runter zu den Schöngängen, kurz vor dem Bernadeinkopf:





    Blick vom Bernadeinkopf zur Alpspitze, ich bin danach links hoch zur Ostgrat-Schulter:





    Blick von der Schulter Richtung südliches Wetterstein:





    Hier würde es am Ostgrat weitergehn - mir wurde es dann aber zu spät / zu weich. Der untere Teil der Ostflanken-Abfahrt sah sowieso nicht mehr gut aus:





    Ich bin dann wieder zur Bernadein-Talstation abgefahren/abgestiegen und dann über den Sommerweg (an der Bernadeinhütte vorbei) zur Kreuzeckbahn . Dort hab ich mir dann eine Talfahrt gegönnt:





    Ich hab heute weder andere Ski gesehen, noch Spuren im Schnee! Das hier fand ich ein schönes Abschluss-Bild meiner Skitouren-Saison ^^


    Nachdem wir vor 3 Wochen die größeren Touren in Kolm-Saigurn wegen der Lawinenlage nicht machen konnten, haben wir uns ziemlich kurzfristig dazu entschlossen, das tolle Wetter für einen neuen Versuch auszunutzen.


    Trotz Feiertag waren im Naturfreundehaus noch genug Plätze frei für uns 3! Die Unterkunft war schätzungsweise nur halb belegt, mit 90% Skitouristen.


    Am Freitag zum Sonnblick sind wir vorsichtshalber ziemlich früh gestartet, da wir erst herausfinden wollten, wann der Schnee weich wird. Die normale Frühstückszeit ist momentan 5 Uhr, wir sind etwas früher los (leider kein Thermo-Frühstück möglich). Für die Abfahrt und eine ausgiebige Gipfelpause war das eine gute Startzeit, aber dafür war morgens der erste Steilhang unterhalb vom Neubau auf ca. 1900m noch ziemlich hart (Steigeisen waren dann hilfreich).


    Unten konnte man nach ungefähr 20 Minuten die Ski anschnallen. Um die Uhrzeit konnte man die Ski aber genauso gut noch 10 Minuten weiter tragen (ähnlicher Kraft-Aufwand). Die Engstelle nach der Rojacher Hütte war gut zu gehen, es war eine gute Spur vorhanden bei ausreichend Schnee.


    Wir sind dann die Abfahrts-Variante über das Ochsenkarkees gefahren. Die Steilstufe unterhalb vom Gletscher (auf ca. 2500) war etwas knifflig zu fahren - steil und noch ziemlich hart. Aber es war landschaftlich eine schöne Alternative!


    Am Samstag zum Hocharn musste man eine knappe Stunde die Ski tragen (bis kurz vor dem Ende des Latschengürtels). Es ist bei dem Wetter schon eine schweißtreibende Tour - da man oben in den Südost-Hängen lange in der Sonne brät. Der Aufstieg ist eh schon lange und zieht sich dadurch noch ein bisserl mehr - aber es lohnt sich wegen der tollen Aussicht und der schönen Abfahrts-Hänge!


    Bei den aktuellen Verhältnissen wäre vermutlich zwischen 10-11 Uhr der beste Abfahrts-Zeitpunkt gewesen. Aber wir wollten schon auch etwas die Fernsicht genießen und waren durch die lange Tour am Vortag obenraus auch nicht die schnellsten. Aber auch bei uns um 12 Uhr ging es noch gut und sicher zu fahren - nur die letzten Hänge bis zum Pilatussee waren vom Fahrspaß eingeschränkt (ziemlich weich). Der Nordosthang nach dem See war dafür wieder sehr schön zu fahren!


    Es hat sich gelohnt, nochmal herzukommen! Auch wenn die Ausweich-Touren vor 3 Wochen sehr schön waren, hab ich mich schon sehr gefreut, endlich mal diese 2 Touren machen zu können!


    Oberhalb der steilsten Stelle - wir haben die Steigeisen noch eine Weile angelassen. Oben links der Schutzhaus-Neubau:





    Steilstufe zwischen Unterem Goldbergkees und Ochsenkarkees (Abfahrts-Variante):





    Schlüsselstelle oberhalb der Rojacher Hütte:





    Kurz vor dem Sonnblick (Zittelhaus und Observatorium):





    Zoom zu Großglockner und Glocknerwand:





    Schöne Abfahrts-Hänge beim oberen Goldbergkees:





    Blick zum Hocharn am nächsten Tag - für den obersten Teil des Latschengürtels waren die Harscheisen noch gut, ab hier konnten sie wieder in den Rucksack. Das zieht sich noch - von hier sind es immernoch 1300 Höhenmeter:





    Blick vom Hocharn-Gipfel Richtung Großglockner und Wiesbachhorn:





    Los geht's auf die lange Abfahrt! Unten in der Mitte der Pilatussee, links hinten das Schareck, rechts vorne der Sonnblick:





    Links unten Kolm-Saigurn:


    Auch die Normalroute zum Barrhorn ist wahrscheinlich einfacher bei besserer Schneelage, aber dafür waren wir bei Traumwetter auf der ganzen Tour allein! Das Barrhorn ist einer der schönsten Aussichtsgipfel, der ohne Gletscherausrüstung erreichbar ist! Die NW-Rinne ist schon eine anspruchsvolle Abfahrt, jedenfalls bei dem Hartschnee von Samstag. Praktischerweise war unter uns eine super Skifahrerin dabei, die die schwierigen Stellen locker vorgefahren ist. So war die Routenfindung entspannter :)


    Die letzte Etappe der "Tour du ciel" war bei den aktuellen Bedingungen nicht ohne! Jetzt wissen wir, was bei den Einheimischen unter einer Einstufung = "machbar" zu verstehen ist ;)


    Wir haben zur Piipijlücke auf ca. 2900 die Steigeisen angelegt, was gut gepasst hat. Nach der kurzen Abfahrt haben wir sie wieder auf 2900 angezogen und bis zum jungtaljoch angelassen. Dort waren zwar die letzten 100 HM fast schneefrei, aber fürs Ablassen am Fixseil auf der Nordost-Seite waren sie eh wieder hilfreich. Auf das Wasuhorn haben wir verzichtet, da wir die Osthänge im Jungtal noch am Vormittag befahren wollten.


    Am Ende vom Junggletscher kommt aktuell eine blöde vereiste Engstelle, bei der die meisten von uns nochmal auf Steigeisen umgerüstet haben. Die Abfahrt danach war ein Traum! Man konnte noch bis ca. 2350 abfahren, danach noch 45 Minuten auf dem Wanderweg bis Jungen.


    Eine superschöne Rundtour (diesmal mit weniger Gipfel-Fokus), mit einer tollen 4-er-Gruppe! Inklusive funkbert


    Die Gratstelle bei der Barrhorn-Westflanke (auf ca. 3200) wird zahmer, wenn man näherkommt:





    Bei dieser Stelle konnte man die Nordwest-Rinne am besten einsehen - hier haben wir entschieden, dass wir uns später die Abfahrt näher ansehen wollen (sind dann weiter rechts rangefahren):





    Blick zurück zu Brunegghorn, Weisshorn und Bishorn:





    Blick vom Gipfel zur Mischabel-Gruppe (rechts) und weiteren Bergen:





    Blick zurück nach der Abfahrt durch die NW-Rinne. Der Schnee war schon ziemlich hart, aber wegen dem flachen Einstrahlwinkel hätte man vermutlich lange auf weicheren Schnee warten müssen und das wollten wir nicht. Bei 2 Engstellen musste man vorsichtig abrutschen, ansonsten ging es ziemlich gut:





    Beim Aufstieg zum Jungtaljoch, Blick zurück zum Barrhorn und darunter zur Piipjilücke (Abfahrt an der Schattengrenze):





    Letzter Abschnitt zum Jungtaljoch - hier wär's besser ohne Steigeisen gegangen, aber der Umbau hätte sich nicht gelohnt (auf der Rückseite braucht man sie noch kurz):





    Ablassen am Fixseil auf der Ostseite vom Jungtaljoch:





    Blick zurück zur Engstelle am Ende des Jung-Gletschers (in der Mitte). Zu Fuß wäre die rechte Variante im Nachhinein besser gewesen, aber das sah von oben ungut aus:





    Danach wurden wir belohnt mit einem Abfahrts-Genuß im Firn! Hier die letzten Abfahrts-Meter, unten auf der Kanzel sieht man schon den Weiler Jungen:


    So könnte man unsere Skitouren-Tage auf der Turtmannhütte zusammenfassen: traumhaftes Wetter, gute Lawinen-Bedingungen und schöne Abfahrten trotz schwieriger Schneeverhältnisse!


    Unsere Route:


    • Donnerstag: Jungen (Seilbahn von St. Niklaus) - Jungpass - Brändji Oberstafil - Turtmannsee - Turtmannhütte
    • Freitag: Brunegghorn Skidepot, Aufstieg übers Gässi, Abfahrt über den Bruneggbach-Graben
    • Samstag: äusseres Barrhorn, Aufstieg über Westrippe, Abfahrt über Nordwest-Rinne
    • Sonntag: Rückweg nach Jungen über Piipjilücke und Jungtaljoch


    Die Routen waren wegen der geringen Schneelage teilweise schwieriger als normalerweise, aber immerhin hatten wir vormittags gute Lawinenverhältnisse und haben viel aus den Bedingungen herausgeholt!


    Wir wollten einen unterschiedlichen Hin- und Rückweg zur Turtmannhütte aussuchen, unsere Route hat so gut gepasst. So hatten wir am ersten Tag eine schöne Abfahrt im Hungerlitelli, und am letzten Tag die letzte Etappe der "Tour du ciel", die bei den aktuellen Verhältnissen auch spannend war. Durch unsere Öffi-Anreise waren wir beim Rückweg flexibel, aber die anderen Routen haben uns weniger angelacht (vor allem durchs Turtmanntal: gute 2 stunden Ski tragen ab Gruben bis Oberems).


    Das Gässi war mit Steigeisen gut zu gehen (Trittfirn ohne Blankeis), ab mittags ist man aber wohl ordentlich eingesumpft. Die Abfahrt über den Bachgraben war um 13 Uhr super (firnig und ausreichend Schnee)! Die 100 Extra-Höhenmeter Gegenanstieg zur Hütte war's auf jeden Fall wert.


    Der Normalweg zum Brunegghorn war bis 3600 gut mit Harscheisen zu gehen, danach besser mit Steigeisen. Kurz vor dem Gratrücken wurde es ziemlich haklig (Mix aus Schutt und Eis), wir haben ca. 100 HM unter dem Gipfel abgebrochen. Später haben wir gesehen, dass es westlich vom Grat eine passable Umgehung im Schnee gegeben hätte. Aber da waren uns dann gute Schneebedingungen im Bachgraben wichtiger als der Gipfel.


    Die ersten 2 Tage waren schonmal ein toller Start! Die anderen folgen bald, hier erstmal die Fotos von Do/Fr:


    Kurz vor dem Jungpass, die Wechte konnte gut auf der rechten Seite umgangen werden:





    Blick ins Turtmanntal vom Jungpass, eine schöne Firn-Abfahrt, nur die ersten 100 Höhenmeter waren noch ruppig!





    Blick von der Turtmannhütte auf die untere Steilstufe beim Turtmanngletscher. Dort muss man hinauf, wenn man zur Tracuit-Hütte gelangen will:





    Morgens kurz nach der Hütte, links das Gässi (und hinten das Bishorn):





    Morgens gute Bedingungen im Gässi:





    Blick auf Weisshorn + Bishorn, kurz vor unserem Umkehrpunkt:





    Oben war's noch etwas ruppig zu fahren, aber es wurde immer besser:





    Im Rückblick haben wir gesehen, dass man im Schneeband gut weiter hochqueren hätte können. Wir haben es auf der Originalroute probiert (früher hoch zum Grat) und dann abgebrochen:





    Tolle Abfahrt auf dem Brunegg-Gletscher (aktuell eine der besten in der Gegend, den Erzählungen nach):





    Noch bessere Abfahrt im Bachgraben! Hier haben wir den perfekten Firn-Zeitpunkt erwischt (ca. 13 Uhr):


    Eigentlich wollten wir am Samstag oder Sonntag auf den Hocharn steigen. Aber für uns hat die Tour nicht zu den Lawinen-Verhältnissen gepasst, auch wenn einige Leute trotzdem in die Richtung losgezogen sind.


    Im Nachhinein wäre es am Samstag wohl doch ok gewesen, aber nicht nach den damals verfügbaren Infos (Neuschnee + bedeckter Himmel in der Nacht). Wir sind dann am Samstag über den Seekopf-Rücken zur Kolmkarspitze, was trotz teilweise Brems-Schnee in der Abfahrt eine schöne Tour war.


    Der Wetterbericht für Samstag Nacht hat sich leider verschlechtert - etwas Resthoffnung hatten wir noch (manche Modelle haben noch eine klare Nacht vorausgesagt). Wir haben dann am Samstag Abend extra viel getrunken, damit wir nachts oft austreten müssen und dann zum Himmel schauen können - das erste hat geklappt, aber leider waren die Sterne nur kurz zu sehen ;)


    Die nächtliche Abstrahlung war dann an der unteren Grenze der Vorhersagen, so dass wir am Sonntag eine andere Tour ausgesucht haben. Diese Tour (Alternativroute zum Silberpfennig) hat sich im Nachhinein aber als sehr schön herausgestellt! Wir sind über die Filzenalm und das Filzenkar in den Sattel nördlich vom Bockhart aufgestiegen (der Name war heute unpassend). Die Normalroute zum Silberpfennig hat uns wenig angesprochen, so dass wir auf 2300 kurz nach Norden abgefahren sind und nach einer längeren Querung übers Silberkarl zum Silberpfennig aufgestiegen sind. Eine schöne einsame Route und später eine tolle Abfahrt ins Silberkarl!


    Trotz der Umplanungen ein schönes Touren-Wochenende, mal wieder mit funkbert!


    Am Samstag bei der Abfahrt im Kolmkar, hinten Sonnblick und Hocharn:





    Nachmittägliche Erkundungstour zur unteren Steilstufe zum Hocharn. Ursprünglich wollten wir im Dunkeln starten, aber wegen der unsicheren Prognose wollten wir nicht aufs Frühstück verzichten und haben uns für die früheste mögliche Frühstückszeit (5:30) und die abendliche Trink-Taktik entschieden ^^





    Beim Umdrehpunkt konnte man sehen, dass die Verhältnisse am Samstag doch besser waren als die Wettervorhersage erwarten ließ. Mit der damals berechtigten Hoffnung auf eine bessere Nacht von Sa-So haben wir auf das Pokerspiel am Samstag verzichtet.





    Am Sattel nördlich vom Bockhart - die Normalroute zum Silberpfennig würde rechts unterhalb vom markanten Felsen queren. Wir sind stattdessen vorher links in den nächsten Sattel abgebogen und ca. 80 HM abgefahren:





    In der Querung nach der Abfahrt vom Sattel:





    Der Gipfelhang zum Silberpfennig war auf der Nordseite gut mit Harscheisen zu gehen:





    Gipfelblick vom Silberpfennig: links der Rücken zum kleinen Silberpfenning, rechts unten der untere Bockhart-Stausee:





    Bei der Abfahrt auf der Nordseite vom Silberpfennig - links ums Eck geht's ins Silberkarl:





    Schöner Firnhang im oberen Teil vom Silberkarl! Etwas später wär's noch besser gewesen, aber wie so oft wär's dann weiter unten zu weich geworden:





    Abfahrt im Filzenkar mit Blick auf die beiden Berge, für die wir ein andermal wiederkommen:


    Eigentlich hatten wir andere Pläne fürs Wochenende, aber dazu hat die Lawinenlage nicht gepasst.


    Zum Glück haben wir im Gasthof Lüsens kurzfristig noch 3 Plätze für Fr+Sa bekommen, und haben das beste daraus gemacht!


    • Freitag: Anfahrt ins Sellrain (Parkplatz Eisbrücke), Aufstieg zum Gamskogel über Seiges-Alm, Abfahrt wie Aufstieg, Transfer nach Lüsens
    • Samstag: Längentaler Weißer Kogel
    • Sonntag: kurze Fahrt nach Juifenau, Fotscher Windegg über Juifenalm


    Die Gamskogel-Tour war am Freitag eine gute Wahl (unten Forststrasse und oben eine der flachsten Touren in der Gegend). Der Schnee wäre oben ganz gut gewesen, aber bei der schlechten Sicht konnte man ihn nicht richtig auskosten. Im unteren Teil der Forststraße war die Auflage ziemlich dünn, das sollte inzwischen besser sein. Ab ca. 1500 gab's am Freitag schon Winter-Wonderland!


    Der Längentaler am Samstag war ein Traumtag! Ziemlich wenig los für so einen schönen Tag und genug Platz für eigene Abfahrts-Spuren im Pulver. Der Gipfelhang war gut eingespurt, inkl. einer Stapfspur ab dem Skidepot auf knapp 3200.

    Wahrscheinlich haben einige wegen dem kurzen Wetterfenster und der angespannten Lawinenlage beim Westfalenhaus storniert - und deshalb kamen von dort kaum Leute zum Längentaler dazu.


    Der Fotscher Windegg war heut am Sonntag auch eine gute Wahl bei Schneefall und schlechter Sicht. Unten genug Schnee für eine entspannte Abfahrt auf der Forststraße, und oben bei bestimmten Hang-Expositionen noch schöner Pulver!


    Verspätete Winter-Stimmung bei der Abfahrt vom Gamskogel (kurz vor der Sattelalm):





    Die Schneelage bei der Steilstufe zum Lüsenser Ferner sieht jetzt auch wieder besser aus als noch vor ein paar Wochen (Foto vom Samstag, beim Aufstieg zum Längentaler):





    Die Lawinenlage war am Samstag immernoch angespannt, da hat die Tour zum Längentaler Weißer Kogel gut gepasst:





    Der letzte Aufschwung zum Gipfel war auch gut eingespurt:





    Bei super Wetter an einem Samstag für eine Weile allein auf dem Längentaler, ein schöner Moment!





    Tolle Fernsicht vom Gipfel! Rechts im Vordergrund der Gaislehnkogel, links dahinter die Wildspitze:





    Blick nach Nordosten, rechts der Hintere Brunnenkogel:





    Auch oben vom Skidepot gute Schneelage bei der Abfahrt:





    Geniale Abfahrts-Verhältnisse am Samstag! Es war inzwischen zwar schon mehr verspurt, weil einige vor dem Gipfelaufschwung umgedreht sind - aber es war noch genug Platz für eigene Spuren:





    Heute am Sonntag war die Sicht mittelmäßig, dafür hat die Tour zum Fotscher Windegg gut gepasst. Teilweise noch mit Pulver in der Abfahrt - und selten Steinkontakt:


    Ich hatte am Wochenende erst kurzfristig frei und mir am Freitag Nachmittag noch einen Hüttenplatz für Samstag auf der Winnebachsee-Hütte ergattert. Um noch Mitstreiter zu suchen, war's abends zu spät und dann hätte es sowieso nicht mit dem Hüttenplatz geklappt.


    Um sehr flexibel sein zu können, bin ich per Bus + Bahn angereist. So konnte ich spontan entscheiden, welche Route ich nehme und wo ich am Sonntag ins Tal abfahre. Außerdem bin ich am Sonntag sehr früh gestartet (4 Uhr), um genug Zeitreserven bis zum letzten Bus nach Innsbruck zu haben.


    Es war eine Traumtour! Ich musste ein paarmal umplanen, aber das gehört bei so einer Tour dazu und macht ja den Reiz aus.


    Es ist dann diese Route geworden:

    • Aufstieg zum Breiten Grieskogel
    • Abfahrt durchs Zwieselbachtal bis kurz vor der Schweinfurter Hütte
    • Aufstieg zum Samerschlag über die Breite Scharte
    • Abfahrt auf der Nordseite bis ca. 2500
    • Aufstieg zum Gleirscher Roßkogel
    • Abfahrt nach St. Sigmund über Pforzheimer Hütte & Heimfahrt

    Ich bin am Samstag noch ein Stück Richtung Breiter Grieskogel aufgestiegen, um die Schneeverhältnisse anzuschauen und um am nächsten Morgen die Route schneller im Dunkeln zu finden (ich laufe sehr ungern nur einem GPS-Track nach). Durch die Länge der Tour war bei den Abfahrten sowohl Pulver, normaler Schnee, als auch Firn dabei :)


    Noch ein paar Infos zu den Verhältnissen und sonstiges:

    • Beim Hüttenaufstieg zur WBS-Hütte muss man ungefähr bis zum gefrorenen Wasserfall die Ski tragen (von Winnebach ca. 30 Minuten)
    • Der Bus von Längenfeld nach Gries fährt nur auf Anfrage (1h vorher), ich hab dann ein Taxi genommen...
    • Verhältnisse bei den Touren auf der WBS-Hütte scheinen generell gut zu sein
    • eigentlich wollte ich vom Zwieselbachtal direkt zum Gleirscher Roßkogel aufsteigen, aber die Route sah von der Ferne momentan ungut aus
    • Abfahrts-Verhältnisse Zwieselbachtal und Samerschlag gut
    • ursprünglich hatte ich die Option im Auge, über das Satteljoch nach Praxmar zu queren. Aber das sah aus der Ferne unverspurt aus - mir hat die Spurerei beim oberen Teil vom Breiten Grieskogel schon gereicht. Der Gleirscher Roßkogel war dann eine willkommene Alternative
    • Die Schnee-Auflage bei der Steilstufe auf 2700 zum Gleirscher Roßkogel wird bald dünn, wenn nichts mehr nachkommt und liegenbleibt
    • Man kann von der Pforzheimer Hütte noch bis Sankt Sigmund abfahren, ausreichend Schnee! Im untersten Teil bei der Rodelbahn mit Eisunterlage, nachmittags aber unproblematisch zu fahren


    Der Sonnenaufgang beim Aufstieg zum Breiten Grieskogel war ein Geschenk!





    Ab dem Grieskogelferner musste ich neu einspuren bzw. nachspuren - hier die Steilstufe zwischen 3000 und 3100 m:





    Blick vom Breiten Grieskogel nach Südwesten (hinten die Berge vom Kaunergrat):





    Ich bin vom Gipfel noch etwas auf dem Rücken nach Südosten gefahren, und dann nach Nordosten zum Grieskogelferner. Das sah von unten gut aus, aber die Schneeauflage beim kleinen Felsriegel ist teilweise schon ziemlich dünn. Ich musste schon etwas suchen, um einen brauchbaren Durchschlupf zu finden. Im Nachhinein wär's wahrscheinlich weiter rechts besser gewesen:





    Blick zurück zur Steilstufe auf dem Grieskogelferner - gute Abfahrts-Verhältnisse mit ca. 10 cm Neuschnee!





    Beim Aufstieg vom Zwieselbachtal zur Breiten Scharte - Blick zurück zu den Bergen bei der Schweinfurter Hütte:





    Beim Aufstieg zum Samerschlag, Blick zurück Richtung Breite Scharte. Die Samerschlag-Überschreitung hatte ich gar nicht als Highlight auf dem Schirm, aber das war richtig schön! Auf dem Grat musste ich nur etwas nachspuren, die alte Spur war noch gut zu erkennen (wahrscheinlich 1-2 Tage alt):





    Blick vom Samerschlag nach Norden, auf der linken Seite (vlnr): Metzgerstein, Gleirscher und Zwieselbacher Roßkogel:





    Blick zurück zur schönen Abfahrt vom Samerschlag. Natürlich war das stark verspurt (als Haupt-Tour der Pforzheimer Hütte) - aber trotzdem schön! Hier hab ich wieder angefellt für den letzten Anstieg zum Gleirscher Roßkogel:





    Blick vom Gleirscher Roßkogel nach Nordwesten. Unten links sieht man die Schweinfurter Hütte. Ab dem Nachmittag wurde das Wetter langsam schlechter, aber für die Abfahrt war's noch gut genug. Teilweise schöner Firn!


    Ein tolles Wochenende war's auf der Bamberger Hütte! Beim Hüttenaufstieg haben wir den Forstweg genommen - der untere Waldweg ist zwar kürzer, aber mit längeren Tragestrecken. Die Strecke hat zwischen 30-70 % geschwankt, je nachdem wer davon erzählt hat ;-)


    Auf dem Forstweg mussten wir nur insgesamt ca. 15 Minuten die Ski tragen (bei der Abfahrt nur etwas mehr).


    Für Freitag war noch das beste Wetter vorhergesagt - ein paar von uns sind nach dem Hüttenaufstieg noch zum Dristkopf - nachmittags gab's dort noch eine schöne Abfahrt!


    Am Samstag war die Sicht mittelmäßig, der starke Wind wurde zum Glück im Lauf des Vormittags weniger. Die Tour auf den Östlichen Salzachgeier hat Abfahrts-technisch wenig zu bieten, dafür ist die landschaftlich sehr schön und sie ist im Vergleich zu den anderen Touren eher einsam. Die Tour ist meistens relativ flach und hat 2 Gegenanstiege, aber insgesamt fand ich sie trotzdem lohnenswert!


    Für heute (Sonntag) war ziemlich schlechte Sicht vorhergesagt, es wurde aber besser als gedacht! Der Gipfel von der Aleitenspitze hat knapp aus der Wolkendecke herausgeschaut! Gut, dass wir uns nicht für den Schwebenkopf entschieden haben ;-)


    Auf dem Gipfelgrat war eine gute Stapfspur eingetreten, und die Wächten waren gut erkennbar. Die Abfahrt war auch nicht übel - und der letzte kurze Nordost-Hang bis zum Bachbett war noch ziemlich gut!


    Auf den Touren rund um die Bamberger Hütte ist die Schneelage noch gut, beim Hüttenzustieg werden die Tragestrecken länger.


    Auf dem Forstweg ist der Schnee noch oft ausreichend - außenrum ist das meiste schon grün:





    Blick zurück ins Tal, beim Aufstieg zum Dristkopf. Die Abfahrt war am Nachmittag ziemlich gut! Hinten links die Aleitenspitze:





    Blick vom Dristkopf-Gipfel, im mittleren Hintergrund unsere beiden anderen Touren: Östlicher Salzachgeier (links) und Aleitenspitze (rechts):





    Blick zurück zum Dristkopf:





    Gipfelaufbau Östlicher Salzachgeier: man konnte entweder bis zur Schulter aufsteigen und ab dort auf dem Grat einer Stapfspur folgen - oder die Steilflanke bis kurz unterhalb des Gipfels mit Ski aufsteigen (bis zu 40 Grad):





    Blick aus der Steilflanke auf das Skidepot bei der Schulter, dahinter Gabler (in der Wolke) und Wildkarspitze (links daneben):





    Blick vom Gipfel Richtung Kröndlhorn (in der Mitte):





    nachmittägliche Erkundungstour wegen angesagter schlechter Sicht für Sonntag - Blick von der Schulter auf den Gipfelgrat zur Aleitenspitze:





    Tatsächlich war die Sicht am Sonntag doch besser - vor allem auf der Aleitenspitze samt Gipfelgrat!





    Über den Wolken auf der Aleitenspitze:


    Schon wieder die Runde als einzige gegen den Uhrzeigersinn gemacht! ;)


    Diesmal hat es sich aber gelohnt für uns, es gab eine gute Einfahrt vom Sattel in den Westhang. Dieser wäre sehr gut zu fahren gewesen, wenn die Sicht besser gewesen wäre. Aber momentan bin ich auch damit sehr zufrieden ;)


    Edit: ich hab natürlich den Osthang gemeint, danke für die Info...


    Der Latschengürtel ging durch den Neuschnee deutlich besser (setzt trotzdem sicheres Abfahren voraus). Und auch die Passage durchs Unterholz nach der Riedereckalm lief im Vergleich zur Vorwoche ziemlich flüssig!


    Der Hang bis zur Siebli-Alm war auch ziemlich gut zu fahren, dort könnten sich die Schneeverhältnisse aber bald wieder verschlechtern (wenn nicht ausreichend Neuschnee nachkommt).


    Vor einer Woche eine tolle Aussicht, aber eine mühsame Abfahrt. Diesmal andersherum - beides hatte was!


    Forststraße zum Großteil gut bedeckt (vom Parkplatz weg) - endlich mal wieder eine Winterlandschaft!





    Schöne Eisformationen am Wegesrand:





    Blick nach Norden von der Aufstiegsroute:





    Besseres Durchkommen durch die Latschenzone als letzten Sonntag:





    Dichtere Waldpassage unterhalb der Riedereck-Alm:





    Fast bei der Siebli-Alm:





    Schönes verschneites Baum-Paar bei der Siebli-Alm:





    Hier sind wir schon fast wieder bei der Forststraße (die auch gut zu fahren war):


    TT-Route => Skitour Roter Kogel

    Die Gipfeltour war schon am Freitag, aber ich hab erst jetzt Zeit für den Tourenbericht gefunden.


    Der Aufstieg zur Potsdamer Hütte war schon am Donnerstag gut gehbar und am Samstag auch fast bis ganz unten fahrbar!
    Mit dem aktuellen Neuschnee sollte das eine Weile so bleiben.


    Für Freitag war sehr gutes Wetter vorhergesagt, für Samstag eher mies. Daher sind wir am Freitag zum Roten Kogel - ein super Tag! Witzigerweise als einzige, da alle anderen Gruppen zum Sömen gegangen sind. Da das Wetter auch am frühen Nachmittag noch gut gehalten hat, bin ich nach der Abfahrt auf ca. 2450 noch zum Sömen abgebogen - da waren alle schon wieder herunten.


    Die Schneeverhältnisse waren zwischen brauchbar und gut. In manchen Flachpassagen beim Widdersberg waren Setzungsgeräusche spürbar. Ich bin zur Sömen-Normalroute gequert (diese zieht einen großen Bogen nach Norden), dort zum Gipfel aufgestiegen und dann eine zerfahrene Ostrinne abgefahren - dort gab es noch den besten Schnee. Mit dem aktuellen Neuschnee sind die Abfahrts-Verhältnisse sicher noch besser geworden, dafür ging das Lawinenrisiko auch wieder nach oben.


    Meistens sah der Hüttenaufstieg so aus (nur wenige apere / eisige Stellen):





    Auf dem Weg zum Roten Kogel / Sömen, Querpassage oberhalb vom Hüttenhang. Keine Ahnung, was die linke Gruppe grad vorhat, sah seltsam aus:





    Roter Kogel hinten in der Bildmitte, die meisten Gruppen waren am Vortag schon dort:





    Blick zurück zum Karwendel und ins Inntal:





    Gipfelbereich abgeblasen und einige Steine, mit Vorsicht aber gut fahrbar:




    Blick vom "echten" Gipfel zum Gipfelkreuz (ca 1m niedriger), weiter links Sömen:





    Beim Wiederanstieg zum Sömen:





    Blick vom Sömen zum Roten Kogel (links vorne) und zum Lüsenser Fernerkogel (rechts hinten):





    teils zerfahrene Ostrinne:





    Hüttenhang und Potsdamer Hütte:


    Route => Skitour Blankenstein-Reibn

    Das war heute mehr eine Erkundungstour - auch um zu sehen, wie die Unterlage für künftige Touren aussieht. Es hat sich gelohnt, trotz der mauen Abfahrt war's eine schöne Tour!


    Alle anderen haben die Runde heute im Uhrzeigersinn gemacht, was bei den aktuellen Verhältnissen sicher sinnvoller ist. Wir wollten es aber andersrum versuchen. Die Richtung hat sich aber nicht gelohnt, da z.B. der Osthang vom Blankensteinsattel mittelmäßig zu fahren ist und das Geeier im Latschengürtel und später im Wald nicht aufwiegt.


    Aber immerhin ist die Runde in beide Richtungen ohne abzuschnallen machbar! Das macht Hoffnung auf eine schöne Begehung nach den nächsten Neuschneefällen.


    Bei der West-Abfahrt wurde von OK-Verhältnissen berichtet. Immerhin muss man sich dort weniger durch Engstellen im Wald / Latschengürtel wurschteln bei der Abfahrt.


    Unten auf der Forststraße ist noch eine Schneeauflage vorhanden (teilweise eisig, aber mit Ski gut zu gehen). Nur an wenigen Stellen wird die Auflage langsam dünn (weniger als auf diesem Foto):





    Kurz vor der Röthenstein-Alm:





    Blick zurück zum Röthenstein-See. Die übliche Aufstiegsspur verläuft weiter rechts (nördlich), aber ich wollte mir auch die mögliche Abfahrts-Option anschauen. Bei der Gruppe auf dem Bild sah es auch nach einer flüssigen Abfahrt aus:





    Auf dem Weg zum Blankenstein-Sattel:





    Kurzer Abstecher Richtung Röthenstein (war nicht ganz oben), Blick auf den Blankenstein von der Rückseite:





    Blick auf den Osthang vom Blankenstein-Sattel. Der oberste Teil war noch am besten zu fahren:





    Im Latschengürtel musste man manchmal schon ziemlich Slalom fahren ;-)





    Blick zurück zum Sattel, kurz vor dem Latschengürtel:





    Blick vom Riederecksattel zurück Richtung Risserkogel, Blankenstein und Sattel:





    In diesem Hang oberhalb der Siebli-Alm war's gar nicht so einfach, Stellen ohne Bruchharsch zu finden ;-)


    Momentan lohnt es sich sehr, sowohl Skitouren-Ausrüstung als auch Schneeschuhe mitzunehmen!


    Freitag: wir sind erst relativ spät am Vormittag in Aschau angekommen, so dass sich die Spießnägel-Überschreitung für uns angeboten hat.


    Die Tour hat als Skitour nicht lohnenswert ausgeschaut, so dass wir mit Schneeschuhen losgezogen sind. Im östlichen Tal (Oberer Grund) lag zwar noch genug Schnee, aber im Waldgürtel hätte man schon oft die Ski abschnallen müssen (vor allem im oberen Teil bei der Abfahrt). Oberhalb vom Waldgürtel lag auch ausreichend Schnee, aber von mittelmäßiger Qualität. Die Schneeschuhe waren eine gute Wahl.


    Am nächsten Tag war (vom Schwarzkogel aus) zu sehen, dass es auf einer Route über die Ragstattalm evtl. bessere Verhältnisse für eine Skitour hat. Aber da war's zu spät, und es war sowieso eine schöne Schneeschuh-Tour!


    Wir haben die Überschreitung von Nord nach Süd gemacht, ungefähr auf der Skiroute. Den oberen Teil haben wir dabei eingespurt, die vorhandene Schneeschuh-Spur hat deutlich weiter ausgeholt als die Skiroute.


    Samstag: Von anderen Gruppen haben wir am Vorabend gehört, dass momentan der Schwarzkogel (mit dem Floch) noch die besten Skitouren-Verhältnisse in der Gegend hat - so dass wir dann am Samstag dorthin aufgebrochen sind. Beim Aufstieg musste man bei geschickter Routenwahl nur einmal die Ski tragen (wenige Minuten).


    Aber bei der Abfahrt hätte man unterhalb der Kleinmoosalm sicher einige Male abschnallen müssen, wenn man ohne Materialschäden herunterkommen will. Daher sind wir vom Schwarzkogel über die Schulter und die NW-Flanke abgefahren (das ging noch ziemlich gut) und zum Nordsattel P 1829 rübergequert. Von dort sind wir den flachen Rücken zur Pengelstein-Bergstation aufgestiegen (ca 100 Hm) und dort über das Skigebiet zur Pengelstein-Talstation abgefahren (ging sehr gut).


    Dort gibt es alle 30-60 Minuten einen Regionalbus nach Aschau, das war eine gute Alternative zur momentan hakligen Touren-Abfahrt. Wenn mal wieder 20-30 cm Schnee herunterkommen und auch liegenbleiben, könnte die Abfahrt wieder ganz gut gehen!


    Querung vor dem letzen Anstieg zum Spießnägel-Gipfelkamm auf der Skiroute. Die Abfahrts-Spuren sahen gar nicht so schlecht aus, dafür müsste man sich aber durch den Waldgürtel kämpfen - oder die oben beschriebene weite Umgehung probieren:





    Blick zurück zum Wilden Kaiser, kurz vor dem Gipfel:





    Blick rüber zum Schwarzkogel - die Aufstiegsroute ging besser als es von der Ferne aussieht (aber eben nicht gut als Abfahrt):





    Blick zum Großen Rettenstein:





    Auf der Aufstiegsroute zum Schwarzkogel, kurz nach Aschau:





    Es gab mehrere solcher Stellen bis zur Kleinmoosalm, weshalb wir dann über das Pengelstein-Skigebiet abgefahren sind:





    Oberhalb der Kleinmoosalm sah's besser aus, aber auch dort gab es Stellen, an denen man vorsichtig hätte abfahren müssen:





    Schwarzkogel NW-Flanke - das war noch der beste Abfahrts-Teil:





    Kurz vor dem Schwarzkogel-Gipfel, Blick zum Pengelstein:




    Blick zurück zum Schwarzkogel, beim Anstieg zum Pengelstein. Die NW-Flanke (mit der Abfahrt) sieht man nicht direkt, die verläuft ungefähr an der Linie am Horizont:


    Wir sind schon am 31.12. Richtung Hochreichkopf aufgestiegen. Dabei sind wir einer breiten Spur nachgegangen, die ziemlich gut mit meiner Erinnerung von der Skitouren-Route zusammengepasst hat.


    Leider war meine Erinnerung teilweise verkehrt, so dass wir erst spät gemerkt haben, dass die Haupt-Spur zur Längentaler Scharte führt. Von dort ging die Spur noch auf einen kleinen Rücken hinauf, aber nicht weiter zum Hochreichkopf. Diese Route ist nicht auf allen Karten eingezeichnet (auch nicht auf meiner AV-Karte), aber trotzdem teilweise mit roten Punkten markiert (Sommerweg-Variante). Hier wär's sicher hilfreich gewesen, wenn wir das mit der GPS-Position gegengeprüft hätten...


    Wir haben dann versucht, wieder auf die richtige Route hinüberzuspuren, aber für die ganze Tour wurde dann die Zeit zu knapp. Immerhin konnten wir noch sehen, dass die Verhältnisse auf der klassischen Skiroute nicht gut waren (über eine steile Rampe auf den Hochreichkopf Nordost-Rücken). Das hat mir dann beim zweiten Versuch geholfen.


    Für einen zweiten Versuch am 2.1. konnte ich meine Freundin nicht überreden, da ein windiger Tag mit bedecktem Himmel vorhergesagt wurde. Ich wollte es aber versuchen, da die Alternativ-Route über die Hochreich-Scharte im Winter oft nicht möglich ist. Bei der aktuellen Lawinensituation war's aber gut machbar. Und es war zwar ein bedeckter Himmel, aber kaum Niederschlag und trotzdem gute Sicht zu erwarten.


    Beim zweiten Versuch bin ich bis 2600 wieder der Haupt-Spur nachgegangen, um Kraft zu sparen. Ich war mir ziemlich sicher, dass ich den oberen Teil komplett spuren muss (das kam dann auch so). Diesmal bin ich rechtzeitig nach links abgebogen und dank der Schneeschuhe bis ca. 2800 gut vorangekommen. Die letzten 50 Höhenmeter bis zur Rinne waren mühsam zu spuren, die Rinne selbst war mit Steigeisen gut zu gehen (verdichteter Schnee wegen alter Schneerutsche).


    Ab der Scharte war's zwar sehr windig, aber ansonsten gut zu gehen (wenige vereiste Stellen). Insgesamt war's schon eine Fleiß-Aufgabe, aber es hat sich gelohnt!


    p.s.: was Andreas84 beim Ponten-Bericht geschrieben hat, kann ich bestätigen! Wir Skitouristen können ruhig mehr Herz für Schneeschuh-Geher zeigen. Manchmal sind Schneeschuhe auch die bessere Wahl (wie die letzten Wochen), und dann wär's schade, aus prinzipiellen Gründen darauf zu verzichten! :S


    Kurz nach der Finstertalalm beim ersten Versuch. Hinten rechts sieht man den Hochreichkopf:





    Blick zurück Richtung Längentaler Scharte, dahinter der Sulzkogel. Im Vordergrund unser Versuch, wieder auf die Hauptroute zum Hochreichkopf zu kommen (hier waren wir schon wieder im Abstieg):





    Beim zweiten Versuch bin ich rechtzeitig von der Hauptspur nach links abgebogen, ab hier ging die Spurerei los (auf ca. 2600):





    Kurz vor der Rinne zur Hochreich-Scharte. Auf dem Sommerweg (Markierungen am linken Rand der Rinne) war der Schnee zu tief und locker - direkt in der Rinne ging's besser:





    Blick ins Ötztal von der Scharte aus:





    Der Weiterweg zum Gipfel ist im Sommer vermutlich T3, aktuell gibt es ein paar leichte Kraxel-Stellen (1-), um die wenigen vereisten Stellen zu umgehen:





    Blick vom Gipfel zum Acherkogel:





    Blick zum Nordostgrat, das letzte Stück soll je nach Schneelage nicht ohne sein (ausgesetzte Blockkletterei). Ich kenne das aber nur aus Erzählungen - ich bin damals nur bis zum Skigipfel, da ich keine Steigeisen dabei hatte.





    Beim Abstieg, im Vordergrund meine Spur - weiter hinten führt sie auf die Haupt-Spur:





    Der obere Verbindungsweg 102A (Schweinfurter Hütte - Finstertalalm) hat mehrere vereiste Stellen. Diese können aber meistens gut umgangen werden:


    Wir sind über Silvester für 4 Nächte auf die Schweinfurter Hütte gefahren. Um etwas flexibel zu sein, haben wir Tourenski und Schneeschuhe ins Auto gepackt und sind erstmal mit Schneeschuhen auf die Hütte gestartet.


    Wenn die Verhältnisse doch besser gewesen wären als erwartet, wären wir am 1.1. nochmal nach Niederthai und hätten die Ski geholt - das konnten wir uns aber sparen.


    Diesmal waren gefühlt nur 10% der Hüttengäste mit Tourenski unterwegs, und die waren wenig begeistert. Hier erstmal die aktuellen Skitouren-Verhältnisse:

    • Immerhin kann man vom Parkplatz bis zur Hütte aufsteigen und auch den meisten Teil abfahren. Man sollte sich allerdings beim Hochgehen schon die paar gestreuten Kurven auf dem Hüttenweg einprägen
    • Richtung Westen muss man bis zur Finstertalalm die Ski tragen. Danach sah es Richtung Hohe Wasserfalle machbar aus (aber nicht nach Abfahrts-Vergnügen). Ein paar Leut sind mit Ski zum Peistakogel, ich konnte sie danach aber nicht befragen. Ich weiss nicht, ob tatsächlich jemand zur Wasserfalle weitergegangen ist (hab nichts davon gehört). Richtung Hochreichkopf könnte man wohl nur bis ca. 2500 einigermaßen abfahren.
    • Richtung Zwieselbachjoch geht's immerhin ohne Abschnallen (rauf und runter), auf gepresstem Hartschnee
    • Richtung Kraspesspitze müsste man bis ca. 2400 die Ski tragen, die Abfahrt wäre noch früher vorbei

    Für Schneeschuh-Touren waren die Verhältnisse aber richtig gut! Auf oft begangenen Touren wie zur Finstertaler Scharte war die Trasse schon so plattgetreten, dass ich die Schneeschuhe gar nicht angezogen habe (bin kaum eingesunken). Nach dem wenigen Neuschee in der Nacht auf den 3.1. hat sich das zwar durch den starken Wind wahrscheinlich geändert, aber die beliebten Touren werden schnell wieder eingespurt.


    Auch ohne Skitouren waren es tolle Tage auf der Schweinfurter Hütte, mit schönen Touren, gutem und reichlichen Essen und einer gemütlichen Silvesterfeier!


    Am 31.12. und 2.1. waren wir noch Richtung Hochreichkopf unterwegs, dazu folgt demnächst noch ein eigener Bericht.


    Der Hüttenweg sah meistens fahrbar aus, nur manche Stellen waren gestreut oder vereist:





    Die sonnigen Südhänge waren bis zum 2.1. aper bis auf ca. 2400 m:





    Blick vom Anstieg zur Finstertaler Scharte Richtung Zwieselbachjoch:





    Blick zur Schweinfurter Hütte und ins Ötztal:





    Richtung Hochreichkopf und Hohe Wasserfalle:





    Ab 2500 sah die Unterlage gar nicht sooo schlecht aus für die nächsten Schneefälle, die hoffentlich bald kommen!





    Blick zurück zum Zwieselbacher Rosskogel, kurz vor der Finstertaler Scharte:





    Gute Spur von der Scharte zum Finstertaler Schartenkopf:





    Blick vom Gipfel zum Finstertaler Stausee:





    Blick zum Aufstiegsweg, und hinten Richtung Zwieselbachjoch:


    Gestern hab ich mir eine Pause von der ganzen Völlerei gegönnt. Und ich wollte auch Platz für die weitere Völlerei schaffen ;)


    Es war ein toller sonniger Tourentag! Bei dieser Tour bekommt man um die Jahreszeit durch die verwinkelte Nord-Route erst auf ca. 2800m etwas von der Sonne ab, aber dadurch hält sich auch der Schnee länger als woanders. Eine meiner Lieblingstouren überhaupt!


    Von der Abfahrts-Qualität darf man sich momentan natürlich nicht zuviel erwarten - aber immerhin konnte man bis zum Parkplatz abfahren! Nur bei der unteren Zwing musste man kurz abschnallen. Stein-Ski waren gestern schon sinnvoll, aber ich bin ohne Steinkontakt durchgekommen. Oberhalb der oberen Zwing war die Abfahrt sogar relativ gut (für die aktuellen Verhältnisse)!


    Beim Losgehen am Parkplatz war's schon zapfig (-8 Grad), aber immerhin wenig windig. Es waren kaum Leute unterwegs (kein Wunder am 25.12.) - erst bei der Abfahrt sind mir ein paar wenige entgegengekommen. Es war eine breite alte Spur vorhanden, nur manchmal musste ich nachspuren.


    Wie bei der unteren Zwing: dort sind in den letzen Tagen anscheinend alle Leute über den Hüttenweg aussenrum gegangen. Ich wollte aber aus der Nähe anschauen, ob die Zwing ansatzweise fahrbar ist. Jetzt weiss ich es: das ist sie aktuell nicht ;)


    Mit etwas Vorsicht kommt man an einer Stelle noch gut über den gefrorenen Bach (Vorsicht - das Eis ist teilweise dünn) und kann nach ein paar Stapf-Minuten wieder die Ski anziehen. Der Hüttenweg ist stellenweise vereist, auch nicht ganz einfach. Beim Abstieg hab ich dort die Steigeisen angezogen, da ich nicht wusste, wie häufig die vereisten Stellen noch kommen. Im Nachhinein wär's wohl auch ohne gegangen, aber so hab ich sie nicht umsonst mitgeschleppt.


    Insgesamt ein super Tourentag! Jetzt darf ich wieder ohne schlechtem Gewissen schlemmern ^^


    Morgens um 8 bei 8 Minusgraden in Haggen:





    Untere Zwing im Rückblick. Ungefähr in der Mitte beim Steinplateau bin ich über den Bach rüber:





    Bei der oberen Zwing sieht man schon eine Abfahrts-Spur, die von rechts die Zwing oberhalb quert. Dort bin ich auch beim Aufstieg hoch - das sah für mich angenehmer aus. In der Zwing direkt muss man momentan mehr Spitzkehren machen als sonst (wegen dem Bach):





    Die Route zur Kaspress-Spitze sah aus der Ferne auch nicht schlecht aus (der rechte der beiden Doppelgipfel in der Mitte). Keine Sorge, ich kenn schon den richtigen Namen vom Berg - aber der gefällt mir besser ;)





    Nach diesem Abschnitt kommen die ersten Sonnenstrahlen des Tages aufs Gesicht! Hier war's noch ziemlich gut zu fahren. Beim Hochgehen hätten sich Harscheisen gelohnt - aber es ist nur stellenweise glatt und ich hab's mir selbst schöngeredet (es ist ja nicht mehr weit...)





    Man kann noch mit Ski bis zum Gipfel und bei vorsichtiger Fahrweise ohne Steinkontakt abfahren. Bei der direkten Abfahrt sah die Schneelage etwas besser aus, aber ohne Garantie. Für mich hat sich's nicht gelohnt, um danach wieder das Stück aufsteigen zu müssen:





    Den vielen Kraterspuren nach haben viele Leute die Ski unten deponiert:





    Blick vom Gipfel nach Südosten:





    Blick zum Karwendel und ins Inntal:





    Blick zurück zu einer eisigen Stelle beim Hüttenweg. Für diese Stelle allein hätten sich die Steigeisen nicht gelohnt, aber ich wusste nicht, was unten noch kommt. Wenn man den Weg im Aufstieg schon nimmt, kann man's besser einschätzen ;)


    Route => Skitour Kleiner Gilfert von Hochfügen

    Da das momentan mit einer Abfahrt im Gelände schwierig ist, wollten wir eine halbe Skitouren-Runde machen.


    Also Aufstieg im Gelände, aber Abfahrt auf der Piste. Diese Runde eignet sich gut dafür, danke für den Tipp!


    Der Aufstieg über den Pfundsalm-Mittelleger zum Kleinen Gilfert ging noch gut! Die Abfahrt lohnt sich dort momentan wahrscheinlich nicht, vor allem im unteren Bereich. Wir sind dann in den Sattel zum Pfaffenbichl abgefahren, und dort auf dem Bergrücken weiter zum Pfaffenbichl gestiegen. Das meiste kann man dort noch mit Ski gehen, tragen muss man nur ein kurzes Stück.


    Man kann aber eigentlich auch gleich bei diesem Tragestück die Ski an den Rucksack schnallen, denn später beim Abstieg vom Pfaffenbichl zum Skigebiet müssen sie eh geschultert werden. Ich war aber zu faul dazu und hab sie nach dem kurzen Tragestück wieder angezogen ;)


    Insgesamt war wenig los, wir sind aber auch relativ früh gestartet. Nur zwischen Pfaffenbichl und Skigebiet ist logischerweise mehr los. Einige wollten auch den Pfaffenbichl-Winter-Klettersteig machen. Wir haben davon nur das letzte Mini-Stück zum Gipfel gemacht.


    Die Piste war in einem guten Zustand, so war's für die aktuellen Verhältnisse eine gute Runde!


    Auf der Forststraße beim Pfundsalm-Niederleger:





    Stellenweise sehen die Osthänge ziemlich braun aus, aber auf der Aufstiegsroute war's noch gut zu gehen:





    Hinten links sieht man schon das Gipfelkreuz vom Kleinen Gilfert:





    Blick vom Kleinen Gilfert zum Pfaffenbichl, links weiter hinten der (große) Gilfert:





    Blick nach Südosten zu den Zillertalern und Tauern:





    Letztes Stück zum Pfaffenbichl:





    Blick zurück zum Übergang, bei der Passage vorne wär's mit Ski am Rucksack wahrscheinlich schneller gewesen:





    Pfaffenbichl mit Drahtseil-Leiter (Ende vom Klettersteig):





    Blick vom Pfaffenbichl zum Skigebiet Hochfügen:





    Blick zurück zum Kleinen Gilfert (unscheinbar), links im Hintergrund Rosskopf + Rastkogel (übereinander), rechts dahinter der Olperer: