Beiträge von kormoran

    Es ist momentan gar nicht einfach, eine Tour mit brauchbaren Schneeverhältnissen und kurzer Tragestrecke zu finden.


    Der Zischgeles gehört jedenfalls aktuell dazu! Nach ungefähr 15 Minuten kann man schon die Ski anschnallen. Es sind zwar keine traumhaften Schneeverhältnisse, aber durchaus ordentlich und man kann fast ohne Unterbrechungen zum Skidepot aufsteigen.


    Um 6 Uhr war der Parkplatz noch fast leer, später waren aber insgesamt ca. 30 Leute unterwegs - es hat sich aber gut verteilt.


    Unsere Abfahrtszeit von 10 Uhr hat heute gut gepasst. Der erste Hang Richtung Sattelloch war noch sehr gut zu fahren (mit etwas Pulver), im Sattelloch gab es noch Firn-Verhältnisse und weiter unten war es zwar weich - aber noch nicht zu sumpfig.


    Beim Durchschlupf zwischen Sattelloch und Kamplloch wird's langsam eng mit dem Schnee. Das Kamplloch hat von der Ferne auch ok ausgeschaut von der Abfahrt. Ich hab aber mit niemandem gesprochen, der die andere Abfahrt gefahren ist und kann daher schwer beurteilen, welche heute die bessere war.


    Ein schöner Tourentag, das frühe Aufstehen hat sich wieder gelohnt!


    In der Mitte die einzige Unterbrechung (nur ein paar Meter) in der Schneedecke auf der Route:





    Die Abfahrts-Spuren vom Vortag sehen natürlich verlockend aus, aber ganz so gut war's hier wahrscheinlich heute nicht mehr (wir sind weiter hinten nach Norden ins Sattelloch abgefahren):





    Die Lampsenspitze hat ziemlich grün ausgeschaut - wahrscheinlich mindestens 1 Stunde Ski tragen. Daher sind fast alle vom Parkplatz Richtung Zischgeles nachgekommen:





    Super Wetter! Wenn auch natürlich ziemlich warm für Mitte April:





    Blick vom Gipfel zum Lüsenser Fernerkogel, Schöntalspitze und Grubenwand. Die Schöntalspitze (in der Mitte) sah auch nicht schlecht aus, bis auf den Gipfelbereich:





    Durch Ketten entschärfte Schlüsselstelle beim Gipfelaufstieg:





    Der erste Hang Richtung Sattelloch war sehr gut zu fahren:





    Durchschlupf zum Kamplloch (kurz davor sind wir ein paar Meter gestapft):





    Etwas weiter rechts wäre man wohl noch ohne Abschnallen durchgekommen, aber das konnte man von oben schlecht einsehen:





    Bis kurz vor dem Häusl konnte man noch abfahren:


    Wir waren von Freitag bis Sonntag auf der Winnebachseehütte und hatten trotz durchwachsener Wettervorhersagen ein tolles Touren-Wochenende!


    Für Freitag war noch das beste Wetter angesagt, daher sind wir früh in München gestartet, zur Hütte aufgestiegen und weiter zum Bachfallenkopf.


    Für Samstag sollte ab dem frühen Nachmittag ein Schlechtwetter-Einbruch kommen, da sind wir dann die eher kurze Tour zum westlichen Seeblaskogel gegangen. Weil das Wetter noch einigermaßen gehalten hat und die Abfahrt ziemlich gut war, sind wir das Kar nochmal aufgestiegen. Wir konnten noch bei ordentlicher Sicht zur Hütte abfahren.


    Praktischerweise konnten alle von uns Schafkopf spielen, bzw. wollten es wieder auffrischen - so dass der Nachmittag ziemlich schnell verflogen ist :)


    Für Sonntag waren Wind und schlechte Sicht vorhergesagt, erst ab mittags sollte es besser werden. Wir haben uns dann etwas windgeschütztes ausgesucht und sind zur Putzenkar-Scharte aufgestiegen.


    Fazit: Ich denke, wir haben das beste aus den 3 Tagen herausgeholt! Alle unsere Abfahrten hatten ziemlich guten Schnee. Bis auf die Talabfahrt natürlich, aber immerhin musste man dort nur ca. 15 Minuten die Ski tragen. Bei den anderen Touren im Umkreis wurde meistens von schlechteren Abfahrten berichtet.


    Schade nur, dass der super Hüttenwirt nach diesem Sommer aufhört! Aber nach 42 Jahren sei es ihm natürlich gegönnt.


    Fotos und kurze Infos zu den Verhältnissen :


    Schneelage ab der Hütte noch ziemlich gut, hier kurz vor dem Hüttengipfel mit Blick zum Breiten Grieskogel:





    Zum Bachfallenkopf geht es links nach oben, die vorhandene Spur ging weiter den Hauptarm vom Bachfallenferner hinauf:





    Kurz vorher kamen einige vom Hohen Seeblaskogel herunter. Auch eine tolle Tour! Ich kenne die Überschreitung aber nur in die andere Richtung (zum Westfalenhaus):





    Rechts der Hohe Seeblaskogel, links ums Eck geht's zur Hütte:





    Hier haben wir bald Skidepot gemacht. Wir haben kurz probiert, noch zum Grat zu kommen, das wurde uns aber zu knifflig / zeitraubend:





    Aufstieg & Abfahrt hatten wir für uns allein - der erste Hang war toll zu fahren!





    Am Samstag zum Westl. Seeblaskogel waren wir nicht die einzigen. Hier war das Wetter noch schön:





    Blick vom Gipfel zum Schrankogel. Die letzten Meter zum Gipfel gingen gut zu stapfen, die Steigeisen blieben im Rucksack. Langsam hat sich die Kaltfront schon bemerkbar gemacht:





    Nach der ersten Abfahrt wurde die Sicht langsam schlechter, aber die Zeit hat noch für einen zweiten Aufstieg gereicht (inkl. Abfahrt bei brauchbarer Sicht zur Hütte):





    Vom Putzenkar gibt es wenig hilfreiche Fotos (Sicht war meistens nicht so gut), aber auf die Putzenkarscharte war ich neugierig. Hier der Blick von der Scharte auf die andere Seite - aktuell müsste man sich hier auf die Westseite abseilen:


    Route => Skitour Igls Kar

    Falls sich jemand gewundert hat, woher die depperte Fußspur im Igelskar kommt, hier ist die Auflösung! ;)


    Ich hätte nicht gedacht, dass mir das mal passiert (Felle vergessen), aber abends beim Packen muss ich geistig umnachtet gewesen sein ;)


    Ich hab beschlossen, die Tour dann zu Fuss zu machen - meine Freundin sollte nicht unter meiner Zerstreutheit leiden.


    Ich habs auch geschafft, keine Aufstiegsspuren zu malträtieren (durchgehend eigene Spur ab Igelsee). Ich musste die Tritte meistens mit ordentlich Schwung setzen, da ich bei Vorsicht sowieso durch den Harschdeckel gebrochen bin. Auf Skiern hat der Harschdeckel meistens gut getragen - einige schadenfrohe Blicke waren mir gewiss ^^


    Bei der Abfahrt war der Harschdeckel immerhin weg, es ging gut zu fahren! Zu den Verhältnissen gibts ja genug Infos von den letzten Tagen. Kurzversion: Schneelage noch ganz gut vom Parkplatz weg.


    Hier ein paar Fotos von der Schneelage und meiner Fleiß-Aufgabe:


    Schneelage ab Igelsee sieht noch gut aus:





    Hier hat der Deckel meistens noch getragen:





    Wir sind hier (wie die meisten) die linke Rampe aufgestiegen, aber die direktere Abfahrts-Variante von der Igelsscharte sah von der Ferne auch nicht schlecht aus!





    Auf der besagten Rampe:





    Blick zum Igelskopf, hier wurds langsam anstrengend. Meine Freundin fand's witzig und hat mich natürlich fotografiert - ich find die Fotos aber auch lustig ^^





    Blick zurück zum Wetterstein und kurze Pause beim Stapfen:





    Blick Richtung Igelsscharte, hier waren wir fast schon bei der Breitenkopfhütte:





    Ich war schon neugierig, wie die Breitenkopfhütte aussieht - sie steht unter einem großen Felsvorsprung. Leider kommt man nur mit Schlüssel rein:





    Die Hütte hat man nur gesehen, wenn man extra danach gesucht hat. Vor dem Felsvorsprung hat sich noch ein Schneewall aufgetürmt:





    Die Abfahrt war bis kurz vor dem Igelsee noch wirklich gut! Vor allem konnte ich sie noch zusätzlich wertschätzen durch die Schweisstropfen beim Aufstieg ;-)


    Route => Skitour Tschachaun

    Schöne Tour, aber mäßige Schneeverhältnisse! So kann man die Tour gut zusammenfassen.


    Immerhin konnte man kurz nach Namlos die Schi anschnallen. Man musste insgesamt ca. 10 mal die Schi abschnallen, aber meistens nur für ein paar Meter. Entweder wegen aperen Stellen auf dem Forstweg, oder wegen Bachquerungen.


    Landschaftlich war die Tour superschön (wir waren zum ersten Mal dort), prinzipiell sind auch schöne Abfahrts-Hänge dabei! Aber heute gab es schon einige windverpresste Stellen mit Tendenz zu Bruchharsch, wodurch die Abfahrt eher Arbeit als Vergnügen war. Insgesamt war's trotzdem eine schöne Tour!


    Der angekündigte Südwind war meistens gut auszuhalten, bis auf ein paar Böen nach dem Kromsattel.


    Schneelage im Namlosbachtal meistens ok, bis auf die Unterbrechungen:





    Blick zurück Richtung Namlos, hinten die Knittelkarspitze:





    Blick auf Tschachaun mit Gipfelwechte:





    Diese Hänge wären bei besserer Schneequalität sicher schön zu fahren ;-)





    Hier war's noch ganz ok zu fahren:





    Blick vom Gipfel auf die Gabelspitze:




    Blick zur Namloser Wetterspitze:





    Schneeformationen bei der Abfahrt zum Kromsattel:





    Kromsattel und Gabelspitze:

    Route => Skitour Gabler

    Auch weil momentan fast schon Frühjahrs-Verhältnisse herrschen, wollte ich eine Tour probieren, die eher im Frühjahr gemacht wird.


    Dass ich keine aktuellen Infos über die Verhältnisse finden konnte, hat mich dabei neugierig gemacht. Immerhin waren heut einige Aufstiegs-Spuren von den letzten Tagen zu sehen, das hab ich als gutes Zeichen interpretiert. Und im Wildgerlostal sieht die Schneelage noch vergleichsweise gut aus!


    Die Verhältnisse im Aufstieg waren gut, Steigeisen und Harscheisen blieben im Rucksack. Nur auf ein paar Metern unterhalb der Zittauer Hütte wärs hilfreich gewesen, aber aus Bequemlichkeit bin ich dann die paar Meter gestapft.


    Am Gipfelgrat waren auch Stapfspuren zu sehen, aber das wollte ich alleine nicht machen. Ich bin ein anderes Mal 10 Meter unter dem Gipfel umgedreht - den Gipfelgrat versuch ich ein andermal mit Pickel, Steigeisen und Seil (und Gesellschaft).


    Die Verhältnisse bei der Abfahrt waren oben gut (nicht so toll wie beim Liechelkopf am Wochenende, aber schon gut). Im Mittelteil gabs dann leichten Bruchharsch und unten wars Pisten-mäßig hart bis zum Parkplatz.


    Es war heut nur noch eine andere Gruppe unterwegs, aber die sind schätzungsweise 2 Stunden vor mir gestartet (hab sie erst im Mittelteil gesehen, als sie schon bei der Abfahrt waren). Ich hab beim Gasthof Finkau übernachtet - sehr schön, aber leider erst Frühstück um 7:30. Da hab ich mich lieber für meine Reserve-Brotzeit entschieden, um früher loszukommen.


    Insgesamt eine grandiose Tour! Auch bei insgesamt mittlerem Abfahrts-Vergnügen.


    Blick zurück zum Stausee Finkau:





    erster Blick auf Gabler + Reichenspitze, sieht von hier noch ziemlich weit aus! Ist es auch ;)





    Langsam kommt die Sonne zum Vorschein:





    Die Steilstufe unterhalb der Zittauer Hütte wird im Winter meistens über eine Rampe etwas rechts von der Bildmitte erklommen:





    Die Rampe war gut zu gehen (bis auf ein paar Meter):





    Der Gabler (hinten links) ist nur langsam näher gekommen ;-)





    Dieser Hang hatte heute gute Schneeverhältnisse bei der Abfahrt:





    Blick zurück zur späteren Abfahrt und zum Speicher Durlaßboden:





    Blick vom Skidepot zur Rötspitze (hinten links) und zur Rieserferner-Gruppe (hinten rechts):





    Gabler-Gipfelgrat: ein anderes Mal!


    Ein tolles Skitouren-Wochenende war's, besser als erwartet von den Verhältnissen! In diese Ecke komme ich leider ziemlich selten, aber dank meiner Touren-Freunde aus Schwaben war es ein guter Anlass, dort hinzufahren.


    Noch am Anfang vom Kleinwalsertal hat es Schnee-mäßig ziemlich mau ausgeschaut, aber wir hatten ein gutes Händchen und auch das nötige Glück bei der Tourenauswahl!


    Die Abfahrt gestern vom Liechelkopf war wirklich toll - die Ost-Abfahrt vom Karlstor heute war schon ein Stück davon entfernt, aber es war ganz brauchbar - und wir mussten nur kurz die Ski tragen. Und es war eben eine sehr schöne Rundtour!


    Ein paar Detail-Infos zu den Verhältnissen:


    Liechelkopf (Samstag):

    • ab PP Bergheim Moser ca. 5 Minuten Ski tragen
    • Steilstufe zwischen Fluchtalpe und Hinterer Wildenalpe hart, Harscheisen hilfreich. Bei der Abfahrt oberer Teil gut, unterer Teil hart
    • Steiles Nordost-Kar gut zu gehen, in der Abfahrt sehr gut (am Samstag jedenfalls)
    • Rampe zum Gipfelaufbau auch gut zu gehen und mit Vorsicht gut zu fahren
    • beim letzten Steil-Aufschwung zum Gipfel war uns der Schnee zu weich, das haben wir lieber sein lassen (nicht empfehlenswert zu unserer Uhrzeit)


    Karlstor-Runde (Sonntag):

    • vom Parkplatz weg Schnee, viele Leut unterwegs - aber nur ein Bruchteil davon zum Karlstor und noch viel weniger auf der Rundtour
    • Beim Bachbett auf dem Weg zum Karlstor ziemlich hart, Harscheisen empfehlenswert
    • Nordkar gut zu gehen, die Abfahrt sah aber nur im oberen Teil lohnenswert aus (unten hart mit Lawinenbollern)
    • vom oberen Karlstor (das normale Ziel für die Nicht-Rundtourer) keine direkte Abfahrt möglich wegen Wechte
    • Übergang zum eigentlichen Karlstor nicht so einfach, man muss eine steile Querung fahren bei der man von oben schlecht sieht, wo/ob es Steine gibt
    • Wir sind lieber wieder ein Stück abgefahren und haben eine Rinne weiter nördlich nochmal angefellt. Im Nachhinein wäre es wohl gegangen, ein paar sind die Querung gefahren und es hat machbar ausgeschaut (aber schon etwas haklig).
    • Einfahrt auf der Ostseite ging gut, der obere Teil ging gut zu fahren, nach unten wurde der Schnee weicher. Man konnte aber bis zu Bernhards Gemstelalpe abfahren und musste dann auf dem Forstweg nur paarmal kurz abschnallen. Danach von Alpenwald mit dem Bus wieder zurück nach Baad

    Schee war's! Hier ein paar Bilder:


    Steilstufe auf dem Weg zur Hinteren Wildenalpe:





    Etwas links von der Bildmitte ist das schöne Nordostkar auf dem Weg zum Liechelkopf! Die gemischte Gruppe auf dem Bild (Ski / Snowboard) ist auch dorthin unterwegs:





    Es gab noch genug Platz für eigene Abfahrts-Spuren! Am Ende vom Kar geht's rechts weiter hoch zum Liechelkopf:





    Hier unser Umkehrpunkt, für den letzten Gipfelhang sollte man früher dran sein als wir:





    Schnee bei der Einfahrt zum Nordostkar war gut, nicht eisig:





    Die schöne Abfahrt kann losgehn!





    Heute auf der Karlstor-Runde, der untere - mittlere Teil vom Nordkar:





    Oben stehen Leute am "normalen" Karlstor-Umkehrpunkt. Entweder rutscht man von dort quer runter/rüber und steigt kurz wieder auf - oder man fährt ca. 100 Höhenmeter ab und steigt von rechts durch die Rinne wieder auf wie wir (das letzte Stück evtl zu Fuss):





    Blick auf den oberen Teil der Ostabfahrt vom Karlstor:





    Blick zurück von Osten zum Karlstor:


    Diese Route wird laut Tourenberichten eher im Frühjahr gemacht - aber da die Verhältnisse gerade gut & sicher ausgeschaut haben, wollten wir einfach mal einen Versuch wagen.


    Irgendwann würde ich gerne mal den Kaiser-Express angehen, und so konnte ich auch schonmal die steilsten Passagen davon begutachten (ich kannte die Rinne bisher nicht).


    Es ist schon eine knackige Tour! Aber die Verhältnisse waren gestern gut. Über die untere Steilstufe gab es eine gute Stapfspur von den letzten Tagen, bis zur Ausstiegsrinne konnte man dann gut mit Ski aufsteigen. Eine gute Spitzkehren-Technik vorausgesetzt ;)


    Bei der Ausstiegsrinne haben wir die Steigeisen angezogen und teilweise eine neue Spur eröffnet, da wir eine Linie gefunden haben, die uns stabiler erschien. Insgesamt ging das mit Steigeisen gut zu gehen, meistens guter Stapfschnee. Nur auf ein paar Metern war die Schneeauflage auf Fels/Gras relativ dünn, weshalb wir dort auch runterwärts gestapft sind.


    Wir sind dann nur bis zum Sattel gegangen, weil wir für Abstieg & Abfahrt lieber ausreichend Zeit einplanen wollten.


    Der untere Teil der Ausstiegsrinne ging gut zu fahren, wie auch der obere Teil der Eggersgrinn. Nach unten hin wurde der Schnee dann schlechter, im unteren Teil musste man auf Steine aufpassen bzw. über angefrorene Lawinenboller rütteln. Bei entsprechender Vorsicht gab es aber wenig Steinkontakt.


    Insgesamt eine spannende Tour!


    In der Umgehung links von der unteren Steilstufe gab es eine gute Stapfspur. Es waren auch Abrutsch-Spuren zu sehen, aber da fand ich das Steinrisiko zu groß:





    Steilere Passage im Mittelteil:





    Der obere Teil war gut zu fahren:





    Links die Ausstiegs-Rinne, im Bogen um den dunklen Fels herum:





    Spitzkehren-Training im oberen Teil:





    An den meisten Stellen guter Stapfschnee, für ein paar Meter waren Steigeisen aber schon hilfreich:





    Kurz vor dem Ende der Ausstiegsrinne, bald konnte man die Schi wieder anziehen:





    Blick auf den Wilden Kaiser vom Sattel aus, Schärlinger Boden sieht noch sehr mager aus:





    Beim Abstieg, bei der momentanen Schlüsselstelle:





    Blick zurück zur Schlüsselstelle:


    Route => Skitour Schafreiter

    Da ich noch in Erinnerung hatte, dass der Parkplatz schnell voll wird, hab ich mich für eine frühe Abfahrt in München entschieden. Um 8 Uhr war noch genug Platz am Parkplatz! Als ich wieder heruntergekommen bin, hat's ziemlich voll ausgeschaut.


    Seltsamerweise hat der Routenplaner bei Vorderriss und Fall eine Straßensperrung angezeigt (gestern Abend und auch jetzt noch). Da ich aber keine weiteren Infos dazu gefunden habe, hab ich einfach mal selber geschaut - und es war alles frei!


    Es war wirklich eine tolle Tour heute! Um die Uhrzeit war noch kaum was los, und bei der Abfahrt konnte man noch Platz für eigene Spuren finden. Der Schnee war auch noch ziemlich gut, vor allem im oberen Bereich! Die Tour hat auch gut zum heutigen Bayern-LLB gepasst.


    Im unteren Bereich apern manche Stellen auf der Forststraße langsam aus, aber mit etwas Vorsicht kommt man noch gut runter.


    Um die Uhrzeit muss man noch lange im Schatten aufsteigen (ungefähr 2/3 vom Aufstieg), aber es war nicht so kalt, wie es hier aussieht:





    Bei der Mooslahneralm, dahinter der Vorderskopf:





    Schöne Winterlandschaft beim Aufstieg:





    Hier kamen die ersten kurzen Sonnenstellen:





    Blick aufs Karwendel (Birkkarspitze, östl. Karwendelspitze, Vogelkarspitze):





    Blick vom Gipfel nach Südosten:





    Blick nach Südwesten:





    Der schönste Hang von heute (auf meiner Abfahrtsroute):





    Blick zurück:





    erste apere Stellen unten:


    Tourentipp Route => Heimgarten und Herzogstand

    Gestern wollte ich das kurze Schönwetterfenster nutzen, um eine normalerweise stark begangene Tour zu machen.


    Ich bin zuerst zum Heimgarten aufgestiegen, um mir dort vor dem Gratübergang nochmal das Wetter anzuschauen. Außerdem hatte ich gehofft, dass dort deutlich weniger los ist als auf der Herzogstand-Seite. Beim Aufstieg zum Heimgarten wurde es kurz dunkel und es gab etwas Schneegriesel, aber oben hatte ich dann ein gutes Gefühl. Es wurde dann später sogar noch sonnig und es hat lang genug gehalten!


    Die Steine und Felsen waren schon oft nass und rutschig, aber mit gutem Schuhprofil und geübtem Blick war das gut zu gehen. Schnee lag nur noch an manchen nordseitigen Stellen bis 10 cm.


    Bis zum Heimgarten hab ich nur 2 Leute getroffen, beim Gratübergang noch ca. 10 - so hat's mir gefallen! Ab dem Herzogstand war natürlich wieder mehr los, da die Gondel noch in Betrieb ist.


    Auf dem Heimgarten, die dunklen Wolken sind weiter nördlich vorbeigezogen:





    Übergang zum Herzogstand: eine schöne Tour, leider zu gut bekannt ;)





    Die höheren Berge sahen winterlich aus, wie hier die Arnspitzen:





    Ungefähr in der Mitte vom Grat, ab dann wurde es sonnig:





    Blick zurück zum Heimgarten:





    Kochelsee schon fast in der Sonne:





    Blick vom Herzogstand zum Heimgarten:





    Zoom zur Alpspitze:





    Das Sonnenfenster ist mit mir "mitgewandert" 8)


    Eigentlich wollte ich heute auf den Daniel, aber zum Glück konnte man schon von Garmisch aus sehen, dass dort zuviel Schnee für einen "normalen" Aufstieg liegt. Gestern Nachmittag in der Webcam hat es noch ok ausgeschaut - aber egal, dann wird halt spontan umgeplant!


    Aber wenn ich schon zum x-ten Mal die Kramerspitz-Runde gehe, dann wollte ich wenigstens zum ersten Mal gegen den Uhrzeigersinn gehn! ;)


    Ich weiss auch nicht, warum ich die Runde bisher immer andersrum gegangen bin - wahrscheinlich Gewohnheit! Aber sorum war's auch schön: über St. Martin hoch, am Mittergern vorbei und über die Stepbergalm und den Stepberg-Steig wieder nach unten.


    Der Weg war fast schneefrei, nur nordseitig ab 1900 angezuckert. Auf dem Gipfel war viel los (wie zu erwarten), unterwegs wars meistens ok. Es ist halt eine beliebte Tour, kein Wunder bei der tollen Aussicht aufs Wetterstein...


    Hier ein paar Fotos - Loisach und Kramerspitze:





    Zoom von der selben Stelle zum Daniel - das sieht momentan mühsam und riskant aus:





    Zufällig war für eine kurze Zeit der Mond knapp neben dem Gipfelkreuz der Kramerspitz:





    Natürlich musste ich noch näher ranzoomen, wenn ich schon die schwere Kamera mithab ;-)





    Die Querung hinter dem Vorgipfel war fast schneefrei, links der Hauptgipfel der Kramerspitz:





    Blick zurück vom Gipfel auf die letzten Meter (nur angezuckert):





    Toller Blick auf Alpspitze, Zugspitze und Eibsee:





    Blick auf Garmisch, dahinter Karwendel:





    Nahaufnahme Sprungschanze:





    Blick zurück auf den Gipfel (beim Abstieg), abseits der Route lag nordseitig schon etwas mehr Schnee:


    Den tollen Spätsommertag wollte ich natürlich gut ausnutzen, daher hatte ich Lust auf eine Durchquerungs-Tour mit der Bahn.


    Meine Route: Eschenlohe - Zunderkopf - Hohe Kisten - Weilheimer Hütte - Krottenkopf - Henneneck - Bischof - Oberauer Steig - Farchant


    Eigentlich wollte ich über das Kistenkar aufsteigen, aber irgendwo bin ich falsch abgebogen. Ein Einheimischer hat mir nachher erzählt, dass eigentlich beim Abzweig ein Baum mit "H.K." gut markiert ist, aber entweder hab ich grad vor mich hingeträumt, oder er hat sich einen Scherz erlaubt ;-)


    Als ich meinen Fehler bemerkt hab, hatte ich keine Lust, zurückzugehen und hab stattdessen den Aufstieg über Zunderkopf und die Archtalwand ausprobiert (darüber hatte ich auch mal gelesen). Heute hätte ich meinen Fehler mit GPS sicher früher bemerkt, aber ich schau lieber auf Papierkarte / Ausdruck und nimm das Handy nur raus, wenn es sein muss. Später hab ich nachgelesen, dass der andere Weg zur Martinihütte weitergeht - der ist in der AV-Karte nicht eingezeichnet. Wenn man die Karte genauer studiert, merkt mans aber auch früher als ich gestern ;-)


    Im Nachhinein war der Alternativ-Aufstieg aber wahrscheinlich eh schöner! Die Route ist gut zu erkennen, und ab dem Zunderkopf sogar manchmal mit roten Punkten markiert (verblichen). Beide Routen (Kistenkar und Zunderkopf) werden aber nicht mehr gewartet.


    Kurz neben dem Archtalkopf kommt man dann auf den Verbindungsweg zwischen Hohe Kisten und Weilheimer Hütte, dieser Weg ist ja gut bekannt. Der direkte Aufstieg vom Henneneck zum Bischof sieht wilder aus, als er tatsächlich ist. Mit leichter Kraxelei ist das gut zu gehen, und die Route ist ausreichend markiert mit Steinmandl.


    Bis auf die Gipfelbereiche bei der Hohen Kisten und beim Krottenkopf war ziemlich wenig los! Der Zug nach München war dafür steckvoll, aber den "Preis" hab ich gerne gezahlt - ein super Tourentag!


    Hohe Kisten mit Kistenkar rechts darunter - ich bin noch weiter rechts über den Rücken aufgestiegen:





    Blick zurück nach Eschenlohe (kurz vor dem Ausstieg beim Archtalkopf):





    Blick auf die Aufstiegsroute von der Hohen Kisten aus (der Rücken rechts):





    Zoom zum Staffelsee:





    Blick vom Krottenkopf zur Hohen Kisten:





    Blick zum Wetterstein, vorne rechts sieht man den Bischof und den Aufstieg vom Henneneck:





    Aufstieg zum Bischof vom Henneneck, man quert den Schuttkegel ungefähr in der Mitte und steigt dann weiter durch die Latschen auf:





    Zoom zum Habicht (Stubaier Alpen):





    Nachmittags wurde irgendwann der Föhnwind schwächer und es kamen Wolken herein, geregnet hat es aber nur kurz in manchen Orten:





    Es hat sich noch nicht wie Herbst angefühlt! Nur manche Pflanzen waren schon der Meinung, dass es langsam Zeit wird:


    Wir waren zwar mehrere Tage in der Brenta unterwegs, die Haupt-Tour war aber am Mittwoch. Soweit ich das beobachtet habe, hat sich seitdem wenig an den Verhältnissen geändert.


    Wir haben schon damit gerechnet, dass es in der Brenta ziemlich voll wird. Aber vor allem an der Bocchette Centrale wurden unsere Erwartungen nochmal übertroffen. Trotzdem hat es sich insgesamt gelohnt, es ist einfach eine sehr schöne Gegend! Und da das kein Geheimtipp mehr ist, waren wir halt nicht die einzigen ;)

    Und am nächsten Tag hielt sich bei der Bocchette Alte + beim SOSAT-Steig der Andrang auch in Grenzen. Beide Bocchette-Steige haben wir von Süd nach Nord gemacht (die Mehrheit macht es andersrum).


    Verhältnisse:


    • Bocchette Centrale: teilweise speckig durch die vielen Begehungen, ansonsten gut. Beim Abstieg von der Bocca d'Armin lohnen sich Grödel/Spikes, dann kann man kraftsparend auf dem Gletscherrest absteigen. Ansonsten muss man das sandige Zeug daneben absteigen, aus dem an manchen Stellen die Schotter-Schicht über dem Eis nur dünn ist
    • Bocchette Alte: vor ein paar Tagen komplett Eis- und Schneefrei. Wir sind bei der Quintavalle-Variante eingestiegen, bei der man sich einige Leitern spart. Dafür muss man bei der Bocca del Massodi ein paar Meter ungesichert auf einem sandigen Gratstück balancieren. Ich fand's ok, aber für manche war's mental schwierig. Der direkte Abstieg von der Bocca del Tuckett ist ziemlich bröslig und sandig durch den Gletscherrückgang. Die nördliche Umgehung dürfte zwar länger dauern, sollte aber einfacher sein
    • SOSAT-Steig: Der Weg von der Tuckett-Hütte zum richtigen Einstieg (beim Durchschlupf) dauert länger als in den meisten Topos angegeben. Wenn man den Gesamtweg von der Tucket-Hütte zur Alimonta-Hütte als Maßstab nimmt, fängt der richtige Klettersteig erst bei der Hälfte der Wegstrecke an und hört bei 70% auf. Der Rest ist meistens Gehgelände mit ein paar 1er-Stellen. Ist aber eine schöne Tour!
    • Molveno-See: Super Verhältnisse! Frisch genug, damit nur wenige Leute ins Wasser gehen - aber nicht zu kalt, so dass man als einigermaßen abgehärteter Mensch auch lange drinbleiben kann :)


    Wir wollten zumindest teilweise die Massen umgehen und sind deshalb von der Molveno-Seite aufgestiegen. Da wir erst nachmittags im Gebiet angekommen sind, haben wir auf der gemütlichen Rifugio Croz dell'Altissimo übernachtet, mit nur 2 anderen Gästen! Auch beim weiteren Aufstieg zur Rifugio Pedrotti waren wenig Leute unterwegs. Oben konnten wir den Andrang schwer umgehen, dafür müsste man wahrscheinlich kurz vor Saisonende unterwegs sein.


    Wir haben's eher gemütlich angehen lassen, der einzige knackige Tag war die Mittwochs-Runde mit Bocchette Alte + SOSAT. Weil die Tuckett-Hütte schon voll war, haben wir das als Rundtour von der Alimonta-Hütte aus gemacht. Am Ende sind wir nach Molveno abgestiegen und haben uns dort noch eine Übernachtung vor der Heimfahrt gegönnt.


    Hier ein paar Eindrücke von den Verhältnissen:


    Bei der Bocchette Centrale, Logenplatz mit Blick auf die Kletterer an der Campanile Basso:





    Eine der wenigen ungesicherten Abschnitte mit 1er-Kletterei bei der Bocchette Centrale. Bei der Bocchette Alte gibt es mehr solcher Stellen, aber kaum schwieriger:





    Einige der Bänder-Passagen haben einen schönen Tief- und Weitblick. Meistens sind sie aber breiter als auf diesem Foto:





    Blick von der Alimonta-Hütte auf die Bocca d'Armin am nächsten Morgen:





    Zu der Uhrzeit möchte ich nicht am Einstieg zur Bocchette Centrale sein, besser geht man entweder ziemlich früh los oder lässt sich mehr Zeit (der Steig ist für geübte Leute eher kurz). Das Zoom-Foto habe ich einen Tag später gemacht, das müsste so um 9 Uhr gewesen sein:





    Die oben beschriebene Stelle mit dem kurzen sandigen Grat an der Bocca del Massodi (Blick zurück):





    Bei der Bocchette Alte gibt es weniger Verkehr und auch wenige längere Stau-Stellen, an denen man schlecht vorbei kann. Diese Stelle bei der Querung der Rinne vor der Cima Brenta ist eine davon (Blick zurück):





    Direkter Abstieg von der Bocca del Tuckett ist durch den Gletscherrückgang schwieriger geworden (teilweise ziemlich sandig):





    Schlüsselstelle beim SOSAT-Steig:





    Tolles Schauspiel bei der Alimonta-Hütte am nächsten Morgen: mehrere Brenta-Gipfel werfen Schatten auf die Cima Tosa!


    Ein etwas kürzerer Bericht diesmal, da wir schon unterwegs zur nächsten Hüttentour sind ;-)


    Wir waren 5 Tage in der superschönen Palagruppe unterwegs. Das Wetter war wechselhaft, wurde aber immer besser. Ab Mittag waren aber oft die höheren Gipfel in Wolken. Die meisten Leute machen die klassische Pala Ronda, auf unserer Runde waren oft wenige Leute unterwegs.


    unsere Runde:


    • Dienstag: Aufstieg von San Martino zur Rifugio Rosetta
    • Mittwoch: Cima della Vezzana über den Normalweg, zurück zur Rifugio Rosetta
    • Donnerstag: Cima Fradusta, weiter zur Rifugio Pradidalo
    • Freitag: Ferrata-Runde (zuerst Ferrata Porton, dann Ferrata Nico Gusella, zurück zur Hütte
    • Samstag: über Paso di Ball zur Cima della Rosetta, dann mit Seilbahn ins Tal


    Verhältnisse:


    • Cima della Vezzana: Markierungen oben oft zugeschneit ab ca 3000, Schnee dürfte aber schnell weniger werden. Die ersten 30 Höhenmeter ab Passo del Travignolo sind kaum markiert (wahrscheinlich wurden einige weggespült). Route ist aber mit etwas Gespür gut zu finden (steil nach schräg rechts oben), später findet man die Markierungen wieder gut
    • Cima Fradusta gut, letzte Stunde beim Abstieg zur Rifugio Pradidali auf Weg 709 nicht für Anfänger geeignet (mehrere schrofige Stellen und ein paar 1er-Stellen). Ein paar Wanderer der Pala Ronda haben sich dort schwer getan.
    • Ferrata Porton: beim Zustieg einige Stellen weggespült bei den letzten Unwettern. Klettersteig selbst sehr guter Zustand. Am Ende die ungesicherten Stellen heikel in der Rinne zur Forcella Porton. Wegtrasse an einigen Stellen weggespült, man muss steiles sandiges Zeug aufsteigen und selbst schauen was hält. Würde ich im Abstieg nicht empfehlen, und im Aufstieg auch nur Leuten, die solches Gelände gewohnt sind.
    • Ferrata Gusella: Guter Zustand, Route im weglosen Teil auch gut zu finden (im 1er-Gelände)


    Insgesamt eine tolle Runde, trotz oft schlechter Sicht!


    Hier ein paar Fotos:


    Eine Kraxelstelle auf dem Weg zur Cima della Vezzana:





    Oberhalb vom Passo del Travignolo vor ein paar Tagen noch verschneit (Blick zurück):





    Kraxelstellen auf Weg 716 meistens unschwierig, oder mit Drahtseil versichert:





    Blick über die Pala-Hochebene, auf dem Weg zur Cima Fradusta:





    Cima Canali vor Rifugio Pradidali:





    Auf dem Weg zum Einstieg zur Ferrata Porton, diese Rinne muss man absteigen:





    Ferrata selbst in sehr gutem Zustand (der versicherte Teil), der Rest der Route aktuell in schlechtem Zustand wegen der Unwetter. In den kniffligen Teilen hatte ich keine Nerven für Fotos, daher nur das hier im Ferrata-Teil:





    Die Ferrata Gusella bzw. der Weg dorthin (714) ist in einem guten Zustand. Im weglosen Teil konnte man auch bei Nebel die Markierungen gut finden (bei entsprechender Übung). Hier der Blick zurück auf den längsten weglosen Kraxel-Abschnitt:





    Am nächsten Tag habe ich nochmal runter zum Einstieg von der Ferrata Porton fotografiert. Wenn man etwas genauer hinschaut, sieht man links die Einstiegs-Leiter. Man muss sich bei der Abstiegs-Rinne irgendwann rechts halten (nicht immer den Steinmännern nach weiter ins Tal):





    Blick zurück auf cima di Ball (ganz hinten) am letzten Tag auf dem Weg 715/702 zur Cima Rosetta:


    Ein Geheimtipp ist die Runde zwar nicht mehr, sie wird aber trotzdem nicht so oft begangen (ca. 10 Gipfelbuch-Einträge pro Monat). Eine wirklich schöne Runde!


    Ich hatte eine gute Textbeschreibung dabei, damit war die Route zum Großteil gut zu finden (bis auf den Abstieg). Ab dem Vorgipfel der Bettlerkarspitze war ich an vorderster Stelle und hatte die Routenfindungs-Aufgabe, meistens war's aber gut zu finden. Bei Interesse zu meiner Textbeschreibungs-Quelle bitte einfach melden!


    Bis zur Bettlerkarspitze waren noch ca. 10 Leute unterwegs, weitergegangen sind nur die Hälfte. Von denen haben dann außer mir noch 2 die ganze Tour durchgezogen. Es ist schon eine eher anspruchsvolle Tour!


    Beim Vorgipfel der Bettlerkarspitze (1. Gipfelkreuz) muss man kurz beim Aufstiegsweg zurück und in eine Rinne absteigen. Nach ein paar Minuten kommen blassgelbe Markierungspunkte, damit kann man den Weiterweg zum Hauptgipfel gut finden. Man "überholt" dabei den Hauptgipfel und steigt von hinten auf.


    Ab der Bettlerkarspitze gibt es keine Punkte mehr, aber ausreichend Steinmanndl. Manchmal muss man der einfachsten Linie folgen und sieht dann wieder die nächste Stein-Markierung. Der Abstieg vom Vorgipfel der Bettlerkarspitze in den Sattel ist nicht ohne (bröslig), aber man kann eine brauchbare Linie finden. Wenn man hier schon Probleme hat, sollte man lieber umdrehen.


    Für mich waren das die Schlüsselstellen (in meiner Gehrichtung):


    - Felszacken in der Mitte, den man überklettern muss: wird oft als "die" Schlüsselstelle angegeben, fand ich aber in meiner Richtung problemlos zu überwinden

    - Abstieg in die letzte Scharte vor dem Gipfelaufbau der Schaufelspitze: die Stelle fand ich ziemlich eklig. Man muss ein paar Meter abklettern, wo man nicht weiss ob alles hält und es ist ausgesetzt. Für mich war das die Schlüsselstelle

    - Gipfelaufbau zur Schaufelspitze: ziemlich bröslig, steil und sandig. Ich bin das lieber auf der Nordseite umgangen und bin auf dem NW-Grat herausgekommen. Steinmanndl hab ich erst dort wieder gesehn


    Der Abstiegsweg ist am Anfang gut zu finden (bis zu einer Schulter). Danach leiten einen die Steinmanndl in eine Schotterrinne nach Westen. Zwischendurch muss man auch etwas Latschen-Limbo tanzen. Irgendwann hab ich die Stein-Markierungen dann nicht mehr gesehen, angeblich verlassen die irgendwann die Rinne nach Norden (an der Stelle war ich wohl nicht aufmerksam genug). Ich bin die Rinne einfach weiter abgestiegen, bis der Wald licht genug geworden ist und bin dann weiter nach Nordwesten durch den Wald abgestiegen.


    Insgesamt eine geniale Runde! Stellenweise kommt das vom Anspruch her aber schon an den Jubigrat heran!


    Ich bin extra früh gestartet, um die Hitze einigermaßen zu umgehen (4:30 in München). Bis auf die letzte Stunde beim Abstieg war's auch ok! Nur war's wohl zu früh um noch Mitstreiter zu animieren. Als Belohnung musste ich mich natürlich noch kurz in den Rissbach legen ;)


    Die zwei Gipfel der Bettlerkarspitze von Norden:





    Blick vom südlichen Vorgipfel der Bettlerkarspitze auf den weiteren Gratverlauf. Die Schaufelspitze ist rechts - der Weiterweg zum Sonnjoch (links hinten) wäre schwieriger:





    Blick zurück auf den Abstieg durch die SO-Flanke des Vorgipfels:





    Die oft beschriebene Schlüsselstelle, die in dieser Richtung aber gut zu klettern ist:





    Blick zurück auf einen ausgesetzteren Gratabschnitt:





    Blick von der letzten Scharte auf den Gipfelaufbau der Schaufelspitze. Beim direkten Anstieg fand ich alles zu wacklig und sandig, ich bin hier rechts aussenrum gequert:





    Blick zurück auf die Stelle, die für mich die Schlüsselstelle war. Die Kollegen auf dem Bild sind hier auch umgedreht:





    Blick vom Gipfel zurück auf den ganzen Gratverlauf (am Anfang sieht man die 2 Bettlerkarspitze-Gipfel). Hinten rechts sieht man den Achensee:





    Blick ins Risstal und zur Falkengruppe:





    Blick zur Abstiegsroute ins Risstal, über den NW-Rücken:


    Die Leoganger Steinberge wollte ich schon länger besuchen, das war noch ein weißer Fleck auf meiner Landkarte.


    Die Passauer Hütte ist wirklich gemütlich, die war auch einen Besuch wert! Der Hüttenaufstieg ist nicht der kürzeste, aber dafür wird man mit einem tollen Ausblick belohnt! Die Hütte liegt knapp neben der Mittagsscharte und bietet eine schöne Aussicht in mehrere Richtungen.


    Wegen den angekündigten Schauern mit Starkregen haben wir uns für den kürzesten Anstieg von Leogang entschieden. Am Sonntag war's dann gleich von der Früh weg schönes Wetter!


    Wir haben die Birnhorn-Runde im Uhrzeigersinn gemacht, übers Melkerloch und den Hofersteig nach oben, über den Kuchelnieder nach unten. Diese Richtung kann ich auch weiterempfehlen: im Hofersteig gibt es ein paar Stellen, die etwas bröslig sind - die sind im Aufstieg leichter. Solche Stellen gibt es zwar Richtung Kuchelnieder auch, aber dort sind sie mit Drahtseil gesichert (kaum versicherte Stellen im Hofersteig).


    Bei der Steilstufe nach dem Kuchelnieder ist ein neuer versicherter Steig eingerichtet (mMn A/B), der sich für den Abstieg gut eignet (in Abstiegs-Richtung links halten). Der alte Abstiegsweg ist anscheinend in keinem guten Zustand mehr und wird nicht mehr empfohlen.


    Insgesamt eine tolle Rundtour! Und obwohl die Hütte ziemlich voll war, waren wenig Leute auf der Tour unterwegs. Einige haben kleinere Ziele angesteuert, oder waren klettern/klettersteigeln an den Mitterspitzen.


    Blick von der Passauer Hütte zu den Mitterspitzen (unten Saalfelden):





    Restschnee-Felder konnte man gut umgehen oder durchqueren (Vorsicht auf Randspalten):





    Im Hofersteig, schöner Wechsel zwischen Bänder-Traversen und Kraxelei (nie schwerer als I+):





    Blick zurück auf die Mitterspitzen, Passauer Hütte und Hochzint:





    Zwischendurch sieht das Gelände manchmal schwerer aus, aber die gut markierte Route löst sich immer gut auf:





    Schöner Blick vom Hofersteig auf das Saalach-Tal:





    Blick vom Gipfel zur Passauer Hütte, links hinten der Watzmann:





    Abstieg zum Kuchelnieder teilweise auch bröslig, aber an diesen Stellen meistens mit Drahtseil versichert:





    Kurz vor dem Kuchelnieder, Blick zurück zum Birnhorn-Gipfelkreuz:





    Abstieg vom Kuchelnieder in die Hochgrub:


    Warum soll man sich so einen überlaufenen Modeberg antun? Das hab ich mir bisher auch meistens gedacht...


    Aber jetzt hat sich für mich kurzfristig die Gelegenheit ergeben, da meine eigentliche Tour wegen Schlechtwetter abgebrochen werden musste und nur ein paar Ersatztour-Optionen zur Auswahl standen (bzgl. verfügbarer Bergführer). Und ich bin im Nachhinein froh darüber, dass ich mich dafür entschieden habe, mich auf diese Tour mit den ganzen Randerscheinungen einzulassen!


    Aber erstmal zu den Verhältnissen:

    • am Samstag waren die Verhältnisse top (auch laut Bergführer)
    • bis zur Schulter fast schneefrei, nur kleine Rest-Felder
    • erste 2 Seillängen bei den oberen Fixseilen mit vereisten Stellen, dafür sollte man noch Armkraft übrig haben
    • darüber noch guter Trittschnee, ist aber nicht mehr üppig und wird whs bald weniger
    • an dem Tag waren ca. 80 Leute unterwegs, was in der Hauptsaison wohl noch im unteren Bereich ist


    Diese Tour war schon sehr speziell und man muss sich auf einen ungewöhnlichen Ablauf einstellen. Darüber gibt es ja viele Berichte zu lesen, aber hier fasse ich meine persönlichen Eindrücke zusammen:

    • die Hüttentüre wird zu einer bestimmten Zeit geöffnet, dann marschieren alle Seilschaften im Gänsemarsch zur ersten Schlüsselstelle (Steilwand mit Fixseilen nach 10 Minuten). Die Reihenfolge der Gruppen wird am Vorabend unter den Bergführern "ausgeschnapselt":
      • zuerst die Zermatter Bergführer in einer bestimmten Reihenfolge
      • dann die auswärtigen Bergführer in einer bestimmten Reihenfolge
      • dann der Rest (ich glaube ohne feste Reihenfolge)
    • das Frühstück dauert nur kurz, bis einer der Bergführer den Startschuss gibt. Dann machen sich alle bereit zum Abmarsch, die meisten auf hektische Art und Weise ;)
    • nachdem die Hüttentüre geöffnet wird, laufen die 10 Minuten zum Einstieg noch ruhig ab, aber ab der Steilwand geben die meisten Bergführer ziemlich Gas, um vom Hauptfeld wegzukommen
    • das konnte ich schon nachvollziehen, da man dann bei den späteren Schlüsselstellen weniger im Stau steht, aber ich gehe normalerweise die ersten 30 Minuten lieber moderat los, da das für meinen Organismus besser ist. Das ging aber hier nicht, daher musste ich die ersten 45 Minuten Tempo-mäßig ziemlich am Limit laufen/klettern. Wenn man diese Phase aber gut übersteht, hat man auf der restlichen Tour weniger Stress.
    • die meisten Bergführer gehen nur bis zum Gipfel, wenn man in ungefähr 2 Stunden bei der Solvay-Hütte ist
    • Zum Glück hab ich mich vorher 5 Tage gut eingelaufen und akklimatisiert, sonst hätten mir oben die Körner gefehlt. Bei den oberen Fixseilen (nach der Schulter) gibt es zwei ziemlich steile Seillängen, bei denen man noch genug Armkraft braucht.
    • Kletter-technisch fand ich alles ok. Wenn man auf der richtigen Route bleibt, ist das Gestein auch meistens fest
    • Ich kann mich in so einem Gelände normalerweise schon gut orientieren, aber hier gibt es so viele Verzweigungen und falsche Spuren, dass ich ohne Bergführer sicher deutlich länger gebraucht hätte. Ohne Bergführer ist es sicher hilfreich, am Vortag bei Tageslicht die ersten 400 Höhenmeter auszukundschaften (was auch einige gemacht haben).


    Mein Fazit: trotz dem ganzen Drumherum war's ein super Erlebnis! Die erste (sehr anstrengende) Stunde fand ich als "Einsatz" in Ordnung. Das war für mich die größte Herausforderung, mich wieder von der ersten Stunde zu erholen und oben noch genug Energie übrig zu haben. Wir haben das aber insgesamt in einer guten Zeit geschafft (BF war zufrieden).


    Bei meiner eigentlichen Tour standen wir schon in den Startlöchern (2 Uhr Frühstück auf der Hütte), aber leider war das Wetter schlechter als vorhergesagt und wir haben stattdessen später eine kleinere Tour gemacht. Der Bergführer hatte dann keine Zeit mehr für einen neuen Versuch am nächsten Tag (er war schon ausgebucht). Ich bin dann ins Tal abgestiegen, eine halbe Stunde vor Ladenschluss hat mir die Agentur dann ein paar Ersatztouren angeboten und ich musste mich schnell entscheiden. Es war eine gute Entscheidung!



    Blick von der Gugla aufs Matterhorn, links dahinter der Gran Paradiso:





    Gruppen beim Auskundschaften der Einstiegs-Wand. Die ersten 10 Meter muss man sich oft am Fixseil hochziehen:





    Blick von der Hütte auf den Hörnligrat in der Abendsonne:





    Schnappschuss um 4 Uhr bei der Einstiegswand:





    Blick vom Schweizer Gipfel zum Italiener-Gipfel, links hinten der Montblanc:





    Zoom zum Weisshorn, links davor das Zinalrothorn:





    Blick vom Schweizer Gipfel zur Monte Rosa - ob der Bergführer von dem Selfie-Stick begeistert war?? ;)





    Beim oberen Dach im Abstieg (der steilere Bereich kommt rechts ums Eck):





    Mein Bergführer klettert eine der Schlüsselstellen ab (die untere Moseleyplatte), oben die Solvayhütte:





    Ein flacheres Stück im unteren Bereich. Wirkliches Gehgelände gibt es kaum, meistens ist es Kraxelgelände im 1.-2. Grad:


    Es hat sich mal wieder gelohnt, dass wir trotz mittelmäßiger Wettervorhersage losgezogen sind!


    Die Aufstiegsrouten von der Clarahütte werden eher selten gemacht, unsere war aber sehr abwechslungsreich! Und die Clarahütte wollte ich sowieso mal kennenlernen. Ich kann die Hütte nur empfehlen, sehr schön und gemütlich! Die Umbalfälle beim Hüttenzustieg sind auch sehenswert.


    Am Freitag beim Hüttenzustieg hatten wir schon Glück, statt dem angesagten Dauerregen kamen nur ein paar Tropfen herunter. Am Samstag sind wir als Eingehtour auf das Hohe Kreuz gestiegen - die Sicht war zwar oft eingeschränkt, aber ausreichend für den Aufstieg. Oben hat es kurz aufgemacht - dabei konnten wir kurz einen Blick auf das Welitzkees werfen. Und von der Ferne hat der Zustand ziemlich gut ausgeschaut!


    Die Route wird laut den Einheimischen selten gemacht, da die Spaltensituation oft schlecht ist. Aktuell ist sie aber tatsächlich ziemlich gut - natürlich bei ausreichender Erfahrung bzgl. Spaltenbeurteilung und Routenwahl ...


    Wir haben uns dann entschieden, diese Route zu probieren und etwas abzuwandeln. Statt die übliche Gletscher-Route zu gehen (vom Gletscher auf den SO-Grat), wollten wir nördlich vom Gipfel auf den Normalweg treffen und den letzten Aufschwung am Nordgrat klettern. Den ursprünglichen Plan (über das Philipp-Reuter-Biwak auf den NO-Grat) haben wir verworfen, da dann der Tourentag inkl. Heimfahrt noch länger geworden wäre, als er sowieso schon war ;)


    Die Sicht war wechselhaft, aber an den entscheidenden Stellen gut genug. Der Gletscher ist momentan in einem guten Zustand, der Nordgrat war meistens fest und trocken. Nur die ersten paar Minuten waren etwas sandig und bröslig. Am Gipfel haben wir leider nichts gesehen, aber beim Abstieg über den Nordgrat hat es kurz aufgemacht! Eine super Tour war's! Und an allen 3 Tagen haben wir nur ein paar Niesel-Tropfen abbekommen.


    Hier ein paar Fotos von der Tour:


    Blick vom Hohen Kreuz auf Rötspitze & Welitzkees (vom Vortag):





    Zum Glück war die Sicht beim Gletscher-Aufstieg meistens besser, aber hier war mal eine gute Stelle für ein Foto:





    Die letzten Meter zum Gipfel, es waren schon 2 Seilschaften oben, die über den Normalweg hochgekommen sind (Lenkjöchl-Hütte => Untere Rötspitze):





    Hier hat es kurz aufgemacht! Blick nach Westen ins Ahrntal:





    Schöne Stelle auf dem Nordgrat:





    Direkt am Grat gab es auch ein paar schöne Kletterstellen, in der Flanke war's teilweise sandig/schmierig:





    Wenn die Aussicht nur kurz zu haben ist, ist die Freude umso größer ;-)





    Unterer Bereich vom Gletscher - hier waren wir unterhalb der Wolkendecke und die Sicht blieb beständig gut:





    Blick zurück auf das Welitzkees, den obersten Teil sieht man nicht mehr ganz. Die Rötspitze steckt in der Mitte in den Wolken, unsere Route ging rechts daran vorbei:





    Abstieg zur Clarahütte durch steile Alpenrose-Wiesen:


    Route => Zugspitze Bergtour Höllental

    Der Höllental-Steig ist immer noch eine meiner Lieblings-Touren! Wenn die Tour nur nicht so überlaufen wäre...


    Aber dann muss man eben mal zu "Unzeiten" los - 3:30 Abfahrt in München. Kein Wunder, dass sich die Motivation in Grenzen hielt, mitzukommen ;)


    Aber es hat sich mal wieder gelohnt! Es waren nur 2 andere Gruppen unterwegs - die vorderen (2 Jungs) waren mir eine Stunde voraus (hab sie bei der Talfahrt getroffen - danke nochmal fürs Mit-spuren!) Sie haben gemeint, dass sie noch eine Spur erkennen konnten, die vor ein paar Tagen von Bergführern angelegt wurde.


    Die anderen waren bis zum Gletscher hinter mir und sind dann umgedreht. Man muss schon sagen, dass man momentan Schnee-technisch schon genug Erfahrung mitbringen sollte (entweder vom Skibergsteigen oder Hochtouren). Oben gibt es längere Passagen, bei denen das Drahtseil unter dem Schnee verschwindet und man sich auf steiles Schneegestapfe einstellen muss (immerhin kaum Eis). Die Hauptspur weicht momentan auf ca. 2700 nach rechts zum Grat ab und kommt später wieder zur Normalroute dazu (kurz vor der Irmerscharte). Zu dem Zeitpunkt sah es mir sicherer aus, dem Knick nachzugehen, als eine eigene Spur entlang der Normalroute anzulegen, die das steile Schneefeld quert.


    Ab der Irmerscharte folgt die Spur ein paar Minuten der Normalroute und biegt dann nach rechts ab (Direktlinie zum Gipfel). Das sah für mich oben etwas zu steil aus, ich hab dann eine neue Spur entlang der Normalroute angelegt. Ich kenne die Tour ziemlich gut und hatte auch etwas Extra-Ausrüstung dabei (z.B. Seil für eventuellen Rückzug). Sonst wäre ich wahrscheinlich auf 2700 umgedreht.


    Bis zum Brett ist der Steig momentan schneefrei, die Randkluft ist zur Zeit in einem guten Zustand (wie oft im Frühsommer). Aber weiter oben (vor allem zwischen 2700-2800) ist es nicht ohne. Die eigentliche Saison auf dieser Tour geht normalerweise erst in ein paar Wochen los.


    Oben gab's natürlich wieder einen Kulturschock - aber das gehört bei dem Berg dazu. Dafür "durfte" ich für 40 Euro eine Talfahrt geniessen! 8|


    Also eine günstige Tour war's nicht, der Parkplatz in Hammersbach kostet jetzt auch 13 Euro für 12 Stunden. Immerhin war das Drehkreuz beim Höllental-Eingang noch offen. Insgesamt hat es sich für mich aber trotzdem gelohnt! Hier ein paar Fotos:


    Immer wieder schön, die Höllentalklamm!





    Kurz nach der Höllentalanger-Hütte:





    Blick zurück zum Brett. Es fehlt dort momentan ein Trittbügel, aber mit einem Reibungs-Tritt kann man das gut ausgleichen:





    Beim grünen Buckel, bald danach geht momentan die geschlossene Schneedecke los:





    Aufstiegsspur über den Gletscher - etwas weiter links als ich das kenne, aber ich hab die Spur auch benutzt:





    Randkluft momentan gut. Man würde mit ein paar Kletter-Metern sogar zum alten Einstieg kommen, aber zum neuen war es einfacher:





    Nach der Randkluft sind erstmal die meisten Stellen schneefrei. Man erkennt aber oben (unterhalb der Bergstation rechts) schon das steile Schneefeld, wo momentan die Spur nach rechts zum Grat abbiegt:





    Blick zurück nach dem Exkurs zum Grat (das Drahtseil verläuft weiter unten rechts - unter dem Schnee):





    Nach der Irmerscharte erkennt man manchmal die Normalroute - dort habe ich eine neue Spur angelegt (die bisherige ging rechts davon direkt zum Gipfel):





    Blick zum Jubigrat (kurz vor dem Gipfel). Dort waren auch Spuren zu sehen! Eventuell vom Vortag.


    Manchmal versuche ich auch gerne Touren mit mäßigen Erfolgsaussichten - heute war eine davon ;)


    Solange das Risiko vertretbar bleibt, habe ich kein Problem damit, wenn ich dann irgendwann umdrehen muss. Ich hatte mich schon auf Spurarbeit eingestellt und Gamaschen, Steigeisen und sogar Schneeschuhe mitgenommen.


    Praktischerweise ist heute das Hüttenteam von der Wiener-Neustädter-Hütte ganz in der früh hochmarschiert (um schonmal für den Saisonstart vorzuarbeiten) und hat fast die ganze Strecke bis zur Hütte eingespurt - danke nochmal!


    Im Gamskar war ungefähr ab 1800m Schnee - ab der Seilbahnstütze auf 2100 waren die Spuren auf der Nordseite schon sehr hilfreich (teilweise steile Querungen). Ich hatte etwas Hoffnung, dass oben der Schnee noch nicht ganz so weich ist und schon einiges abgegangen ist - aber beides war oberhalb der Hütte nicht der Fall, so dass ich kurz nach der Hütte umgedreht bin.


    Der Stopselzieher wird wohl noch eine Weile brauchen, bis das Risiko akzeptabel wird. Und auch zur Hütte würde ich das momentan nur mit genug Schnee-Erfahrung machen. Die Steigeisen hab ich heute nicht gebraucht, aber ein gutes Schuhprofil war wichtig.


    Ich hab den ersten Zug nach Ehrwald genommen (5:30 ab München), der war wie erwartet ziemlich leer. Bei der Rückfahrt wars ziemlich voll, obwohl es erst mitten am Nachmittag war (14:30). Ich dachte, da sind die meisten Leut noch beim Kaffee trinken!?? ;)


    Jedenfalls war's eine schöne Tour (auch ohne Gipfel)! Hier ein paar Eindrücke:



    Kurz nach Ehrwald, links sieht man schon die Schneelage im Gamskar:





    Blick nach Ehrwald und Lermoos kurz vor der Seilbahnstütze:





    Blick zurück zur Querung nach der Stütze:





    Noch zuviel weicher Schnee im Stopselzieher-Steig:





    Wiener Neustädter Hütte und Eibsee:





    Steilerer Abschnitt bei der Querung, hinten Säuling:





    Hinterer Teil der Querung, Drahtseil meistens unter dem Schnee:





    Im unteren Gamskar konnte man ganz gut auf alten Lawinenfeldern absteigen/abfahren:





    Schneegrenze im Gamskar:


    Nach dem Doppel-Skidepot in der Schweiz wollte ich zum Saisonabschluss gerne noch ein Gipfelerlebnis haben ;)


    Da am Fr/Sa eine andere Tour bei mir ausgefallen ist, hab ich spontan beschlossen, noch eine schöne Frühjahrs-Skitour zu machen. Da ich am Donnerstag nicht früher weg konnte, war heute ein sehr früher Aufbruch angesagt (3 Uhr in München). Ich hab es nicht geschafft, noch jemanden zu begeistern, also bin ich allein losgezogen. Aufstehen & Anreise waren zwar etwas zäh, aber es hat sich gelohnt!!


    Zu den Verhältnissen usw:


    • momentan muss man vom Enzingerboden nur 15 Minuten Ski tragen (gilt auch für die Abfahrt), bis zum Grünsee gibt's nur kurze Unterbrechungen
    • ab dem Grünsee ist die Schneedecke auf der Hauptroute noch durchgehend (Skibetrieb ist eingestellt, Pisten sind noch im guten Zustand)
    • am Weißsee wird irgendwas gebaut - am besten umgeht man die Baustelle, nimmt ein paar Extra-Höhenmeter in Kauf und steigt noch zur Rudolfshütte auf (Hinweg und Rückweg)
    • Oberhalb vom Weißsee ist der Schnee noch ziemlich gut! Eine gute Abfahrtszeit wäre heute wahrscheinlich 10:30 gewesen (die Abstrahlung war etwas schlechter als angesagt in der Nacht, aber noch ok) - aber für mich war heute der Gipfel wichtiger ;)
    • Abfahrt um 11:30 war noch ok, aber später wärs heute schon heikel gewesen. Unten auf der Piste war's dann schon ziemlich sulzig.
    • Den ganzen Tag keine Skitouristen gesehen! Irgendjemand war aber auf dem Stubacher Sonnblick, während ich auf der Granatspitze war (neue Spuren)
    • Beim Gipfelgrat war eine alte (gute) Stapfspur vorhanden, die Tritte musste ich aber nachtreten. Ich hatte kaum Felskontakt auf dieser Route, es war bis auf ein paar Stellen gut zu gehen (mit ausreichend Erfahrung)
    • Ich war aber froh um meine Steigeisen, da ich nicht wusste, wie die Unterlage unter der alten Spur beinander war. Vor allem beim Abstieg hab ich mich damit sicherer gefühlt

    Super wars! Jetzt pack ich die Schi wahrscheinlich in den Keller 8)


    Beim Aufstieg über den Stubacher Sonnblickkees (hinten ist nicht die Granatspitze, sondern die nördl. Begrenzungsfelsen vom Sonnblickkees):





    Blick vom Gipfel zum Stubacher Sonnblick:





    Unterer Teil vom Gipfelgrat, dahinter das Wiesbachhorn (der spitze Zacken):





    oberer Teil vom Gipfelgrat (für mich momentan die Schlüsselstelle: die Querung unter dem Robben-artigen Fels):





    Blick zum Großglockner und zum Johannisberg:





    Zoom zum Großglockner:





    Gipfelgrat vom Skidepot aus (es lohnt sich mit den Schi relativ weit nordseitig zum Grat aufzusteigen):





    Unten in der Mitte sieht man schon die Rudolfshütte. Hier war die Abfahrt noch gut, eine Stunde früher hätte man evtl noch super Firnverhältnisse erwischt:





    Rückblick (Zoom zum Gipfel), man sieht noch meine Aufstiegsspuren zum höheren Skidepot:





    Auch auf dem Forstweg zum Enzingerboden konnte man noch ein gutes Stück abfahren (mit ein paar Unterbrechungen):