Beiträge von fanwander

    Hallo Mane

    Zitat

    Und selbst wenn man - wie es die verunglückten Tourengeher taten - auf der orographisch linken Seite des Finsingbachs aufsteigt (den Bach meinst du wahrscheinlich, oder?), so kann man die steilen Hangpartien, auch überhalb von sich, gut meiden.

    Wie willst Du Selbst-Auslösungen aus Hangpartien überhalb von Dir meiden?

    Ganz allgemein:
    Auch wenn das bisher zum Glück noch nicht getan wurde, wünsche ich mir, dass auch in Zukunft keine Verdächtigungen aufkommen, die Leute wären "selbst schuld" gewesen. Der Unfall liegt m.A. nach im tragischen Bereich des Restrisikos.

    Das glaube ich auch. Mir geht es dabei immer nur darum eben aus Unglücken zu lernen - und wenn es heißt dass die Routenempfehlungen geändert werden müssten.


    Florian

    In der Nähe der Pfundsalm bei Hochfügen (dort kommt man bei den Skitouren Richtung Roßkopf, Sidanjoch, Kraxentrager, Marchkopf etc. vorbei) sind am Samstag zwei Skitourengeher aus München in einer riesigen Lawine gestorben: Vgl. http://tt.com/tt/home/story.csp?cid=6770844&sid=57&fid=21

    Danke für den Link mit den die Bilder. Ich hab mir das noch auf tiris.tiro.gv.at angesehen (hier klicken), da wundert mich dann schon, dass die Standardroute durch den vergleichsweise steilen Hang geht und nicht auf der anderen Bachseite. Zumal ein großteil der erwähnten Ziele auf der anderen Seite liegt.


    Gruß, Florian

    Höchster Punkt: Taubenstein


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 26. 4. 2009


    Gebirge: Mangfallgebirge


    Ausgangspunkt: Spitzingsee Parkplatz Taubensteinbahn


    Exposition der Tour: West


    Tourenverhältnisse:
    Untere
    Lochgraben hat jetzt eine 4 meter breite apere Stelle am steilsten
    Stück. NAch dem ersten Hang in der Querung ca 20 Meter aper bis unter
    die Liftstütze. Oberer Lochgraben hat noch einiges an Schnee, wenn auch
    mit einigen aperen Fleckerln. Weiter Richtung Miesingsattel lag noch
    gut Schnee



    Gefahreneinschätzung: Der Belag der Ski ist wohl am meisten gefährdet.


    Prognose:
    Wenn es morgen oder übermorgen regnet dürfter der untere Lochgraben
    sehr viel Schnee verlieren. Oben könnts noch nächstes Wochenende gehen.


    Sonstiges: Am Taubensteinhaus gabs nur Würstl und Getränke.


    Bilder zur Tour: Ab morgen unter http://fa.utfs.org/mountains/2009

    Höchster Punkt: Rotwandgipfel (1884 m)


    Art der Tour: Bergwanderung (Winter)


    Datum der Tour: 19. April 2009


    Gebirge: Mangfallgebirge


    Ausgangspunkt: Spitzingsee Ort (1068 m)


    Exposition der Tour: Süd


    Tourenverhältnisse: Für Fußgänger einzelne Schneeabschnitte auf dem Forstweg ab der Bergwachthütte. Ab Wildfeldalm durchgehende Schneedecke, sulzig getretener Weg der mühsam zu gehen ist.
    Für Skifahrer Abfahrt bis Wildfeldalm möglich. Dann nach(!) dem rein südseitigen Wegabschnitt ist ab dem Weidgraben wieder die Abfahrt im Wald direkt unterhalb des Weges (und parallel zum Weg) fast durchgängig bis zur Bergwachthütte möglich (ca 40 cm Schnee).


    Meine Einschaetzung der Rotwandreibn vom Rotwandgipfel aus: Auerspitz, Großtiefental, Kleintiefental, Taubensteinhaus haben noch gut Schnee; der Miesingsattel hat eine etwa 50 m breite apere Stelle. Die Abfahrt von der Kümpfelscharte nach Großtiefental ist auf mittlerer Höhe durch eine Grundlawine, die viel Erdreich aus der Rotwandostrinne mitgenommen hat, "versaut". Besser östlich vom Sebaldstein von der Auerspitze abfahren.
    Der Miesing selbst ist vermutlich uninteressant (ggf Ostrinne). Die Taubensteinskipiste (Lift ist geschlossen) sah ebenfalls gut aus. Genauso Stolzenberg, Roßkopf, Stümpfling (ABfahrt bis vor die Tür der Albert Link Hütte!). Suttenlift lief am Sonnstag.


    Schinderkar sah super aus. Schnee bis sehr weit runter in den Wald, Teerstraße zur Valepp ist vermutlich komplett schneefrei, ob sie von Rottach aus offen ist, weiss ich nicht.



    Der Schnee war mehr Firn und weniger Sulz als am Karfreitag.


    Gefahreneinschätzung: Im direkten Einzugsgebiet mäßig. Unter den Nebengipfeln der Rotwand (wie heissen die eigentlich?) große Schneemäuler, aber insgesamt vermutlich unkritisch. Die Wächte in die Ostrinne ist sehr groß hat aber schon zum Teil Anrisse. UNBEDINGT DIESSEITS DER ZAUNPFOSTEN BLEIBEN! Die Haupttrittspur verlief im unteren Kammabschnitt zum Teil ausserhalb des festen Untergrundes auf der Wächte. (siehe Bild unten)
    Andere Expositionen kann ich nicht beurteilen.


    Prognose: die Nordhälfte der Rotwandreibe ist sicher nächstes Wochenende auch noch nett. In vierzehn Tagen nur noch für Süchtige.


    Sonstiges: Kann bitte jemand der Küchenbesatzung auf dem Rotwandhaus verbieten so leckere Spinatknödel zu machen und mir dann hinterher auch noch so einen guten Kuchen zu verkaufen. Da halfen ja die ganzen Höhenmeter nix...


    Bilder zur Tour:
    Rotwand-Südseite
     [Blockierte Grafik: http://fa.utfs.org/mountains/2…twand/images/IMG_2444.jpg]


    Die Wächte am Gipfelkamm. Die Haupttrittspur läuft im hinteren Bereich auf der Wächte!
    [Blockierte Grafik: http://fa.utfs.org/mountains/2…twand/images/IMG_2449.jpg]



    Blick von der Rotwand nach Großtiefental
    [Blockierte Grafik: http://fa.utfs.org/mountains/2…twand/images/IMG_2451.jpg]


    Blick von der Rotwand zum Auerspitz:
    [Blockierte Grafik: http://fa.utfs.org/mountains/2…twand/images/IMG_2452.jpg]



    Blick auf Stolzenberg, Roßkopf, Stümpfling:
    [Blockierte Grafik: http://fa.utfs.org/mountains/2…twand/images/IMG_2438.jpg]


    Alle Bilder unter http://fa.utfs.org/mountains/2009/0419_rotwand/

    Höchster Punkt: Vierer Scharte



    Sonstiges siehe Eintrag Mane von Heute 16 Uhr



    Gefahreneinschätzung: nur ein
    einziger Nassschneerutsch aus der Felswand überm Kanonenrohr. Ich hab
    schon deutlich mehr im Dammkar erlebt. Trotzdem: es empfiehlt sich
    abfahrend eher rechts im Kanonenrohr zu halten (bzw im Aufstieg links).


    Sonstiges:
    Ich kann Mane's
    Einschätzung nicht teilen. Sicher wars ein bisserl sulzig, aber eher
    Genuss-Sulz als Wasserskifahren - und wir sind erst um 14:00
    abgefahren. Mountiflo haben wir uebrigens von der Tiefkarspitze
    abfahren sehen und dann (unbekannterweise) an der Dammkarhütte
    getroffen.


    Achja mane: Der Auftrieb war einfach, weil am Karfreitag traditionell das Bergwachtrennen im Dammkar ist.

    Höchster Punkt: 1622m
    Art der Tour: Skitour
    Datum der Tour: 22.03.2009
    Gebirge: Mangfallgebirge
    Ausgangspunkt: Schweigeralm
    Exposition der Tour: Nordwets bis Nord
    Tourenverhältnisse: 7cm Pulver auf sehr hartem Altschnee. Auch für Fußgänger war der Aufstieg kein Problem.
    Gefahreneinschätzung: in der gewählten Route gering
    Prognose: Der Forstweg unten war am nachmittag aper. Ab Bucherberg wirds noch lange gehen.
    Sonstiges: Wie immer war der Breitenstein in der Hauptabfahrt fast pistenartig eingefahren. Links und rechts gabs aber noch weite unberührte Bereiche.
    Sehr erfreulich finde ich, dass sich alle an die Skiroutenbeschilderung halten und nicht durch die Wildschutzbereiche queren.


    Bilder zur Tour:
    http://fa.utfs.org/mountains/2…2_breitenstein/index.html


    Unten ist schon sehr aper (abends war hier kein Schnee mehr)
    [Blockierte Grafik: http://fa.utfs.org/mountains/2009/0322_breitenstein/thumbnails/IMG_2365.jpg]



    Kurz vor der Bucheralm:
    [Blockierte Grafik: http://fa.utfs.org/mountains/2009/0322_breitenstein/thumbnails/IMG_2370.jpg]


    Viele Fußgänger im oberen Hang
    [Blockierte Grafik: http://fa.utfs.org/mountains/2009/0322_breitenstein/thumbnails/IMG_2372.jpg]

    ... alle an Bergen mit Liftanlagen:

    Und noch viel interessanter: fast in allen Fällen waren es wohl Leute, die den jeweiligen Berg "wie aus der Hosentasche" kennen. Diese Kenntnis erzeugt ein trügerisches Sicherheitsgefühl oder eine Unfähigkeit die objektive Gefahrensituation überhaupt noch zu erkennen.


    Z.B. der Unfall am Wallberg zB 45 Grad Rinne, nach Osten bei LWS 4. Man meint doch, da müssten alle Alarmglocken schrillen, zumal das ja wohl keine lawinentechnisch Unwissenden waren (Pieps Schaufel Sonde komplett dabei, befahren den Hang einzeln,usw.). Aber es ist halt sowas wie der Hausberg und sie wollten wahrscheinlich schon lang mal wieder vom Laiterkopf zur Monialm runter, dann übern Stümpfling nach Hause und geil wärs g'wesen...
    Ähnlich dürfte es bei dem Abgang im Alpspitzgebiet gewesen sein: Ortsansässige, eine Umfahrung, die der normale Variantenfahrer garnicht machen würde.


    Das soll jetzt kein Vorwurf sein (die Betroffenen tun mir eh aufrichtig leid). Sondern nur eine Vorstellung wie es gewesen sein könnte. Ich gestehe, dass ich bei den Touren, die ich schon oft gegangen bin, auch nicht jedesmal auf die Karte schau, wie steil es nun da und dort wirklich ist. Für mich ist es eine Warnung, auch im bekannten Gelände wieder vorsichtiger zu sein.

    Höchster Punkt: 1328
    Art der Tour: Skitour
    Datum der Tour: 15. 02. 2009
    Gebirge: Bayerische Voralpen
    Ausgangspunkt: Mariastein
    Exposition der Tour: NO
    Tourenverhältnisse: durchgängig schneebedeckte Forststraße, freie Hänge ca. 40-50 cm Traumpulver, Abfahrt durch den Wald war bestens möglich
    Gefahreneinschätzung: Sicherheitstour (kein Gelände steiler 30°)
    Prognose: Der gefallene Schnee tut den Voralpen sehr gut. Auch Langlauf im Voralpenland dürfte jetzt eine Zeitlang gesichert sein.
    Sonstiges:
    Der Rechelkopf ist kein echter Geheimtipp, aber immer perfekt bei
    kritischer Lawinensituation. Außerdem darf man auch mal nach einer
    Party am Samstag länger schlafen, und schafft die Tour trotzdem noch.
    Das "nicht bewirtschaftet" am Schild zur Sigrizalm (DAV-Sektion Waakirchen)
    bezieht sich aufs Essen. Es gibt aber Tee, Kaffee und Reutberger Bier
    und vernünftigen Wein.




    Bilder zur Tour: Bilder (aber nicht von heute, sondern von früheren Touren):


    http://fa.utfs.org/mountains/2004/0102_rechelkopf/index.html


    http://fa.utfs.org/mountains/2006/0212_rechelkopf/index.html


    http://fa.utfs.org/mountains/2008/0105_rechelkopf/index.html