- Gipfel
- Dahmannspitze
- Gebirge
- Ötztaler Alpen
- Art der Tour
- Hochtour
- Datum der Tour
- 5. August 2026
- Ausgangspunkt
- Vent
- Gefahreneinschätzung
- mäßig
- Exposition der Route
- alle
Wir waren vom 4. bis 6. August unterwegs.
Schon auf dem Weg zum Hochjochhospiz werden die Auswirkungen von Starkregen Ereignissen überdeutlich. Bei den Rofen Höfen ist vergangene Woche eine große Mure niedergegangen und im Juni wurde die Brücke über den Gletscherbach des Vernagt-Gletschers zerstört. Diese wurde mit einer neuen (provisorischen) ersetzt. Der Hüttenwirt sagte mir, dass für die weitere Zukunft eine Hängebrücke notwendig sein wird.
Der Kesselwandferner und der Guslarferner sind recht flach und daher auch für Einsteiger*innen geeignet. Zudem hält sich die Splatensturgefahr dort in Grenzen. Dennoch sind wir sicherheitshalber die meiste Zeit am Seil gegangen.
Der Kesselwandferner besitzt so gut wie keine Firnauflage mehr. Dennoch waren die Tourenbedingungen recht gut. Das apere Gletschereis war bis nachmittags hart und griffig. Allerdings rannen dort bereits ab dem späten Vormittag sehr viele oberflächliche, kleine Gletscherbäche hinab. Ein wichtiges Thema ist gerade in diesem heißen Sommer nach wie vor die Steinschlaggefahr. So liegt am steileren Anstieg vom Gepatschferner zum Kamm der Vorderen Hintereisspitze so viel loses Geröll, dass wir am Mittwoch hier sicherheitshalber umdrehten.
Der Anstieg vom Brandenburger Haus zum Oberen Guslarjoch war problemlos. Am Abstieg vom Joch gibt es ein Fixseil, das zum Schluss recht steil hinab führt. Für den Abstieg vom Guslarjoch zum Guslarferner braucht man alpine Erfahrung und sollte diese Passage wegen der Steinschlaggefahr möglichst schnell hinter sich bringen. Auf dem Guslarferner war das Eis griffig und hart, obwohl hier bereits ab 10 h viele kleine Gletscherbäche hinunterrannen.