- Gipfel
- Brennerspitze, Gamsspitze, Seeblasspitze, Seblaskreuz
- Höhe
- 2877, 2706, 2502, 2353m
- Gebirge
- Stubaier Alpen
- Art der Tour
- Bergtour
- Datum der Tour
- 19. September 2026
- Ausgangspunkt
- Beginn der Forststraße/Rodelbahn zur Brandstatt Alm im Oberbergtal, kostenlos. Zufahrt von Milders.
- Gefahreneinschätzung
- mäßig
- Exposition der Route
- Überwiegend Ost
Die erwartete Top-Tour.
Letzten Samstag war ich ja schon am Seblaskreuz und hatte für die große Runde nicht genug Zeit. Das habe ich heute nachgeholt und die Runde ist wirklich fantastisch: Sehr abwechslungsreich und am Kamm der vermutlich beste Panoramablick auf die zentralen Stubaier Berge, die wie ein Kranz vom Habicht bis zum Lüsener Fernerkogel um die Brennerspitze herum angeordnet sind.
Route: PP - Brandstatt Alm und auf dem Steig weiter bis zu einer Gabelung auf 2000m. Hier links ab und in langer Hangtraverse zum Hühnerspiel, einem Aussichtspunkt. Hier durfte ich ein beeindruckendes Spektakel erleben: Es waren drei Adler in der Luft, von denen einer ganz nah bei mir kreiste. Das dauerte eine Zeit. Plötzlich wurde der Adler dann von drei Raben attackiert und konnte sich nur retten, indem er in die Wolken flog. So etwas hab ich auch noch nie gesehen.
Nun geht es sehr steil und ausgesetzt über den Ostgrat auf die Brennerspitze. Von hier wird der ganze lange Kamm bis zum Seblaskreuz mit den oben genannten Gipfeln überschritten. Für die Gamsspitze, die nicht direkt am Weg liegt, braucht man insgesamt 20 Minuten extra (sehr lohnend, toller Blick ins Oberbergtal). Zurück zur Brandstatt Alm und zum PP. Beim Abstieg hab ich wieder fleißig Schwammerl (hauptsächlich Zigeuner wie letzte Woche) gesammelt und sogar noch mehr gefunden als letztens.
Die Route wird in den meisten Beschreibungen anders herum geschildert, aber ich finde es so sinnvoller, weil man die heiklen Passagen dann im Aufstieg hat.
Anforderungen: 1600 Hm, 20 Km, 7-8 Stunden. Den Ostgrat auf die Brennerspitze würde ich mir T5 bewerten. Über 500 Hm durchgehend sehr steil und alles Absturzgelände. Zudem sind die Passagen im Gras sehr erdig und rutschig. Der Kamm ist meist T4, der Rest T3. Insgesamt schon eine fordernde Tour. Erst letzten Samstag ist an der Brennerspitze eine Frau 100 Meter abgestürzt. Überdramatisieren braucht man aber auch nicht. Ich hab heute am Gipfel den Leo getroffen. Der ist 6 Jahre alt und war mit Mama und Opa oben. Er meinte: "D Mama hod scho gschnauft. Aber i nit!"
Bilder:
1: Brandstatt Alm
2: Kleines Seenauge mit Kalkkögel-Blick.
3: Am Hühnerspiel.
4: Einer der Adler.
5: Hier greifen ihn die Raben an.
6: Schlüsselstelle am Ostgrat.
7/8: Das großartige Panorama. Natürlich extra fein, wenn man kurz vor dem Gipfel aus den Wolken kommt.
9: Blick von der Gamsspitze ins Oberbergtal.
10: Rückblick zur Brennerspitze.