Beiträge von Margit

    Hi zusammen,

    war jemand in letzter Zeit zufällig auf dem Stubacher Sonnblick und kann von den aktuellen Verhältnissen berichten?
    Aus den Berichten im Internet werde ich nicht recht schlau: von "ohne Seil/nur mehr besseres Schneefeld" bis zu "ernsthafte Spaltengefahr" ist alles vertreten. Die "Auskunft" von der Rudolfshütte hilft auch nicht wirklich weiter.
    Fakt ist: wir haben ein Seil, Gurte und Steigeisen, sind aber nur zu zweit. Vertretbar?

    Danke und viele Grüße,
    Margit

    Servus "Bärchen",

    wie wär's denn mit den nördlichen Lechtaler Alpen? Also zwischen Inntal und Lechtal und im Süden durch's Hahntennjoch begrenzt?
    Ist nie überlaufen, m.W. kein Naturschutzgebiet und es gibt wunderschöne, kleine Tälchen und immer genug Wasser. Würde mich wundern, wenn Dich da jemand verscheucht....
    Gruß,
    Margit

    Höchster Punkt: Col Ombert 2675m, Punta di Vallaccia 2637m


    Art der Tour: Bergtour


    Datum der Tour: 16-18.7.2013


    Gebirge: Dolomiten



    Tourenverhältnisse:
    auch die Dolomiten "leiden" noch unter den Folgen des sommerlichen Wintereinbruchs (Ende Juni hatte es bis auf ca 1400m -also auf Höhe Wolkensteins und Sta.Cristina- heruntergeschneit).


    Die Verhältnisse sind derzeit kleinräumig sehr unterschiedlich und stark von der Exposition abhängig:
    Während z.B. der Kesselkogel (zumindest auf der Antermoia-Seite) und die Rotwand am Karerpass schon recht schneefrei ausschauen, ist die Abdachung des Sella-Stocks noch ziemlich schneebedeckt. Die Pala-Gruppe hat noch so weiß hervorgeleuchtet, dass wir uns gar nicht näher mit den dortigen Zielen befasst haben. Auch hinter der Marmolada reichen große Schneefelder N-seitig noch bis ca. 2300 herunter.
    Von unserem eigentlichen Wunschziel, der Latemarspitze, hat ein einheimischer Bergführer sehr eindrücklich abgeraten ("überhängende Wächten", "könnt's euch aussuchen, auf welcher Seite ihr runterfallt", "so spinnert war heuer noch keiner" etcpp). Wir haben natürlich gefolgt und lieber unsere Alternativ-Touren hervorgeholt:


    Der Col Ombert war eine superschöne, wenn auch lange Tour im Valle Contrin; die Punta di Vallaccia im Valle Monzoni ist ein gutmütiger Berg für nicht ganz astreine Wetterverhältnisse. Und das Weisshorn mit integrierter Besichtigung der Bletterbachschlucht ist die ideale Tour für den Anreisetag. Alles schneefrei, bestens zu begehen und auf meinem Web-Seiterl im Detail nachzulesen.



    Gefahreneinschätzung: bei den wirklich hohen Zielen muss derzeit noch mit Schnee (vor allem in Rinnen und Scharten) gerechnet werden.


    Prognose:


    Sonstiges: Klettersteig hinter der Punta di Vallaccia aufgrund starker Schäden gesperrt


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: Gamskogel 2205m, Steinkogel 2299m


    Art der Tour: Wanderung mit Pfadfinderei


    Datum der Tour: 10.7.2013


    Gebirge: Kitzbüheler


    Ausgangspunkt: Windautal/Gamskogelhütte


    Exposition der Tour: alles außer S


    Tourenverhältnisse: haben die Tour zum Gamsbeil von letzter Woche (s. Gamsbeil / Kitzbüheler) fortgesetzt - jetzt auch ohne Schnee und ohne Geissen im Schlepptau.
    Die Sonne hat in den letzten Tagen ganze Arbeit geleistet, sodass wir auf dieser Runde keinen Schneekontakt mehr hatten. Etwas höhere Kaliber, wie zB das Kröndlhorn sind aber immer noch weiß-braun gescheckt.


    Der ausgewiesene Aufstieg von der Unterfoisching- zur Oberfoisching-Alm ist seit dem Bau der neuen, weiter taleinwärts verlaufenden Forststrasse wieder von der Botanik übernommen worden und so gut wie nicht mehr markiert, es sind aber Steigspuren erkennbar. Oberhalb der Oberfoisching-Alm geht es weglos in etwa entlang der Skiroute aufwärts; hier ist etwas Orientierungsgeschick vonnöten. Man muss sich halt die besten Durchschlupfe zwischen Almrauschgestrüpp und Latschen suchen. Mit etwas Orientierungssinn resp. Glück trifft man dann auf eine schwach ausgeprägte Steigspur mit sporadischen Steinmanndln. Mit zunehmender Höhe und spärlicherer Vegetation wird das Steiglein immer deutlicher und zieht über den schönen N-Grat unschwierig zum Gipfel des Gamskogel. Auf der gegenüberliegenden Seite steigt man kurz in eine Scharte ab und erreicht schneller als vermutet den Gipfelgrat des Steinkogel. Der Gratgang (incl. putziger Leiter) macht total Spaß und geht ebenfalls recht schnell (unschwierig). Wenn es weniger diesig ist, müsste der Tauernblick überwältigend sein...
    Abstieg aus der Scharte weglos und einfach in das weitläufige Gelände der Neu-Alm und hinaus zur weithin sichtbaren Miesenbacher Alm. Von dort auf schönem, aber immer noch sehr glitschigem Steig über die Tagweid-Alm zurück zum Ausgangspunkt


    Gefahreneinschätzung: nur das übliche; ggf. Versteigen beim Aufstieg


    Prognose:


    Sonstiges: die Hänge des Windautals sind derzeit flächendeckend pink mit Almenrausch


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: Gamsbeil 2168m


    Art der Tour: Wanderung


    Datum der Tour: 1.7.2013


    Gebirge: Kitzbüheler


    Ausgangspunkt: Windautal bei der Gamskogelhütte


    Exposition der Tour: alles außer O


    Tourenverhältnisse:
    Route: Gamskogelhütte - Miesenbachalm - Geigenscharte - Gamsbeil

    Verhältnisse: diese Tour begeht man derzeit am besten mit Neoprenanzug und Schwimmflügelchen; GoreTex-Schuhe helfen nicht, weil einem die Brühe ohnehin oben hineinläuft. Schon das erste Stück hinter der Tagweid-Alm ist eine rechte Schlammschlacht, weil der aufgeweichte Boden zusätzlich von den Kühen zertrampelt ist. Der weitere Aufstieg zur Miesenbachalm ist zwar landschaftlich schön, der Weg ist derzeit aber quasi in den Bach integriert und entsprechend rutschig. Im weitläufigen Kessel der Neu-Alm kommt im Moment das Wasser von allen Seiten herunter und man erkennt an den quasi "im Wasser angebrachten" Markierungen, dass das wohl nicht immer so der Fall ist. Schön ist es aber schon da hinten...
    Der Gipfelanstieg ab der Geigenscharte hatte noch größere Schneeflecken (südseitig! Im Juli! Auf gerade 2100m!), lästig waren sie aber nur auf der schmalen Querung hinüber zum Gipfelgrat. Selbiger ist stellenweise ausgesetzt, aber kurz und schneefrei...


    Gefahreneinschätzung: Erhöhte Rutschgefahr; Absturzgefahr aber nur im unmittelbaren Gipfelbereich


    Prognose:


    Sonstiges: die eigentlich geplante Rundtour fiel zum einen den (Schnee)Verhältnissen zum Opfer; außerdem mussten wir die beiden Geissen, die uns von der Miesenbachalm bis zum Gipfel auf Schritt und Tritt folgten, ja wieder daheim "abgeben".... :-)


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: Großer Traithen, 1854m


    Art der Tour: Wanderung


    Datum der Tour: 27.6.2013


    Gebirge: Bayr. Voralpen


    Ausgangspunkt: Sudelfeld/Walleralm


    Exposition der Tour: N und O


    Tourenverhältnisse:
    Irgendwie stellt man sich ja für Ende Juni andere Ziele vor, aber was will man machen, wenn nur kurze Regenpausen bleiben?


    Vor lauter Ratschen sind wir statt an der Rosengasse an der Walleralm als Ausgangspunkt gelandet; ist für diese Tour aber eigentlich wurscht.
    Bis zum Oberen Sudelfeld hat man den vollen Genuss einer Skipiste im Sommer; dann geht es kurz und knackig steil über Schrofen und Latschengassen (z.T. seilversichert) zum Gipfel des Kleinen Traithen. Dort erfährt man, dass dieser Weg eigentlich gesperrt gewesen wäre wegen Seilschäden, die Reparatur wäre aber im Gang. Uns sind die Seile aber tipptopp vorgekommen, vielleicht war die Reparatur ja schon fertig. Hinunter in den Grassattel, sehr batzig über die Kuhweide und steil, aber gut gangbar hinauf zum Großen Traithen. Gratgang hinüber zum Steintrathen recht angenehm, leider mit wenig Sicht. Der steile Abstieg hinunter zur Rosengasse erforderte auf den nassen Schrofen und mit all dem Baatz an den Schuhen etwas Aufmerksamkeit; Seilsicherungen auch hier bestens.
    Von der Rosengasse zunächst wieder auf breitem Weg Richtung Oberes Sudelfeld hinauf; die letzten ca. 150Hm weglos und sehr steil ungefähr entlang der Lifttrasse wieder hinauf zur Walleralm. Kaum am Auto angekommen, hat's schon wieder geregnet (grmpf!)


    War heute als nahezu menschenleere Rundtour recht nett und den Verhältnissen angepasst; in einer Wolkenlücke konnte man einen Blick auf den hübsch verschneiten Kaiser werfen (nochmal grmpf)...



    Gefahreneinschätzung: die schrofigen und wurzeligen Latschengassen erfordern bei den derzeitigen nassen Verhältnissen schon etwas Aufmerksamkeit und Trittsicherheit; besonders der Aufstieg zum Kleinen Traithen und der Abstieg zur Rosengasse


    Prognose:


    Sonstiges:


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: Vord. Suwaldspitze, 2155m


    Art der Tour: Wanderung


    Datum der Tour: 19.6.2013


    Gebirge: Lechtaler


    Ausgangspunkt: Berwang


    Exposition der Tour: überwiegend N


    Tourenverhältnisse:
    War restlos begeistert von Landschaft und Flora! Super Tour!


    Route: von Berwang am Älpelesbach entlang zum Älpele (bis hierher identisch mit Aufstieg zum Roten Stein); dann nach W in eine namenlose Einsattelung mit Wegverzweigung; von dort Abstecher zur Suwaldspitze. Zurück zur Einsattelung und über Joch und Hönig hinunter zur geschlossenen Rastkogel-Hütte (alternativ auch zur bewirtschafteten Kögelehütte) und zurück nach Berwang.


    Verhältnisse: insgesamt super, nur noch kleine Schneefelder, die allesamt unproblematisch sind. Auch die lange, N-seitige Querung zur Suwaldspitze ist aper und trocken (Gipfelanstieg von der Rückseite her auf Steigspuren).
    Am lästigsten sind wieder einmal die zahlreichen Lawinenstriche und "Rumpelrinnen", die man gleich zu Anfang der Tour queren muss. Die "bauen" jedes Jahr das Älpelestal ein wenig um; heuer hält es sich erfreulich in Grenzen, trotzdem muss man einige Rinnen mit harten Lawinenboller und Baatz queren, stellenweise wurde der Weg auch ganz weggerissen und man muss sich eine Umgehung suchen (geht aber gut). Je höher man kommt, desto besser wird der Weg!


    Gefahreneinschätzung: das übliche...


    Prognose:


    Sonstiges: der Hönig hat den Ruf eines exzellenten Blumenbergs - und das zu recht! Man braucht kein Botaniker zu sein, um von den üppig und in allen Farben blühenden Bergwiesen auf beiden Seiten des Höhenzugs Joch-Hönig begeistert zu sein! Auch botanische Schmankerl wie Fliegenragwurz (http://www.steinundkraut.de/blume-Fliegen-Ragwurz-1877.html), Straußglockenblume (http://www.steinundkraut.de/bl…uss-Glockenblume-175.html), gelbes Läusekraut(http://www.steinundkraut.de/blume-Gelbes%20Läusekraut-43.html) und Allermannsharnisch (http://www.steinundkraut.de/bl…lermannsharnisch-180.html) sind zahlreich vertreten...



    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: 2035m


    Art der Tour: Wanderung


    Datum der Tour: 18.6.2013


    Gebirge: Kitzbüheler


    Ausgangspunkt: Aschau, Pp. vor der Mautstation


    Exposition der Tour: überwiegend O


    Tourenverhältnisse: so richtig schlau ist es ja nicht, sich bei dieser Hitze ausgerechnet eine O-Seite vorzunehmen!
    Der etwa halbstündige Tal-Hatscher zur Hintenbach-Alm (den man sich gegen 4,- Euro Maut auch sparen könnte) liegt zwar noch angenehm im Schatten, spätestens ab der Lab-Alm wird man aber gut durchgebacken. Die Fahr- bzw. Karrenwege zur Haglanger-Alm gehen sich bequem, kurz dahinter zweigt dann das schmale Steiglein zum Gerstinger Joch ab. Ziemlich steil, stellenweise auch leicht ausgesetzt geht's durch Almrausch-Gebüsch (tw. blühend), die Höhenmeter nehmen erfreulich schnell ab. Die wenigen kleinen Schneefelder am Wegesrand stören nicht und sind zur Abkühlung gerade recht. Mutterseelenallein am Gipfel....
    Beim Abstieg nach N zur Hintenkarscharte hat man es des Öfteren noch mit größeren Schneefeldern zu tun, die aber allesamt gut begehbar und unproblematisch sind. Man muss halt des Öfteren nach dem Schneefeld das Steiglein wieder suchen... Ist das große Schneefeld und der Baatz an der Hintenkarscharte überwunden, ist es nicht mehr weit bis zum Beginn des Forstwegs an der Hochalm; über die Hintenkar-Niederalm zurück ins Tal....


    Gefahreneinschätzung: nur das übliche....


    Prognose:


    Sonstiges: wer "pickerlfrei" ins Brixental möchte, sollte wissen, dass die Bundesstrasse 171 zwischen Ausfahrt Kufstein-Süd und Bad Häring gesperrt ist.


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: 2021m


    Art der Tour: Wanderung


    Datum der Tour: 15.6.2013


    Gebirge: Mieminger


    Ausgangspunkt: Pp. beim Strassberghaus oberhalb von Telfs (freie Auffahrt)


    Exposition der Tour: alle


    Tourenverhältnisse:
    Gestern eine wenig begangene, aber sehr aussichtsreiche Rundtour in den Miemingern gegangen:


    hinter dem Strassberghaus gibt es ein ganzes Wege-Gewimmel, den Wegweisern nach gehen aber immer alle Wege zur Alplhütte. Man muss da einfach hartnäckig sein und immer die linken Wegvarianten wählen (außer an der einen Abzweigung, wo der linke Ast eindeutig als Sackgasse gekennzeichnet ist). Irgendwann sind dann auch die Judenköpfe angeschlagen und ein schmales Steiglein führt rechts von der Forststraße weg. Steil und tw. nur als Steigspur (gut markiert) geht es über Wiesengelände hinauf zu einem Rücken, dann quert man längere Zeit nahezu eben die S-Flanke der Judenköpfe auf gerade fußbreitem Steig durch Latschengassen. An einer Felsnase mit Aufschrift "ALPL" gabeln sich die Wege und man steigt recht steil, aber gut gangbar rechts hinauf zu einer Einsattelung. Dort kommt von links der Iversen-Steig aus Wildermieming herauf, geradeaus geht es mal wieder zur Alplhütte und rechts zum Gipfel. Weiterhin sehr steil durch Latschen, kurz eine Felsrinne hinunter und um ein paar Felsnasen links und rechts herum und man ist oben. Die zahlreichen Berichte, wonach man nicht auf den Gipfel der Judenköpfe käme, stimmen also nicht (mehr); der Steig ist sogar markiert, bloß Gipfelkreuz kriegt man halt keins.
    Dann zurück zur Einsattelung, hier nimmt man dann doch mal die Variante "Alplhütte" und steigt auf schönem Weg (ein paar Seilsicherungen) hinunter zum Judentörl. Dort kann man schon fast den ganzen weiteren Weg bis zur Hütte einsehen und vor allem den gigantischen Felssturz aus der Hochwand vom vorigen Jahr begutachten. Zunächst noch ein bissl steil hinunter, dann auf gutem Weg talauswärts. Wer die Abzweigung nach unten in den Talboden verpasst (wie wir), kann auch geradeaus weiter durch die Hangflanke gehen und dann eine breite Schuttreisse zur Abfahrt nutzen. Die wirkliche Dimension des Felssturzes erkennt man spätestens dann, wenn man sich einen Weg durch die gartenhäusl-großen Felstrümmer sucht, mit denen der Weg verlegt wurde (Farbmarkierungen). Ein paar Meter, bevor man die Alplhütte erreicht, erfährt man dann auch, dass dieser Weg eigentlich gesperrt wäre (wer aus der anderen Richtung kommt, erfährt davon nix). Laut Wirt wurde das Schild halt vom Landesgeologen aufgestellt, weil kein Mensch ausschließen kann, dass morgen, nächste Woche oder in 10 Jahren nochmal Steine ausbrechen. Daher wird das Schild da wohl dauerhaft stehenbleiben.


    Gefahreneinschätzung: beste Verhältnisse, nur noch unbedeutende Schneereste auf dem Weg, kein Baatz;
    daher bleiben die üblichen Gefahren auf fußbreiten Steiglein und erodierten Rinnen


    Prognose: besser wird es nicht


    Sonstiges: Adler-Klettersteig wegen Seilschäden gesperrt


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: Ahornspitze 1780m


    Art der Tour: Wanderung


    Datum der Tour: 13.6.2013


    Gebirge: Ammergauer


    Ausgangspunkt: Hotel Ammerwald


    Exposition der Tour: S


    Tourenverhältnisse: gemütliche, wenig anstrengende Wanderung auf einen kleinen, aber sehr hübschen Gipfel (Route: Ammerwald - Schützensteig - Niederer Straußbergsattel - Ahornsattel).


    Dem Schützensteig hat der Winter etwas zugesetzt (recht geröllig, tw. ein wenig ausgewaschen), mit ordentlichem Schuhwerk ist es aber nicht der Rede wert. Am niederen Straußbergsattel liegen noch ein paar Altschneefelder herum, die man aber umgehen kann. Hier ist es auch sehr sumpfig und batzig, dank der ausgelegten Holzbretter kommt man aber trockenen Fußes durch. Danach dann sehr angenehmer und trockener Weg bis zum Gipfel.
    Dank Werktag und Vorsaison war es gestern eine sehr einsame Tour, auf der wir nur einer Handvoll Menschen (und Gämsen) begegnet sind. An Wochenenden und in der Hauptsaison dürfte aber wegen der Nähe zur Tegelberg-Seilbahn größerer Andrang herrschen.


    Gefahreneinschätzung: nix


    Prognose:


    Sonstiges: im unteren Teil des Schützensteigs blühen derzeit unglaubliche Mengen des weißen Waldvögeleins mit echten Prachtexemplaren


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: keine Ahnung


    Art der Tour: Blümchenwanderung


    Datum der Tour: 12.6.2013


    Gebirge: Karwendel


    Ausgangspunkt: Scharnitz


    Exposition der Tour:


    Tourenverhältnisse: bin heute mal "flach" spaziert und habe die Gleirschklamm im Karwendel durchwandert. Trotz des Regens ist der Weg recht gut in Schuss; nur kleinere Hangrutsche, in die aber bereits "Umgehungen" getrampelt sind und eine ganz kurze, leicht überschwemmte Stelle (auch umgehbar). Mit den derzeitigen Wassermassen recht eindrucksvoll...
    Wer sich für Blümchen interessiert und gute Augen hat, wird zwischen Scharnitzer Alm und Klamm mit einigen Ragwurzen belohnt...


    Gefahreneinschätzung: der schmale Weg durch die Klamm ist nur an wenigen Stellen gesichert und verlangt ein Minimum an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit; ausrutschen darf man bei den derzeitigen Wassermassen nicht


    Prognose:


    Sonstiges: Übrigens hilft es am Pp. Karwendeltäler gar nix, wenn man drangedacht hat, die üblichen 2-4 Euronen Parkplatzgebühr in Münzen mitzubringen. Die Scharnitzer wollen 6 ( in Worten: SECHS) Euronen! Natürlich nimmt der Automat keine Scheine und wechselt nicht. Man muss also erst zum vorderen Parkplatz zurücktraben, wo dann wenigstens ein Wechselautomat hängt.
    Dass 2 von den 6 Euronen angeblich verrechnet werden, wenn man wo was kauft oder einkehrt, mag zwar stimmen, nützt aber meist nicht viel, denn sämtliche Almen und Hütten, an denen man bei der Wanderung realistischerweise vorbeikommen könnte, sind davon ausgenommen (knurr).
    Wer nur eine Halbtageswanderung plant, sollte nach 12:00 kommen, da gibt es wenigstens einen Nachmittagstarif für 3,- €


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: W-Gipfel, 2161m


    Art der Tour: Wanderung


    Datum der Tour: 18.5.2013


    Gebirge: Ammergauer


    Ausgangspunkt: Plansee, PP. Musteralm (2,-€)


    Exposition der Tour: S


    Tourenverhältnisse: die von Bille am 2.5. beschriebenen großen Schneefelder sind der Sonne und dem warmen Regen zum Opfer gefallen; auf der Normalroute ab Plansee hat man so gut wie keinen Schneekontakt mehr. Batzig ist es auch nicht, also geradezu optimale Verhältnisse.


    Gefahreneinschätzung: das sehr schmale, geröllige und tw. erodierte Steiglein im unteren Teil erfordert Aufmerksamkeit und Trittsicherheit


    Prognose: besser kann's nicht werden


    Sonstiges:
    für Blümchen-Fans: die Monte-Baldo-Segge (Carex baldensis) wohnt ja normalerweise -wie der Name schon sagt- am Gardasee. In den Ammergauern gibt es einen völlig isolierten "Aussenposten" davon - und genau dieser ist derzeit im unteren Teil des Geierkopf-Aufstiegs in voller Blüte zu besichtigen.
    So schaut's aus: http://www.steinundkraut.de/blume-Monte-Baldo-Segge-216.html


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: Feldberg, 1813m


    Art der Tour: Wanderung


    Datum der Tour: 15.5.2013


    Gebirge: Kaiser


    Ausgangspunkt: Mautstraße Griesener Alm, Höhe Fischbachalm


    Exposition der Tour: S und O


    Tourenverhältnisse:
    Route: 300m hinter der Fischbach-Alm zweigt der Anstieg zum Feldberg ab; über die Ranggen-Alm hinauf zum Gratrücken (kleiner Abstecher zum Schneebichl) und entlang des meist angenehm breiten Rückens über ein paar Aufschwünge und Einsattelungen zum Feldberg. Diesen überschreiten und immer am Grat entlang in Richtung Stripsenjochhaus; kurz vor selbigem auf dem Panoramasteig noch auf den Stripsenkopf; Abstieg zur Griesener Alm


    Verhältnisse: obwohl in den Ammergauern und im südl. Rofan schon schneefreie Touren bis 2000m möglich sind, hat man auf dieser Runde noch häufig mit Schneefeldern zu tun. Im Aufstieg liegen schon ab ca. 1400m mehr oder weniger große Schneefelder, die aber gut zu begehen sind; hier ist das Gelände auch nicht exponiert. Am Grat zwischen Feldberg und Stripsenjoch stösst man aber auch auf dicken Wechten und Schneefelder an Stellen, wo sie wirklich ein bissl stören. An einzelnen, exponierten Stellen bleibt nur der Kampf durchs Latschendickicht, weil der Weg durch überhängende Wechten blockiert ist und es darunter senkrecht nach unten geht. Dazwischen aber auch längere, schneefreie Strecken. Zwischen Stripsenkopf und Stripsenjochhaus müssen noch 3 Lawinenstriche mit harten Bollern gequert werden. Auch im Abstieg vom Stripsenjochhaus zur Griesener Alm muss man sich fast bis zur Talsohle immer wieder mit lästigen Altschneefeldern herumplagen, die leider nur ab und zu "Abfahrtspotential" haben.


    Die Runde ist aufgrund der spektakulären Kaiser-Szenerie sehr lohnend und derzeit noch recht einsam. Trittsichere, geübte Bergsteiger sollten keine wirklichen Probleme haben, etwas erhöhten Zeitbedarf wegen der o.g. Schneefelder sollte man aber einplanen


    Gefahreneinschätzung: es sind einige Altschneefelder zu queren, auf denen man nicht abrutschen sollte. Die Seilsicherungen helfen derzeit noch nicht, da noch unter dem Schnee verborgen. Stöcke ratsam.
    Zum Stripsenkopf sollte man derzeit nicht den Direktanstieg nehmen, auf den man gleich nach Überschreitung des Feldbergs trifft. Dort müsste man ein sehr steiles Schneefeld hinaufturnen, das kein Ausrutschen verzeiht. Das ist das Risiko nicht wert, denn auf dem etwas weiter in Richtung Stripsenjochhaus gelegenen Panorama-Steig lässt sich der Gipfel schneefrei und harmlos erklimmen.


    Prognose:


    Sonstiges: Griesener Alm, Fischbachalm und Stipsenjochhaus geöffnet; Hans-Berger-Haus und Anton-Karg-Haus lt. Aushang auch


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: Scheinbergspitze - 1926m


    Art der Tour: Wanderung


    Datum der Tour: 9.5.2013


    Gebirge: Ammergauer Alpen


    Ausgangspunkt: zwischen Linderhof und Grenzübergang


    Exposition der Tour: S


    Tourenverhältnisse: grösstenteils trocken und sehr angenehm zu gehen, nur auf den letzten ca. 150Hm noch größere Schneefelder (gut gespurt) mit entsprechend Baatz drumherum.


    Gefahreneinschätzung: eigentlich nix. Manche Schneefelder, die oberflächlich solide aussehen, sind aber total unterspült und man bricht stellenweise tief durch (mit kurzer Hose etwas unangenehm)


    Prognose:


    Sonstiges: massenhaft Seidelbast in voller Blüte...


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: 1957m


    Art der Tour: Wanderung


    Datum der Tour: 1.5.2013


    Gebirge: Rofan


    Ausgangspunkt: Maurach resp. Eben


    Exposition der Tour: S und W


    Tourenverhältnisse: Für den Hinweg den Direktaufstieg zur Astenau-Alm ab Eben gewählt (alles schneefrei, trocken). Beim Gipfelanstieg ist es derzeit ziemlich wurscht, ob man die steile Variante durch die Latschengassen nimmt (stellenweise kleinere Schneefelder und Baatz) oder die flachere aussenherum (auch kleinere Schneefelder und umgestürzte Bäume). Probleme gibt's auf beiden Routen nicht; der absolut überwiegende Teil des gesamten Wegs ist schneefrei und trocken. Abstieg nach Maurach via Buchenau-Alm ebenfalls sehr angenehm zu gehen...


    Gefahreneinschätzung: sehr gering


    Prognose:


    Sonstiges: Astenau-Alm geöffnet


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: irgendwo oberhalb der Fideriss-Almen


    Art der Tour: Schneeschuhtour


    Datum der Tour: 15.4


    Gebirge: Tuxer


    Ausgangspunkt: Weerberg/Innerst


    Exposition der Tour: NW


    Tourenverhältnisse: gestern war ich definitiv zum falschen Zeitpunkt am falschen Berg. Eigentlich erschien mir der Hohe Kopf bei den derzeit herrschenden Bedingungen (sehr warm, Lawinengefahr) als geeignetes Ziel: NW-Exposition, flaches Gelände etc. War aber nicht so.


    Okay, ich war nicht ganz so früh wie geplant am Ausgangsort, aber ich glaube, auch ein Stünderl früher hätte da nix mehr gerettet. Der schattige Forstweg Richtung Weidener Hütte war zwar noch komplett vereist, sobald man aber in offeneres Gelände kam, fing die "Sumpferei" an. Die Schnee hat noch eine beachtliche Dicke und ist total durchfeuchtet, sodaß man bei jedem Schritt bis zum Oberschenkel eingebrochen ist und sich obendrein noch unter dem Schnee in den Latschen verheddert hat. Das Herauswurschteln ist dann auch recht mühsam, da es nichts Hartes zum Abstützen gibt. Ich gebe ja sonst nicht so leicht auf beim Bergsteigen, aber gestern war einfach kein Vorwärtskommen für mich :-(
    Habe mich dann an der Fideriss-Almen in die Sonne gelegt und mir die imposanten Schneebretter angeschaut, die gegenüber aus den steilen Ostflanken um Wildofen/Hobartjoch abgingen.


    Gefahreneinschätzung: auf der Route Fideriss-Almen/Hoher Kopf reliefbedingt gering; ansonsten ist die "Gesamtsituation" durchaus heikel. Der Schnee hat noch eine beachtliche Stärke und die allermeisten der neuralgischen Stellen sind noch nicht entladen, kommen aber im Fall des Falles großräumig daher.


    Prognose:


    Sonstiges: manchmal hat's einen Grund, warum man den ganzen Tag niemanden trifft :-)


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: Blaser 2241m


    Art der Tour: Schneeschuhtour


    Datum der Tour: 13.4.2013


    Gebirge: Stubaier Alpen


    Ausgangspunkt: Trins / Gschnitztal


    Exposition der Tour: S bis O


    Tourenverhältnisse: vom Wanderpp. oberhalb der Kirche haben wir den Sommerweg zur Blaserhütte genommen. Ca. 45min kann man "ohne alles" gehen, dann erreicht man die Schneegrenze und muß aufrödeln. Im Wald in der Früh recht eisig; sobald man die freien Almflächen erreicht, wird der Schnee tief und weich (war auch in der Früh nicht mehr durchgefroren). Bei jedem Schritt war es spannend, ob es hält oder nicht (meistens eher ned)...
    Beim Aufstieg haben wir uns einigermassen an den Verlauf des Sommerwegs gehalten (bestens markiert); wer sich auskennt, kann im welligen, gut überschaubaren Gelände aber beliebig abkürzen.
    Allein am Gipfel dann vom gemütlichen Bankerl aus zugeschaut, wie die Wolken immer mehr aufrissen und die markanten "Nachbarn" Serles, Kirchdachl, Tribulaune etcpp in die Sonne kamen (traumhaft). Dann noch ein 2stündiges Sonnenbad an der einsamen Blaserhütte - also insgesamt ein exzellentes Verhältnis zwischen Anstrengung und Faulenzerei :-)....
    Beim Abstieg dann bodenloser Sumpfschnee mit diversen tiefen Einbrüchen; also eher Einschlaglöcher statt Spur....


    Gefahreneinschätzung: reliefbedingt sehr gering


    Bilder zur Tour: kommen noch...

    Höchster Punkt: 2237m


    Art der Tour: Schneeschuhtour


    Datum der Tour: 4.4.1965


    Gebirge: Kitzbüheler


    Ausgangspunkt: Gasthof Wegscheid (Mautstrasse "Kurzer Grund" ab Kelchsau)


    Exposition der Tour: überwiegen W, N


    Tourenverhältnisse: Musste den neuen "Tourentipp-Tourentipp" auch gleich ausprobieren...


    Blöderweise habe ich mich auf Höhe Trattenbach-Alm für die linke Bachseite entschieden, da mir da das Gelände angenehmer erschien. Allerdings ist es dann gar nicht so einfach, wieder nach rechts hinüberzukommen (Graben, Steilgelände). Ich habe mich -als ich schon arg in Richtung Steinbergstein abgedriftet war- direttissima hinaufgearbeitet zum Haldenstein und habe mich dann etwas unterhalb des Grats mit Höhenverlust hinübergewurschtelt zum Schneegrubenschartl. Zu empfehlen ist das nicht unbedingt: ein paar Steilhänge, Gräben und Wechten erfordern einige Umwege und zusätzliche Höhenmeter, sodaß man auch schon fast den Steinbergstein mitnehmen und dann gemütlich auf der Grathöhe hinüberspazieren könnte. Naja, jetzt weiß ich's auch :-)
    Ohne Spur den unteren Abschnitt des Gratrückens hinauf, wo auf halber Höhe dann die Skispur einmündete. Nun jeweils auf dem Grat oder leicht links davon unschwierig zum Gipfel. Abstieg dann "planmässig" und angenehm über das Gelände der Schneegrubenalm...


    -- Schnee bis zum Parkplatz, solide Schneeabdeckung auf der gesamten Tour
    -- Schneequalität vom Pp. bis zum Haldenstein leider überwiegend Bruchharsch (schon in der Früh nur noch sehr bedingt tragfähig)
    -- ab Schneegrubenschartl wechselt die Schneequalität quasi jeden Meter mit der Exposition (südseitig schon Firn, O-seitig ein sehr unangenehmer, mehlig-pappiger Schnee, N-seitig fester Stapfschnee)
    -- wolkenlos, völlig windstill und sogar am Gipfel T-Shirt-tauglich


    Gefahreneinschätzung: gestern gering (die sehr steilen N-Hänge unterhalb des Gipfels dürften aber nicht immer harmlos sein)


    Prognose:


    Sonstiges:
    - Gasthaus Wegscheid geöffnet
    - Mautstraße "Kurzer Grund" 4,- Euronen (Straße ist quasi schneefrei)


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: 2876m


    Art der Tour: Schneeschuhtour


    Datum der Tour: 1.4.2013


    Gebirge: Stubaier/Sellrain


    Ausgangspunkt: Praxmar


    Exposition der Tour: O


    Tourenverhältnisse: Schnee ab Parkplatz durchgehend, (noch) keine aperen Stellen.
    Vormittags im unteren Bereich feuchter, schwerer Schnee, der dank sehr kalter Nacht aber noch getragen hat; im oberen Bereich eine Art schwerer Pulverschnee. Aufstieg also sehr angenehm.
    Aufgrund des grossen Andrangs wurden die unverspurten Stellen am Nachmittag dann rar und der tief zerwühlte Schnee bekam einen oberflächlichen Harschdeckel, also eine Art Rübenacker mit Harsch. Das war dann nicht mehr so angenehm, aber mei.... etwas früherer Aufbruch + Abfahrt also von Vorteil.


    Sehr frühlingshafte Temperaturen (T-Shirt-Wetter) bis zum Skidepot, am Gipfelaufbau ein ekelhafter kalter Wind, der einen doch wieder in den Anorak und die Handschuhe zwang....


    Gefahreneinschätzung: entlang der Aufstiegsspur reliefbedingt gering


    Prognose:


    Sonstiges: auch der Zischgeles hatte eine Menge Besuch gestern: die Hänge, die in der Früh nur einzelne Skispuren aufwiesen, waren zu Mittag auf voller Breite zerfahren...


    Bilder zur Tour: