Überschreitung Wilder Freiger - Bergtour Stubaier Alpen

  • Gipfel
    Rotgratspitze, Wilder Freiger
    Höhe
    3099, 3418m
    Gebirge
    Stubaier Alpen
    Art der Tour
    Bergtour
    Datum der Tour
    15. August 2026
    Ausgangspunkt
    PP Nürnberger Hütte, 6 Euro.
    Gefahreneinschätzung
    gering

    Zeit iss wieda worn, für'n Freiger!

    Und da hab ich heute den vorerst letzten ganz stabilen Tag natürlich nutzen müssen. Obwohl ich jeden Zentimeter der Tour kenne, habe ich sie in dieser Reihenfolge noch nicht gemacht.

    Route: PP - Bsuchalm - Nürnberger Hütte - Freigersee - Rotgratspitze - Roter Grat - Wilder Freiger - Seescharte - Grünausee - Sulzenauhütte - Grawaalm und am Wilde-Wasser-Weg zurück zum PP. Dabei habe ich mir erstmals auch das Ruetz-Katarakt angeschaut. Echt beeindruckend!

    Anforderungen: Gute 2000 Hm und sicher 25 Km, 10-12 Stunden. Zwischen Freigersee und Grünausee T4, sonst T3. Es kann sein, dass ich den Roten Grat in einem früheren Bericht auch mal mit T5 bewertet habe, was er aber sicher nicht ist, da es keine Kletterstellen gibt. Wichtig ist am Grat aber gute Sicht, da die Markierungen nicht gerade üppig sind und da der "Grat" auch mal gerne 30 Meter breit ist, verläuft man sich gleich mal und dann wird es hier schnell richtig gefährlich.

    Beim Abstieg vom Freiger Richtung Seescharte wurde eine Stelle auf etwa 3300 Metern neu trassiert, weil es da einen Felsausbruch gab. Allerdings ist das sehr provisorisch und in meinen Augen auch wenig sinnig gemacht worden. Über eine etwa 10 Meter hohe um 50 Grad geneigte Felswand leitet ein Kletterseil hinunter. Von oben kommend merkt man erst bei der Hälfte, dass das Seil total kaputt ist. Unten sieht man dann, dass die Stelle ganz leicht umgangen werden könnte...

    Grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass im Bereich zwischen 3200 und 3300 Metern gerade viel in Bewegung ist und sich der ganze lose Schumms bald nach unten verabschieden wird. Wenn dann wieder festerer Fels da ist, wird man vermutlich die Route grundsätzlich neu anlegen. Nicht falsch verstehen: Das heißt jetzt nicht, dass die Tour besonders steinschlaggefährdet ist.

    Die Tour war natürlich wie immer fantastisch: Im Grünausee gab es ein kühles Bad und auf der Sulzenaualm eine Eierlikörtorte - meinen Lieblingskuchen.

    Ich würde die Tour tatsächlich aber anders herum empfehlen, weil der Aufstieg zwischen Freigersee und Rotgratspitze ziemlich zäh und eintönig ist, wenn man die ganze Zeit in das rote Trümmermeer schaut. Im Abstieg viel angenehmer und mit viel Panorama.


    Bilder:


    10 Fotos sind für die vielen Glanzlichter auf jeden Fall zu wenig. Es fehlen unter anderem mehrere See und die großen Wasserfälle Sulzenau und Grawa...


    1: Nürnberger Hütte im Morgenlicht.

    2: Freigersee und Feuersteine.

    3: Blick von der Rotgratspitze zum Eissee und ins Ridnauntal.

    4: Der Rote Grat. Schlägt jemand einen anderen Namen vor?

    5: Habicht und Feuerstein hinter dem Grüblferner.

    6: Der Übeltalferner und einige der Bergriesen um ihn. Links das Becherhaus.

    7: Freigerferner.

    8: Der zauberhafte Grünaussee war gar nicht so saukalt wie sonst.

    9: Die untere Sulzenau.

    10: Ruetz-Katarakt.


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