- Gipfel
- Corno di Lago Scuro
- Höhe
- 3164m
- Gebirge
- Adamello-Presanella
- Art der Tour
- Wanderung
- Datum der Tour
- 5. August 2026
- Ausgangspunkt
- Malga Bedole im hintersten Val Genova. Genialer Übernachtungsplatz. Im Val Genova ist das übrigens ausdrücklich erlaubt. Ein Tag 8 Euro, jeder weitere 5. Mit einem richtigen Wohnmobil würde ich auf der engen Straße aber nicht da hinter fahren.
- Gefahreneinschätzung
- gering
Den gewaltigste Talschluss der Ostalpen
hat Julius Payer das Val Genova genannt und ich stimme ihm jedes Mal wieder zu, wenn ich hier bin. Payer ist sicher eine der schillerndsten Persönlichkeiten der K.u.K-Monarchie. Offizier, Bergsteiger, Kartograph, Polarforscher, Maler. Im nach ihm benannten kleinen Gletschermuseum kurz unterhalb des Rifugio Mandrone kann man die von ihm auf eigene Rechnung ohne Auftrag der Vorgesetzten im Urlaub erstellte Karte des Adamello-Gebiets bewundern.
Ich bin gestern noch von Sonico ins Val Genova gefahren, was ehrlich gesagt schon ein ziemliches Gegurke um das halbe Adamello herum über den Tonale-Pass und Madonna di Campiglio ist, aber es hat sich gelohnt. Schon bei der Einfahrt ins Tal wird man von dem mächtigen Nardis Wasserfall begrüßt, der direkt neben der Straße zu Tal stürzt. Die Tour heute kannte ich schon und habe sie in einer deutlich schwierigeren "extended version" 2021 beschrieben. Heute stand mir der Sinn aber nach einer gemütlichen Tour mit maximalem Landschaftsgenuss.
Route: Vom PP zum Rifugio Mandrone und hoch zum Passo di Lago Scuro. Von hier zum Gipfel. Zwischen dem Pass und der Mandrone Hütte gibt es verschiedene Wegvarianten, die ich so kombiniert habe, dass ich beim Abstieg direkt am Lago Scuro vorbeigekommen bin, wo ich einem eiskalten Bad natürlich nicht widerstehen konnte. Vom See bin ich weglos (unschwierig) zum Seenplateau um den Lago Mandrone abgestiegen. Von dort kurz hoch zum Rifugio und auf bekannten Weg ins Tal. Das Seenplateau ist einfach fantastisch: Zwei große Seen und viele kleine Laghetti, dazwischen Hochmoore. Ich kann nur empfehlen, hier einfach ein bisserl weglos in der Gegend herumzustromern. Was für Kleinode man da entdeckt!
Anforderungen: 1700 Hm, knappe 20 Km, 8-9 Stunden. Fast ausschließlich T3, nur die letzten 50 Hm zum Gipfel versichert (KS A/B). Adamello untypisch nur wenig ruppig.
Bilder:
1: Kann man in schönerer Umgebung übernachten?
2: Herrlicher Aufstieg zum Rifugio Mandrone.
3: Lago Scuro sowie Lobbia- (links) und Mandrone-Gletscher.
4: Gipfelpanorama.
5: Cima Busazza im Vordergrund und Presanella (Hauptgipfel nicht zu sehen). Der Presena-Gletscher ist mit Planen bedeckt (Skigebiet).
6: Wer möchte nicht in dieses kristallklare Wasser tauchen?
7: Das Madrone-Seenplateau von oben. Ist es jetzt besser/schöner so oder zu Zeiten von Julius Payer, als das alles unter Eis lag?
8/9: Ein Paradies ist es.
10: Mandrone-Wasserfall.