Monte Mulaz - Rundtour Dolomiten

  • Gipfel
    Monte Mulaz
    Höhe
    2906m
    Gebirge
    Dolomiten - Pala
    Art der Tour
    Bergtour
    Datum der Tour
    5. September 2026
    Ausgangspunkt
    Pian de Casoni, 7 Euro. Zufahrt von Paneveggio oder Falcade. Toller Übernachtungsplatz, aber nicht so wirklich erlaubt. Kontrolliert wird aber wohl nicht.
    Gefahreneinschätzung
    gering

    Immer wieder eine tolle Tour, auch wenn ich eigentlich etwas anderes geplant hatte.

    Ich wollte eigentlich auf die Cima Burleoni, habe aber beim kurzen Klettersteig zum Passo delle Farangole umgedreht, weil ich das Set nicht mitgenommen habe. Die Stelle geht sicher auch ohne, aber vielleicht kennt das ja der eine oder andere: Wenn man den Kollegen beim Rummurksen zu lange zuschaut, verlässt einen selber der Mut. Als ich zu der Stelle kam, waren schon fünf Leute dort (aufgrund der großen Rucksäcke sicher Pala-Durchquerer). Eine junge Dreier-Gruppe mit KS-Ausrüstung, aber da hat's einen auch mal geschmissen und dann die zwei Frauen... Ohne Ausrüstung und die eine ganz schlimm am Murksen. Für jeden Meter 3 Minuten. Du schaust zu und kannst eigentlich nicht hinsehen, weil du weißt, dass die arme Frau sicher Todesangst hat. Das hat mir dann so auf die Stimmung geschlagen (ist aber letztlich gut ausgegangen), dass ich mir dachte, dass heute vielleicht nicht der Tag für diese Tour ist. Daher bin ich umgedreht und auf den Mulaz, wo ich letztes Jahr auch schon war.

    Route (Mulaz Normalweg): Pian de Casoni - Malga Venegiota (zurzeit wegen Umbau geschlossen) - Passo Mulaz - Monte Mulaz. Eine grandiose Rundtour wird daraus, wenn man wie folgt absteigt: Monte Mulaz - Rifugio Mulaz - Passo di Focobon - Forcella Venegiota - Malga Venegiota - PP. Geht man die Route anders herum, ist sie fast noch lohnender, weil man dann auf die gigantischen Pala-Riesen zuläuft.

    Anforderungen: 1500 Hm, 20 Km, 7-8 Stunden. Überwiegend T3 und leichter, etwa 10% T4. Nie wirklich ausgesetzt.

    Die relative Einfachheit der Tour führt dazu, dass hier oft viel los ist. Ist aber kein Problem, denn der Gipfel bietet viel Platz und der Mulaz ist durch die vielen Begehungen eh "zweispurig", sodass es keine Staus gibt. Auch viele Familien mit Kindern unterwegs und sehr angenehme Stimmung. Mit den Italienern kommt man ja eh schnell ins Gespräch (sofern man ihre Sprache spricht).


    Bilder:


    1: Malga Venegiota und Cimon di Pala im ersten Morgenlicht.

    2: Schöner Wald im Aufstieg zum Passo Mulaz.

    3: Das Bild finde ich sehr interessant. Es wird ja zurzeit gerne wieder in den Medien über die Wasserknappheit am Watzmannhaus oder auf der Blaueishütte berichtet, wobei gerne verschwiegen wird, dass die Sache mit dem Wasser in Kalkgebirgen immer schon ein Problem war. Was wir hier sehen, ist eine Art riesiger Wassersack, der mit dem Heli in die Nähe der Mulaz Hütte geflogen wurde. Die Mulaz Hütte hat außerdem noch drei Wasserleitungen, von denen eine vom Passo Farangole kommt, wo sich bis in den September ein Schneefeld hält. Das ist eine Stunde Fußmarsch!

    4: Da habe ich umgedreht. Die Frau in der Mitte des Schotterfeldes wird noch 10 Minuten brauchen, um die paar Meter zu ihrer Kollegin zu bewältigen. Die junge Leute stehen links am Beginn des KS. Der Schotter sieht auf dem Bild viel flacher aus, als er ist; sicher mindestens 45 Grad.

    5: Am Aufstieg zum Mulaz.

    6: Am Gipfel gibt es kein Kreuz, sondern eine Friedensglocke. Sehr fein.

    7: Sehr junge Gipfelstürmer.

    8: Obwohl der Tümpel gerade trocken ist, sehr schöne Stelle am Abstiegsweg.

    9: Ein Schafparadies. Der Schäfer sitzt mit seinem Hund links oben.

    10: Etwa einen Kilometer unterhalb des PP Pian de Casoni habe ich eine großartige Badestelle am Travignolo Bach gefunden. Eiskalt!


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