MTB-Tour Pantokrator - Korfu

  • Gipfel
    Pantokrator
    Höhe
    911m
    Gebirge
    —-
    Art der Tour
    Mountainbiketour
    Datum der Tour
    13. Juni 2026
    Ausgangspunkt
    Pirgi an der Ostküste Korfus
    Gefahreneinschätzung
    gering
    Exposition der Route
    Überwiegend Süd und West

    Der Pantokrator, der „Herrscher der Welt“ - wohl nur der doch überschaubaren Welt Korfus - ist der mit Abstand höchste Berg (eigentlich der einzige) der Insel und lässt sich einfach über relativ ruhige, asphaltierte Nebenstraßen erreichen. Natürlich sind einige Touristen mit Mietwägen unterwegs, aber das verläuft sich. Bis auf die letzten 100Hm geht es auch so gemütlich hoch, dass ich (mit Biobike) nicht mal in den ersten Gang runterschalten musste.

    Am sinnvollsten startet man mit dem Rad in Pirgi, alternativ käme auch Acharavi an der Nordküste in Betracht. Diese beiden Orte verbindet die dem Berg nächste Nebenstraße. Wer erst zu einem der Orte hin muss, muss unweigerlich die Küstenstraße dafür benutzen und dort ist das Radeln aufgrund des vielen Verkehrs alles andere als schön.

    Wir sind also gezwungenermaßen vom Übernachtungsort Dassia erst etwa vier weniger schöne km mit viel Verkehr bis zum Abzweig der Bergstraße in Richtung Spartilas, kurz nach Pirgi, gefahren. Dann die Straße hoch, durch Spartilas durch, bis bald danach der Abzweig zum Pantokrator folgt (beschildert, hier hat man Höhen- undkm-mäßig in etwa die Hälfte geschafft). Weiter durch den Weiler Strinilas auf die Hochebene unterhalb des Gipfels und den letzten km deutlich steiler zum Gipfel.

    Den ziert zwar ein kleines Kloster, gleichzeitig verunziert ihn aber ein hoher Antennenmasten, der im Klostergärtchen steht. Auf einer Schulter neben dem Gipfel dann noch ein ganzer Antennenwald.

    EInkehrmöglichkeiten in Spartilas, Strinilas (Tavernen) und am Gipfel.

    Man ist fast immer in der prallen Sonne, bei uns ging aber auch ab vielleicht 300m auch meist ein kleines Lüftchen, es hatte ohnehin unter 30 Grad. Das wird sich aber im Juli/August wohl ändern.

    Vom Gipfel umfassende Rundumsicht auf das albanische (man sieht ohne weiteres bis zum Llogarapass und den ceraunischen Bergen, vgl. vorheriger Eintrag) und griechische Küstengebirge und die Insel selbst, im Westen überwiegend Adria. Insbesondere die südlichste albanische Riviera mit den Badeorten Saranda und Ksamil ist hier sehr nah.

    Oben stellten wir fest, dass auch diverse Schotterstraßen (auf denen Touristen mit Quads fahren) auf der Ostseite des Berges durch die Flanken führen, so dass wir spontan aus der Tour eine Rundtour machten. Etwa ein km vor dem Gipfel (ungefähr da, wo es steil wird), zweigt eine Schotterstraße Richtung Norden ab. Von dieser sind wir an einem Sattel bei einer Blechhütte nach rechts in die Ostflanke des Berges abgezweigt. Die Schotterstraße führt an den Ruinen eines verlassenen Dorfes (Paleo Chorio laut Reiseführer, Palies Sinies laut Straßenwegweiser) vorbei, wird dann mitten im Nirgendwo zu einem bestens asphaltierten (wir haben in Korfu keine annähernd gleich gute Teerstraße gefunden) Sträßchen, plötzlich mal mit 20m Schotter mittendrin, und später, wieder im Nirgendwo, erneut zu einer Schotterstraße, wahlweise Betonpiste. Wir sind die Betonpiste runter, da diese hier direkt zur Küstenstraße hinabführt (die weiterführende Schotterstraße hätte die Tour erheblich verlängert). Auf der Betonpiste bald zu ersten Ferienhäuschen (Vinglatouri heißt die Siedlung) noch weit oben, und dann runter bis zur Küstenstraße. Die Betonpiste ist sehr steil und eng, Autos als Gegenverkehr aber nicht ausgeschlossen. Zuletzt auf der Küstenstraße, die man nahe Nissaki erreicht, zurück nach Pirgi bzw zum Ausgangspunkt.

    Wir hatten keinen Track für die spontane Abfahrtsroute, sind aber nach einer Kartenapp (mapy) gefahren. Hat alles gepasst.

    MTBs kann man auf der Insel mieten (wir haben es allerdings nicht gesehen, sind mit den eigenen gefahren), es soll auch Shuttles zum Gipfel geben.

    Gesamtstrecke ab/bis Dassia 42km, ab/bis Pirgi etwa 34km, ca 1000Hm.

    Bilder folgen.

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