- Gipfel
- Nevado Pisco
- Höhe
- 5752
- Gebirge
- Cordillera Blanca (Peru)
- Art der Tour
- Hochtour
- Datum der Tour
- 14. Juli 2026
- Ausgangspunkt
- Refugio Peru
Nach 16 Jahren endlich bei toller Aussicht auf dem Nevado Pisco!! ![]()
Damals war ich zwar auf dem Gipfel, aber mitten in einer Wolkendecke ohne Aussicht.
Seitdem sind allerdings beide Gletscher auf der Route (Huandoy + Pisco) stark zurückgegangen, wodurch sich die Tour nochmal verlängert hat. Man muss einige bröslige Moränen-Zwischenabstiege einkalkulieren, zu den 1100 Höhenmetern kommen auf der Tour sicher nochmal 200-300 dazu! Und auf dieser Höhe sind 1100 eigentlich schon genug. Bis zum Gletscher haben wir von der Hütte fast 3 Stunden gebraucht - in meiner Erinnerung war der Zustieg damals (2010) nur halb so lang.
Beim Aufstieg fällt das nicht so auf, da die meisten Gruppen um 1 Uhr losziehen und 4 Stunden im Dunkeln laufen (wie auch mein Guide und ich). Praktischerweise hat meine Stirnlampe nach 45 Minuten ihren Geist aufgegeben, so dass ich mich mit dem Restlicht von der Stirnlampe von meinem Guide zufrieden geben musste! In diesem Fall wär's von Vorteil gewesen, wenn noch ein anderer Gast mit von der Partie gewesen wäre ![]()
Zum Glück bin ich oft genug im Dunkeln in so einem Gelände unterwegs, so dass wir das trotzdem in einer ordentlichen Zeit hinbekommen haben. Kurz vor Sonnenaufgang waren wir oben, und hatten den Gipfel für eine halbe Stunde für uns allein! Der Nevado Pisco ist für eine der schönsten Aussichten in der Cordillera Blanca bekannt. Ich kann das bestätigen, die Anstrengungen haben sich gelohnt!
Wir sind dann gleich ins Tal abgestiegen und zurück nach Huaraz gefahren. Die Hütte ist zwar schön (fast wie eine AV-Hütte), aber gut schlafen kann man dort nicht im 30er-Lager. Und die Preise sind für peruanische Verhältnisse ziemlich hoch (fast wie bei uns).
Ein emotionaler Moment für mich! Nach so langer Zeit auf dem Gipfel bei toller Aussicht! Die Sonne geht auf hinter dem Chacraraju:
Blick zu den Huandoy-Gipfeln:
Nahaufnahme Chopicalqui:
Gipfelblick nach Norden zu Artesonraju und Alpamayo:
Nahaufnahme Artesonraju (der war wolkenfrei im Gegensatz zum Alpamayo):
Ostgrat vom Huandoy-Ostgipfel:
Die nächste Gruppe kommt am Gipfel an, hinten links Chopicalqui und daneben die beiden Huascarán-Gipfel:
Der Abstieg über den Gletscher war noch sehr schön (hinten wieder die Huandoy-Gipfel):
Die Gletscher-Route ist seit meinem letzten Besuch etwas schwieriger geworden. Ich würde das nicht mehr als PD einstufen, sondern als PD+
Insgesamt waren nur 4 Gruppen unterwegs, durch die Länge ist die Tour nicht mehr so frequentiert wie früher. Hier 2 Gruppen beim Abstieg:
Blick zurück von der letzten Moräne zum Pisco (rechts oben). Vorne sieht man einen Teil von der Moränen-Kraxelei, dieses Gelände hat der Huandoy-Gletscher hinterlassen (Geschiebe von links). Danach steigt man auf der linken Moräne zum Pisco-Gletscher auf, von dort geht es weiter zum Sattel und dann meistens auf dem Rücken zum Gipfel: