Beiträge von Martin

    Höchster Punkt: Rotwand, 1884 m


    Art der Tour: Mountainbike plus Wandern


    Datum der Tour: 25. Juni 2010


    Ausgangspunkt: Spitzingsee


    Tourenverhältnisse: bestens (keinerlei Schneereste mehr)


    Gefahreneinschätzung: Das Rotwandhaus wird über den Sommer massiv umgebaut, weshalb reger Baustellenverkehr mit großen Fahrzeugen herrscht - da wird es eng auf der Forststraße ab der Wurzhütte, vor allem Mountainbiker müssen gut aufpassen.


    Sonstiges: Ideale Kombination Bike & Hike: ca. 1 Stunde mit dem MTB zum Rotwandhaus, dann in 15 Minuten auf einem inzwischen zur Sandalenautobahn ausgebauten Weg zum Gipfel (also kein Problem für Klickpedal-MTB-Schuhe).


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: Hochglückscharte, 2387 m


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 1. Mai 2010


    Gebirge: Karwendel


    Ausgangspunkt: Alpengasthof Eng


    Exposition der Tour: Nord


    Tourenverhältnisse: ca. 30 Minuten Skitragen (eher etwas links halten, beim Bach reicht der Schnee weit runter). Der Schnee (Aufstieg 6.45 Uhr, Abfahrt 10.15 Uhr): unten zwar zu wenig, schon unterhalb des Brotzeitfelsens aber mengenmäßig genug, und von der Schneequalität her waren es super Verhältnisse! Kompakter Frühjahrsschnee wie sonst oft im Juni, der seine Konsistenz kaum mehr verändert - auch ohne Auffirnen (es waren morgens am Parkplatz 7 Grad plus) Firn von oben bis unten. Sehr angenehm: Dank der guten Schneeverhältnisse kann man mit Skiern bis 50 m unterhalb der Scharte gehen (in den letzten Jahren war das Skidepot meist niedriger). Auch das Wetter hat gut gepasst: anfangs gingen ein paar Nieselregenschauer runter, dann riss durch leichten Föhn die Wolkendecke auf, sodass bei der Abfahrt sogar die Sonne schien. Übrigens haben wir in der Abfahrt die steile Variante ganz links bei Wasserfall/Eiskarlspitze gewählt - ging spitze (aber Vorsicht wg. Lawinen von oben - dort sollte man früh dran sein)


    Gefahreneinschätzung: Lawinenrisiko überwiegend minimal, nur im Steilhang zur Scharte sind wir mit Entlastungsabständen gegangen bzw. haben Einzelabfahrt gemacht. Größer ist die Gefahr durch Staub- und Gerölllawinen von der Eiskarlspitze (gegen 11 Uhr ging eine ziemlich große in der Nähe des Brotzeitfelsens runter, wie von der Alm aus zu beobachten war).


    Prognose: unten werden die Tragestellen schnell länger als 30 Min. werden, oben geht es noch 1-2 Wochen gut.


    Sonstiges: Die Tourenplanung mancher Skibergsteigerkollegen fanden wir, als Erste um 10 Uhr in der Scharte, seltsam. Als wir um kurz vor 11 Uhr über die Wiesen zum Bier im Bauernladen stapften, starteten andere erst - war denen nicht bewusst, dass das Wetter mittags total umschlagen würde und der Sonnenschein nur eine Momentaufnahme war? Voll in eine Schlechtwetterfront reinzulaufen ist meines Erachtens sträflicher Leichtsinn. Insgesamt waren heute nur ca. 20 Skitourengeher unterwegs (für einen Samstag herrschte im Hochglückkar also bemerkenswerte Leere).


    Bilder zur Tour: http://picasaweb.google.de/ber…CNuA2Yj_8d_IHA&feat=email#

    Höchster Punkt: Gabler, 3268 m


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 20.4.2010


    Gebiet: Zillertaler Alpen


    Ausgangspunkt: Wildgerlostal am Gerlospass, Gasthaus Finkau (hat bis 8. Mai geschlossen - also keine Einkehr hinterher!)


    Exposition der Tour: Nord


    Tourenverhältnisse: Oberhalb 2400 m (ca. Höhe der Zittauer Hütte) super Pulverschnee, darunter bei der Abfahrt prima Firn.


    Gefahreneinschätzung: sehr stabile Verhältnisse / geringes Risiko


    Prognose: Es soll ja nochmal schneien in den Hochlagen. Geht noch ein paar Wochen, aber die Almfahrstraße zur Materialseilbahn könnte irgendwann ein Fall fürs MTB werden.


    Sonstiges: Schnee quasi bis zum Auto, bei der Abfahrt musste ich 3x für je ca. 10 m abschnallen, sonst durchweg prima Verhältnisse. Danke für den Tipp von PeeS, der den Gabler hier neulich schon mal angepriesen hat - 12 Uhr war der ideale Abfahrtzeitpunkt. Derzeit absolut lohnende Frühjahrstour! Beschreibung hier unter http://www.tourentipp.de/de/touren/details.php?id=657


    Bilder zur Tour:

    Höchster Punkt: Sonnenspitz, 1269 m


    Art der Tour: Bergwanderung


    Datum der Tour: 17.4.2010


    Ausgangspunkt: Kochel


    Tourenverhältnisse: Fast komplett schneefrei


    Sonstiges: Im Prinzip Route B der Beschreibung http://www.tourentipp.de/de/touren/details.php?id=700 ; wenn man die Forststraße am angegebenen Punkt nach rechts verlässt und sich bei etwaigebn Abzweigen immer eher rechts hält (Richtung Kienstein), kommt man nie mehr auf die Forststraße zurück (insofern abweichend von Route B) - ein sehr schöner und abwechslungsreicher Steig! Aussicht etwas diffus heute (Vulkanasche aus Isalnd in der Höhe??!)

    Höchster Punkt: Schinder (Scharte)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 11.4.2010


    Gebirge: Bayerische Voralpen


    Ausgangspunkt: Straße in die Valepp


    Exposition der Tour: Nord


    Tourenverhältnisse: Straße in die Valepp offiziell noch gesperrt; mit dem Auto geht es bis zur Schneegrenze, dann ca. 25 Min. zu Fuß zum üblichen Parkplatz (unterwegs öfters dick schneebedeckt, ein kleiner Felssturz - wird noch dauern, bis da geräumt ist). Dann nochmal 10 Min zu Fuß zum Anfellen am "üblichen Punkt". Kurze apere Stellen auf dem ersten Stück im Wald, aber der Lichtung links dann durchgehend Schnee. Schindertor ist soweit offen, dass man gut hindurchsteigen kann. Abfahrt: ganz oben etwas ruppig (hart, gefroren), weiter unten im leicht aufgefirnten Schnee Idealverhältnisse. Ca. 15 Leute unterwegs heute (Wetterbericht war deutlich besser als prognostiziert - die Schneeschauer kamen erst beim Auto).


    Gefahreneinschätzung: bei kalten Temperaturen wie heute gering / LLB Stufe 1


    Prognose: Geht noch eine Weile, aber unten werden die Tragestellen irgendwann halt länger.


    Bilder zur Tour: 5 Fotos

    Höchster Punkt:
    Hohe Munde, 2592 m
    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 3. April 2010


    Gebirge: Wetterstein / Mieminger Kette


    Ausgangspunkt: Leutasch / Parkplatz Rauthhütte


    Exposition der Tour: Südost


    Tourenverhältnisse:
    Bis zu 40 cm Pulverschnee auf harter Unterlage - eine super Abfahrt gegen 11 Uhr (nach zwei kalten Nächten und der Sonneneinstrahlung war das ein optimaler Zeitpunkt). An ein paar Stellen ist die Abfahrt etwas steil (anhaltend 40 Grad plus). Harscheisen kamen zum Einsatz, aber eher wegen der teils steilen Spuranlage.



    Gefahreneinschätzung: mittel - zeitig aufbrechen und kalte Nächte abwarten, sonst ist das Risiko hoch.


    Prognose: Geht noch eine Weile - auch die Abfahrt von der Rauthhütte zum Parkplatz ist mit etwas Vorsicht komplett möglich.

    Höchster Punkt: Kellerjoch (Gipfelkapelle, 2344 m)


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 26.3.2010


    Gebirge: Tuxer Alpen


    Ausgangspunkt: Pirchner Ast (Gasthof) oberhalb von Schwaz im Inntal, ca. 1250 m


    Exposition der Tour: N, NO, Gipfelgrat S


    Tourenverhältnisse: teils Firn, teils tief durchfeuchteter Schnee, Föhnsturm zwischen Kellerjochhütte und Gipfel; die ersten 20 MInuten auf dem Forstweg Richtung Proxenalm muss man die Ski tragen, ab dem Bach durchgehende Schneedecke


    Gefahreneinschätzung: mittel in den Hängen unterhalb der Kellerjochhütte (zeitig abfahren), hoch am Gipfelgrat (50 Grad nach Süden und total feucht, immer schön nah am oder auf dem Fels bleiben).


    Prognose: ab/bis Proxenalm geht es noch eine Weile, darunter apert die Tour zunehmend aus.


    Sonstiges: Gasthof Pirchner Aste hat geöffnet (Dienstag Ruhetag).


    Bilder zur Tour: 5

    Höchster Punkt: Wildalpjoch, 1729 m


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 24.3.2010


    Gebirge: Wendelsteingebiet / bayerische Voralpen


    Ausgangspunkt: Sudelfeldstraße / Brücke beim Arzbach


    Exposition der Tour: Südost


    Tourenverhältnisse: Schnee durchweg aufgeweicht (nix gefroren, kein Firn), aber dennoch gut zu fahren. 5 Min. nach der kleinen Holzbrücke muss man für ca. 6 Min. bis unterhalb der Jackelbergalm die Ski tragen, danach geht es - teils auf Fleckerlteppich - durchgehend bis zum Gipfel. Wolkenloser Himmel, herrliche Fernsicht! Und kaum jemand unterwegs.


    Gefahreneinschätzung: In den Steilstufen oben sind die meisten Nassschneerutsche schon abgegangen - trotzdem muss man vorsicihtig sein! Wer sich (im Aufstiegssinn) links am Waldrand hält, kann das Risiko minimieren. Früh unterwegs sein, früh abfahren.


    Prognose: Apert schnell aus - wenn es so warm bleibt, lohnt die Tour höchstens noch 2-3 Tage, dann wird es eine Wanderung.


    Sonstiges: War danach zum Pisteln noch am Sudelfeld - super Frühjahrs-Verhältnisse! Waren auch einige Pistentourengeher unterwegs.


    Bilder zur Tour: 5 Fotos

    Weiil ab morgen ja der große Frühlingseinbruch prognostiziert ist, wollte ich heute nochmal Winteratmosphäre erleben - die gab es am Wendelstein: Aufstieg von Osterhofen (Talstation Seilbahn) über die rote Piste. Unterhalb der Schlepplifte ist die Abfahrt offiziell gesperrt, wurde aber zuletzt teils gewalzt; heute frischer Neuschnee. Oben haben Pistenraupen gearbeitet. Der letzte Steilhang zum Panoramaresturant war nicht präpariert (wohl seit Tagen schon so) und erschien mir angesichts der Neuschneemengen zu heikel, außer betrug die Sicht im SChneesturm keine 15 Meter mehr - abgefellt auf 1682 m Höhe. Steinkontaktlose Abfahrt bis zum Parkplatz auf und neben der Piste bei ca. 15 - 20 cm Neuschnee, hab keine Menschenseele gesehen - geht morgen sicher nochmal super, danach wird die Wärme der Schneedecke unten heraus schnell zusetzen.

    Bei der Skitour aufs Sonnenjpch (2292 m / Kitzbüheler Alpen, vgl. http://www.tourentipp.de/de/touren/details.php?id=1417) haben wir heute wenig Sonne erlebt, dafür viele Schneearten: Pulver, Harsch, windverpresst. Schlechte Sicht, trotzdem órdentliche Abfahrt. Mautstelle (Automat) kostet seit dieser Saison aucgh im Winter 4 Euro; dafür liegt eine nette Skitourenkarte der Region aus, außerdem kann man ohne Diskussionen zur Erlahütte fahren (wo inzwischen die Parkplatzsituation verbessert bzw. deutlich erweitert wurde). Genug Schnee bis zum Parkplatz - geht noch eine Weile. Lawinengefahr: auf der Standardroute minimal.

    Wegen des "scharfen 3er" (LLB Tirol) heute Sicherheitstour auf die Lampsenspitze (2875 m) mit super Aussicht, keinem Risiko und kratzerfreier Abfahrt bis zum Parkplatz. Schnee: teils pistenmäßig eingefahren, bisweilen Pulver in Spuren eingeblasen, manchmal etwas ruppig, aber insgesamt okay.

    Brechend voll war es heute auf der Pleisenhütte, wo wir nach der Skitour auf die Pleisenspitze (2569 m) eingekehrt sind. Laut GPS summieren sich mit kleinen Gegenanstiegen bis zum Gipfel übrigens 1675 Hm.


    Die Verhältnisse: eisiger Föhnsturmam Gipfel, in Lee-Seiten dagegen warm. Alle Schneearten angetroffen: harschige Spur (ging aber ohne Eisen), verharschter aber gut zu fahrender Gipfelhang, Pulver, windgepresster Schnee und Plattenpulver (bis zu 15 cm Neuschnee), unten am Forstweg auch mal Sulz. Latschengürtel überhaupt nicht eingeschneit, aber man kommt durch... Bis zum Parkplatz Wiesenhof (5 Euro, 3 Euro werden fürVerzehr erstattet) kann man mit 1x abschnallen fast bis runter fahren.


    Fazit: Trotz zu wenig Schnee eine schöne und gut machbare Tour.



    Weitere Bilder:


    http://picasaweb.google.de/ber…CLfj6brsq4DLVw&feat=email#

    Sehr schön war's heute am und auf dem Schönberg von Lenggries-Fleck aus, wo 50 m hinter dem üblichen Parkplatz am Waldrand übrigens ein weiterer Parkplatz mit ca. 20 Stellplätzen geräumt ist.


    Im Wald gute Aufstiegsspur, die Forststraße ist pistenmäßig eingefahren, kein Steinkontakt. Oben im freien Gelände ca. 15 cm Neuschnee/Pulver auf Harschdeckel - prima zu fahren. Die Direktabfahrt vom Gipfel in die Rinne hat bis heute Nachmittag (14.30 Uhr) keiner gewagt (im obersten Teil zwei Anrisskanten). Wohl vertretbar und sinnvoller ist es, 100 Hm tiefer bei den Felsen per Einzelabfahrt in den Stelhang zu queren, direkt bei den Bäumen 30 Hm abzufahren (vgl. Foto) und dann - im nun moderater geneigten Terrain - den Nordosthang zu genießen.


    Weitere Bilder zur Tour: http://picasaweb.google.de/ber…IjH3JPdq6G4jQE&feat=email#

    In der Wildschönau (Kitzbüheler Alpen) ging es heute südlich von Auffach auf der Ostroute via Kober-Alm auf Breiteggern (1981 m) und Schwaiberghorn (1990 m).


    Im Aufstieg teils verharschte Spur, ging aber ohne Eisen. Wettermäßig war der Föhn stark genug für gute Sicht, aber zu schwach für richtig Sonnenschein, sodass der Harschdeckel kaum auffirnte. Oben in N- und NW-Expositionen dennoch ganz guter Pulver, unten heraus schwerer werdend und sich mit - allerdings leicht zu zerpflügendem - Harschdeckel mischte. Insgesamt eine schöne, aber nicht mühelose Abfahrt. Der Übergang vom Breiteggern zum Schwaiberghorn ist gut gespurt und problemlos machbar. Lawinenlage: Stufe 3 nach LLB Tirol, vor Ort aber eher mäßig.


    Weitere Fotos zur Skitour auf http://picasaweb.google.de/ber…CMTF8r69r4vvTQ&feat=email#

    Laut GPS 1650 Hm mit allen drei Gipfeln.


    Prima Abfahrten an Rotwand (15 cm Pulver auf Harschdeckel) und Auerspitz (Pulver pur), aber viele Steine bei null Unterlage am Hochmiesning.


    Lawinenrisiko: heute bei sinnvoller Routenwahl minimal.


    Sonstiges: TRotz super Wetter kaum Leute unterwegs.


    Weitere Fotos zur Tour:


    http://picasaweb.google.de/ber…CITE06DbhYWNQw&feat=email#

    Im offiziellen Bericht der Polizei heißt es dazu:



    Zwei Skitourengeher aus München wurden heute Mittag östlich des Taubensteingipfels von einem Schneebrett erfasst und verschüttet. Der 42-jährige Mann überlebte nahezu unverletzt, seine 35-jährige Begleiterin konnte trotz rascher Hilfe und schneller ärztlicher Versorgung nur noch tot geborgen werden.



    Die beiden Skitourengeher aus München waren offenbar beim Aufstieg von der Krottentaler Alm zum Taubensteinhaus, als sie in rund 1400 Meter Höhe ein rund 200 Meter breites Schneebrett auslösten. Beide wurden mitgerissen und teilweise verschüttet. Der genaue Zeitpunkt des Lawinenabgangs ist nicht bekannt. Gegen 11.15 Uhr bemerkt der Hüttenwirt der in der Nähe befindlichen Bayerländerhütte das abgerissene Schneebrett. Beim Verlassen der Hütte hörte er die Hilferufe des 42-jährigen, setzte sofort einen Notruf ab und begann umgehend mit der Bergung der beiden Verschütteten. Der 42-jährige Skitourengeher war nur teilweise im Unterkörperbereich verschüttet und konnte nahezu unverletzt, mit einer leichten Unterkühlung, aus dem Schnee geborgen werden. Seine massiver verschüttete Begleiterin wurde vom Hüttenwirt ebenfalls lokalisiert und ausgegraben. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb die 35-Jährige noch am Unglücksort. Die Bergung der Verunglückten ins Tal konnte gegen 16.00 Uhr abgeschlossen werden.



    Zum Einsatz kamen Bergwachtkräfte aus Bayrischzell, München, Schliersee, Hausham, zwei Ärzte, sowie Alpinbeamte des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Die Todesfallermittlungen wurden vom Kriminaldauerdienst der Kripo Rosenheim übernommen



    Aufgrund der schlechten Sicht und der starken Schneefälle war der Einsatz eines Polizeihubschraubers nicht möglich. Die Rettungskräfte gelangten über die Taubensteinbahn und mittels Ski zur Unglücksstelle.

    Das Wichtigste vorneweg: Wir hatten heute einen Lawinenunfall in den bayerischen Voralpen, der zum Glück glimpflich ausgegangen ist - kein Personenschaden, nur Materialverlust.




    Vom Parkplatz Winterstube bei Kreuth aus ging es zunächst zur Schwarzentennalm. Danach mussten wir mühsam spuren und haben das ursprünglich angepeilte Ziel - das Seekarkreuz - bald abgeschrieben. Wir sind hinauf aufs wohl nur wenigen Leuten bekannte Zwieseleck (1460 m), das ungefähr in der Luftlinie zwischen Spitzkamp und Buchstein liegt. Der unberührte Südhang machte im Aufstieg einen stabilen Eindruck, die Einzelabfahrt bei bis zu 35 Grad Neigung verlief problemlos.




    Nachdem wir im Talboden den tief verschneiten Gurnbach überquert hatten, wollten wir über die Nordwesthänge auf die Hochplatte steigen, um von dort via Buchsteinhütte zurück zum Ausgangspunkt zu fahren. Doch so weit kam es nicht.




    Die Schwierigkeit hatte sich schon aus der Ferne dargestellt: ein vertretbarer Ausstieg aus dem Kessel unterhalb der Hochplatte. Die Hänge mit NW-Exposition wirkten stabil, waren teils sehr kompakt und bei unserer Spuranlage gut 30 Grad steil. Bäume und Büsche wurden als "Ankerpunkte" berücksichtigt, der sanfte Rücken war zum Greifen nah.




    Ich hatte die Spur gelegt, ein etwas steileres Hangstück traversiert und mich in sicherer Position zum Warten postiert - mein Tourenkamerad kam mit ca. 30 m Abstand hinterher (also keine Doppelbelastung). Trotzdem gab es plötzlich einnen Schrei, ca. 10 Meter oberhalb der Aufstiegsspur riss ein Schneebrett (ca. 70-80 cm Anrisskante ab) und riss meinen Skitourenpartner mit. Die Lawine war ca. 20 m breit, die Länge den Schneebrettabgangs betrug etwa 70 m.




    Die Sache ging halbwegs gut aus:


    a) Ich hatte meinen Tourenkamerad immer im Blick, konnte ihn beim Stillstand der Lawine optisch sofort lokalisieren.


    b) Die Verschüttung reichte nur bis zur Brust, dank Schwimmbewegungen blieb der Kopf oben.


    c) Der Schnee war nicht hart gepresst, sodass Markus sich ohne meine Hilfe sofort selbst befreien konnte.




    Das Problem: Ein Ski und beide Stecken lagen unter den Schneemassen. Wir haben eine halbe Stunde danach gegraben (und sicherheitshalber, falls und jemend sieht, per Polizeinotruf mitgeteilt, dass wir KEINE Bergwachthilfe benötigen), aber leider michts gefunden.




    Der Rückweg war bei einer Schneemächtigkeit von bis zu 2 m (ergab die Sondenmessung) mit einem Ski mühsam; Not macht erfinderisch, mit Tape klebten wir eine Lawinenschaufel unter den skilosen Schuh. TRotzdem blieb der Weg bis zur Schwarzentennalm eine Quälerei, aber gutes Wetter (windstill, niederschlagsfrei, einigermaßen warm) und ein ausreichendes Zeitfenster (drei Stunden bis zur Dämmerung) waren Garant dafür, daass wir nicht in die Bredouille gerieten. Ab der Schwarzentennalm erfolgte die Abfahrt auf geräumten Skiweg mit einem Ski.




    Auf Foto 2 ist die Stelle, wo die Lawine abging, mit einem roten Pfeil gekennzeichnet. Wir hatten vorher noch den aktuellen LLB studiert, NW-Hänge waren demnach nicht unbedingt kritisch. Aber wir lernten daraus: Bei einem Dreier ist doch etwas mehr Defensive als heute angesagt. Vor allem aber: Wir hätten nie und nimmer gedacht, dass genau an dieser Stelle eine Lawine abgeht (100 Meter weiter schon eher). Deshalb der Rat an alle: Wiegt euch nie in Sicherheit, sondern nehmt immer LVS, Schaufel und Sonde mit!

    Nach dem Neuschnee von gestern hat es mich heute früh zum Hirschberg gezogen, wo die Piste prima präpariert war (nahezu steinfrei). Im freien Gelände durfte ich heute als Erster die Spur legen (ich hoffe, es passt; drei Damen am Gipfel, die bald danach kamen, fanden sie okay). Je nach Windeinfluss 20 bis 50 cm prima Pulverschnee. Zwischen Gipfel und Raualm super Verhältnisse, rund um die Almen teils abgeblasen (auch bei meiner Waldvariantenabfahrt ließ sich Steinkontakt nicht vermeiden), unten heraus bestens.
    Lawinenrisiko: Bei überlegter Routenwahl minimal (im Steilgelände habe ich lediglích unproblematische Schneerutsche, keine Bretter, ausgelöst).
    3 Euro kostet das Parken - meine Scheine mochte der Automat aber nicht (in der Hütte kann man Geld wechseln).