- Gipfel
- Gleck
- Höhe
- 2957m
- Gebirge
- Ortler Alpen - Val di Rabbi
- Art der Tour
- Wanderung
- Datum der Tour
- 19. Juli 2026
- Ausgangspunkt
- PP Cavallar, kostenlos. Zufahrt aus dem Val di Rabbi über Piazze. Schöner Übernachtungsplatz, aber kein Wasser in der Nähe.
- Gefahreneinschätzung
- gering
Landschaftsgenuss vom ersten bis zum letzten Meter.
Die Überschreitung des Gleck ist einfach eine absolut runde Sache: Im unteren Teil herrliche Lärchenwälder, dann die wunderschönen Seenplateaus sowohl auf der Nord- als auch auf der Ostseite des Berges und die Aussicht ist ebenfalls famos, wenn es nicht gerade wie bei mir am Sonntag am Gipfel graupelt...
Route: Daniela und ich sind vom Parkplatz über die untere Caldesa Alm zur Haselgruber Hütte (= Rifugio Corvo) und zum Haselgruber See (= Lago Corvo) aufgestiegen. Nebenbei: Bei der Italienisierung der Namen nach der Annexion der Gebiete durch Italien nach dem Ersten Weltkrieg fand man wohl keine sinnige Übersetzung des Wortes "Haselgruber", denn "Corvo" bedeutet Krähe. Daniela ließ es damit gut sein, blieb noch am schönen See und stieg danach gemütlich wieder ab. Ich hab dann noch die Überschreitung des Gleck gemacht, wobei es wie gesagt am Gipfel regnete und graupelte (ein Gewitter war aber nicht zu befürchten). Wenig später kam die Sonne heraus und ich war schnell wieder trocken. Bei der Rundtour steigt man zunächst am Kamm zum Schwärzer Joch ab und von dort geht es auf der Ultener Seite des Berges bis zum Langsee (2400m) hinab. Es folgt ein Gegenanstieg auf Steig 12 ins Kirchbergjoch (2746m), von wo man wieder zur Haselgruber Hütte kommt. Für den Abstieg habe ich den alten Hüttensteig (gut in Schuss) als Abkürzer zur Caldesa Alm genommen. Dieser verläuft direkt unter der Material-Seilbahn und ist nicht ganz so schön wie der "richtige" Steig.
Anforderungen: 1800 Hm, 20 Km, um 8 Stunden. Geht nicht über T3 hinaus.
Wie gesagt eine ganz bezaubernde Tour, die mit den vielen Seen auch reichlich Bademöglichkeiten bereithält.
Bilder:
1-4: Der Anstieg zur Haselgruber Hütte verläuft zunächst durch zauberhaften Lärchenwald und später auf einem aussichtsreichen Höhenweg. Großartig und alleine für sich schon lohnend!
5: Am Haselgruber See.
6: Wollgras am Kirchbergsee.
7: Die Kammwege am Gleck sind einfach.
8: Blumenpracht am Bach.
9: Langsee und Zufrittspitze (Nebenbei: Zufrittspitze aus den Ultental = üble Geröllstolperei; von Martell aus deutlich lohnender).
10: Abstieg vom Kirchbergjoch.