- Gipfel
- Korab
- Höhe
- 2754/2764m
- Gebirge
- Korabgebirge
- Art der Tour
- Bergtour
- Datum der Tour
- 22. Juni 2026
- Ausgangspunkt
- Radomire
- Gefahreneinschätzung
- gering
- Exposition der Route
- ganz ūberwiegend West und Nord
Der Korab ist der höchste Berg Albaniens und zugleich von Nordmazedonien, die Grenze verläuft über den Gipfel. Die Albaner geben seine Höhe mit 2754m an, die Nordmazedonier mit 2764m. Sei‘s drum.
Ausgangspunkt in Albanien ist das Dorf Radomirë auf etwa 1250m, welches man nach kurvenreicher Fahrt von Tirana über Peshkopia erreicht oder von Norden über Kukes.
Die Tour ist im Rother Wanderführer Albanien beschrieben (Nr. 24).
Der Aufstieg erfolgt ab Radomire auf markiertem Steig mit Farbmarkierungen und Markierungsstangen und ist eigentlich nicht zu verfehlen. Allerdings bin ich am Anfang nicht so wie im Rotherführer beschrieben gegangen, sondern einen ebenfalls markierten Steig, der nur wenige Meter nach dem großen Wegweiser beim Hotel Radomire abzweigt (in der mapy-App so eingezeichnet). Der Steig führt von Beginn an durch Wald und Wiesen und trifft später mit dem im Rotherführer beschriebenen Weg zusammen. Der Steig ist die schönere Variante. Der Steig führt immer auf der Westseite des Berges über kleine Hochflächen und einen langen Rücken bis zu einer kurzen Steilstufe und anschließend weiter bis zu einem Sattel im Südgrat (= Grenzkamm) und über den Südrücken zum Gipfel. Oberhalb der Steilstufe sind momentan noch drei größere Schneefelder zu begehen (Umgehung teilweise möglich).
Am Gipfel großes Gipfelzeichen mit albanischer Flagge und der Höhenangabe 2764m
.
Abstieg wie Aufstieg oder man macht wie ich und wie im Rotherführer beschrieben eine Rundtour, in dem man nach Norden absteigt und durch das Hochtal Fusha e Korabit absteigt. Dieser Abstiegsweg ist allerdings deutlich länger als der Aufstiegsweg und es sind derzeit noch größere Schneefelder zu begehen. Man steigt hierzu vom Gipfel wieder ein kurzes Stück zurück, bis an einem Wegweiser ein deutlicher Steig nach links abwärts abzweigt. Auf diesem läuft man nun ein Stück durch Nordmazedonien, ehe es etwas bergauf auf einen weiten Sattel (Wegweiser mit Hinweis auf Winter- und Sommervariante des Steigs nach Strezimir in Nordmazedonien) geht und von dort nach Norden hinab, nun wieder in Albanien. Nun zu einer Hochebene (Planair) absteigen, wobei die Markierungen hier etwas spärlicher sind und man genau schauen muss. Am rechten (in Abstiegsrichtung) Rand der Hochebene entlang, zum Schluss ein paar Meter bergauf. Anschließend stark linkshaltend bergab und genau auf Markierungen achten, bis man das Hochtal Fusha e Korabit erreicht. Dort etwa mittig talauswärts. Das Hochtal zieht sich ziemlich, es hat auch keinen oberirdischen Abfluss. Die Wegrichtung ist durch Steigspuren und Markierungen in weiten Abständen vorgegeben. Hier oben weiden Schafe, Kühe und Pferde, auch ein Hund hat mich verbellt, zum Glück aus großer Entfernung… Irgendwann geht es dann endlich und deutlich bergab, zunächst noch auf einem Steig, später auf Karrenwegen, bis man wieder Radomire erreicht.
Leider war es an diesem Tag gewittrig, der Gipfel zog schon gegen 10.00 Uhr zu, beim Abstieg zeitweise gewittrige Schauer. Landschaftlich sehr schön.
In unserem Übernachtungsplatz (Hotel Radomire) gab es ab ca 5.30 Uhr Frühstücksmöglichkeit (ein kleines Buffet). Es ist aber nicht so üppig wie auf AV-Hütten und auch nicht so durchorganisiert, dafür kann man auch etwas als Tourverpflegung mitnehmen und ist die Familie echt bemüht und freundlich. Eine Übernachtung für zwei Personen im Zweibettzimmer mit Gemeinschaftsbad auf dem Stockwerk (also für vier Zimmer) hat inclusive Frühstück 35€ gekostet (im Zimmer mit eigenem Bad wären es 50€ gewesen), das Abendmenü 10€ pro Person.
Bild 1 Wegweiser in Radomire
Bild 2 Das Dorf von oberhalb
Bild 3 Rückblick auf den unteren Aufstiegsteil
Bild 4 Blick zum Gipfel (rechts)
Bild 5 Noch in der ersten Aufstiegshälfte
Bild 6 Die Steilstufe
Bild 7 Gipfelrücken
Bild 8 Nordhänge am Abstieg mit der Hochebene Planair
Bild 9 Nebengipfel vom Hochtal Fusha e Korabit gesehen
Bild 10 Rückblick zum kaum niedrigeren Nebengipfel des Korab