Skitour Pizzo Lucendro & Fibbia

  • Gipfel
    Pizzo Lucendro, Fibbia
    Höhe
    2.963 m, 2.739 m
    Gebirge
    Gotthard
    Art der Tour
    Skitour
    Datum der Tour
    30. Mai 2026
    Ausgangspunkt
    Gotthardpass
    Exposition der Route
    v.a. Ost und Nord

    Am Samstag habe ich einer der beliebtesten Frühsommer-Skitouren der Schweiz einen Besuch abgestattet: Dem Pizzo Lucendro am Gotthardpass. Nachdem bis zum Wochenende zuvor laut Internet jeweils über Hundert Skitourengeher pro Tag unterwegs gewesen waren, habe ich mich am Samstag angesichts von insgesamt angetroffenen 7 Seelen schon gefragt, wo der Fehler liegt. Am Schnee hat es jedenfalls nicht gelegen, ca. 5-10 min waren die Skier zu tragen ab der Passhöhe (je nach genauer Route). Bis zum Valletta-Pass (2.642 m) ist die Route von unten einsehbar - für die Zwischenabfahrt / -abstieg von ca. 160 Hm habe ich mich für die Variante Fußabstieg mit Eisen entschieden. Die ursprünglich angedachte Fellabfahrt habe ich nach einigen Metern angesichts des steilen Geländes aus Sicherheitsgründen abgeblasen. Der Rest des Anstiegs bis zum Skidepot kurz unter dem Gipfel weist dann keine Schwierigkeiten auf. Auch die letzten 25 Hm zum Gipfel waren gut machbar.

    Abfahrt um 10 Uhr war in Ordnung, schon ein bisschen saugend. Für idealen Schnee im oberen Bereich hätte man ruhig etwas früher dran sein können. Andererseits wäre dann der Sommerschnee (die typische Kachelstruktur) im unteren Teil recht ruppig. Ich bin dann noch zu Fuß über den S-W-Grat hoch Richtung Fibbia-Nebengipfel und dann nach kurzer Abfahrt mit Skiern (ohne Felle) hoch zum Fibbia-Gipfel. Der Versuch, im Blockgelände des Gipfelkamms weiterzusteigen, bringt nichts - im winterlichen Gelände ist das nicht machbar. Rückblickend betrachtet wäre es wohl am besten gewesen, im Sattel auf ca. 2.710 m abzufellen, kurz Richtung Gotthardpass abzufahren und dann wieder abzufahren.

    Abfahrt Fibbia auch sehr gut, je weiter unten, desto besser (Sommerschnee). Ich bin Spuren rechts der Normalabfahrt gefolgt, dadurch kurz eine sehr steile Rinne abzufahren. Herunter ging es noch bis zum unteren Windrad und dann kurz wieder zu Fuß hoch zum Pass, so spart man sich Unterbrechungsstellen.

    Für die recht knappen Höhenmeter braucht man etwas länger, als die Höhenmeter selber vermuten ließen - ich habe knapp 2 h 45 min bis zum Gipfel gebraucht und den Rückweg muss man auch bedenken.


    Für den Nachmittag kann ich eine Besichtigung der Gotthard-Stellung im Berg sehr empfehlen (25 CHF) - Achtung: Die Ausstellung ist unerwartet groß, die braucht Zeit, wenn man sich alles durchlesen will.


    Bilder:


    Der erste Teil der Route vom Gotthardpass:



    Zunächst hält man sich bis zur sichtbaren Rinne:



    An der kurzen Flachstelle im Kessel unter dem Passo Valletta:



    Gipfel gesehen vom Passo Valletta:



    Gipfelkreuz Pizzo Lucendro mit dem markanten Blinnenhorn:



    Die "Riesen" der Berner Alpen:



    Der Monte-Rosa-Stock ist auch gut zu sehen:



    Die letzten Meter zum Gipfel gesehen zurück vom Skidepot:



    Der Anstieg Richtung Fibbia über den S-W-Rücken - und etwas links der Bildmitte der Weg hinab vom Passo Valletta:



    Bei dieser Aufnahme würde man wohl nicht meinen, dass es noch fast bis zum Pass mit Skiern hinunter geht:


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