Zusammen mit Georg Bayerle vom BR Fernsehen habe ich eine fünftägige Durchquerung im Gran Paradiso Nationalpark ausgetüftelt, die den (nicht nur im August überfüllten) Hauptgipfel links liegen lässt und im Val Soana startet.
Hoch über dem wunderschönen Tal thront der Monveso di Forzo, den lokale Initiativen zum hundertjährigen Jubiläum des Nationalparks 2022 als „heiligen Berg“ deklariert haben, den man nicht mehr besteigen soll. Ganz wichtig: Bei diesem Projekt handelt es sich nicht um ein Verbot, sondern um einen freiwilligen Verzicht.
Von Forzo aus stiegen wir fast allein zum Col Bardoney auf, hinter dem ein spannender Abstieg nach Cogne begann. Der Steig ist auf etwa 200 Höhenmeter nicht mehr vorhanden, so dass man sich den besten Weg durch steile Geröllhänge suchen muss.
Auch rund um das Refugio Sella sind die Auswirkungen der Klimawandels überdeutlich. So riet uns der nette Hüttenwirt Maurice von den anvisierten Gipfeln Grivola, bzw. Gran Serra aufgrund der Steinschlaggefahr ab. Diese Touren können seiner Meinung nach höchsten noch bis Mitte Juli angegangen werden. Mit der Ponta Rossa della Grivola schlug uns Maurice eine tolle Alternative vor. Vom 3630 m hohen Gipfel reicht die Aussicht entlang des Walliser Hauptkamms vom Mont Blanc bis zur Monte Rosa Gruppe. Und in Richtung Südosten konnten wir „seiner neuen Heiligkeit“, dem Monveso di Forzo einen Abschiedsgruß schicken.
Krönender Abschluss der herrlichen Durchquerung war die Überschreitung des immerhin 3299 m hohen Col du Loson ins Valsavaraenche.
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Beiträge von mpröttel
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Die Überschreitung der drei Arnspitzen ist eine unvergessliche Bergtour ... vor allem wenn man sie zusammen mit seinem Sohn unternimmt [Blockierte Grafik: https://static.xx.fbcdn.net/images/emoji.php/v9/t4c/1/16/1f642.png]
Nach den starken Regenfällen in der Nacht war es natürlich spannend, ob die Kletterpassagen (diese werden mit II+ bis III- im Web angegeben) ausreichend trocken sind. Aber es hat gepasst. Natürlich musste man heute auf den oft nassen, schmalen, exponierten Pfaden sehr gut aufpassen. Einziger Wermutstropfen war der dichte Nebel fast auf der gesamten Tour.
Kleiner Hinweis zur Hütte: Diese hat keine Betten. Man schläft auf den Bänken, bzw. auf dem Boden (wie wir). Die Hütte war gestern mit insgesamt sechs (sehr netten) Personen gut gefüllt. Mehr passen eigentlich nicht rein.
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Die Notkarspitze und der Brünstelkopf lassen sich in einer tollen Öffi-Tour mit Ziel Bf Farchant miteinander verbinden. Start ist an der Bushaltestelle "Ettal/ Am Berg", die man gut vom Bf Oberau erreicht.
Die Wege waren heute freilich recht feucht, aber dennoch gut zu gehen. Beim Abstieg von der Notkarspitze nach Süden und vom Brünstelkreuz sind ein paar Passagen etwas erodiert. Gute Trittsicherheit ist hier nicht verkehrt.
Der Gipfel der Zugspitze präsentierte sich leicht verschneit. Der Abstieg von der Notkarspitze nach Norden ist wegen Murenabgang laut Schild gesperrt.
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An der Elmer Kreuzspitze (2480 m) muss man bestimmt keinen overtourism befürchten. 1500 Höhenmeter auf schmalem und steilen Steig, der an einigen Stellen erodiert ist: Bergwildnis vor der Haustür sozusagen.
Einige fast zugewachsene Passagen ließen mich heute vermuten, dass hier nicht besonders viele Leute unterwegs sind. Auf den letzten 80 Hm zum Gipfel gab es am 11.7. einige, kleinere Schneefelder. Die dürften aber bestimmt bald wieder "Schnee von gestern" sei
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Wir waren von Sonntag bis Mittwoch rund ums tolle Becherhaus unterwegs.
Die Felsgrate von Wildem Freiger (Lübecker Weg) und Wildem Pfaff (Südostgrat) waren so gut wie schneefrei.
Der Übeltalferner hat noch eine geschlossenen Altschneeauflage, in der Fernerstube kommt langsam mehr und mehr Blankeis heraus.Warum in Zeiten des Klimawandels eine flexible Hochtourenplanung wichtig ist, erfahrt ihr mit vielen weiteren Bildern HIER
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Der Hindelanger Klettersteig war am Dienstag trocken und schneefrei. Wir sind zum warm werden vom Tal aus aufs Nebelhorn aufgestiegen, während die Kids mit der Seilbahn hochfuhren.
Obwohl einige Leute unterwegs waren, gab es nirgendwo Gedränge. Wir sind nicht ganz bis zum Großen Daumen gegangen, sondern nach Zweidrittel des Steigs abgestiegen, um die letzte Seilbahn-Talfahrt nicht zu verpassen.Ein herrlicher Tag ohne Gewittergefahr!
Weitere Bilder und Anregungen für Schluchtentouren gibt es HIER -
Vielleicht liegt es daran, dass der Zustieg alles andere als geschenkt ist. Jedenfalls waren wir gestern (also an einem sonnigen Ferienfreitag mit stabilem Bergwetter) mutterseelenallein am Guffert Westgrat unterwegs!
Zum Glück haben wir uns nicht von zwei Kommentaren auf dem tollen Portal bergsteigen.com von der Tour abbringen lassen. Diese warnten 2024 vor »Lebensgefahr im Zustieg« beim Queren einer steilen Geröllrinne. Diese vielleicht 20 Meter waren gestern zwar kein Spaziergang, wurden aber von uns schnell und absolut problemlos hinter uns gebracht. Auch die endlos lange Latschen-Querung war leichter als vermutet. Mit etwas Orientierungsvermögen findet man den Pfad gut und nur im letzten Drittel ist der Steig durch die Latschen teilweise unangenehm eingewachsen.
Der Grat selbst war dann der reinste Kraxelspaß! Schöner, rauer und meist fester Kalk im maximal dritten Schwierigkeitsgrad. Was will man mehr? Wir hatten zur Sicherheit zwar ein Seil mit dabei, benutzten es aber den ganzen Tag nicht. (Die VI- Sportklettervariante umgingen wir.)
Die Tour war gestern absolut trocken und schneefrei … was auch so sein soll. Es gibt oberhalb der Waldgrenze allerdings keine Möglichkeit, Wasser nachzufüllen. Weitere Bilder gibt es HIER -
Die Überschreitung von Hochunnütz und Vorderunnütz ist meiner Meinung nach eine der schönsten Kammwanderungen nördlich des Inntals. Nach gut 1000 sportlichen Höhenmetern hat man den breiten Bergrücken erreicht uns ab jetzt großartige Blicke auf den Achensee und das gewaltige Karwendelgebirge. Im Süden glänzten gestern die noch winterlichen Gletscherflächen rund um den Olperer.
Beim Abstieg kommt man an der urigen Köglalm vorbei, wo man nach wie vor auf eine kitschige Tiroler Jausen-Dekoration verzichtet.
Und ganz am Schluss kann man in den kühlen Achensee springen. Die Frage „Mann oder Memme?“ blieb mir gestern allerdings erspart, da es ordentlich zu regnen anfing, als wir um 13:30 h im Tal ankamen. Was mich übrigens freute, da ich es im DAV Bergbericht so prognostiziert hatte. Gestern war die gesamte 1300 Höhenmeter lange Tour noch trocken und schneefrei
Weitere Bilder gibt es HIER. -
Eine Anreise mit Bahn & Bus ins Gebirge ist nicht nur gut fürs Klima, sondern ermöglicht auch noch tolle Gebirgsdurchquerungen. Wie die (von mir ausgetüftelte) Überschreitung von Laterns über den Hohen Freschen und den »Dornbirner First« nach Mellau. Auf den knapp dreißig Kamm-Kilometern im Herzen des Bregenzerwaldgebirges werden sieben Gipfel überschritten, die großartige Blicke auf den Bodensee, das Rheintal oder das Rätikon bieten. Im Aufstieg sind 16600 Höhenmeter zu schaffen, bergab sind des 2130 Meter.
Nach dem Anstieg über die Matona (1998 m) wird am ersten Tag auf dem Freschenhaus übernachtet, wo nach einem leckeren Knödel-Abendessen hinter dem gegenüberliegenden Alpstein die Sonne untergeht.
Für die zweite Etappe – die unter anderem über den Hohen Freschen (2004 m) und die Mörzelspitze (1830 m) zur Hangspitze (1746 m) führt, braucht man eine solide Kondition und bei einigen Kamm- bzw. Gratstellen auch gute Trittsicherheit. Deswegen sollte die Route (so wie bei uns) trocken und schneefrei sein. Wir konnten unterwegs unsere Trinkflaschen bei einigen Bächen, bzw. wieder auffüllen, das es zuvor etwas geregnet hatte. Nach Trockenperioden muss man aber genug Wasser mitnehmen.
Infos zur Anreise: Den hochgelegenen Startpunkt (Bushaltestelle Bädle/Innerlaterns) erreicht man ab Ende Mai vom Bhf. Rankweil, wohin man wiederum mit Umsteigen in Lindau fährt. Zurück geht es stündlich von Mellau mit dem Bus zum Bhf. Dornbirn. Bei uns haben die Verbindungen sehr gut geklappt. Die schnellste Verbindung von Mellau nach München Hbf. dauert 3:06 Std. … was kaum länger ist als mit dem Auto.
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Am Gipfel sind noch ein paar Schneefelder , die man aber umgehen kann.
Der AV Weg darunter war wegen des schmelzenden Schnees teilweise recht nass.
Ansonsten trockene Verhältnisse.
Die Tannheimer Hütte hat ab morgen geöffnet.
In den gegenüberliegenden Lechtaler Alpen haben die nordseitigen Kare ab ca. 2000 m noch große Altschneefelder -
Zum gestrigen 'Tag zum Schutz der Alpen' unseres Netzwerks "Protect Alpine Nature" protestieren wir von Mountain Wilderness Deutschland auf der Kampenwand gegen den geplanten Neubau der Seilbahn. Die wunderschöne Grat-Tour war auch nordseitig absolut trocken und schneefrei.
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Fantastisches Karwendel - Ein Bergjahr zwischen Isar und Inn
Weite Täler, wilde Felswände und bezaubernde Wildbäche. Das gewaltige Karwendel Gebirge hat bis heute seine Ursprünglichkeit bewahrt. Denn Seilbahnen und Skipisten bestehen nur an den Rändern des gut 700 km² großen »Naturpark Karwendel«. In seinem neuesten Vortrag präsentiert Michael Pröttel die schönsten Touren für ein abwechslungsreiches Bergjahr zwischen Isar und Inn. Das Spektrum reicht dabei von einfachen Talwanderungen zu anspruchsvollen Gratüberschreitungen, von gemütlichen Winterwanderungen bis zu steilen Skitouren-Zielen. Die Teile der gut einstündigen Show werden mit stimmungsvollen Bild-Ton-Sequenzen eingeleitet.
Vortrag von Michael Pröttel beim DAV Hochland
Montag, 14.4.2025; Beginn 19:00 Uhr.Im Sektionenraum des Alpinen Museums auf der Praterinsel
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Mehrtägige Gletscherskihochtouren sind meine große Leidenschaft. Vor allem wenn sie mit spannenden Gipfelanstiegen gewürzt sind und von einem Tal ins andere führen. Geplant war eine dreitägige Durchquerung von Obergurgl über die 3000er Eiskögele, Hochwilde und Schalfkogel nach Vent.
Wenn dann das Wetter einen Tag früher zusammenbricht als prognostiziert und der Föhnsturm in der Nacht an den Fensterläden der 2883 m hoch gelegenen Selbstversorgerhütte rüttelt, braucht man am nächsten Morgen einen kühlen Kopf und ein harmonisches Team. Gemeinsam entschieden wir am letzten Tag den Übergang über den Schalfkogel nicht zu wagen und lieber den Rückzug über das Anna-Joch (also die Route des Vortags) anzutreten.
Wie weise diese Entscheidung war, zeigte sich auf dem Gurgler Ferner, wo wir zwei Stunden brauchten, um in dichtesten Nebel den Übergang zu Langtaler Ferner zu finden. Wohl gemerkt: Wir kannten den Weg vom Vortag! Wie gut dass ich die alpenvereinaktiv Karte auf meinem Handy runtergeladen hatte und wir uns per GPS Signal vorsichtig durch die Nebelsuppe vorarbeiten konnten
Hier noch weitere Infos zu den aktuellen Verhältnissen
- Bei der Abfahrt vom Eiskögele zur Langtalereckhütte muss man sehr gut auf Steine achten
- Der Langtaler und der Gurgler Ferner sind im Verglich zu anderen Gletschern recht gut eingeschneit
- Der Anstieg zur Hochwilde (Nordgipfel) hatte guten Trittschnee. Steigeisen waren nicht erforderlich.
- Die Fidelitas Hütte ist eine tolle Selbstversorgerhütte. Danke an den DAV Karlsruhe. Gut ausgestattet und alles war gepflegt. Geht sorgsam mit Winterräumen um!
- Das Befahren des Schluchtgrunds der Gurgler Ache Schlucht ist derzeit wegen Schneemangels nicht möglich!
- Nordseitige Hänge hatten am Donnerstag noch Powder, am Samstag gab es bereits einen Windharschdeckel.
Weitere Bilder gibt es HIER
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Forststraße ab 1100 durchgehend schneebedeckt. Ansonsten gute Spur auch am Plattenberggrat. Am Pürschlinghaus ca. 20 cm Neuschnee. Der Gipfelanstieg war entlang der Stahlseilpassage schneefrei aber nass.
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Da ich noch immer nicht zupacken darf (Handverletzung), müssen die Skistöcke noch warten. Aber wenn man solche Stimmungen beim Bergwandern erwischt kann man sich auch nicht beschweren.
Der Anstieg vom Kesselbergsattel ist von Anfang an schneebedeckt, aber (wie immer) gut gespurt. Im Wald schön griffig, Oberhalb der Waldgrenze teils recht hart, weswegen Grödel für den Abstieg nicht verkehrt sind.
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Nach vier Tagen Eishockey musste freilich noch ein alpiner Jahresabschluss her.
Dank zweier vielversprechender Foreneinträge auf alpenvereinaktiv.com (danke Elias) kamen wir auf die Idee, Scheinbergspitze und Lösertalkopf miteinander zu verbinden … und hatten die große Freude, für uns noch unbekannte Hänge zu befahren. Was im Ammergebirge für Thomas und mich gar nicht so leicht ist
Tatsächlich lag in der „Kalten Ebene“, in die man vom Skidepot der Scheinbergspitz steil einfährt noch guter Powder. Allerdings muss man schon sehr gut auf den Ski stehen, da der Schnee in der Latschenzone gerade so ausreicht, d.h. man muss auch steile, schneegefüllte Rinnen ausnützten.
Am zweiten Anstieg zum Lösertaljoch liegt auf den freien Wiesenhängen ausreichend Schnee. Wir wollten aber noch zum Gipfel, dessen Nordwestrücken abgeblasen ist. Hier kamen die Ski auf den Rucksack.
Die Abfahrt erfolgte dann fast direkt vom Gipfel nach Nordosten, wobei der erste, freie Hang ein echter Powder-Traum war. In der anschließenden Latschenzone brauchte man wieder ein gutes Gespür, um zum Talboden (Lösertalmösl) runterzufahren.
Auf dem anschießenden Sommerweg liegt noch genug Schnee, wie auch auf der abschließenden Forststraße durchs Sägertal.
Allerdings mit einer Einschränkung: Aufgrund von Baumfällarbeiten muss man die Ski zu Beginn der Forststraße ca. 200 m tragen.
Bei dieser Kombi kommen immerhin knapp 1400 Höhenmeter zusammen.
Hinweis: Auf dem Kamm zwischen Scheinbergspitz und Lösertalkopf liegt ein Wildschutzgebiet, dass bei der angegebenen Route nicht betreten wird.
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Die "Familienabfahrt" am Hörnle (welche ja nicht künstlich beschneit wird) hatte heute gerade noch genug Schnee zum Abfahren, wobei man unterhalb der Bergwachthütte schon gut aufpassen muss. Der darüber liegende Hang war hingegen sehr gut zu fahren, wie auch der Gipfelhang des Mittleren Hörnles. Der Gipfelrücken des Hinteren Hörnles ist im oberen Teil abgeblasen.
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Inspiriert von Michael & Angies #natürlichmitöffis Führer haben wir heute eine Mini-Skisafari am Spitzingsee ausgetüftelt.
Los gings von der Bushaltestelle Spitzing Kirche über die Grünseeabfahrt auf den Rosskopf. Auf dieser unbeschneiten Abfahrt des Skiegebietes lag für den Aufstieg wirklich ausreichend Schnee und auch zum runterfahren wäre es mit etwas Vorsicht recht gut gegangen.
Wir wollten aber weiter nach Norden und sind zur zur Unteren Firstalm abgefahren. Dort lag auch auf den unbeschneiten Bereichen ausreichend Schnee zu abfahren.
Dann gings über den Westhang zum Vorgipfel der Brecherspitze und über den gut gespurten Grat zu Fuß noch auf den Hauptgipfel.
Die Abfahrt über den Westhang war im Anschluss grenzwertig, aber machbar. Da muss man sehr gut auf Steine achten.
Nach der Einkehr an der Oberen Firstalm fuhren wir über die Rodelpiste ab, auf der ausreichend Schnee bis zum Spitzingsattel lag. Nach 10 Minuten kam auch schon der Bus.
Kleiner Tipp: Wem die Parkgebühren am Spitzingsee zu hoch sind, könnte doch überlegen, ob er sein Geld nicht besser in eine klimafreundliche Anreise investiert. Die Fahrt von Steinbach kostete mich hin und zurück nur 22 €, da das schöne Tourengebiet mittlerweile im MVV Tarif lieg (Zone M9). Übrigens waren alle Busse und Züge heute pünktlich.
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Wie fast immer in den letzten Jahren legten wir unsere erste Skispuren nicht am Spitzingsee, sondern in den Allgäuer Alpen. Da ist zu Beispiel das Schwarzwassertal, welches nicht viel höher als der Spitzingsattel liegt, aber wahrscheinlich in 80% aller Fälle deutlich mehr Schnee bei nordwestseitigen Staulagen abbekommt.
Wir wählten wegen der vom Lawinenwarndienst thematisierten, potentiellen Triebschneegefahr die vergleichsweise sichere Tour auf den Hehlekopf und waren erstaunt, dass nur etwa 5 cm Neuschnee am Donnerstag gefallen waren.
Diese liegen auf einer gut durchgefrorenen Unterlange von ca. 10-20 cm Stärke. Die Forststraße zur Melköde war somit schneebedeckt. Nur auf dem Waldstück oberhalb davon musste man die Ski kurz mal abschnallen.
Der südseitige Gipfelhang weist auch ein paar apere Stellen auf, die man aber gut umgehen kann.
Wir fuhren dann zur Ifertsgrundalpe ab, wobei selbst im steilen Einfahrtshang wegen der geringen Neunschneemenge keine Triebschneegefahr herrschte. Abfahrt dann in schönem Powder auf harter Unterlage. Die letzten 100 Höhenmeter im Wald vor der Melköde muss man die Ski dann wieder tragen.
Alles in allem ein grandioser Saisonstart, zumal außer uns nur noch ein weiterer Skitourengeher unterwegs war.
Für mich persönlich wurden sehr schöne Erinnerungen beim Vorbeikommen an der Schwarzwasserhütte wach, da ich dort vor drei Jahrzehnten an einem Gründungstreffen von „Skibergsteigen Umweltfreundlich“ teilnahm. Vor meiner Zeit bei Mountain Wilderness war ich bei diesem wegweisenden DAV Projekt aktiv. Gerade rund um das Schwarzwassertal gibt es viele Ruhezonen, die man unbedingt beachten muss, um das Wild im Winter möglichst wenig auf seiner Skitour zu stören.Weitere Bilder findet ihr HIER
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Am Nordanstieg zum Iseler lag heute auf der Standard Abfahrt trotz des Tauwetters noch genug Schnee. Auch in den nicht künstlich beschneiten Bereichen konnte man ohne Bodenkontakt abfahren.
In der Rinne oberhalb der Bergstation konnte man noch ein gutes Stück mit Ski aufsteigen und es waren auch zwei, drei Abfahrtsspuren zu sehen. Ich hielt dort abzufahren wegen möglicher Vegetationsschäden für keine gute Idee und bin mit den Ski am Rucksack dann wieder bis zum Beginn der Skipiste abgestiegen.
Der Gipfelanstieg über den Sommerweg ist gespurt und teils schneefrei.
Südseitige Hänge (wie gegenüber am Wertacher Hörnle oder an der Reuterwanne) apern auch im Allgäu langsam wieder aus.
Die Abfahrt war in den Kunstschneebereichen trotz des warmen Wetters um 10 h noch sehr hart. In den Naturschneebereichen war die Schneequalität wie erwartet eher mau, aber einigermaßen gut zu fahren, wenn man sicher auf den Brettern steht.
Hoffentlich hält das Tauwetter nicht zu lange an.