Beiträge von DavideD

    Route => Skitour Pleisenspitze

    Dieser Gipfel stand auf meiner Liste seit Jahren und heute hatte ich endlich die Gelegenheit. Die Bedingungen passten, da der Waldweg gut eingeschneit war und es oben Lawinengefahr 2 (eigentlich keine) gab. Die Tour ist eher eine Reise durch die traumhafte Karwendellandschaft als eine akribische Recherche des perfekten Pulverhangs , weil mehr als die Hälfte der Route über den schmalen Waldweg läuft. Der Wald in Winterkleidung war aber sehr schön, und die breiten Hänge nach der Hütte (Einkehr empfohlen) einfach grandios. Während der ganzen Tour und natürlich vom Gipfel genießt man ein fantastisches Panorama. Von oben sieht man die abenteuerlichen Spuren im wilden "Mitterkar", die Richtung Larchetkarspitze steigen.

    Kapitel Abfahrt: Bei der Kälte blieb der Schnee zwar pulvrig, aber es fängt in den sonnenexponierten Hängen an, sich dünner Bruchharsch zu bilden. Im Allgemeinen fand ich die Abfahrt bei den Schneebedingungen nicht so leicht, vielleicht wegen der Müdigkeit, meiner schmalen "Hohenmeter-Skis", oder einfach fehlender Technik. Ein Versuch, meine eigene Abfahrtspur außer des zerfahrenen Geländes zu zeichnen, wurde leider mit Felskontakt bestraft. Die Abfahrt über den Waldweg fand ich auch anstrengend.

    Alles wurde aber durch das Gefühl kompensiert, eine lange Tour im wunderschönen Ambiente durchgestiegen zu haben.


    Bilder








    Der ganzjährig befahrbare Simplonpass bietet eine enorme Auswahl an Gipfeln aller Schwierigkeiten an und gilt als klassisches Skitouren-Revier aus Mailand und Umgebung. Bei grenzwertiger Lawinenlage und windigem Wetter entschied ich mich für eine kleine vorweihnachtliche Tour auf die "Hohture", eher ein Zwerg im Vergleich zu den Nachbargipfeln wie der Wasenhorn oder der Breithorn. Trotz nordseitiger Exposition blieb leider die Hoffnung auf Pulverschnee unerfüllt, weil Wind und Kälte schon alles "betoniert" hatten. Die Sicht vom Gipfel war aber großartig.

    Im Allgemeinen liegt jetzt viel mehr Schnee auf der Nordseite des Passes (Richtung Rohntal) als auf der Südseite Richtung Italien. Auf jeden Fall sind viele Touren des Gebiets erst in Frühjahr machbar.


    Mehr über die Tour:

    Bergfex

    SAC-Portal


    Bilder:


    1- Steile Wiesen beim Aufstieg

    2- Steinmännchen am Gipfel

    3 - Hochalpines Panorama

    4 - Blick nach Oberland

    Wie gewohnt mussten wir die Skis bis zur Bergwachthütte tragen, bzw. konnten wir teilweise am Rand der Forststraße schon mit Skis gehen. Sonst ging es Problemlos zum Rotwandhaus immer auf die Forststraße und danach spurten wir zum Gipfel bei 15-20 cm Neuschnee. Um zum Kreuz zu gelangen, muss man entscheiden, ob man lieber einen Stacheldraht oder eine Steilstufe mit Wechte überspringt. Bei der Abfahrt sind wir mit ein bisschen Überwindung und viel Vertrauen im Lawinelagebericht in die unverspurte "Nordostrinne" eingefahren: einfach Traumbedingungen bei Pulverschnee auf hartem Grund! Links haltend haben wir uns ein Stück vom Wiederaufstieg zur Miesingsattel erspart. Danach sind wir der Normalroute zum Taubensteinhaus (Pause), Taubensteinsattel und der ehemalige Piste (bucklig) zur Talstation der Bahn gefolgt. Ein sehr gut genutzter Urlaubstag!

    Route => Skitour Plankenstein Runde

    Ich bin der von Tourentipp vorgeschlagenen Route gefolgt (Abfahrt Variante 1, glaube ich...). Es lag zwar viel Schnee, aber ich stimme mit den anderen Voralpenskitourern zu, dass die Pulvertage jetzt vorbei sind. Im Kar nach dem 1. Sattel war der Schnee ziemlich schwer und anstrengend zu fahren, unten gab es sogar Bruchharsch. Den dichten und steilen Wald nach dem Gegenanstieg fand ich besonders anspruchsvoll, es sei denn, man kann gut mit Ski von Bäumen abklettern.

    Insgesamt war es trotzdem eine schöne Unternehmung in einer von mir noch unbekannten Gegend.

    Route: Aufstieg über die Pisten bis zur Bergstation des Bernarndeinliftes, Abfahrt rechtshaltend über einen freien Hang bis zum Wiederauffellplatz, Aufstieg rechtshaltend und Querung ins Kar, wegen Nebel kurz vorm Steilstück an der Scharte umgedreht, Gegenanstieg-Intermezzo über die Bernardeinpiste, Gran Finale-Pistenabfahrt bis zum Parkplatz.


    Verhältnisse: Pisten im sehr guten Zustand beim Aufstieg und Abfahrt außer der ersten 50 hm Tragestrecke, Bernardein-Abfahrt sehr schön mit Pulverschnee. Im Kar sind die Schneebedingungen eher gemischt, und zwar viel besser auf der rechten Seite (Abfahrtorientiert) dank Nordexposition im Vergleich zum Bruchharsch auf der anderen Seite. Insgesamt war es eine sehr lohnende Tour auch nur wegen der Länge und Anstrengung im spektakulären Ambiente.


    Sonstiges: ist jemand vielleicht in ein Paar schwarze Handschuhe auf der Aufstiegspur im Kar gestolpert?