- Gipfel
- Saykogel
- Höhe
- 3355m
- Gebirge
- Ötztaler Alpen - Vent
- Art der Tour
- Bergtour
- Datum der Tour
- 1. Oktober 2026
- Ausgangspunkt
- Hochjochhospiz
- Gefahreneinschätzung
- gering
- Exposition der Route
- Aufstieg Nordwest, Abstieg Südost
Ins Tal muss man ja leider auch noch.
Nach einer gemütlichen Nacht im Winterraum des Hochjochhospizes galt es nun, möglichst genussreich nach Vent zurückzukommen und da bietet sich die Überschreitung des Saykogels zur Martin Busch Hütte natürlich an. Zunächst ist der Anstieg vielleicht etwas eintönig, wenn man nicht den Skifahrern an der Grawand im Schnalser Skigebiet zuschaut, das aber weit genug entfernt ist, um die Bergeinsamkeit nicht zu stören. Spätestens wenn man die Moräne des Hochjochferners auf 2800 Metern erreicht, wird es landschaftlich allerdings gewaltig. Am Grat des Saykogels erblickt man unvermittelt den Similaun und ein Eck weiter zeigen sich Hintere Schwärze und Marzellspitzen mit ihren riesigen Gletschern. Das Panorama am Gipfel sucht dann seines Gleichen. Hier sitze ich lange und denke auch daran, wie ich 2012 hier das erste Mal mit meinem lieben Bruder Sebastian oben war.
Der Abstieg erfolgt südseitig zur Martin Busch Hütte und dann auf der Forststraße nach Vent.
Anforderungen: 1100 Hm Abstieg, 1600 runter, 17 Km, 6-7 Stunden. Die obersten 200 Hm auf beiden Seiten des Saykogels T4 (Anstieg etwas schwieriger), sonst T3 und leichter.
Hinweis Martin Busch Hütte: Sehr löblich und längst überfällig wird hier gerade ein neues Winterhaus unterhalb der Hütte gebaut. Der alte Winterraum war ja tatsächlich ein schlechter Scherz für so ein gigantisches Tourenrevier. Ein grinntiger Verschlag unter der Terrasse... Ob dieser neue Winterraum heuer noch nutzbar sein wird, entzieht sich freilich meiner Kenntnis. Die Bauarbeiten laufen noch, der Firstbaum steht aber schon vielversprechend. Der alte Winterraum soll vor der Fertigstellung des Winterhauses zwar noch nutzbar sein, aber jedem, der außerhalb der Öffnungszeiten der Hütte dort übernachten will, würde ich empfehlen, vorher die Pächter oder die Sektion Berlin zu kontaktieren.
Bilder:
1: Der urige Winterraum des Hochjochhospizes.
2: Finailspitze und Hochjochferner.
3/4: Spektakulär geht es am Grat hoch zum Saykogel.
5-7: Gipfelpanorama mit der ganzen Ötztaler Prominenz. Das ist ein ganz schöner, intimer Moment, wo ich all die Gipfel, auf denen ich war, seit ich mich um 2010 auf den Weg in die Berge machte, wieder sehe und Erinnerungen hoch kommen lassen kann.
8: Martin Busch Hütte und das neue Winterhaus.
9: Sehr schön gearbeitete Erinnerungstafel an die Toten des Lawinenunglücks von. 2024 im Niedertal.
10: Wird es wohl doch Herbst? Für mich war heuer der schönste Bergsommer, an den ich mich erinnern kann. Genießen was jetzt ist und keine Angst vor dem angeblich so schlimmen Klimawandel - das ist mein Bergmotto. Man wird ja massenmedial permanent mit dem Thema traktiert.