2x Unnütz

  • Gipfel
    Hochunnütz
    Höhe
    2078 m
    Gebirge
    Rofan
    Art der Tour
    Bergtour
    Datum der Tour
    23. September 2026
    Ausgangspunkt
    Wander-Parkplatz Achenkirch am Bioenergie-Kraftwerk (8 Euro Tagesticket)
    Exposition der Route
    West

    Wer öfters mit mir unterwegs ist, der weiß, dass ich ein Freund des Geocachings bin (das ist diese Art digitale Schnitzeljagd). Innerhalb des Geocachings gibt es ja auch eine durchaus ambitionierte Bergsteiger-Community, und über diese (konkret übers "Nilpferd", wie der Nickname lautet) kam ich auf diese Tour der Rubrik "vergessene Pfade". Die angebotenen GPS-Wegpunkte waren hilfreich, aber nach dem Einstieg haben wir den Weg auch so gut gefunden. Eine Tour der Kategorie Abenteuerwandern.


    Los ging es in Achenkirch, am Parkplatz beim Bioenergie-Kraftwerk. Etwa 300 Höhenmeter bewältigten wir mit Stromlos-Mountainbikes und parkierten diese dann in der Kehre, die für den Abstieg geplant war. Zu Fuß ging es auf der Forststraße noch ein paar Meter weiter zur schon geschlossenen Berggaststätte Adlerhost. Hier begann dann die eigentliche Tour.


    Etwa 100 Höhenmeter oberhalb vom Adlerhorst au dem Pfad zur Zöhrer Alm zweigt, quasi unmerklich, an einer Bank der "vergessene Steig" ab. Der zieht nun etwa 700 Höhenmeter empor bis zum "regulären" Verbindungswegs zwischen den Unnützen. Verblasste rote Punkte zeugen davon, dass hier mal eine ausgewiesene Route existierte, sie erleichtern die Wegfindung. Genau schauen muss man trotzdem - doch irgendwie, egal ob an Rinnen oder Latschen, findet sich immer wieder ein Durchschlupf. Faszinierend! Ein super Stein, Einsamkeit garantiert. Trittsicher, schindelfrei, orientierungsgespürig: All das muss man hier sei. Oben angekommen, sind es dann noch etwa 15 Minuten nach rechts zum mächtigen Gipfelkreuz des Hochunnütz.


    Übrigens, am Rande: Ich habe auf meinen Garmin-GPS mehrere Karten installiert - auf der DAV-Karte war dieser Steig nicht verzeichnet, bei openmtbmap dagegen schon, ebenfalls in der Bergfex-App.


    Der Hochunnütz, den wir fürs uns allein hatten, ist ein phänomenal guter Aussichtsgipfel. Achsensee, Karwendel, Zugspitze, Kaiser, Watzmann, Hochkönig, Hohe Tauern - alles bestens zu sehen. Natürlich auch der Vorderunnütz, den ich gern als Skitour durchs Nordostkar mache.


    Unser Weg indes führte uns in die andere Richtung, zu Hinterunnütz. Der hat eine Art Vorgipfel mit Kreuz. der eigentliche Gipfel allerdings, nur mit einem Steinhaufen markiert, befindet sich ein ganzes Stück weiter nördlich und ist gar nicht so einfach erreichbar; wir haben uns trotzdem dorthin durchgearbeitet.


    Der Abstieg führte uns dann auf der markierten Route (auch nicht gerade ein Spaziergang) zur Zöhrer Alm, die gerade Ruhetag hatte, wo es aber gekühltes Bier aus dem Wassertrog gab. Danach noch wenige Minuten hiunter zu dem Mountainbikes und mit diesen zurück nach Achenkirch. Fazit: spannende Tour für die Liebhaber "vergessener Pfade", nichts für Gelegenheits-Bergtouristen.

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