- Gipfel
- Brunnkopf, Zwölferhörndl, Kleines Rothorn, Großes Rothorn, Mitterhorn, Breithorn
- Höhe
- 1.799 m, 2.104 m, 2.395 m, 2.405 m, 2.508 m, 2.415 m
- Gebirge
- Loferer Steinberge
- Art der Tour
- Bergtour
- Datum der Tour
- 15. August 2026
- Ausgangspunkt
- Waidring, Parkplatz Aschertal
1x über die Loferer Steinberge, das war die Devise für den Hitzetag am Samstag. So ging es eine lange Runde von Waidring aus über das Halbrund der westlichen Loferer Steinberge: Brunnkopf - Zwölferhörndl - Kleines Rothorn - Großes Rothorn - Mitterhorn (auch Hinterhorn genannt) - Breithorn - Gute Wand
Für die Beschreibung der Tour verweise ich auf den wirklich guten Bericht auf dem Blog von "Ameranger" - übrigens eine lohneswerte Seite mit sehr vielen schönen Tourenbeschreibungen zu häufig anspruchsvollen Unternehmungen in den Chiemgauer, Berchtesgaden und Loferer Bergen (leider aber seit 10 Jahren ohne neue Einträge).
Anders als in der Beschreibung von "Ameranger" bin ich allerdings vom Parkplatz Aschertal los - was dazu führt, dass man erst einmal ca. 1,5 h auf der Forststraße zum eigentlichen Steigbeginn nahe der Kitzgraben-Jagdhütte hatscht (sah auf der Karte gar nicht so weit aus, zieht sich aber; vermutlich vom Parkplatz Unterwasser etwas kürzer). Der Rest geht dann aber über wirklich schönes Steige. Der Abstecher zum Zwölferhörndl ist weglos. Hinauf zum Kleinen Rothorn ging es über den "Klettersteig" - doch ist dies kein Sportklettersteig im modernen Sinne, sondern eher eine Kraxelroute mit einigen Kabeln v.a. im mittleren Teil. "Klassische" Klettersteiggeher werden hier vermutlich keine Freude haben - langer Zustieg und viel frei zu kraxeln (bis UIAA II). Schon bald nach dem Kleinen Rothorn kommt man auf den (ebenfalls sehr lohnende, wenngleich deutlich einfacheren) Nuaracher Höhenweg.
Ab der Scharte zwischen Mitterhorn und Breithorn (wohl "Waidringer Nieder") habe ich noch das Breithorn mitgenommen - was ich mir in der Vorbereitung aufgrund der Angabe, der Weg sei praktisch nicht zu verfehlen, hinsichtlich der Route nicht näher angeschaut habe. Und prompt habe ich mich verhauen und bin dem einladenden leicht fallenden Band auf der Westseite gefolgt (ganz am Schluss bei der brüchigen Rinne konnte ich aber über eine Art Rampe wieder hoch zum Gipfelgrat kraxeln). Das ist aber nicht richtig, man hält sich vielmehr stets in Gratnähe und umgeht einige plattige Aufschwünge. Unbedingt auf die Stoamandl achten - aber selbst mit diesen war ich mir zwei Mal nicht ganz klar über die Route. Meistens gehen verschiedene Möglichkeiten, in den schwierigen Passagen gilt: Je näher am Grat, umso schwieriger. Mit der nicht ganz optimalen Route dürfte mindestens der obere II. Grad erreicht worden sein.
Beim Abstieg über den sich ziehenden und Vorsicht verlangenden Griesbacher Steig kann man noch schnell die "Gute Wand" mitnehmen.
Für die Tour sollte man unbedingt genügend Wasser mitnehmen und einen Steinschlaghelm. Am Samstag gab es Wasser noch bei einem Bachlauf kurz vor der Kitzgraben-Jagdhütte und beim Abstieg auf ca. 1.340 m (selten habe ich mich so über eine Quelle gefreut ...). Alles andere war ausgetrocknet und ob die beiden genannten Wasserstellen angesichts der Trockenheit weiter Wasser führen werden, wage ich nicht abzuschätzen.
Insgesamt ist die Tour mit ca. 2.500 m im teils ruppigen Gelände doch "ausfüllend" (T5, II) - ich war bei hitzebedingt leicht gedrosseltem Tempo und inklusive allerdings nicht ausgedehnter Pausen gut 12 h unterwegs.
Am Sonntag dann "zur Erholung" nur auf das Grießener Hochbrett in den Leoganger Steinbergen von Hochfilzen aus. Einiges zu gehen, aber kaum Schwierigkeiten - die Einstufung der Route als schwarz verstehe ich jedenfalls für den Anstieg zum Grießener Rotschartl ehrlich gesagt nicht. Wasser hier ebenfalls nur beim alternativen Abstieg vobei an der Schafalm auf ca. 1.330 m.
Bilder:
Bis zum Brunnkopf ist die Tour noch einfaches Wandern - freilich trotz Westseite schon sauber warm:
Der Weiterweg vom Brunnkopf:
Gipfelaufbau Zwölferhörndl:
Gipfelkreuz Zwölferhörndl:
Blick vom Zwölferhörndl auf den Anstieg zum Kleinen Rothörndl - durch diese Felswand geht es hindurch:
Und der Blick hinab zum kecken Tiroler Kopf:
Typisches Kraxelgelände im "Klettersteig" zum Kleinen Rothörndl:
Blick vom Kleinen Rothörndl auf den Weiterweg:
Und noch zwei Bilder von der sonntäglichen Tour:
Der An-/Abstieg zum Grießener Hochbrett erfolgt oben über zwar einfache, aber durch Schuttbedeckung etwas unangenehme Felsplatten:
Blick vom Grießener Hochbrett zum Birnhorn, der dominierenden Gestalt der Leoganger Steinberge: