Monte Pavione - Rundtour Dolomiten

  • Gipfel
    Col Cesta, Vette Grandi, Col di Luna, Monte Pavione, Cima di Monsampiano, Monte Vallazza
    Höhe
    Max. 2334m (Pavione), alle über 2000.
    Gebirge
    Dolomiten - Cimonega
    Art der Tour
    Bergtour
    Datum der Tour
    7. Juni 2026
    Ausgangspunkt
    Passo Croce d'Aune, großer kostenloser PP im Ort.
    Gefahreneinschätzung
    gering
    Exposition der Route
    Süd

    Eine Traumtour an einem Traumtag.

    Und zwischendrin sogar ein bisserl abenteuerlich, aber dazu später.

    Ich bin heute in der Früh von meinem Schlafplatz in Sagron auf die Südseite der Cimonega gefahren, um vom Passo Croce d'Aune mit dem Monte Pavione "den" Klassiker in der Cimonega zu machen, den ich bisher noch nicht kannte. Man kann sich den ersten Teil der Tour wie eine abgeschwächte Version der Rotwand-Tour am Spitzing vorstellen, denn es gibt mit dem Rifugio dal Piaz eine sehr frequentierte, mit Mountainbike erreichbare Hütte in unmittelbarer Nähe der ersten Gipfel. Dem entsprechend viel los ist auch, wobei es schon ab der Hütte weniger wird und nach dem Pavione ist dann Einsamkeit garantiert.

    Route: Zunächst geht es durch Wald und später aussichtsreich zum Rifugio Piaz. Vorteilhaft ist hier, dass dieser Wegabschnitt westexponiert, also am Vormittag schön schattig, ist. Nach der Hütte hab ich mir noch den kurzen Abstecher auf den Col Cesta (hin und zurück 15 Minuten) gegönnt, bevor ich die große Überschreitung der Gipfel in der oben angegebenen Reihenfolge in Angriff genommen habe. Es handelt sich dabei um einen zweistündigen Panorama-Spaziergang der Extra-Klasse, weshalb man die Tour auch unbedingt nur bei schönem Wetter machen sollte. Den Pavione habe ich in Richtung des gleichnamigen Passes überschritten. Im Passo di Pavione trifft der Nordanstieg aus dem Primörer Tal auf die Hauptroute und hier beginnt dann das "Abenteuer": Auf sachten Trittspuren bin ich zum Monte Vallazza hoch, an dessen Gipfel sich dann jede Pfadspuren verloren. In der Karte war eine Art Jägersteig eingezeichnet, aber den gab es nicht. Also weglos, unschwierig, aber teils sehr "botanisch" hinab, denn auf 1900 Meter sollte ein Schild sein, an dem ein richtiger Steig beginnt. Das schmucke, neue Schild habe ich bei einer verfallenen Alm auch gefunden und es gab gleich drei Wegweiser, die zuversichtlich drei verschiedene Steige anzeigen, von denen aber keiner zu erkennen ist 😂. Etwa 100 Hm unter dem Schild hab ich dann erste Trittspuren des Steiges 818 ausgemacht und nun ging es ohne weitere Probleme ins Tal. Der Steig 818 ist zurecht mit EE ausgezeichnet, was bei uns in etwa T4-5 ist, wobei sich das auf die Anforderungen in der Orientierung und nicht auf die alpine Schwierigkeit bezieht. Der gesamte Abstieg ist landschaftlich einfach großartig! Eigentlich schade, dass man ihn nicht mit ein paar Holzpflöcken als Markierung so herrichtet, dass auch Luigi Normale die Tour machen kann. Ich bin nach dem Abstieg im kleinen Weiler Col dei Mich herausgekommen und über die Via Claudia Augusta (Teer/Schotterstraße) zurück zum Ausgangspunkt (+ 250 Hm).

    Anforderungen: 1700 Hm, 25 Km, 8-10 Stunden. Bis zum Monte Pavione ganz einfach (T2-3), danach T4, aber nur wegen der Orientierung - nirgends Absturzgefahr.

    Insgesamt eine einfach geniale Tour, die neben dem Panorama auch von der Blumenpracht her extrem viel zu bieten hat!

    Sonstiges:

    1: Obacht mit den Schlangen - da sonnten sich heute einige direkt am Steig...

    2: Im ganzen Gebiet des Pavione gibt es herrlichstes Skitourengelände: Aber die Südexposition... Ich glaube, da gibt es nur ganz selten gute Bedingungen: Bei Neuschnee zu steil und ob da ja wirklich Firn entsteht, bevor alles wieder weg schmilzt..


    Bilder:


    1: Viele kleine Kunstwerke zieren den Weg zum Rifugio Piaz.

    2: Oberhalb der Waldgrenze beginnt der Panorama-Genuss.

    3: Rifugio Piaz.

    4: Am Col Cesta.

    5: Blumenpracht.

    6: Elegant schwingt sich der Kamm zum Pavione auf.

    7/8: Gewaltiges Dolomiten-Panorama.

    9: Kreuzotter räkelt sich am Weg.

    10: Der landschaftlich extrem beeindruckende Abstieg.



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