- Gipfel
- Hoher Sonnblick, Hocharn
- Höhe
- 3106, 3245
- Gebirge
- Goldberggruppe
- Art der Tour
- Skitour
- Datum der Tour
- 2. Mai 2026
- Ausgangspunkt
- Naturfreundehaus Kolm-Saigurn
Nachdem wir vor 3 Wochen die größeren Touren in Kolm-Saigurn wegen der Lawinenlage nicht machen konnten, haben wir uns ziemlich kurzfristig dazu entschlossen, das tolle Wetter für einen neuen Versuch auszunutzen.
Trotz Feiertag waren im Naturfreundehaus noch genug Plätze frei für uns 3! Die Unterkunft war schätzungsweise nur halb belegt, mit 90% Skitouristen.
Am Freitag zum Sonnblick sind wir vorsichtshalber ziemlich früh gestartet, da wir erst herausfinden wollten, wann der Schnee weich wird. Die normale Frühstückszeit ist momentan 5 Uhr, wir sind etwas früher los (leider kein Thermo-Frühstück möglich). Für die Abfahrt und eine ausgiebige Gipfelpause war das eine gute Startzeit, aber dafür war morgens der erste Steilhang unterhalb vom Neubau auf ca. 1900m noch ziemlich hart (Steigeisen waren dann hilfreich).
Unten konnte man nach ungefähr 20 Minuten die Ski anschnallen. Um die Uhrzeit konnte man die Ski aber genauso gut noch 10 Minuten weiter tragen (ähnlicher Kraft-Aufwand). Die Engstelle nach der Rojacher Hütte war gut zu gehen, es war eine gute Spur vorhanden bei ausreichend Schnee.
Wir sind dann die Abfahrts-Variante über das Ochsenkarkees gefahren. Die Steilstufe unterhalb vom Gletscher (auf ca. 2500) war etwas knifflig zu fahren - steil und noch ziemlich hart. Aber es war landschaftlich eine schöne Alternative!
Am Samstag zum Hocharn musste man eine knappe Stunde die Ski tragen (bis kurz vor dem Ende des Latschengürtels). Es ist bei dem Wetter schon eine schweißtreibende Tour - da man oben in den Südost-Hängen lange in der Sonne brät. Der Aufstieg ist eh schon lange und zieht sich dadurch noch ein bisserl mehr - aber es lohnt sich wegen der tollen Aussicht und der schönen Abfahrts-Hänge!
Bei den aktuellen Verhältnissen wäre vermutlich zwischen 10-11 Uhr der beste Abfahrts-Zeitpunkt gewesen. Aber wir wollten schon auch etwas die Fernsicht genießen und waren durch die lange Tour am Vortag obenraus auch nicht die schnellsten. Aber auch bei uns um 12 Uhr ging es noch gut und sicher zu fahren - nur die letzten Hänge bis zum Pilatussee waren vom Fahrspaß eingeschränkt (ziemlich weich). Der Nordosthang nach dem See war dafür wieder sehr schön zu fahren!
Es hat sich gelohnt, nochmal herzukommen! Auch wenn die Ausweich-Touren vor 3 Wochen sehr schön waren, hab ich mich schon sehr gefreut, endlich mal diese 2 Touren machen zu können!
Oberhalb der steilsten Stelle - wir haben die Steigeisen noch eine Weile angelassen. Oben links der Schutzhaus-Neubau:
Steilstufe zwischen Unterem Goldbergkees und Ochsenkarkees (Abfahrts-Variante):
Schlüsselstelle oberhalb der Rojacher Hütte:
Kurz vor dem Sonnblick (Zittelhaus und Observatorium):
Zoom zu Großglockner und Glocknerwand:
Schöne Abfahrts-Hänge beim oberen Goldbergkees:
Blick zum Hocharn am nächsten Tag - für den obersten Teil des Latschengürtels waren die Harscheisen noch gut, ab hier konnten sie wieder in den Rucksack. Das zieht sich noch - von hier sind es immernoch 1300 Höhenmeter:
Blick vom Hocharn-Gipfel Richtung Großglockner und Wiesbachhorn:
Los geht's auf die lange Abfahrt! Unten in der Mitte der Pilatussee, links hinten das Schareck, rechts vorne der Sonnblick:
Links unten Kolm-Saigurn: