- Gipfel
- Äußeres Barrhorn
- Höhe
- 3610
- Gebirge
- Walliser Alpen
- Art der Tour
- Skitour
- Datum der Tour
- 26. April 2026
- Ausgangspunkt
- Sankt Niklaus (Jungen)
Auch die Normalroute zum Barrhorn ist wahrscheinlich einfacher bei besserer Schneelage, aber dafür waren wir bei Traumwetter auf der ganzen Tour allein! Das Barrhorn ist einer der schönsten Aussichtsgipfel, der ohne Gletscherausrüstung erreichbar ist! Die NW-Rinne ist schon eine anspruchsvolle Abfahrt, jedenfalls bei dem Hartschnee von Samstag. Praktischerweise war unter uns eine super Skifahrerin dabei, die die schwierigen Stellen locker vorgefahren ist. So war die Routenfindung entspannter ![]()
Die letzte Etappe der "Tour du ciel" war bei den aktuellen Bedingungen nicht ohne! Jetzt wissen wir, was bei den Einheimischen unter einer Einstufung = "machbar" zu verstehen ist ![]()
Wir haben zur Piipijlücke auf ca. 2900 die Steigeisen angelegt, was gut gepasst hat. Nach der kurzen Abfahrt haben wir sie wieder auf 2900 angezogen und bis zum jungtaljoch angelassen. Dort waren zwar die letzten 100 HM fast schneefrei, aber fürs Ablassen am Fixseil auf der Nordost-Seite waren sie eh wieder hilfreich. Auf das Wasuhorn haben wir verzichtet, da wir die Osthänge im Jungtal noch am Vormittag befahren wollten.
Am Ende vom Junggletscher kommt aktuell eine blöde vereiste Engstelle, bei der die meisten von uns nochmal auf Steigeisen umgerüstet haben. Die Abfahrt danach war ein Traum! Man konnte noch bis ca. 2350 abfahren, danach noch 45 Minuten auf dem Wanderweg bis Jungen.
Eine superschöne Rundtour (diesmal mit weniger Gipfel-Fokus), mit einer tollen 4-er-Gruppe! Inklusive funkbert
Die Gratstelle bei der Barrhorn-Westflanke (auf ca. 3200) wird zahmer, wenn man näherkommt:
Bei dieser Stelle konnte man die Nordwest-Rinne am besten einsehen - hier haben wir entschieden, dass wir uns später die Abfahrt näher ansehen wollen (sind dann weiter rechts rangefahren):
Blick zurück zu Brunegghorn, Weisshorn und Bishorn:
Blick vom Gipfel zur Mischabel-Gruppe (rechts) und weiteren Bergen:
Blick zurück nach der Abfahrt durch die NW-Rinne. Der Schnee war schon ziemlich hart, aber wegen dem flachen Einstrahlwinkel hätte man vermutlich lange auf weicheren Schnee warten müssen und das wollten wir nicht. Bei 2 Engstellen musste man vorsichtig abrutschen, ansonsten ging es ziemlich gut:
Beim Aufstieg zum Jungtaljoch, Blick zurück zum Barrhorn und darunter zur Piipjilücke (Abfahrt an der Schattengrenze):
Letzter Abschnitt zum Jungtaljoch - hier wär's besser ohne Steigeisen gegangen, aber der Umbau hätte sich nicht gelohnt (auf der Rückseite braucht man sie noch kurz):
Ablassen am Fixseil auf der Ostseite vom Jungtaljoch:
Blick zurück zur Engstelle am Ende des Jung-Gletschers (in der Mitte). Zu Fuß wäre die rechte Variante im Nachhinein besser gewesen, aber das sah von oben ungut aus:
Danach wurden wir belohnt mit einem Abfahrts-Genuß im Firn! Hier die letzten Abfahrts-Meter, unten auf der Kanzel sieht man schon den Weiler Jungen: