- Gipfel
- Monte Capanne
- Höhe
- 1019 m
- Art der Tour
- Klettersteig
- Datum der Tour
- 28. März 2026
- Ausgangspunkt
- Marciana
- Gefahreneinschätzung
- mäßig
- Exposition der Route
- West
Der Monte Capanne ist der höchste Berg der Insel Elba, ich war schon oft oben, auf unterschiedlichen Routen. Eine Anstiegsvariante fehlte mir noch: die von Westen her, über die Ferrata „La Galera“. Diese Lücke habe ich jetzt, während daheim Brauneck & Co. wieder frisch eingeschneit worden sind, bei bestem Bergwanderwetter (sonnig, am Gipfel 12 Grad, super Fernsicht) geschlossen.
Vom Bergdorf Marciana aus führt der herrliche Wanderweg an La Stretta vorbei bis zu La Tavola, bis hierhin eine Wanderung. Oben eine eindrucksvolle Sicht hinüber nach Korsika, wo ab ca. 2000 m die Berge tief verschneit sind.
Ab La Tavola beginnt die Passage nach Westen hinüber zum Monte Capanne. Das Terrain wird nun robuster, der Sentiero ist nicht mehr durchgehend gut markiert, etwas Spürsinn braucht es an ein paar Stellen.
Irgendwann kommt man an ein rotes Hinweis- und Warnschild - hier beginnt das Ferrata-Gelände. Selbstsicherung und Helm hatte ich natürlich dabei. La Galera wird überklettert, nach dem nächsten Aufschwung wird eine mächtige Wand rechts umgangen, ehe die Ferrata noch einmal aufsteigt bis zum Gipfel des Capanne.
Die Schwierigkeiten liegen bei B/C (Klettersteig) und II bis III UIAA (ungesicherte Kletterpassagen) sowie im Gespür für die Routenfindung, wenn man mal ein Steinmännchen oder eine verblasste Markierung verpasst hat.
Abstieg nach Norden über die Waldkirche Romitorio di San Cerbone auf einem robusten Steig (T2). Insgesamt etwa 750 Höhenmeter. Die Cabinovia-Bahn fährt noch nicht, sodass insgesamt an diesem Topwettertag nur etwa ein Dutzend Leute auf dem Capanne waren (einer hat die Galera-Ferrata nach mir in die andere Richtung gemacht).