Beiträge von RobertB

    Route => Skitour Galtjoch


    Die frühmorgendliche Abfahrt vom Parkplatz neben dem Schlepplift in Rinnen über die Wiesen zum Rotlech macht Lust auf mehr: 20 cm flauschiger Pulver mit guter Unterlage. Und es geht auch gut weiter: der Wald ist dick verschneit, gute Aufstiegsspur und nur wenige Abfahrtsspuren am Morgen, alles Pulver.

    Nur ganz oben am Rücken gibt es ein paar verblasene Stellen. Hier der Gipfelbereich des Galtjochs von der benachbarten Abendspitze aus gesehen:

    Mittags die Abfahrt entlang der Aufstiegsspur - keiner wollte heute irgendwelche steilere Varianten probieren. Bis zum Wald schön pulvrig - und dann der Wärme-Schock. Im Bergfex Wetterbericht stand etwas von maximal +1 Grad in Berwang. Gefühlt waren es im lichten windstillen Wald an den vielen sonnigen Stellen 5-10 Grad, und der Schnee ist dort auch sofort pappig geworden. Wer morgen Pulver möchte, muss wohl einen höheren Ausgangspunkt wählen.

    Auf die hintere Steinkarspitze gab es übrigens auch neue Spuren heute. Da große Teile des Wegs im schattigen Tal verlaufen, ist das vielleicht gar keine schlechte Alternative - wenn man von der Lawinengefahr im Gipfelhang (siehe Foto unten, der lange schmale Hang im Mittelgrund) einmal absieht.

    Eine kleine Zusammenfassung von 3 schönen Skitagen rund um die Lizumer Hütte:

    12.1.22 Eiskarspitze und Torspitze: Griffiger Schnee auf dem Zirbenweg, und wie hier von Andreas letzte Woche berichtet weiterhin guter Pulver im Waldbereich und in windgeschützten Bereichen - z.B. auch auf der Abfahrt von der Torspitze zur Lizumer Hütte

    13.1.22 Mölser Sonnenspitze: auch die Hänge im Westen der Lizumer Hütte haben noch feinen Pulver. Der Gipfelrücken ist abgeblasen, aber noch einigermassen griffig und im Aufstieg und auch bei der Abfahrt auf der Westseite machbar.

    Klammspitze: landschaftlich schöner und einsamer Aufstieg im gemischten Schnee - abgeblasene Bereiche wechseln im oberen Teil mit Triebschnee. Um unteren Teil dann alles windgepresst.

    14.1.22 Lizumer Sonnenspitze und Geier: Bis ca. 2600 m noch schöner Pulver, danach je nach Windeinfluss mit leichtem Deckel. Die Hänge der Lizumer Sonnenspitze haben keinen Untergrund, nur dünne Pulverauflage, Abfellen ist nicht sinnvoll. Aber der Abstecher lohnt sich alleine wegen der Landschaft.

    Abfahrt von der Hütte zum Parkplatz durchgehend gut zu fahren; nur kurz vor dem Lager Walchen liegen ein paar Steine im Zirbenweg.


    Abfahrt Torspitze zur Hütte

    Aufstieg zur Mölser Sonnenspitze, in Bildmitte. Kann über den abgeblasenen Grat von rechts erstiegen werden.


    Vom Geier Blick zur Lizumer Sonnenspitze hinten in der Bildmitte. Der felsige Reckner vorne links wurde heute auch versucht.

    Nach dem gestrigen Schneefall sollte der Chiemgau so langsam ja auch genug Schneeauflage haben. Deshalb heute auf den Hochgern, auf der recht sicheren Südwestroute von Unterwössen aus. Auf den unteren Forstwegen fiel allerdings gleich auf, dass die Unterlage fehlte - der fluffige Pulver lag direkt auf den Steinen. Der Forstweg von Marquartstein war dann solider verschneit - wäre wahrscheinlich die bessere Parkplatzwahl gewesen.

    Ab der Ager-Gschwendalm dann 30-50 cm Pulverauflage auf durchwachsenem Untergrund.

    Ich war den Fussgängern noch nie so dankbar für ihre ruppelige Spur - im freien Gelände wäre ich kaum vom Fleck gekommen, durch den Wind war der Pulver an vielen Stellen schon recht kompakt. So kam ich gut durch bis zum Rücken, wo es heute ziemlich heftig blies. Hier mit Blick auf die Gipfelstange des 'Moarbichls'.

    Der Weg geht dann leicht rechts vom Grat weiter, einigermassen windgeschützt, deshalb kam ich doch gut zum Gipfel durch.

    Bei der Abfahrt habe ich mich nicht die steilen Südhänge hinuntergewagt, wäre auch gegen den Wind gewesen, und bin weitgehend entlang des Aufstiegs zurück zum Hochgernhaus. Dort dann am Rande des weiten Südwesthanges runter Richtung Gschwendalm; aber trotz des makellosen Anblicks waren doch immer wieder Felsen oder Holz zu hören und zu spüren. Mit Steinski hätte ich diesen Riesenhang mehr geniessen können.

    Oben am Gipfel kreiste ein Hubschrauber, offensichtlich auf der Suche, dazu liefen vier herrenlose Hunde nervös herum; ich hoffe da ist niemand zu Schaden gekommen. Die Hunde waren jedenfalls nach meiner Gipfelrast nicht mehr da.

    Nachtrag: Oh je, habe gerade den ausführlichen Bericht darüber gelesen:

    Ruhpolding: Lawinenabgang am Hochgern - Einsatz für Bergwacht und Rettungshubschrauber „Christoph 14“ | Ruhpolding (chiemgau24.de)

    Nachdem Bernhard vom Wildalpjoch eine gute Schneelage berichtet hat, habe ich das Trainsjoch in Angriff genommen. Und tatsächlich: jede Menge Pulverschnee auf solidem Hartschneedeckel. Und anscheinend gut verbunden - jedenfalls ist auch an den steileren Hängen nichts auch nur Ansatzweise ins Rutschen gekommen.

    Der Weg durchs Trockenbachtal bis zur gleichnamigen Alm war von einigen Fahrzeugen dankenswerterweise vorgespurt worden. Die Hänge rund um die untere Alm auf 1100 m Höhe sahen noch etwas abgeblasen aus - auf der Südseite wäre gar kein Abfahren möglich gewesen, und auch auf der Nordseite gabs noch eine Menge offene Steine. Den Schnee hats in den höheren, waldigen Bereich des Tales geblasen - der erste Tourengeher heute früh hat da tapfer durchgespurt.


    Nach dem Waldstück ging es dann den freien Nordhang des Ascherjochs hoch, in ca. 40-50 cm Pulver. Oben angekommen überblickt man den weiteren Aufstieg:

    Ein paar Meter runter zum Trainssattel, dann am Rande des Südhangs hoch zum Gipfelgrat des Trainsjochs, und mit viel Wühlerei zwischen den gut zugeschneiten Latschen mit den Skiern zum Gipfel, mit bestem Dank an die beiden Spurer! Im Südhang des Trainsjochs lag eine Menge Triebschnee; das ist wohl die kritischste Stelle der Tour. Zurück am Trainssattel habe ich dann nochmal angefellt für die 90 Höhenmeter zum Ascherjoch, um den lohnenden Nordhang für die Abfahrt mitzunehmen. Im lockeren Pulver zu den unteren Almen. Auch auf dem Forstweg lief es gut; es gab zwar ein paar dünne Stellen mit Steinen, aber die waren leicht zu umfahren.

    Heute nur 5 Tourengeher am Berg; noch viel Platz für eigene Spuren!

    Route => Skitour Schneidjoch


    Das war heute so ein Mittelding zwischen Langlauf und Skitour, vielleicht ganz gut zum Saisonstart. Die Route zum Schneidjoch folgt erst stundenlang dem Weg zur Gufferthütte, mit einer recht geringen Steigung, die ersten 30 min sogar ohne jede Steigung.

    Erst ab ca.1400 m Höhe, bei der Ludernalm auf der Nordseite des Schneidjochs, beginnt der eigentliche Aufstieg, durch lichten Wald und über ein paar Almwiesen. Trotz der etwas zähen Hatscherei hat die Tour In der tollen Schneelandschaft und mit dem genialen Schnee richtig Spass gemacht: 20-30 cm feinster Pulver auf fester Unterlage. Auch in Waldabschnitten bestens zu fahren, auf den freien Wiesen sowieso. Nur direkt am Gipfelrücken gab es ein paar im Pulver versteckte Felsen, die sich aber schon beim Aufstieg verrieten und daher leicht zu vermeiden waren.

    Es war durchgehend frostig, der Champagner-Pulver hat den ganzen Tag toll durchgehalten. Allerdings muss auf dem Forstweg auch runterzu kräftig geschoben werden, zumindest auf der Hälfte der Strecke. Und das zieht sich nochmal lange hin, der Parkplatz ist weit, etwa am Fuss der Unnütze, im Bild unten halblinks. Das ist nicht Jedermanns Sache, und wohl deshalb hatte ich den Berg heute exklusiv für mich allein.

    Die Achenkirchener Hochplatte mit ihrem Nordanstieg wäre heute sicher auch toll gewesen.

    Über den vielen Schnee in Kühtai und seine Qualität hat Martin ja schon anschaulich berichtet. Der Morgen sah noch vielversprechend aus.

    Die Route zum Schartenkopf führt wie die zum Sulzkogel bis ganz ans Südende des Finstertaler Speichers; der kurzweilige Eisplattenweg am Rande des Sees wird einem also nicht erspart. Im Foto unten ist der Schartenkopf etwas rechts von der Bildmitte; man geht in einer S-Kurve über den freien Hang direkt unterhalb des Gipfels nach links in ein Kar und dann Richtung Nordwesten über die Tiefentalscharte zum Gipfel. Zu der einen deutlich sichtbaren Lawinenspur aus der Nordwand des Schartenkopfes hatte sich am Mittag eine Zweite gesellt; eigentlich sollte man da nach 10 Uhr nicht mehr unterwegs sein,

    Am Abend vorher hatte es geregnet. Die Frühaufsteher sind auf recht hartem Schnee aufgestiegen, und dann im Bruchharsch abgefahren. Die, die wie ich erst gegen 8 Uhr dran waren, sind im Aufstieg eingebrochen und dann im Sulz abgefahren. Der Schartenkopf hat dabei den Vorteil, dass seine Hänge überwiegend nord/westseitig sind und deshalb nicht ganz so schnell weich werden wie die vom Sulzkogel. Hier der mittlere Teil der oben erwähnten S-Kurve, da waren die Schneebedingungen deutlich besser.

    Weiter zum Gipfel geht es dann in weitem Linksbogen bis zur Scharte im Hintergrund, und über die Südseite auf den Gipfel, wirklich schönes Skigelände.

    Rückblick auf den Sulzkogel; dort noch am Vormittag eine kräftige Lawine bei den Felsen links von der Bildmitte im Bereich von Abfahrtsspuren.

    Auch beim Rückweg noch einmal eine nachdrückliche Warnung an die Spätaufsteher: unterhalb der Staumauer war am späten Vormittag aus den Nordhängen der Mut eine kräftige Lawine abgegangen und über die übliche Route der Querung hinweggefegt. Aber, wie heißt es so schön: Ende gut, alles gut, und nächstes Mal mindestens zwei Stunden früher.

    Vom Parkplatz Lüsens sind es etwa 2km und nur 100 Höhenmeter bis zur ersten Schneezunge. Dabei im weglosen Teil nicht so wie ich den Steinmanndln auf der linken Seite folgen, sondern am besten direkt auf die Rinne zuhalten. Sie ist, wie schon von Andreas84 bemerkt, mit Lawinenschnee gut gefüllt und wird im oberen Bereich auch täglich nachgefüllt - jedenfalls waren die Aufstiegsspuren am Mittag dann verschwunden. Kurz vor ihrem felsigen Ende kann man auf dem Sommerweg ein paar Meter in die Schneefelder auf der rechten Seite queren, von dort kam ich noch ohne weiteres Abschnallen bis ins Kar durch, war aber froh über meine Harscheisen.

    Im Kar selber war der Schnee gut durchgefroren und leicht zu gehen, es dauert halt nur etwas bis die Lüsener Spitze in Sicht kommt. Der Schnee wurde im flachen Gelände des Lisenser Ferner auch deutlich weicher.

    Es ging rechts ums Eck auf einem Flachstück weiter, danach könnte man auch die südseitige steile Querung zum Rotgratferner und weiter zum Lüsener Fernerkogel in Angriff nehmen; dazu war mir der Schnee aber schon zu weich - es war kurz nach 10 Uhr. Der Juni ist halt was für absolute Frühaufsteher. Also dann lieber im weiten Bogen über die Ostseite auf die Lüsener Spitze. Der hintere Brunnenkogel sah auch verlockend aus, es wäre aber schon sehr sehr einsam gewesen auf dem Gletscher..

    Die Abfahrt dann im überraschend guten Firn - sicher das beste was der Sellrain derzeit zu bieten hat, wenn man die anderen Berichte so liest. Allerdings war 12 Uhr schon arg spät - aus den Osthängen des Fernerkogels kam ständig Schneenachschub, und in der Felsstufe lässt es sich nicht vermeiden, auch mal ein Stück in den Lawinenbahnen abzufahren. Das Risiko lässt sich im Vergleich des Morgenfotos mit dem Mittagsfoto unten deutlich ablesen, Aber alles gutgegangen, war eine richtig schöne Tour, und Danke an Andreas84 und Martin für die Motivation.

    Wer am Gipfel nicht unbedingt auf eine gute Aussicht Wert legt, aber gerne Radfahren und Fussmarsch verbindet, der ist mit dem recht selten bestiegenen Rotenkopf gut bedient.

    Vom Krüner Parkplatz bin ich nach Westen auf der Asphaltstrasse bis zum Abzweig des Feldwegs, der auf den Ostrücken des Rindbergs führt. War gut zu fahren, nur wich der Weg bald deutlich von den Karten ab, führte aber schließlich zum Beginn des Wegabschnitts, der in die Senke zwischen Rindberg und Bletschertalkopf führt. Das bedeutete ein paar hundert Meter Schiebestrecke auf weichem Weg; oben zwischen den beiden Gipfeln wurde der Weg dann wieder fester und besser. Die Gipfel habe ich mitgenommen, beide waren auf Fahrwegen erreichbar, war aber nicht sehr lohnend. Wahrscheinlich ist es am besten, gleich auf halber Höhe nördlich um um den Rindberg herumzufahren bis in die Senke zwischen Bletschertalkopf und Rotenkopf.

    Aus dieser Senke heraus habe ich die südostseitige Auffahrt auf den Rotenkopf genommen. Auch da wieder Schiebestrecken, dafür ging es eine schöne grasige Spur die Ostseite des Rotenkopfes entlang. Als Schmankerl gab es ein paar Stellen, an denen der Weg weggespült war und man über steile Wiesen balancieren musste, jeweils nur ein paar Meter, aber e-bikes möchte ich da nicht schleppen müssen...

    Kurz vor 1500m zweigt nach links der Weg zur Esterbergalm ab. An dieser Stelle habe ich das Rad abgestellt, denn von dort konnte man mit angenehmer Steigung und trockenen Fußes weglos im sehr lichtem Wald den Rücken hoch zum Gipfel des Rotenkopfes.

    Hier bot sich der Abstieg über die Schneefelder auf der Nordseite an, Richtung Zunderkopf. War gut zu gehen, nur an wenigen Stellen bin ich tiefer eingebrochen. Auf den Zunderkopf sind es nur ca. 100 südseitige Höhenmeter, kann man über schöne Wiesen gut mitnehmen, allerdings auch da am Gipfel nicht viel zu sehen. Hier noch ein Blick auf die Nordseite des Rotenkopfes vom Zunderkopf aus:

    Zwischen den beiden Gipfeln trifft man wieder auf den Weg zur Esterbergalm, der nach Osten über einen kleinen Gegenanstieg zum Rad zurückführt, allerdings mit vielen schneebedeckten Abschnitten.

    Der schönste Teil war dann die Radabfahrt auf der Nordostseite des Rotenkopfes, mit mäßigem Gefälle, flott zu fahren, über den Finzbach, und dann auf dem Trailstück zur Finzalm, eine richtig schöne Radlstrecke.

    Nach dem kurzen Anstieg bei der Finzalm Ausrollen bis zum Parkplatz.

    Am Parkplatz der 'Verwaltungsgemeinschaft Kochel' kann man am Wochenende frei parken. Von da zunächst auf einer Straße nach Osten, an deren Ende weiter auf dem Bergsteig Richtung Breiteck / Feuereck /Rabenkopf, immer direkt den Bergrücken hoch. Sehr gut zu laufen, kein Schlamm, der Bergweg ist komplett schneefrei, erdig und durchgehend griffig, gerade auch im steileren oberen Teil, ein wirklich schöner Aufstieg.

    Oben am Eck ein Abstecher zum Bergelskopf: zunächst die Wiese entlang des Zauns hinunter in die Scharte, dann gehts auf der Nordseite des Bergelskopfes hoch, über einige Wegstücke und Schneefelder. Auch wenn manche Karten keinen Weg zeigen - es gibt eine recht deutliche Wegspur bis zum Gipfel. Die Schneefelder waren am Vormittag natürlich schon angetaut und gut zu gehen.

    Auf demselben Weg zurück und dann weiter Richtung Rabenkopf, oben am Bergrücken auf den Flachstücken etwas Schnee, aber wo es steiler wird gibt es immer feste Tritte, gut zu gehen bis zum Gipfel des Rabenkopfes.

    Auf dem Abstieg Richtung Norden zur Bergwachthütte/Pässenbacher Schneid gibt es mehr Schnee und ist es generell feuchter als auf der Westseite. Zunächst kommt eine Drahtseilstelle, dazu ein paar steilere Abschnitte, aber Latschenäste sind als Griffe immer zur Stelle wenn es notwendig ist. Dann auf nassem Weg runter, aber richtig schlammig wird es nicht.

    Wer noch nicht genug hat, kann noch einen Abstecher auf die Glaswand machen. Dazu kann man auf der Westseite der Glaswand weglos, aber gemütlich im Wald aufsteigen, der Schnee dort ist nicht tief und hält gut. Vom Kartenbild her hatte ich mir oben eine ziemliche flache und einfache Wegstrecke zum Gipfel weiter im Osten erwartet - tatsächlich fand ich aber einen zackigen Grat vor, der an vielen Stellen auch nach Süden tief abfiel. An der Gratkante war es überwiegend trocken und übersichtlich, deshalb kam man gut durch, weiter unten in der Südseite war mir der Schnee zu steil und rutschig. Es war deutlich zu spüren, dass der Grat selten begangen wird: da waren einige lockere Felsen (durchaus auch größere Kaliber) und brüchige Äste. Also ein recht spannendes und forderndes Wegstück.

    Im Abstieg habe ich den langen Nordausläufer im Westen der Glaswand genommen, der in Richtung Schwarzenbergkopf führt. Zunächst ging es über Schneefelder zügig runter...

    ...dann bei mittlere Steilheit und kurzen Gegenaufstiegen immer auf dem Bergrücken entlang, bis man kurz vor dem Schwarzenbergkopf wieder auf Forstwege trifft.

    Der Schwarzenbergkopf selber ist ein Waldgipfel ohne Ausblick. Von da über meist flache Forstwege ohne Schwierigkeiten zum Ausgangspunkt.

    Gegen 7 Uhr gings los von Hinterstein (Parkplatz 10 Euro, nur Münzen), das erste Stück zum Giebelhaus mit dem Fahrrad. Etwa ein Dutzend Leute hatten ähnliche Pläne. Die Teerstrasse war durchgehend frei, geht auch mit dem City-Bike, allerdings sind ca. 200 Hm zu schaffen. Vom Giebelhaus Richtung Westen war es sehr grün, deshalb sind fast alle auf dem noch verschneiten Weg Richtung Großer Wilder / Schneck weitergegangen. Man konnte vom Giebelhaus aus durchgehend mit den Ski aufsteigen, ein paar apere Stellen am Anfang des Fahrweges sind nur kurz. Der Schnee war hart, aber griffig; unten hatte es wohl etwas geregnet, aber es war nicht vereist. Nach der Pointhütte ging es in freieres, sonniges Gelände, da wurde es schnell etwas weich und jeder konnte sich seine eigene Aufstiegsspur suchen.

    Ab 1800 m geht es dann links zum Großen Wilden in den steilen Nordhang hinein; zwei Frühaufsteher haben da grandios gespurt. Die Spur links in der Bildmitte führt direkt in den Einstieg zur Gamswanne, dem links oben sichtbaren Hochkar. Zunächst, in der Rinne an der Schattengrenze, ging es besser zu Fuss. Am Ausstieg der Rinne, bei den Felsen kurz vor dem Hochkar, quert man etwas nach rechts; dort war der Untergrund manchmal etwas rutschig. Zwei wollten die Rinne in einem weiten Bogen rechts umgehen, aber die mussten dann auch bald abschnallen und stapfen. Die kleinen Pünktchen rechts von der Bildmitte gehen auf den Schneck.

    Im Hochkar selbst geht es ja zunächst flach weiter, dort lag ein paar cm schwerer Pulver auf fester Unterlage, gut zu gehen (und gut abzufahren).

    Ganz oben im Hochkar war es manchmal etwas glitschig, Harscheisen würden in dem weichen Schnee nichts nützen, also half nur festes Aufsetzen.

    Der ganze Nordhang war auch gut abzufahren; erst in den sonnigen Hängen oberhalb der Pointhütte wurde es sehr weich, auf den leicht nördlich geneigten Hängen kam man aber noch gut durch. Der Fahrweg unten hat natürlich gebremst, so 30 min vor dem Giebelhaus ist er eh eben, da kann man dann gleich die Ski im Rucksack verstauen, ein längeres Stück Abfahrt kommt da nicht mehr.

    Den gleichen Anmarsch hat man ja auch zum Schneck; dort ist der Gipfelbereich Südhang, sah noch gut aus, sicher vor Mittags noch schön zu fahren.

    Dieses Jahr zum ersten Mal im Allgäu, wegen des Wetterberichts und der Neuschneemengen. Ziemlich viele Leute hatten wohl ähnliche Gedanken, um 10 Uhr war der Ostertalparkplatz jedenfalls rappelvoll. Tatsächlich war 30+ cm Neuschnee gefallen, Aufstieg ging vom Parkplatz weg gut. Die Westabfahrt vom Rangiswanger Horn war Mittags noch pulvrig, nur wenige abgeblasen Stellen. Viel Sonne ab Mittag, auch die Temperatur stieg deutlich. Nach der Abfahrt flacher Aufstieg Richtung Oberalpe, dann weiter zum Ochsenkopf.

    Ochsenkopf Nordhang ein Traum in Pulver.

    Ich habe gleich noch eine zweite Runde über Weihekopf/Schwabenhaus gedreht. Vom Weihekopf sah man einen kräftigen Schneerutsch überraschend nah an der Seilbahn.Die Abfahrt auf der Westseite Weihekopf (Start auf Sommerweg) war schon sehr durchweicht und nicht mehr lohnend, die Ochsenkopfabfahrt nach NO war auch am späten Nachmittag noch Top. Es wurde wieder frostig und die Ausfahrt von der Oberalpe zum Parkplatz liess sich flott fahren, allerdings waren immer mal wieder Teile des Weges aper.

    Gipfel und Höhe: Rappenklammspitze 1835m und Hochalplkopf 1770m


    Gebirge: Karwendel


    Art der Tour: Skitour


    Datum der Tour: 17.2.21


    Ausgangspunkt: Hinterriss


    Tourenverhältnisse: Fahrweg ins Rontal ist Blankeis und stellenweise aper. Am Fahrbahnrand kommt man noch ganz gut hoch und weniger gut wieder runter. Ab 1100 m griffiger und gut zum Laufen / Abfahren. Die SO Hänge Richtung Rappenklammspitze nach der Rontalalm haben noch jede Menge Schnee und waren um 10 Uhr schon gut aufgefirnt. Schnee am Gipfel der Rappenklammspitze sehr griffig, Gipfelbesteigung ging ohne Steigeisen.


    Gefahreneinschätzung: Lieber etwas früher dran sein.


    Exposition der Route: Fahrweg im Schatten, danach SO Hänge


    Prognose: Der Schnee reicht noch fürs Wochenende