- Gipfel
- Zugspitze
- Höhe
- 2963
- Gebirge
- Wetterstein
- Art der Tour
- Bergtour
- Datum der Tour
- 18. Oktober 2026
- Ausgangspunkt
- Hammersbach
Heute sollte es mal wieder auf eine meiner Lieblingstouren gehen: durchs Höllental auf die Zugspitze!
Da die Angerhütte schon geschlossen ist, hab ich mit wenig Andrang gerechnet. Es war dann zum Glück auch ganz ok, insgesamt waren schätzungsweise 20 Leut unterwegs, was sich gut genug verteilt hat auf der langen Tour.
Wir sind um 5 in Hammersbach gestartet, um genug Reserven zu haben und das Stau-Potential zu verringern (hat geklappt).
Der Gletscher war allerdings komplett blank, es waren also Eispickel und gute Steigeisen gefragt (keine Grödel), und genug Erfahrung im Umgang damit. Und auch die Suche nach einer einigermaßen geschmeidigen Route übers Eis war nicht so einfach. Im Nachhinein wären 2 Eisschrauben für manche Passagen auch nicht verkehrt gewesen (Kurzseil, Schlingen und Karabiner hatten wir vorsichtshalber für die Randkluft dabei, aber keine Eisschrauben). Die Randkluft selbst war gut zu begehen.
Der untere Klettersteig war etwas feucht, ansonsten gut in Schuss. Die Verhältnisse im oberen Klettersteig waren bis zur Irmerscharte sehr gut, danach etwas angeeist. Die Drahtseile waren aber alle frei, mit genug Vorsicht musste man die Steigeisen oben nicht nochmal anziehen. Der neue KS-Einstieg nach der Randkluft ist aber eher Kat. C statt wie bisher B/C
Es war schon spannender als gedacht, aber insgesamt ein toller Tourentag! Bei meinen mittlerweile zweistelligen Begehungen (auch im Herbst) war's das erste Mal, dass ich den Höllentalferner komplett schneefrei gesehen hab.
Bei der Leiter war's noch etwas nass vom Regen am Vorabend:
Ab dem Brett wurde es langsam trockener:
Hier hat man zum ersten Mal das ganze Ausmaß vom Blankeis gesehen:
Ab der Randkluft ging es gut. Der neue Einstieg ist zwar steiler, hat aber nur ein kurzes Stück ohne Drahtseil (das rote Fixseil). Aber erstmal dorthin kommen war aktuell nicht so einfach ![]()
Ein Eispickel ist momentan auf jeden Fall empfehlenswert:
So blank hab ich das noch nie erlebt - ich war allerdings auch schon einige Jahre lang nur im Frühsommer oder Spätherbst hier:
Die neue Route durch die erste Steilwand ist steiler (Kat. C), aber gut versichert:
Hier waren wir schon weiter oben (auf ca. 2700m) - erst ganz oben hat der Gletscher aktuell eine Firnauflage:
Ab der Randkluft bis zur Irmerscharte war alles schneefrei:
Oben war's etwas angeeist, aber mit genug Vorsicht und guten Sohlen konnten die Steigeisen diesmal im Rucksack bleiben: