- Gipfel
- Petersköpfl
- Höhe
- 1679m
- Gebirge
- Zillertaler Alpen - Zamser Grund (Schlegeis)
- Art der Tour
- Wanderung
- Datum der Tour
- 6. Oktober 2026
- Ausgangspunkt
- Gasthaus Breitlahner, 7 Euro/Tag
- Gefahreneinschätzung
- gering
- Exposition der Route
- Überwiegend Süd
Noch einmal Sommer.
Ich bin am Dienstag nach der Arbeit ins Zillertal gefahren, um eine weitere Tour mit Übernachtung im Winterraum zu machen. Natürlich erreicht man das Friesenberghaus am einfachsten vom Schlegeis-Stausee aus, aber erstens spart man etwas Geld (siehe Beitrag von Jonas zum Großen Möseler), wenn man am Breitlahner startet, und zweitens konnte ich so zwei mir noch unbekannte Steige in die Runde integrieren. Wie gewohnt veröffentliche ich die Tour in zwei Teilen, um mehr Bilder einfügen zu können.
Route: Ich bin um 14 Uhr am Breitlahner gestartet und zunächst dem Steig R36 (Breitlahner - Schlegeis) gefolgt. Bei der oberen Ampel der Schlegeis-Straße zweigt rechts der Steig 530 zum Berliner Höhenweg ab. Dieser führt zunächst steil durch dichten Wald, aber ab der Schwelle des Wesendlekars wird es sehr schön und aussichtsreich. Da ich auch noch zum gleichnamigen See wollte, bin ich nicht ganz bis zum Berliner Höhenweg aufgestiegen, sondern an geeigneter Stelle weglos, aber unschwierig zu diesem rüber gequert. Sonst müsste man wieder 100 Hm vom Abzweig zum See absteigen. Anschließend auf dem Höhenweg zum Friesenberghaus und zum Feierabendbier auf das Petersköpfl mit seinen hunderten Stoamandln.
Anforderungen: 1500 Hm im Anstieg, 200 im Abstieg, 10 Km, 4-5 Stunden. T3.
Sehr schöne Tour und ein grandioser Sternenhimmel in der Nacht!
Zum Winterraum des Friesenberghauses braucht es ein paar mehr Worte. Dieser befindet sich im Nebengebäude. Wenn man dort ankommt, schluckt man vielleicht erstmal, denn dieses ist komplett verrammelt. Wenn man aber genauer hinschaut, steht über einer der Schneeblenden "Winterraum". Die Blende lässt sich (außer für Menschen unter 1,60 Meter) unproblematisch abschrauben. Das steht auch so auf der Homepage der Hütte. Der Winterraum an sich ist schon in Ordnung - nichts Besonderes, aber gutes Mittelmaß. Allerdings ist kaum Brennholz vorhanden. Die vier Packungen a vier Stück Pressholz reichen vielleicht für vier Übernachtungen. Das liegt nun nicht daran, dass hier schon eifrig Feuer gemacht wurde, sondern es war einfach von Haus aus so wenig da. Man kann nämlich erkennen, dass von den acht Betten nur zwei bisher benutzt wurden (bei den anderen sechs sind die Matratzen noch "aufgestellt"). Zwar wird dieser Winterraum nur recht wenig genutzt, aber ich stelle mir da folgende Situation vor: Im Februar kommt eine Gruppe bei minus 15 Grad da abends an und es ist kein Brennholz vorhanden. Was machen die dann? Erfrieren (okay, vielleicht übertrieben, weil viele Decken vorhanden), nichts Trinken, nichts Kochen? Oder verheizen die vielleicht das Inventar? Am besten ist dann im Frühjahr noch von Vandalismus die Rede. Etwas komisch mutet zudem der Spruch auf dem Infoblatt an, man solle mit Hirn heizen. Komisch deswegen, weil für die drei Töpfe keine Deckel vorhanden sind. Ich finde es auf jeden Fall nicht in Ordnung, so wenig Brennholz zur Verfügung zu stellen und habe daher auch die Pächter sowie die Sektion Berlin angeschrieben, ob man da nicht nachrüsten könne. Freilich könnte es theoretisch auch sein, dass es hinter einer der anderen Blenden einen Holzvorrat gibt, aber dann müsste das im Winterraum angeschrieben sein. Ich werde das bei einer Rückmeldung aktualisieren. Zum jetzigen Zeitpunkt erscheint es mir aber nicht richtig, den Raum für den Hochwinter zu empfehlen. Wasser kann man übrigens am nahen Friesenbergsee holen, solange dieser noch nicht zugefroren ist.
Bilder:
1: Ab der Karschwelle öffnet sich der Blick auf das Tourengebiet der Berliner Hütte vom Schwarzenstein bis zum Möseler.
2: Wesendlekar.
3: Der schöne See und
4/5 sein bezaubernder Abfluss.
6: Friesenberghaus und Gefrorene Wand.
7: Der Winterraum.
8: Hier sieht man die von mir abgeschraubten Blenden, die ich natürlich gestern dann wieder montiert habe.
9: Da Unertl woaß schon wia ma a guads Weißbier braut!
10: Magische Lichtstimmung. Das Pfitscher Joch in der Abendsonne.