- Gipfel
- 7 mehr oder weniger ausgeprägte Scharten an den sieben Schneiden
- Höhe
- Zwischen 2200 und 2448m
- Gebirge
- Zillertaler Alpen - Ahornkamm
- Art der Tour
- Bergtour
- Datum der Tour
- 8. September 2026
- Ausgangspunkt
- Kasseler Hütte
- Gefahreneinschätzung
- gering
- Exposition der Route
- Süd und West
Der "7-Schneiden-Steig", auch "Aschaffenburger Höhenweg", ist der letzte Teil des Berliner Höhenweges bzw. der Zillertaler Runde und führt von der Kasseler Hütte zur Karl-von-Edel-Hütte (weit) oberhalb von Mayrhofen.
Man durchquert dabei fünf große und zwei kleine, kaum ausgeprägte, Kare im Ahornkamm, die durch die sieben Schneiden voneinander getrennt sind. Am ausgeprägtesten sind die drei letzten Schneiden (Nofertenschneide, Krummschnabelschneide, Popbergschneide), die jeweils die Westgrate von Wilhelmer, Popbergspitze und Ahornspitze sind. Die Übergänge über die Nofertenschneide (Sammerschartl) und über die Krummschnablschneide (Krummschnablschartl) sind etwas ausgesetzt und mit Stahlseilen versehen. Die restlichen Übergänge sind einfache Wanderstrecken. In den Karen führt der Steig über längere Strecken durch Blockgelände, teils auch ziemlich große Blöcke, so dass man nicht einfach wandern kann, sondern seine Schritte sehr gezielt setzen muss. Bei Nässe wird, vermutlich wegen der vielen Flechten im Blockgelände und des Anstiegs zur Popbergnieder durch steile Grashänge, von einer Begehung abgeraten.
Nach etwa einem Drittel des Weges (ab Kasseler Hütte) steht eine kleine Holzhütte als Notbiwak; gut eingerichtet wie ein kleiner Winterraum (zwei Matratzen).
Die Gehzeit von Hütte zu Hütte beträgt laut Wegweisern neun Stunden (ich habe acht Stunden gebraucht, davon etwa eine Stunde Pausen, andere waren noch schneller, aber "9-10-Stunden-Aspiranten" gibt es sicher auch).
Landschaftlich sehr schön.
Von der letzten Scharte (Popbergnieder) können Unentwegte noch die Ahornspitze besteigen (500Hm zusätzlich!) und notorische Gipfelsammler den Toreckenkopf. Der ist in nur wenigen Minuten von der Popbergnieder erreichbar. Danach noch etwa 250Hm bergab zur Edelhütte.
Alle anderen Gipfel im Ahornkamm sind ziemlich unnahbar und vermutlich höchst einsam. Nur bei der Kasseler Hütte führen Steige auf zwei kleine Gipfel(chen).
Die Edelhütte liegt zwar im Einzugsbereich der Ahornbahn (ca eine Gehstunde bergab entfernt), war aber abends sehr ruhig mit nur etwa 20 Übernachtungsgästen (und nur mit kalter Freiluftdusche
).
Die ganze Runde beendet man im Regelfall am nächsten Tag mit einem ca. 1600Hm-Abstieg nach Mayrhofen (oder mit der Ahornbahn). Flotte Geher können aber die Edelhütte auslassen und bis zur Ahornbahn durchlaufen.
Bild 1 Kasseler Hütte
Bild 2 Rückblick zum Großen Löffler
Bild 3 Der Steig führt bis hinter den letzten sichtbaren Grat
Bild 4 Einer der unnahbaren Gipfel des Ahornkammes
Bild 5 Am Übergang über die Nofertenschneide (Sammerschartl)
Bild 6 und 7 Abstieg vom Sammerschartl
Bild 8 Übergang über die Krummschnablschneide
Bild 9 Blick über das Popbergkar zur Popbergnieder (letzter Übergang)
Bild 10 Edelhütte