Cima Bureloni - Bergtour Dolomiten

  • Gipfel
    Cima Bureloni
    Höhe
    3130m
    Gebirge
    Dolomiten - Pala
    Art der Tour
    Bergtour
    Datum der Tour
    6. September 2026
    Ausgangspunkt
    Parcheggio Mandra ai Lach bei Gares. 5 Euro und ein genialer Übernachtungsplatz. Ist hier auch erlaubt. In der Provinz Venetien sieht man das entspannter als in Südtirol oder im Trentino.
    Gefahreneinschätzung
    gering
    Exposition der Route
    Südost

    Unterwegs in der Heimat von Papa Luciani.

    Albino Luciani, besser bekannt als Johannes Paul I. wurde 1912 in Forno di Canale am Eingang des Val Gares geboren. Wer öfters in seinen Hausbergen - er war begeisterter Bergsteiger -, der Pala, Cimonega oder Civetta unterwegs ist, wird auch heute noch oft seinem Bild begegnen - sei es auf Hütten oder in Biwakschachteln.

    Ich sehe es als Fügung, dass ich heute den gestern nicht erreichten Gipfel, die Cima Bureloni, auf einer anderen Route gemacht habe. Wäre ich gestern oben gewesen, wäre ich nicht ins Val Gares gefahren. Was wäre mir da entgangen! Die Rundtour ist über alle Maßen fantastisch und kommt auf Anhieb in meine Top 3 Dolomiten-Touren. Jeder Meter ein Genuss, an jeder Ecke neue gewaltige Eindrücke und am Ende dann noch der Abstieg durch die gewaltige Gares-Schlucht...

    Route: Vom PP in den Ort Gares und dann mit Steig 755 hinein ins unglaublich beeindruckende Val Grande bis kurz vor den Passo delle Farangole. Ein kurzes Stück hinab (nicht an der Felswand entlang, denn da geht es zu den Einstiegen der Kletterrouten) und auf gut mit Stoamandln markiertem Steig zur Cima Bureloni. Man kommt dabei auch am kleinen Zirocole-Gletscher vorbei. Zurück auf dem gleichen Weg und dann über Steig 703 hinab bis zur Einmündung des Val Strut. Nun enorm steil links den Steig 716 (oben schlecht zu sehen) hinab ins Valle delle Comelle, wo man Steig 704 erreicht, der zunächst ein Flachstück über eine Schotterebene durchquert, bevor er sich durch die fantastische Gares-Schlucht schlängelt. Dieser Weg steht den Fanes-Wasserfällen nicht viel nach. Ich würde diese Reihenfolge empfehlen, da meine Abstiegsroute viel steiler ist als der Aufstieg.

    Anforderungen: 2000 Hm, 25 Kilometer, 9-11 Stunden. Fast durchgehend T4 - es ist nie wirklich schwer, aber auch nie leicht und der Abstieg fordert im Steilgelände volle Konzentration. Aufgrund der Südost-Exposition empfiehlt sich natürlich ein früher Aufbruch. Es gibt auf der ganzen Tour bis zur Gares-Schlucht übrigens keine Möglichkeit, Trinkwasser aufzufüllen!

    Was für ein Fest! Und dazu noch der geniale Übernachtungsplatz!


    Bilder:

    10 Bilder sind viel zu wenig, um die Schönheit der Tour adäquat abzubilden. Ich verzichte daher zum Beispiel auf Gipfelpanoramen und den großen Gares-Wasserfall. Es sei aber gesagt, dass das Panorama von der Bureloni für mich nach dem des Antelao das zweitbeste in den ganzen Dolomiten ist. Sogar besser als Pelmo, Civetta oder Marmolada.


    1: Pala di San Lucano im Morgenglanz.

    2: Ein Traum.

    3: Der Campanile dei Campidei.

    4: Die "Banche di Fede" vermitteln Brenta-Gefühl. Gut mit Stahlseil abgesichert.

    5: Zirocole-Gletscher.

    6: Gipfelaufbau: Hier weiß man schon, dass die letzten Meter zum Gipfel auf dem Kamm ein echter Knaller sind.

    7: Da pfeifts halt gleich 1000 Meter ins Travignolo-Tal runter.

    8: Die letzten Meter: purer Genuss.

    9/10: In der Gares-Schlucht.



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