- Gipfel
- Keiner, höchster Punkt Forcella Marcuoira
- Höhe
- 2307m
- Gebirge
- Ampezzaner Dolomiten
- Art der Tour
- Wanderung
- Datum der Tour
- 13. Juli 2026
- Ausgangspunkt
- Passo Tre Croci, nur sehr begrenzte PP, kostenlos. Wenn man nicht ganz früh dran ist, am besten den Großparkplatz an der Faloria-Seilbahn nutzen und zu Fuß zum Pass.
- Gefahreneinschätzung
- gering
Ganz normale Dolomitentour - also fantastisch.
Zum Abschluss meines Dolomiten-Ausflugs habe ich heute eine etwas kürzere Tour gemacht. Erstens, weil das Wetter in der Früh unsicher erschien - es war um 7 sehr schwül und begann schon zu quellen. Später verzogen sich die Wolken aber wieder. Zweitens, weil man bei einer Heimreise um die Mittagszeit die besten Aussichten hat, nicht im Stau zu stehen.
Ich kannte die Tour noch nicht und mangels Social-Media-Nutzung war mir auch nicht bewusst, dass der Sorapiss-See wohl ein populärer Insta-Hotspot ist. Dem entsprechend auch das Publikum: meist sehr jung und - jedenfalls der weibliche Teil - perfekt geschminkt. Auf dem Steig zum See war schon am frühen Morgen viel los. Obwohl der Steig einfach ist, ist er stellenweise ausgesetzt, was viele der Wanderer aber vermutlich gar nicht so mitbekommen, weil am Wegesrand meist Latschen stehen; daneben geht es aber gerne mal hundert Meter senkrecht runter. Eigentlich nicht das Gelände für den Glapperl-Schorsch und die Badelatschen-Babsi, die hier aber häufig anzutreffen sind...
Route: Vom Passo Tre Croci auf Steig 215 zum Rifugio Vandelli und zum nahegelegenen See. Anschließend ein Stück zurück und hoch zur Forcella Marcuoira, jenseits hinab und zum Passo.
Anforderungen: Die obersten 100 Hm nach der Forcella sind richtig steil und der ausgewaschene Steig ist in sehr schlechtem Zustand - T4. Der Rest T2-3. Etwa 800 Hm, 15 Km, um 5 Stunden.
Der See liegt natürlich gewaltig zu Füßen des Sorapiss-Massivs, aber auch sonst ist die Tour landschaftlich ein Traum - vor allem die lichten Wälder unterhalb der Forcella.
Ein später Aufbruch ist vermutlich aber ebenso zu meiden wie schöne Wochenendtage. Wenn an einem Montag außerhalb der absoluten Hauptsaison schon um 9 über 50 Menschen am See sind, dann weiß man, was Sonntag Mittag hier los sein muss.
Bilder:
1: Schon früh beginnt es am Cristallo zu quellen.
2: Einfach, aber teils exponiert ist der Steig zum See.
3: Der Sorapiss zeigt sich.
4: Der See ist schon gewaltig schön - kein Wunder, dass da viel los ist.
5: Landschaftsgenuss pur auf den Steigen.
6: Forcella Marcuoira.
7: Das unangenehme Steilstück.
8-10: Herrliche Wälder prägen den Abstieg, bei dem man den Cristallo immer im Blick hat. Auf dem letzten Bild hat er sich auch endlich der Wolken entledigt.