Roßkogel und Zireiner See - Wanderung Brandenberger Alpen

  • Gipfel
    Roßkogel
    Höhe
    1940m
    Gebirge
    Brandenberger Alpen
    Art der Tour
    Wanderung
    Datum der Tour
    1. Juni 2026
    Ausgangspunkt
    PP beim Schlepplift in Kramsach, kostenlos
    Gefahreneinschätzung
    gering

    Es gibt ja so Touren, bei denen man sich unterwegs fragt, warum man sie nicht öfter macht. So ging es mir auch gestern, denn diese Runde hatte ich vor ein paar Jahren mal gemacht und danach nie wieder. Das liegt wohl daran, dass der 1000-Hm-Abstieg auf einer Forststraße mir so im Gedächtnis blieb, dass ich den ansonsten großen landschaftlich Reiz der Tour fast völlig vergessen hatte. Gestern wollte es mein Glück, dass ich Daniela zum Arbeiten nach Kramsach gefahren habe und sich die Tour sozusagen aufdrängte.

    Was macht nun also den Reiz der Runde aus? Botanisch unglaublich vielfältig mit Millionen von Blumen, auch auf der Piste des ehemaligen Skigebiets. Dazu die großartige Landschaft am Zireiner See mit den geschichtssträchtigen Nordwänden des Rofan in unmittelbarer Nähe.

    Route: Vom PP zunächst auf einer Forststraße zur ehemaligen Mittelstation, wobei man diese so bald wie möglich verlässt, um über die blumenreiche Piste auf einem gut erkennbaren Steig weiter zu gehen. Nun zur Kreuzeinalm, wo ein Schild zum Rosskogel weist. Ab hier ist die Route glücklicherweise frisch und sehr gut markiert, denn es gibt nicht einmal Steigspuren oberhalb der Alm. Auf solche trifft man erst kurz vor dem Gipfel. Weiter in Stichpunkten: Zireiner See - Zireinalm - Bayreuther Hütte. Den Umweg (von der Alm kann man direkt zurück nach Kramsach) über die Hütte würde ich dringend empfehlen, da der Steig durch ganz urigen Wald führt. Von der Bayreuther folgt man auf der Forststraße immer der Beschilderung Kramsach Talstation.

    Anforderungen: 1500 Hm und gute 20 Km, 7-8 Stunden, geht nicht über T3 hinaus.

    Fazit: Wirklich großartige Tour und auch der Hatscher auf der Forststraße führt durch schönes Gelände.

    Sonstiges:

    1) Den Zireiner See kann man natürlich auch mit weniger Mühe von Brandenberg oder Steinberg aus erreichen, weshalb am Wochenende hier oft viel los ist. Gestern habe ich aber bis zur Bayreuther niemanden getroffen.

    2) Eine arge Sauerei hat sich einer der Bauern der Pletzachalmen gestern geleistet, indem er seine Gülle in den Haberbach geleitet hat. Pfui Teufel! Ich hab die Aktion selbst zwar nicht gesehen, aber das Ergebnis freilich schon (vor allem auch gerochen). Könnte natürlich auch ein Versehen/ein Unfall gewesen sein, aber...


    Bilder:


    1-3: Herrliche Blumenwiesen am Anstieg.

    4: Blick zum Guffert.

    5/6: Zireiner See.

    7: Der urige Waldsteig zur Bayreuther Hütte.

    8: Ausblick von dort.

    9: Ein doppelter Regenbogen als Krönung eines wunderbaren Tages.

    10: Gülle im Haberbach...😢




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