Skitour Alpgundscharte

  • Gipfel
    Alpgundkopf oder Roßgundkopf - nicht bestiegen und beide von der Scharte auch nicht ganz mühelos zu erreichen
    Höhe
    2.139 m
    Gebirge
    Allgäuer Alpen
    Art der Tour
    Skitour
    Datum der Tour
    22. März 2026
    Ausgangspunkt
    Oberstdorf, Fellhornbahn-Talstation
    Exposition der Route
    v.a. Nord und West

    Heute hat es mich auf der Suche nach Skitouren-Neuland für mich mal wieder ins Allgäu verschlagen. Nach heute mal gut klappender Anreise mit den Öffis (zwischen Immenstadt und Oberstdorf gibt es aber wohl noch länger Schienenersatzverkehr, der zuletzt allerdings einwandfrei geklappt hat) Start an der Fellhornbahn-Talstation. Die Talabfahrt ist grundsätzlich noch gut schneebedeckt, aber offiziell nur als "Skiroute" geöffnet. Begründung laut Schild ist die geringe Schneelage (?). A bisserl schade, denn so ist die Talabfahrt aufgrund zahlreicher Befahrungen eine totale Buckelpiste mit eisigen Stellen - mit den alten Tourenski mit schlechten Kanten war das am Nachmittag in der Abfahrt kein Genuss.

    Ab der Mittelstation geht es den Fahrweg in den Warmatsgundkessel. Dieser hat grundsätzlich noch knapp ausreichend Schnee, aber eben auch schon einige apere Stellen. Empfehlung meinerseits: Alte Skier / Felle nehmen und im Aufstieg alles durchgehen, in der Abfahrt entsprechend. Vielleicht etwas rustikal, aber wer hier anfängt, die Skier jeweils aus- und anzuziehen, wird wahnsinnig werden ... Sind nämlich Unterbrechungen von meistens wenigen Metern, diese aber durchaus häufiger.

    So ca. 1 h 15min dauert es ab der Talstation bei diesen Verhältnissen, bis man endlich hinten im Kessel am Beginn des Anstiegs ist. Dieser ist landschaftlich wirklich großartig und wenn der Zustieg aus den genannten Gründen nicht etwas mühsam wäre oder wenn die Tour im engeren Münchener Einzugsgebiet wäre, dann wäre da wohl die Hölle los ... Heute aber gerade mal vier Tourengeher und ab dem Sattel beim kleinen Alphüttchen musste ich gar spuren (offenbar waren die Vorgänger eher Richtung Fidererpass unterwegs). Leider heute mit wirklich abartigem Anstollen - so waren zahlreiche Pausen zum Abklopfen und Trocknen der Felle erforderlich.

    Von der Alpgundscharte könnte man etwas länger den Alpgundkopf im Wesentlichen zu Fuß besteigen (mit etwas Kraxelei). Ich bin mit Skiern weiter Richtung Roßgundkopf, wo dann aber ca. 25 Hm unter dem Gipfel Schluss ist. Der weitere Aufstieg zum Gipfel von dieser Seite her wäre wohl mindestens UIAA II im etwas brüchigen Fels - heute lieber nicht.

    In der Abfahrt war alles dabei von firnartigem Schnee, Pulver, Bruchharsch und unten dann die Buckelpiste. Der Weg aus dem Warmatsgundkessel zurück ins Skigebiet erwies sich dann übrigens mit genannter Methode als bei weitem nicht so schlimm wie befürchtet und wie in manchem Internetbericht beschrieben. 20-25 min Haxeln sind es aber schon.


    Fotos:


    Auf dem Fahrweg mit erstem Blick in den Warmatsgundkessel:



    Noch schnell hinter und dann geht die eigentliche Skitour los:



    Auf dem Absatz beim kleinen Alphüttchen verzweigen sich die Anstiege - hier Richtung Fidererpass:



    Für mich geht es jetzt hoch Richtung Alpgundscharte - im Bild gut sichtbar der Anriss der großen Lawine im Altschnee aus der "Lawinenzeit", den Kristian Rath auch beim LWD-Bericht beschrieben hat:



    Gegenüber im Skigebiet steppt der Bär, da bin ich doch lieber auf dieser Seite:



    Stollenbedingt sehr hartes Spuren, aber für solche Pulverhänge nehme ich das doch gerne in Kauf:



    Blick hinüber zum Hochrappenkopf:;



    Allgäuer Dreigestirn und der Linkerskopf - die Königstour des Skibergsteigerns im Allgäu:



    Hier sieht man den Anstieg zum Alpgundkopf - wohl nicht ganz so zahm, wie es nach dem Bild wirken mag:



    Schartenpanorama hinüber zum Fellhorn:


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