Skitour Seierjoch & Informationen zur Skitour Guffertkar

  • Gipfel
    Seierjoch
    Höhe
    2.148 m
    Gebirge
    Karwendel
    Art der Tour
    Skitour
    Datum der Tour
    15. Februar 2023
    Ausgangspunkt
    Maurach-Lärchenwiese
    Gefahreneinschätzung
    mäßig
    Exposition der Route
    v.a. Nord

    Eigentlich war ja alles ganz anders geplant ...


    Zuerst sollte es ins Guffertkar gehen in der Hoffnung auf schönen Firn (Routenbeschreibung siehe Tourentipp-Archiv) - doch am Ausgangspunkt Steinberg am Rofan angekommen, musste ich feststellen, dass die Beschreibung der Route mit "geht nicht jeden Winter" leider heuer voll zutreffend ist: Es liegt offensichtlich viel zu wenig Schnee in der Latschenstufe. Hier gäbe es wohl kein sinnvolles Durchkommen mit Skiern, einzig die Rinne in der Karmitte ist schneebedeckt. Also selbst für Masochisten mit viel Härte gegen sich selber, die Skier und die Latschen geht da m.E. nichts. Da müsste es schon äußerst kräftig schneien, damit das in diesem Winter noch geht, und danach schaut es ja leider nicht aus. Hingegen schaut die schattseitige Loipe gut aus.


    Alternative wäre dann eine Tour in Pertisau in den Karwendeltälern gewesen: Doch hier war am Vormittag totales Verkehrs- und Parkchaos, der Weg in die Täler deswegen selber offenbar auch gesperrt (Nachtrag: Wie ich im Nachgang festgestellt habe, ist mittlerweile offenbar im Winter immer eine Weiterfahrt in die Karwendeltäler untersagt). Also auch hier Abbruch X/ Die Loipen im Gebiet sahen aber gut aus, wenn nicht der Andrang wäre.


    Als Notvariante - jetzt auch schon ziemlich spät geworden - diente dann der Aufstieg von Maurach, Ortsteil Lärchenwiese, hoch ins Weißbachkar und dann zum Seierjoch (Ochsenkopf). Diese Aufstiegsvariante kannte ich noch nicht, auch wenn sie an einigen Stellen beschrieben ist. Aber ich bleibe dabei: Die "Normalroute" auf das Seierjoch von Pertisau (über die Hubertusabfahrt, siehe dazu im Tourentipp-Archiv) ist deutlich attraktiver: Es lag zwar vom Ausgangspunkt im Ortsteil Lärchenwiese weg ausreichend Schnee, aber der Aufstieg geht eine geschlagene Stunde durch ein schattiges Tal auf einem teilweise verharschten Forstweg. Immerhin sollten die meisten Lawinen unten sein bzw. in den Felsen in Südlage liegt nichts mehr. Landschaftlich attraktiv ist hingegen der obere Teil ab den Wiesen der Weißbachalm, aber einen guten Teil davon hat man auf der Route von Pertisau aus ja auch ...

    Wetter ziemlich warm, Sicht gut - nur der Schnee ist halt nicht so berauschend: Südseitig am Nachmittag eher tief, nordseitig ziemlich zerfahren und etwas rumpelig wegen eingefrorener Spuren. Immerhin, einige pulvrige Passagen gab es auch und der Forstweg ins Tal läuft sehr zügig (fast zu zügig, weil groß schwingen kann man da nicht).


    Ergänzung:

    Der Bärenkopf hat südseitig sehr wenig Schnee. Die Abfahrt vom Gipfel nach Norden schaut auch nach viel Latschen aus. Wie es in den beiden Abfahrtsrinnen (Lawinenrinnen) aussieht, sah man von dieser Seite nicht.


    Bilder:


    Endlich im freien Gelände (bei der Weißbach-Alm) nach fast 1 h Anstieg über den Fahrweg:



    Blick vom Gipfel in die Tuxer:



    Blick vom Gipfel nach Norden - hinten der schneearme Guffert, wobei in dessen tieferen Lagen (verdeckt) noch weniger Schnee ist:



    Blick zurück auf die Abfahrt im Weißbachkar - also ein Pulvertraum ist es nicht, aber es geht auch wesentlich schlechter:


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