"Wander-3000er" Ötztaler

  • Höchster Punkt: Mittlere Guslarspitze (3128m), Saykogel (3355m)


    Art der Tour: Bergtouren ohne Gletscherberührung


    Datum der Tour: 8.-9.8.2012


    Gebirge: Ötztaler


    Ausgangspunkt: Vent


    Exposition der Tour: sämtliche


    Tourenverhältnisse: ideal; alles aper und trocken; Wetter sonnig mit ein paar "Quäl"wolken nachmittags
    Route:
    1. Tag: von Vent aus durchs Rofental zum Hochjoch-Hospiz (erfreulich "unlangweilig", da die Rofenache hier einen hübschen Canyon mit Wasserfällen ausbildet); den Nachmittag genussvoll auf dem aussichtsreichen Hüttenberg, der Mittleren Guslarspitze, vertrödelt (guter, völlig harmloser Weg bis zum Gipfel; seit einiger Zeit auch markiert und beschildert; trotzdem offenbar recht wenig besucht)
    2. Tag: Überschreitung des Saykogel, Abstieg zur Martin-Busch-Hütte und Rückkehr nach Vent.
    Ein Mix aus Weg und Blockwerk führt zum Ansatz des Saykogel-W-Grats, der wie eine Rampe aus den umliegenden Gletschern herausragt. Der W-Grat selbst ist technisch einfach (max. I), hat aber einige ausgesetzte Stellen, an denen man nicht abrutschen sollte. Der Abstieg zur M-Busch-Hütte ist einfach, hat viiiiieeeel Blockwerk und zieht sich... Der Abstieg von der Hütte nach Vent zieht sich auch und ist etwas fad.


    Beide Gipfel haben ein phantastisches Rundum-Panorama und bringen einen so nah wie möglich an die Gletscher heran, ohne sie betreten zu müssen. Angesichts der Völkermassen, die an den bekannteren Ötztaler Gipfeln unterwegs waren, waren sowohl die Guslarspitze als auch die gesamte Saykogel-Runde erfreulich ruhig.


    Gefahreneinschätzung:
    Guslarspitze: nix;
    Saykogel: Trittsicherheit an den ausgesetzten Stellen des W-Grats wichtig


    Prognose:


    Sonstiges: es wird offenbar sogar als Einzelperson immer schwieriger, in der Hochsaison kurzfristig einen Hüttenplatz zu ergattern (brauchte bei der Anmeldung schon etwas "Überredungskunst"). Der Großteil der Hüttenplätze ist von riesigen organisierten Wander- und Hochtourengruppen belegt, für kurzentschlossene Individual-Wanderer bleibt fast kein Platz mehr. Das Hochjoch-Hospiz ist -auch dank unangemeldeter Gruppen- aus allen Nähten geplatzt (da auch alle Notlager belegt waren, nächtigten die Leute in den Hüttengängen und auf zusammengeschobenen Stühlen im Trockenraum). Angeblich war's auf der Martin-Busch-Hütte und in der Similaunhütte ähnlich....


    Bilder zur Tour:
    guslar1: Gipfelkreuz Mittlere Guslarspitze
    guslar2: Blick über den Hintereisferner zur Weisskugel

    saykogel1: Aufstieg über W-Grat
    saykogel2: Blick zum Similaun
    saykogel3: Blick zur Fineilspitze

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