- Gipfel
- Rauhkopf, Jägerkamp
- Höhe
- 1.689 m, 1.745 m
- Gebirge
- Bayerische Voralpen - Mangfallgebirge
- Art der Tour
- Skitour
- Datum der Tour
- 28. März 2026
- Ausgangspunkt
- Spitzingsee, Hst. Taubensteinbahn
- Gefahreneinschätzung
- mäßig
- Exposition der Route
- in der Abfahrt v.a. West und Nord
Dass heute ein "Großkampftag" am Spitzing werden würde angesichts von Neuschnee und Sonnenschein, war mir klar - aber es ist doch irgendwie beeindruckend, was das dann konkret heißt. Aber da ich mich heute zu einem frühen Aufstehen nicht motivieren konnte und auch auf eine weite Anfahrt keine Lust hatte, habe ich das in Kauf genommen.
Aufstieg problemlos durch den wieder gut eingeschneiten Unteren Lochgraben - der komplett zerfahren ist, einige Stellen schienen schon beim Aufstieg etwas eisig. Dann dieses Mal über das Flachstück zur Abzweigung zur Rauhkopfhütte und auf "Mehrfachspur" hoch zum Raufkopf. Bzw. genau genommen neben diesen Spuren, da ich in krassem Ausmaß mit Anstollen zu kämpfen hatte (unter den Fellen und auf den Skiern) und daher der Rücksichtnahme gegenüber Nachfolgern halber neben den Spuren hochgerampft bin.
Am Rauhkopf waren schon fast Platzkarten zu ziehen und auch der gesamte N-W-Hang ist eingefahren, aber wenn man sich an die schattigen Teile hängt doch schon pulvrig. Dann Wiederaufstieg zum Jägerkamp - hier viel weniger los, vermutlich weil es vor dem Neuschnee südseitig weitgehend aper war. Der Neuschnee reichte heute hier aber gut aus. Und nordseitig gab es im Benzingalmkessel dann noch hervorragenden Pulver. Skifahrerisch wäre es sicherlich am sinnvollsten gewesen, hier wieder aufzusteigen (Spur vorhanden). Aber ich wollte nach Jahren mal wieder die Abfahrt nach Aurach machen und habe mich so die 200 Hm durch den Wald gekämpft - danke an die beiden "Vorfahrer", die viele Hindernisse freigelegt hatten. Objektiv liegt im Wald aber nur der nicht gesetzte Neuschnee auf nichts und das in einem Gelände mit vielen Fußangeln und Felsen - also mehr als kontrollierte Querfahrten sind da nicht drinnen und dennoch gibt es Fels- und Untergrundkontakt. Wobei ich diesen Teil erinnerlich auch noch nie gut erlebt habe. Wenn man dann auf den Ziehweg kommt, konnte man heute mit alten Skiern gerade noch so bis ins Tal in rasanter Schussfahrt abfahren. Die ersten steilen Meter sollte man angesichts der nur wenige cm dicken Schneedecke aber unbedingt die Skier tragen. Dennoch sehr rustikal, aber auch recht lustig, vom schneebedeckten Spitzing ins grüne Leitzachtal auf dem wirklich allerletzten Schnee zu kommen. Und der Vorteil von Öffi-Touren ist dann, dass unten gleich der Bahnhof wartet.
Fotos:
Richtung Aiplspitz hatten sich in dem Südhang auch schon einige hochgearbeitet:
Blick über die Abfahrtshänge vom Rauhkopf:
Beim Wiederaufstieg zum Jägerkamp:
Blick vom Jägerkamp zurück zum Rauhkopf - der ganz große Andrang hatte sich da schon gelegt:
In der sehr schön pulvrigen Abfahrt im Kessel der Benzingalm:
Ein Blick zurück auf die guten Verhältnisse: