- Gipfel
- Keiner, höchster Punkt Ochsenkar-Alm
- Höhe
- 1910m
- Gebirge
- Karwendel
- Art der Tour
- Wanderung
- Datum der Tour
- 22. März 2026
- Ausgangspunkt
- PP des Klosters Georgenberg, kostenlos. Zufahrt über Fiecht.
- Gefahreneinschätzung
- gering
- Exposition der Route
- Südost
Aufgrund eines kurzfristig "nicht mit Bordmitteln" zu behebenden Defekts an der Bindung konnte ich heute nicht mit den Skiern los. Gar nichts machen bei dem Prachtwetter wollte ich aber auch nicht und so bin ich von Fiecht zur Ochsenkar-Alm.
Route: PP Georgenberg - Kloster - Ochsenkar-Alm und auf dem gleichen Weg wieder runter.
Verhältnisse: Bis zur kleinen Wiese im Wald, wo es auch ein verfallenes altes Hütterl (bei etwa 1400m) gibt, aper, danach durchgehend (wenig) Schnee. Dank vorhandener Spur und dem stabilen Altschnee waren Grödel und Gamaschen nicht nötig.
Anforderungen: T3, 1200 Hm, 4-5 Stunden.
Lawinengefahr: Heute keine, aber grundsätzlich ab dem Verlassen des Waldes bei etwa 1550 Metern erheblich. Man geht da erst durch ein recht steiles V-Tal und später quert man zur Alm steile Hänge. Heute lag zu wenig Schnee für gefährliche Lawinen, aber wenn es demnächst nochmal schneit, würde ich die Tour nicht empfehlen.
Von der Alm könnte man Gipfel wie den Ochsenkopf und das Stanser Joch erreichen, aber da hätte es heute definitiv Schneeschuhe gebraucht, weil ab der Alm noch viel Schnee liegt. Und auch die Lawinengefahr wäre mir bei der Steilheit + komplett (den ganzen Winter über) jungfräulichem Gelände zu groß gewesen.
Wir haben ja gerade das Phänomen, dass Auslösungen im Altschnee zwar nicht sehr wahrscheinlich, aber potentiell sehr gefährlich (große Konsequenzen) sind. Mit Schneeschuhen oder gar zu Fuß ist die Gefahr, die Schwachschichten zu erreichen noch deutlich größer als mit Skiern.
Für Skitouren eignet sich die Route aber wegen des steilen südexponierten Geländes nach dem Kloster von Haus aus nicht. Den skifahrerisch sehr lohnenden Kessel oberhalb der Ochsenkar-Alm könnte man aber bei sehr sicheren Verhältnissen von Pertisau aus erreichen, wenn man von dort zum Stanser Joch aufsteigt und zum Ochsenkopf rüberquert.
Bilder:
1-3: Immer wieder beeindruckend: Kloster Georgenberg.
4-6: Im steilen V-Tal oberhalb des geschlossenen Waldes.
7/8: Deutlich mehr Schnee ab der Karschwelle bei 1800 Metern.
9/10: Ochsenkar-Alm.