Reinhold tourentipp-extreme

  • Männlich
  • 69
  • aus München
  • Mitglied seit 20. Januar 2009
  • Letzte Aktivität:
Beiträge
307
Erhaltene Reaktionen
388
Punkte
4.567
Profil-Aufrufe
83.380
  • Grüß dich, Reinhold.

    Ich habe gerade deinen Bericht zum Stolzenberg gelesen. Was ich nicht ganz verstehe, ist der Seitenhieb auf Jonas am Ende. Wo ist das Problem, wenn man schreibt - mache ich auch öfter - , dass man die Tour noch vor oder nach der Arbeit gemacht hat? Es erklärt doch unter anderem auch, warum man zum Beispiel nicht warten konnte bis es aufgefirnt hat oder warum es schon sehr sulzig war. Außerdem sind Jonas und auch meine Beiträge doch eher als Erlebnisbericht angelegt, wo es nicht nur um die reinen Fakten der Touren geht. Ob man das gleich als Angeberei klassifizieren muss? Bei Jonas habe ich persönlich überhaupt nicht diesen Eindruck.

    Es stellt sich überhaupt die Frage, ob man andere für ihre Tourenberichte kritisieren sollte, sofern da nicht offensichtliche faktische Fehler vorliegen. Ich denke mir bei dem einen oder anderen Bericht hier vielleicht auch manchmal "Oh je, wie konnte man bei diesen Verhältnissen genau diese Tour auswählen? Das war doch klar, dass das nix Gescheites ist." Aber muss man das dann demjenigen gleich unter die Nase reiben und nicht lieber um jeden froh sein, der sich die Mühe macht, einen Bericht zu verfassen? Ich wäre auf jeden Fall froh, wenn hier noch deutlich mehr Leute schreiben würden.

    Viele Grüße,

    Andreas

    Danke 1
    • Hallo Andreas, deine Erlebnissberichte in Ehren, aber da steh ich dazu, daß ein gehöriges Maß an Mitteilungsbedürfniss dahintersteckt. Oder ist es die Art Influencertum, oder Socialmediasucht der heutigen Zeit, die mir da sehr im Vordergrund stehen.

      Für mich ist es nicht wichtig, zu erfahren, warum der Klettersteig am Colodri zweimal begangen wurde.

      Für mich z.B. war es halt immer der schnellste Abstieg nach ein Klettertour und da konnte es auch sein, daß ich den Klettersteig zweimal abgestiegen bin, weil ich zwei Colodritouren geklettert bin. ...aber das zu posten?

      Es würden sicher mehr Leute im Forum schreiben, wenn nicht von dir, die Messlatte für Tourenberichte(lang, mit vielen persönlichen Infos versehen), so hoch gelegt werden würde. Viele der Informationen sind nicht relevant.

      Ob eine Tour vor oder nach der Arbeit gemacht wurde ist zweitrangig, eine Zeitangabe wäre wichtiger, das "Warum" entbehrlich.

      Ob ein Hang zwei, drei oder fünfmal befahren wurde, ist keine wichtige Information, sondern du stellst deine sicher sehr gute Kondition in den Vordergrund.

      Ich gehe Skitouren seit 50 Jahren (weit über 1500) und ca. 20% der Skitouren habe ich wegen Schichtdienst am Vormittag oder abends gemacht, es wäre mir nicht in den Sinn gekommen, dies extra zu erwähnen.

      Aber es spielt, wenn wir ehrlich sind, die Eitelkeit eine große Rolle.

      Grüße Reinhold

  • Servus Markus,

    da hast du natürlich recht, daß das Schneehuhn im Mangfallgebirge ausgestorben ist, weil es ein Relikt aus der Eiszeit ist, und das Mangfallgebirge nicht der ideale Lebensraum ist/war. Ich glaube nicht, daß Skitouren und Wandern hier einen Ausschlag gemacht haben. Es geht natürlich ums Birkhuhn.


    Fakt ist, daß viele Tourengänger den Weg über den Lempersberg und in Folge den Grat/Rücken des Lempersbergs mit der kurzen Abfahrt gewählt haben, weil es die sicherere Wegführung ist, als der Sommerweg auf der Höhenlinie 1760m(unterer Rand des Schutzgebietes).

    Diese quert ziemlich am Ende einen ca. 20m breiten Graben oder Rinne, die sehr schneegefüllt sein kann, und dementsprechend lawinengefährdet ist.

    In ca.80 Begehungen der Rotwandreib'n im Winter, war mir da oft sehr mulmig zumute und oft bin ich zum oberen Rand, zum Beginn der Rinne aufgestiegen, um diese Gefahrensituationen auf diese Weise zu umgehen.

    Durch die genehmigte Wegführung zwingt der Naturschutz alle Tourengänger in diese möglicherweise gefährliche Situation.

    Und noch eine kurze Anmerkung zum Beitrag von Andreas.

    Servus Andreas, mir hat der Beitrag sehr aus der Seele gesprochen, weil bei diesem Thema natürlich die verschiedensten Interessen und Verbände im Hintergrund stehen.

  • Servus Reinhold,


    zu deinem Post Rotwandreibn - die im letzten Abschnitt aufgestellte Behauptung ist schlichtweg falsch. Das Schneehuhn ist schon seit etlichen Jahren im Mangfallgebirge ausgestorben. Und auch das Birkhuhn ist stark bedroht. Genau deshalb wurden ja etliche Wald-Wild-Schongebiete vor 15 Monaten zu Wildschutzgebieten, in denen vom 1. Dezember bis 14. Juli jeden Jahres ein Betretungsverbot gilt. Der bisherige Aufruf, diese Gebiete freiwillig nicht zu betreten oder zu befahren, hat nichts gebracht. Daher nun der staatliche Zwang.


    Servus, Markus

    u.a. nebenberuflicher Ranger im Mangfallgebirge

    Gefällt mir 1 Gefällt mir nicht 1
    • Da lach ich ja bloß. Um Naturschutz geht es? Es geht doch vielmehr um Forst- und Jagdinteressen. Denen wird dann das Mäntelchen "Umweltschutz" umgehängt. Das Schlimmste ist, dass viele auf den Unsinn hereinfallen. Siehe die unsäglich dumme Kampagne "Rettet die Gams", deren Plakate in München herumhängen. Wer hat die initiiert? Der Jagdverband...

      Die Gams bedroht - da lach ich noch lauter. Massive Überpopulationen haben wir wegen der ganzen Winterfütterei...

      Gefällt mir 1
  • Servus Reinhold,

    ich habe deinen Touren-Post von der Radtour München-Venedig erst jetzt entdeckt. Ich wollte mal fragen, wie das coronatechnisch machbar war. Wir wollten schon länger nach Venedig radeln, aber ich habe auf das ganze Test-Gedöns keine Lust und bin auch nicht geimpft. Z.Zt. ist es vielleicht noch lockerer, aber kommt man da gut durch mit Übernachtung und Co.? Oder hattet ihr Zelt/Hängematte? Danke vorab für eine Antwort :)

    • Sorry, leider spät die Antwort.

      Wir haben uns in München einmal testen lassen. Bei der Einreise sind wir nicht kontrolliert worden. Für Pensionen und Zeltplätze sind keine Nachweise verlangt worden.

      Wir hatten zwei Selbsttests dabei, aber die haben wir nicht gebraucht.

      Wir hatten ein Zelt dabei, haben auf Campingplätzen und Pensionen übernachtet.

      Momentan dürfte die Situation eher noch entspannter sein.

      Entschuldige die späte Antwort.

      Grüße Reinhold

    • Hallo Eli,

      wenn du noch Fragen hast, meld dich einfach nochmal.

      Grüße Reinhold

  • Servus Reinhold, ich finde deinen Beitrag nicht falsch. Ich kann 50 Meter vor die Türe gehen und 10 Menschen gefährden oder 100km mit dem Auto fahren, um alleine eine Skitour zu gehen, ohne jemanden zu gefährden. Irgendwie dürfen wir doch unter Einhaltung der Regeln versuchen, seelisch im Gleichgewicht zu bleiben. Herzl. Gruss

  • Servus Reinhold, ich bin der Meinung in der momentanen Situation sind Tour, Beitrag und Deine Gewissensberuhigung zum rechtlichen Standpunkt vollkommen fehl am Platz! LG