Pfoner Kreuzjöchl - Skitour Tuxer Alpen

  • Gipfel
    Pfoner Kreuzjöchl
    Höhe
    2640m
    Gebirge
    Tuxer Alpen
    Art der Tour
    Skitour
    Datum der Tour
    7. April 2026
    Ausgangspunkt
    Navis, PP Grün, 5 Euro
    Gefahreneinschätzung
    gering
    Exposition der Route
    Südost bis Südwest

    Do is er ja, der Idealfirn.

    Vor genau einem Monat hatte ich in Navis zwei großartige Firntage und so bin ich heute mit ähnlichen Erwartungen wieder hingefahren und wurde nicht enttäuscht. Am Anfang müssen die Ski 15 Minuten getragen werden, aber dann geht es hoch und runter ohne Abschnaller (trotz kurzer aperer Stellen. Ich bin auf der üblichen Route zum Pfoner Kreuzjöchl. Auch der landschaftlich sehr schöne Aufstieg durch den Wald zum Plateau hoch war heute noch im Anstieg machbar. Hier liegen aber nur 10-15 cm Schnee - gut möglich also, dass man ab morgen oder Donnerstag hier besser auf der Forststraße bleibt.
    Im Wald begann es schon sehr früh (8 Uhr) aufzufirnen und so war ich sehr froh, dass über der Waldgrenze ein kühles Lüftchen wehte, das den Schnee gut konservierte und zudem für angenehme Temperaturen sorgte.

    Um 9.45 bin ich vom Gipfel abgefahren (oben den steilen Südosthang) und hatte durchgehend bis zur Waldgrenze idealen Firn. Ich hab natürlich dann die Felle wieder angelegt und bin nochmal hoch, dieses Mal aber nicht zum Kreuzjöchl, sondern zum höchsten Punkt im Kamm zwischen dieser und der Seeblesspitze, da mir hier ein sehr schöner Südhang entgegenlächelte. Die zweite Abfahrt um 11.15 führte mich auf die Seeblesroute, die als Talabfahrt insgesamt deutlich lohnender ist als der schneearme untere Teil meines Anstiegswegs. Ich habe mich dabei an den Spuren von zwei Kollegen orientiert, die eine halbe Stunde früher da runter sind und die außer mir heute die einzigen im Gebiet waren. Oben wiederum schöner Firn, nach unten zu immer sulziger werdend, aber kein Durchbrechen. Tolle Abfahrt!

    Lawinengefahr: Pfoner Kreuzjöchl Normalroute grundsätzlich sehr gering. Bei der Seeblesabfahrt etwas höher - heute galt es vor allem die Einzugsbereiche der steilen Südwesthänge zu meiden, da diese noch nicht entladen sind. Interessante Beobachtung: In den ganzen Südhängen im Gebiet gab es gestern und heute zahlreiche kleine Lockerschneerutsche, ohne dass dabei aber größere Schneebretter ausgelöst worden wären wie in den letzten Tagen massenhaft im Sellrain. Auf der Naviser Schattenseite gegenüber genau das Gleiche: Heute dutzende Schneebretter, die durch Lockerschnee initiiert wurden.

    Sonstiges: Die Route Richtung Grünbergspitze/Grafmart schaut im Mittelteil nach der Forststraße recht schneearm aus und wurde wohl deswegen in den letzten Tagen nicht gemacht.

    Prognose: Bleibt Mittwoch/Donnerstag ähnlich und wenn es ab Freitag kälter wird, geht das auch noch länger. Über der Waldgrenze noch sehr gute Schneelage.


    Bilder:


    1: Der Waldaufstieg geht nicht mehr lange.

    2/3: Gletschergefühl ohne Gletscher.

    4: Gewaltiges Panorama.

    5: Der steile Gipfelhang - ein Traum!

    6: Zischzisch.

    7: Der zweite "Gipfel" mit Olpererblick.

    8/9: Tolle Abfahrt mit Firn und Sulz.

    10: Blick in die steilen Naviser Nordhänge: Viele Lawinen.


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