- Gipfel
- Abereck, Heuraffelkopf, Predigtstuhl
- Höhe
- Max. 1506m
- Gebirge
- Chiemgauer Alpen
- Art der Tour
- Skitour
- Datum der Tour
- 31. März 2026
- Ausgangspunkt
- Soilach, 3 Euro
- Gefahreneinschätzung
- gering
- Exposition der Route
- Nord und West
Der übliche Pulverwahnsinn am Predigtstuhl.
Die Vorhersage für heute war: Starker Schneefall, schlechte Sicht also eigentlich Sauwetter - da freu ich mich aber schon die ganzen letzten Tage drauf, weil das meistens heißt, dass meine Lieblingstour Prachtverhältnisse haben wird.
Gestartet bin ich dieses Mal nicht an der Lederstube in Frasdorf, weil es dort fast keinen Schnee hat. Gut 100 Meter höher, in Soilach (800m), lagen aber genau die 10cm, die man braucht, um hoch und runter komplett mit Skiern zu kommen. Der Anstieg von Soilach ist insgesamt etwa 15 Minuten kürzer als jener von der Lederstube, hat aber den Nachteil einer sehr flachen Forststraße am Anfang und eines Mini-Gegenanstiegs in der Abfahrt. Egal.
Route: Soilach - Eiskeller - Abereck - Heuraffelkopf - Abfahrt zu den Abergalmen - Predigtstuhl. Retour wieder zum Abereck hoch und am Anstiegsweg ins Tal.
Wie schon oft geschrieben, wäre das allein aber schon a bisserl fad, denn am Predigtstuhl gibt es so viele schöne Varianten sowohl in den Aberg-Kessel nach Norden als auch die Nikolaiabfahrten (Waldschneisen) nach Westen. Ich war dann heute tatsächlich 10 Mal auf dem Predigtstuhl und bin fünf Mal Nikolai und fünf Mal in den Kessel abgefahren. Bei dem Schnee heute einfach ein Rausch, da man bei den 30-40cm Neuschnee einfach alles Vollgas fahren konnte. Dank der vielen Bäume auch in dichtem Nebel ausreichend Sicht.
Nicht verschweigen möchte ich, dass ich heute von der Spurarbeit eines Kollegen profitiert habe, der deutlich früher als ich gestartet ist. Danke nochmal dafür! Der kam in den gleichen Rausch wie ich und war - glaub ich - sogar elf Mal oben.
Lawinengefahr: Auf der Route keine, da bester Champagner-Pulver.
Anforderungen: Ich wiederhole mich, aber trotz der formal geringen technischen Anforderungen keine Jedermann-Tour: Der Zustieg ins lohnende Gebiet dauert mindestens zwei Stunden und die Talabfahrt führt durch sehr engen Wald, wo souveräne Skibeherrschung essentiell ist. Ich sag ja immer: Etwa 2000 Hm sollte man schon in den Beinen haben, damit einem der Predigtstuhl wirklich zum Fest wird.
Prognose: Bleibt morgen gut, Donnerstag evtl noch, außer es scheint morgen schon länger die Sonne. Danach ist der Pulver voraussichtlich platt.
Bilder:
1-3: Wenn's Katzn und Hund schneibt - dann muasst am Predigtstuhl sein.
4-10: Ein Pulverfest...