- Gipfel
- Üntschenspitze
- Höhe
- 2135m
- Gebirge
- Allgäuer Alpen (Bregenzer Wald)
- Art der Tour
- Skitour
- Datum der Tour
- 2. März 2026
- Ausgangspunkt
- Hinterhopfreben an der Straße von Schoppernau nach Schröcken
- Gefahreneinschätzung
- mäßig
- Exposition der Route
- Süd
Route => Skitour Üntschenspitze
Nachdem es am Montagmorgen entgegen der Wetterprognose doch sonnig und die Nacht klar war, haben wir uns für diese Tour (um)entschieden. Allerdings braucht es am Ausgangspunkt schon etwas Vertrauen in verfügbare aktuelle Informationen, namentlich zum Grad der Schneebedeckung auf der Tour, denn von unten sieht man nur den Schnee in der Gipfelregion.
Aber es hat gepasst. Wir sind so gegangen wie auf tourentipp beschrieben.
Auf den Wiesen bis zum Waldrand noch dick Schnee, dann auf der Forststraße durch den Wald ca. 10 Minuten Ski tragen (zwischen 1070m und 1130m), anschließend noch zwei oder drei kürzere apere Stücke, über die man auch mit Fellen laufen kann, ab 1170m Höhe durchgehend Schnee. Über die Forststraße zur Vorderüntschenalpe (1759m) und weiter über steile Südhänge zum Häfnerjoch (1979m) und meist auf, ein Stück lang auch in der obersten Südflanke, dem langen Gratrücken zum Gipfel der Üntschenspitze. Eine etwa zehn Meter lange Stelle am Grat ist sehr schmal und aper und kann auch nicht in der Flanke umgangen werden. Den Grat entlang viele sehr große Wechten!
Abfahrt dann bei bestem Firn im oberen Bereich, wobei man das oberhalb des Jochs nicht ganz auskosten kann, da man ja viel Querfahrt hat. Unterhalb des Häfnerjochs bis auf ca. 1600m ein Firntraum, weiter unten zunehmend schwerer, sumpfiger Schnee (nachmittags zwischen 14 und 15 Uhr). Wir sind noch einige Zeit durch Waldschneisen abgefahren, unterhalb von 1400 - 1500m war es sinnvoller, wieder die Forststraße abzufahren.
Bergab war die Tragestrecke dann schon etwas länger, aber dennoch nur wenige Minuten lang.
Bezüglich der möglichen Nordabfahrt vom Häfnerjoch nach Schoppernau kann ich mir nicht vorstellen, dass das Spaß macht. Der gesamt Talkessel unterhalb des Jochs ist von großen Lawinen aus den umliegenden Flanken überdeckt. Außerdem dürfte die Tragestrecke am Ende dieser Variante deutlich länger sein.
Ein Aufstieg von der Vorderüntschenalpe zur Güntlespitze wäre eine gute Alternative zu unserem Gipfel, mit direkterer Südabfahrt, als wir sie hatten.
Bild 1 Üntschenspitze vom Tal aus
Bild 2 Im Aufstieg zum Häfnerjoch
Bild 3 Nordseitiger Talkessel unter dem Joch voller Lawinen
Bild 4-7 Am Gratrücken zum Gipfel
Bild 8 Tiefblick nach Schoppernau
Bild 9 Abfahrt zur Vorderüntschenalpe
Bild 10 Großer Widderstein