- Gipfel
- Salfains und Angerbergkopf (nicht ganz)
- Höhe
- 2000
- Gebirge
- Kalkkögele
- Art der Tour
- Skitour
- Datum der Tour
- 30. Januar 2026
- Ausgangspunkt
- Grinzens
- Gefahreneinschätzung
- erheblich
- Exposition der Route
- Ost
Geplant war eine Durchquerung von Grinzens über die Kemater Alm zur Potsdamer Hütte und weiter nach Juifenau. Aber es kam anders. Am Freitag mit dem Zug nach Innsbruck und von dort mit dem Bus in einer halben Stunde nach Grinzens. Der Bus fährt unter der Woche im 15-Minuten-Takt und am WE im 30-Minuten-Takt. Das schafft nicht mal die MVG.
Von Grinzens auf der gut mit schneebedeckten Rodelbahn taleinwärts bis fast zur Kemater Alm. Ab ca. 1500m rechts ab und über eine Forsstrasse und Lichtungen zur Salfainsalm. Über die offene Lichtung weiter bis zum Gipfel des Salfains. Der Gipfel bietet einen schönen Rundumblick ins Fotscher- und Senderstals und natürlich weit in alle Richtungen des Inntals.
von Grinzens sind es gute 1000 Höhenmeter. Nun zum Schnee, dank der letzten Schneefälle hat es wieder einen, jedoch ist der Untergrund ziemlich weich und löchrig wechselhaft. Die Abfahrt gestalltete sich dementsprechend interessant, war aber machbar. Zurück auf der Rodelbahn noch mal 200 Höhenmeter zur gutbewirtschafteten Kemater Alm. Hier war der Dreier kein Problem, zumal es im Wald nur Stufe zwei hatte.
Nachdem die Lawinenlage oberhalb der Waldgrenze mit erheblich ausgegeben wurde war die Überschreitung des Angerbergkopfs zur Potsdamer Hütte recht spannend. Am Freitag hatte es schon eine Gruppe versucht und wieder umgedreht. Wir versuchten es trotzdem und sind auf ca. 2200m auch umgedreht, nachdem die Schneedecke massive Wummgeräusche von sich gegeben hat und die Schneedecke nach jedem Schritt rundrum Risse bildete. Leider hat sich hier das massive Altschneeproblem für die Gegend bewahrheitet. Die Schneedecke ist oft grundlos, was das steinige und mit Almrausch durchsetzte Gelände begünstigt. Im unteren, flachen Bereich des Angebergkopfs hatte es denoch gut fahrbaren Pulver, den wir dann noch zweimal genossen haben, ehe wir wieder zurück zur Kemater Alm fuhren und unseren Durchquerungsversuch abgebrochen haben.
Auf der Kalkkögelseite hingegen wurden erstaunlicherweise alle steilen Scharten berfahren und vom Hoadl kamen Scharen von Freeridern ins Senderstal runter. Hier ist das Gelände alles andere als unsteil, vermutlich ist auf Grund der Kare der Schneedeckenaufbau besser (fehlende Hohlräume vom Almrausch) und die Locals gehen ja dort permanent.
Salfains mit Blick ins Senderstal
Salfains
Schneise bei der Salfainsalm
Aufstieg Angerbergkopf
Abfahrt gut aber tückisch
Blick Richtung Kalkkögel