Hochreichkopf Schneeschuh-Tour Stubaier Alpen

  • Gipfel
    Hochreichkopf
    Höhe
    3010
    Gebirge
    Stubaier Alpen
    Art der Tour
    Bergtour
    Datum der Tour
    2. Januar 2026
    Ausgangspunkt
    Schweinfurter Hütte

    Wir sind schon am 31.12. Richtung Hochreichkopf aufgestiegen. Dabei sind wir einer breiten Spur nachgegangen, die ziemlich gut mit meiner Erinnerung von der Skitouren-Route zusammengepasst hat.


    Leider war meine Erinnerung teilweise verkehrt, so dass wir erst spät gemerkt haben, dass die Haupt-Spur zur Längentaler Scharte führt. Von dort ging die Spur noch auf einen kleinen Rücken hinauf, aber nicht weiter zum Hochreichkopf. Diese Route ist nicht auf allen Karten eingezeichnet (auch nicht auf meiner AV-Karte), aber trotzdem teilweise mit roten Punkten markiert (Sommerweg-Variante). Hier wär's sicher hilfreich gewesen, wenn wir das mit der GPS-Position gegengeprüft hätten...


    Wir haben dann versucht, wieder auf die richtige Route hinüberzuspuren, aber für die ganze Tour wurde dann die Zeit zu knapp. Immerhin konnten wir noch sehen, dass die Verhältnisse auf der klassischen Skiroute nicht gut waren (über eine steile Rampe auf den Hochreichkopf Nordost-Rücken). Das hat mir dann beim zweiten Versuch geholfen.


    Für einen zweiten Versuch am 2.1. konnte ich meine Freundin nicht überreden, da ein windiger Tag mit bedecktem Himmel vorhergesagt wurde. Ich wollte es aber versuchen, da die Alternativ-Route über die Hochreich-Scharte im Winter oft nicht möglich ist. Bei der aktuellen Lawinensituation war's aber gut machbar. Und es war zwar ein bedeckter Himmel, aber kaum Niederschlag und trotzdem gute Sicht zu erwarten.


    Beim zweiten Versuch bin ich bis 2600 wieder der Haupt-Spur nachgegangen, um Kraft zu sparen. Ich war mir ziemlich sicher, dass ich den oberen Teil komplett spuren muss (das kam dann auch so). Diesmal bin ich rechtzeitig nach links abgebogen und dank der Schneeschuhe bis ca. 2800 gut vorangekommen. Die letzten 50 Höhenmeter bis zur Rinne waren mühsam zu spuren, die Rinne selbst war mit Steigeisen gut zu gehen (verdichteter Schnee wegen alter Schneerutsche).


    Ab der Scharte war's zwar sehr windig, aber ansonsten gut zu gehen (wenige vereiste Stellen). Insgesamt war's schon eine Fleiß-Aufgabe, aber es hat sich gelohnt!


    p.s.: was Andreas84 beim Ponten-Bericht geschrieben hat, kann ich bestätigen! Wir Skitouristen können ruhig mehr Herz für Schneeschuh-Geher zeigen. Manchmal sind Schneeschuhe auch die bessere Wahl (wie die letzten Wochen), und dann wär's schade, aus prinzipiellen Gründen darauf zu verzichten! :S


    Kurz nach der Finstertalalm beim ersten Versuch. Hinten rechts sieht man den Hochreichkopf:





    Blick zurück Richtung Längentaler Scharte, dahinter der Sulzkogel. Im Vordergrund unser Versuch, wieder auf die Hauptroute zum Hochreichkopf zu kommen (hier waren wir schon wieder im Abstieg):





    Beim zweiten Versuch bin ich rechtzeitig von der Hauptspur nach links abgebogen, ab hier ging die Spurerei los (auf ca. 2600):





    Kurz vor der Rinne zur Hochreich-Scharte. Auf dem Sommerweg (Markierungen am linken Rand der Rinne) war der Schnee zu tief und locker - direkt in der Rinne ging's besser:





    Blick ins Ötztal von der Scharte aus:





    Der Weiterweg zum Gipfel ist im Sommer vermutlich T3, aktuell gibt es ein paar leichte Kraxel-Stellen (1-), um die wenigen vereisten Stellen zu umgehen:





    Blick vom Gipfel zum Acherkogel:





    Blick zum Nordostgrat, das letzte Stück soll je nach Schneelage nicht ohne sein (ausgesetzte Blockkletterei). Ich kenne das aber nur aus Erzählungen - ich bin damals nur bis zum Skigipfel, da ich keine Steigeisen dabei hatte.





    Beim Abstieg, im Vordergrund meine Spur - weiter hinten führt sie auf die Haupt-Spur:





    Der obere Verbindungsweg 102A (Schweinfurter Hütte - Finstertalalm) hat mehrere vereiste Stellen. Diese können aber meistens gut umgangen werden:


  • kormoran

    Hat den Titel des Themas von „Hochreichkopf Schneeschuh-Tour“ zu „Hochreichkopf Schneeschuh-Tour Stubaier Alpen“ geändert.

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