Beiträge von Ludwig95

    Der Start erfolgt am großen Parkplatz. Die Forststraße präsentiert sich allerdings ziemlich schneearm, weshalb die Tour zunächst eher nach „Ski tragen mit Aussicht auf Skifahren“ aussieht. Rund 300 Hm Tragepassage stehen an – über eine Stunde marschieren mit Ski am Rucksack.

    Erst danach wird’s besser: Richtung Pleisenhütte kann man dann größtenteils endlich aufsteigen, ohne die Ski ständig wieder abzuschnallen

    Ab der Pleisenhütte beginnt der kreativere Teil der Tour. Durch die Latschen geht es über den Sommerweg. Mit etwas Geschick kommt man mit 1-2 kurzen Abschnallern durch, schön ist allerdings etwas anderes.

    Hat man diesen Abschnitt hinter sich, wird man belohnt: Der Gipfelhang ist tatsächlich ein Traum. Am späten Vormittag war er auch ohne Harscheisen sehr gut zu gehen – perfekter Firnaufbau.

    Mittags dann die verdiente Belohnung:

    Der Gipfelhang liefert absolute Traumverhältnisse. Genau der Firn, für den man solche Frühjahrsaktionen macht.

    Der Abschnitt durch die Latschen ist dagegen eher wieder eine Mischung aus Abfahren, Tragen und vorsichtigem Balancieren.

    Die Forststraße ist grundsätzlich fahrbar – durchgehend allerdings nur für Menschen mit guter Skibelags-Toleranz. Der Rest schnallt gefühlt alle paar Minuten an und wieder ab. Die letzten rund 350 Hm sind dann endgültig wieder Tragepassage.

    Fazit:

    Der Gipfelhang war großartig – der Weg dorthin eher eine Trainingseinheit.

    Ein MTB für die Forststraße wird übrigens von Tag zu Tag attraktiver.


    Forststraße ca. 150hm unterhalb der Hütte:




    Sommerweg nach der Pleisenhütte Richtung Gipfel:


    Traumfirn am Gipfelhang:



    Nach einem Skitag in Samnaun inkl. Übernachtung, wollte ich den Vormittag an Heiligabend noch für eine Skitour nutzen. Bei der aktuellen Schneelage war klar, dass nur nordseitig Touren mit hoher Ausgangslage in Frage kommen.

    Umso enttäuschter war ich, als selbst auf über 2000m (Bild 1) nordseitig kaum mehr als 15cm Schnee vorhanden sind.

    Vorbei an der Maseben Alm, die geöffnet ist, wuchs die Schneedecke auf 20-30cm an, aber das Gelände wurde auch felsiger. (Bild 2)

    Weiter dem Tal folgend, und dann steil aufsteigend Richtung Skidepot ist alles gespurt.

    Ich selber hab knapp unter dem Skidepot aus Zeitgründen abgebrochen. Die Abfahrt (Bild 3) war trotz extrem vorsichtiger Fahrweise nicht ohne Steinkontakt machbar und ist ehrlich gesagt einfach Sau gefährlich.


    Bei guten Bedingungen ist die Tour bestimmt super, aktuell selbst mit Steinski nicht zu empfehlen.


    Route => Tschachaun Skitour Lechtaler Alpen

    Heute ging es von Namlos auf den Tschachaun. Wir waren wirklich positiv überrascht, wie wenig Schaden der Regen der letzten Woche doch der Schneehöhe zugefügt hat.

    Vom Parkplatz in Namlos ging es erstmal ein gutes Stück hinten ins Tal rein. Immer wieder wird die Forststraße von Bächen bzw. Wasserläufen gequert. Hier muss teilweise auch abgeschnallt werden. Am Ende des Tals angekommen, mussten wir leider feststellen, dass die traumhaften Pulverhänge stark von Lawinen durchzogen sind. Die letzten 150hm am südseitigen, ca 35Grad steilen Gipfelhang ging es dann in Sonne und schon etwas schwerem Schnee bis zum Kreuz.


    Insgesamt wenig verspurt für so eine populäre Tour. Wer wenig Platz brauch, kann auch noch seine eigenen Spuren ziehen.

    Route => Skitour Pleisspitze

    Heute von Bichelbächle auf die Pleisspitze (Bleispitze).

    Die 1000hm haben sich heute etwas gezogen. Eine eingeschneite Spur war schon vorhanden, und hat uns gleich mal auf dem Weg zur Bichlbächler Alpe ein paar extra Meter machen lassen. Insgesamt waren heute sehr gute Bedingungen. Oben sieht man allerdings deutlich wie der Wind gearbeitet hat. Zwischen 10cm und 30cm frischen Pulver auf festem Untergrund. Insgesamt wenig frequentiert, heute nur eine Hand voll Leute.

    Route => Namloser Wetterspitze Skitour

    Traumhafte Bedingungen gestern auf der Wetterspitze im Namlos Tal.


    Aufgrund der Straßensperre war dort am Wochenende niemand unterwegs. Vielen Dank an die Gruppe die vor uns gespurt hat.

    Wir sind morgens um 8:30 vom Parkplatz gestartet. Der Weg nach Fallerschein zieht sich doch ein bisschen, Höhenmeter macht man hier kaum. Nach Fallerschein steilt es ein wenig auf, bis man an den Waldrand kommt. Hier hält man sich an die linken Spuren. Nach dem Waldstück, in welchem man eine etwas ungemütlich steile Querung passieren muss, öffnet sich wieder die Landschaft, und man geht in sanfter Steigung weiter über Lawinenfelder Richtung Süden. Auf ca. 1700m wendet man sich nach Osten und steig ca 200hm auf, bis die Spuren auf den Süd-West Rücken führen. Hier finden sich einige Windzeichen, und es steilt Stellenweise bis ca. 35° auf. Ab hier immer weiter in gut angelegter Spur bis zum Ski-Depot.


    Aus zeit Gründen waren wir nicht mehr im Gipfel, die Gruppe vor uns hat aber auch hier eine Spur hochgelegt.


    Abfahrt direkt über den Westhang (am Anfang recht steil) in Traumhaften Pulver.

    Unten am Bach angekommen, am besten Richtung Westen wieder aufsteigen (wie Aufstiegsweg) und nicht den Spuren am Bach entlang folgen.


    Ab Fallerschein heißt es dann fleißig anschieben.