- Gipfel
- Längentaler Weißer Kogel
- Höhe
- 3217m
- Gebirge
- Stubaier Alpen - Sellrain
- Art der Tour
- Skitour
- Datum der Tour
- 8. April 2026
- Ausgangspunkt
- Lüsens, 8 Euro
- Gefahreneinschätzung
- gering
- Exposition der Route
- Nord - Ost - Nord - Ost in der Reihenfolge des Aufstiegs
Heute bin ich wieder nach Lüsens gefahren und dieses Mal auf den Längentaler gestiegen. Ich hatte mir grundsätzlich noch offen gelassen, alternativ den Seeblaskogel zu machen, aber da war recht viel los und die Abfahrt war auch schon ordentlich verspurt, sodass ich hier nicht mit idealem Firn gerechnet habe. Der Seeblaskogel hat eh meiner Erfahrung nach oft schlechtere Schneebedingungen als man meinen würde und der Längentaler ist fast immer besser.
Ich bin auf der üblichen Route aufgestiegen. Das enge Steilstück nach dem Fernerboden/der Loipe hat sehr wenig Schnee und im Aufstieg braucht's Harscheisen. Die Abfahrt ging hier im seifigen Sulz am frühen Nachmittag aber gut. Skidepot 15 Meter unter dem Gipfel.
Abgefahren bin ich um 12. Auf dem Gletscher schön zu fahrender Windpulver, dann abwechselnd firnig und hart. Ab dem Flachstück unter dem Westfalenhaus sulzig ohne Durchbrechen. Viel später als 12 sollten man nicht abfahren, jedenfalls nicht, wenn man ins Tal möchte, weil das Flachstück sonst ein rechtes Gemurkse wird.
Lawinengefahr: Ganz gering, auch keine Bedrohung aus den Flanken.
Anmerkung: Der Längentaler heißt nicht umsonst so, denn es zieht sich. Für die 1700 Hm darf man 4-5 Stunden veranschlagen. Mir gefällt die Tour landschaftlich sehr gut und ich mag auch die bei passendem Schnee gemütliche Abfahrt. Der Gletscher ist völlig harmlos, es braucht keine Ausrüstung.
Bilder:
1: Das schneearme Wegstück.
2-5: Die herrliche Landschaft des Längentals.
6: Windgepresster Pulver am Gletscher.
7: Firn weiter unten.
8/9: Eishöhle am unteren Ende des Gletschers.
10: Lawine in der Nordostflanke des Lüsener Fernerkogels.